Von Spitzbergen zur Polkappe | |
Eindrücke von JürgenEindrücke von Jürgen: Wir ankern im Krossfjord. Gegen 2 Uhr in der Frühe machen wir uns zu einer kleinen Expedition auf. Mit dem Dinghi setzen wir über. Angeln und Geschichte steht auf dem Programm. In der Nähe unseres Ankerplatzes sollen die Überreste einer deutschen Wetterstation aus dem 2. Weltkrieg erhalten sein. Auf dem Marsch dahin versinken wir immer wieder bis zum Bauch im Schnee. Auf einem kleinen vom Schnee befreiten Hügel liegen die Überreste jener Wetterstation zwischen dem Geröll. Verrostete Zeltgestänge und die wie abgebrannte Silvesterböller aussehenden Packungen erkennt Ralf zielsicher als Kohle/ Zink - Batterien. Auf den Ölfässern lese ich „ KRIEGSMARINE“. Vor Jahren habe ich zufällig gelesen, das die Spitzbergener Wetterstation der nördlichste Punkt eines die halbe Welt umspannenden Informationsnetzes der deutschen Heeresleitung gewesen sein soll. Jene Informtionen bestimmten u.a. die Kriegsführung und Einsatzpläne der Wehrmacht mit. Zwischen den Steinen findet Ralf einen verrosteten Henkel einer Tasse, ich halte die Überreste einer Konservendose in der Hand, Schrottgewordene Zeugnisse der Geschichte. Das von Thomas und Ralf mitgeschleppte Angelzeug geht ungebraucht wieder zurück. Der Süßwassersee ist noch zugefroren. Zu früh gefreut. Auch das Dümpeln in der Bucht brachte nichts. Gegen 6 Uhr morgens schieben wir uns in die Kojen ein.
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