italienische Anti-Piraterievereinigung verklagt italienische Telecom
2.02.2010

auch in Italien wirds langsam Mode, dass Antipiraterievereinigungen gegen Provider vorgehen. Laut Gulli hat diese Antipiraterievereinigung (FAPAV) konkrete Forderungen an die Telecom gestellt, die man per Gericht durchsetzen will (die Telecom hat sich offensichtlich zu wenig kooperativ gezeigt):

1. Telecom Italia soll seine Kunden überwachen und diejenigen, die illegales Filesharing betreiben, an die Behörden melden.
2. Sperre zahlreicher bekannter BitTorrent-Seiten, darunter The Pirate Bay, 1337x und isoHunt.
3. Zusammenarbeit mit der FAPAV im Kampf gegen Piraterie.

Die Telecom soll für jeden Tag, an dem die Forderungen der FAPAV nicht umgesetzt werden, 10.000 Euro bezahlen.

Ganzer Beitrag von Gulli hier:

http://www.gulli.com/news/italien-fapav-klagt-gegen-unkooperativen-provider-2010-02-02

Es ist immer wieder erstaunlich, wie es solche Antipiraterievereinigungen schaffen, Gerichte für sich zu missbrauchen und massiven Einfluss in die Gesetzgebung zu nehmen. Als Grundlage werden Downloadzahlen genannt, die unter abenteuerlichsten Umständen zustande kommen. So benutzen sie immer wiedern den Fehlschluss, dass durch jeden illegalen Download ihnen ein legaler Kauf entgeht: das ist Schwachsinn. Verfolgt man zudem noch etwa die Diskussionen um Three Strike Out, ACTA und dergleichen, erkennt man, wie verheerend sich solche Forderungen auf die Privatspäre/Bürgerrechte auswirken, von einer Kriminalisierung der meist Jugendlichen gar nicht zu reden.

regulus

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