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Albencover kommen bald wieder!

(der hund marie): hooligans & tiny hands


Max Schröder offenbart sich mit seinem ersten Soloalbum der Welt und bleibt dennoch ein scheinbar unlösbares Rätsel. Zehn Songs zwischen Aha-Erlebnis und vollkommener Weltfremde sind das Ergebnis seiner Arbeit. Ein halbstündiges Meisterwerk, das beweist, daß Max Schröder nicht im Schatten anderer zu stehen braucht, sondern auch sein eigenes Ding sehr gut durchbringen kann.

Es ist allerdings oft schwierig, seine Texte überhaupt richtig zu deuten, da man nicht selten überlegen muss, ob Max Schröder tatsächlich so kindlich-naiv ist, wie es scheint, wenn er sein Album mit einem Gruß an einen Fruchtsalat beginnt, oder ob er die Welt doch hinters Licht führt, indem er geschickt Metaphern verwendet, die der Hörer nicht zu verstehen vermag - vermutlich ist es eine gute Mischung aus beidem.

Bemerkenswert ist jedoch, daß Max Schröder seine Songs überhaupt der breiten Öffentlichkeit zugänglich macht, nachdem er sie lange Zeit unter Verschluss hielt. Nun weiß man auch, warum. Vielleicht ohne es explizit zu wollen, bestätigt Max Schröder mit seinen Texten das Bild des introvertierten, weltfremden Menschen, das man - eventuell zu Unrecht - von ihm hat. Eine wahre Preisgabe seines Wesens bietet auch "Hooligans & Tiny Hands" vermutlich nicht.

"Ist das, wie man Leben macht?" fragt er verunsichert in "Moby Dick" und man möchte ihn einfach nur an die Hand nehmen und ihm zeigen, was die Welt zu bieten hat. Das scheint er jedoch bereits sehr wohl zu wissen, wie sich an anderer Stelle beweist. Ein weiterer Teil seines Verwirrspiels.

Worte werden den Songs dieses Album nicht gerecht, weshalb es bei diesem kurzen Überblick bleiben soll. Ein falscher Eindruck der Songs durch unqualifzierte Fehldeutungen soll nicht entstehen und wie so oft ist es auch hier umso wichtiger, daß jeder sich sein eigenes Bild von "Hooligans & Tiny Hands" macht und eigene Interpretationen entwickelt.

Zu berichten bleibt, daß "Hooligans & Tiny Hands" ein Spätzünder ist, der erst nach wiederholtem Hören richtig loslegt. Die musikalische Einfältigkeit, die man auf den ersten Blick erspähen zu denkt, verschwindet auf den zweiten und dritten Blick. Gut gewählte Synthesizer- und Keyboard-Einsätze gelangen ans Tageslicht. Auch das Tempo der Songs wirkt bei genauerer Betrachtung unterschiedlicher als zunächst befürchtet, Mid- und Up-Tempo-Songs sind keine Seltenheit.


Anspieltipps: Jeder Ton dieses Albums hat es verdient, gehört zu werden.

Tracklist:
01. Hooligans & Tiny Hands
02. Stellt mich auf die Beine
03. Boot
04. Ein falscher Teil der Welt hat sich abgesprochen
05. Wwennn
06. Sie singen "Tears are Cool"
07. Die Stimmung ist verwirrend
08. Moby Dick
09. Am vermaledeiten Pol
10. Honig für mein Handicap
Spielzeit: 30:55 Minuten

Bewertung:
8.5 von 10 Punkten
Label: Grand Hotel van Cleef
Release: 29.09.2006


Kategorie: Alben.
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