Musikjournalismus



Homebase
Inhaltsverzeichnis

(nach VÖ sortiert)

Alben
Singles
DVDs
Konzerte & Festivals
Interviews

Albencover kommen bald wieder!

Pale: Brother. Sister. Bores!


Pale wollen es mit neuem Album und neuem Label noch einmal wissen. Nach vierjähriger Pause zwischen dem letzten Album "How to Survive Chance" und dem Neuling "Brother. Sister. Bores!" versucht man nun mittlerweile zu fünft, an die Erfolge des Vorgängers anzuknüpfen.

Dabei beginnt man erstmal ganz klar und sachlich. Mit "Take me out, Bouncers!" fängt "Brother. Sister. Bores!" mit einer Ballade an, die zum Schluss lauter und kräftiger wird und somit den Weg frei macht für den Rest des Album. Dicht gefolgt wird dieser ungewöhnliche Anfang vom Überhit des Albums, "You wanna be so good". Mit einem Refrain, der sich ins Hirn brennt und einem Beat, der mitreißt, verspricht dieses Album bereits nach gut acht Minuten, auch im weiteren Verlauf ein ganz großes Werk zu sein.

Dieser Eindruck reißt nicht ab. Kraftvoll, aber dabei doch stets unglaublich melodisch und eindringlich, geht es durch die nächsten Songs, die ausnahmslos durch glanzvolle Strophen und markante Refrains überzeugen. Etwas ruhiger wird es erst wieder mit "Sister. You are about to freak out", das ein wenig Ruhe in das Album bringt, die man nach den ersten Krachern vielleicht auch braucht. Entschuldigen müssen sich Pale dafür jedenfalls nicht.

Pale müssen sich auch nicht dafür entschuldigen, dass die ersten Sekunden von "I am sorry (you are not)" an einen Song von Moneybrother erinnern. Mit Streichern verfeinert wirkt auch dieser Song, als ginge er der Band leicht von der Hand.

"Gal. Why don't you adore me?" wirft zum ersten und letzten Mal den Gedanken auf, etwas schon einmal gehört zu haben. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund erinnert der Song - vor allem der Teil, der zum Refrain überleitet - an eine Mischung aus "You wanna be so good" und "Keep on. Bad bird". Und doch hat dieser Song etwas ganz eigenes, das die anscheinende Ähnlichkeit schnell wieder verschwinden lässt.

Zum Ende des Albums wird mit "What has happened?" noch eine weitere Ballade eingeschoben, die gut und gerne an "Take me out, bouncers!" heran reicht, jedoch keine so markante Melodie vorweisen kann.

Wachgerüttelt wird man ein letztes Mal vom vor allem durch seinen mehrstimmigen Refrain auffallenden "(Look they call you) Believer", das einen schönen Abschluss zu diesem durchweg gelungen Album bietet, jedoch vielleicht etwas zu abrupt endet.

Anspieltipps: Take me out, bouncers!, You wanna be so good, Keep on. Bad bird, (Look they call you) Believer

Tracklist:
01. Take me out, bouncers!
02. You wanna be so good
03. A clash at the nightclub
04. Keep on. Bad bird
05. Sister. You are about to freak out
06. I am sorry (you are not)
07. Gal. Why don't you adore me?
08. I am a ghost
09. What has happened?
10. (Look they call you) Believer
Spielzeit: 39:09 Minuten

Bewertung: 9 von 10 Punkten
Label: Grand Hotel van Cleef
Release: 01.09.2006


Kategorie: Alben.
Kommentieren

Vorherige Seite | Nächste Seite