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Wenn der selbsternannte Demokratiewächter die Demokratie mit Füßen tritt...

16:43, 9.02.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Als ich ein Teenager war und auf die Matura zuging, war einer meiner größten Träume einmal in die USA zu reisen und vielleicht auch dort zu bleiben, im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Diesen Traum verfolgte ich etwa sechs bis acht Jahre, ja ich habe sogar in Erwägung gezogen ein Auslandssemester übern großen Teich zu machen, aber irgendwie blieb meine Welt klein und auf den europäischen Kontinent beschränkt. Vielleicht verstehe ich ja deshalb nicht, was da draußen in der Welt vor sich geht.

Die USA wurden durch die Geschichte, weiß Gott, kräftig gebeutelt. Neben dem Unabhängigkeitskampf und dem Bürgerkrieg gibt es weitere, weniger laut von ALLEN Amerikanern besungene Ereignisse in der Geschichte: Sklaverei, beinahe Ausrottung der Ureinwohner, zwei Weltkriege, Koreakrieg, Vietnamkrieg, Kubakrise, Segregation, Irakkriege ...
Trotz all dieser Erfahrungen schwingen sich die USA zum Weltpolizisten auf, der uns allen, vor allem aber den politischen und wirtschaftlichen Gegnern die Grundsätze der Demokratie vermitteln, notfalls auch einbleuen muss.

Nach einem völlig zu Unrecht vom Zaun gebrochenen 2. Irakkrieg gipfelt der Zynismus des Demokratielehrers im Prozess gegen Ehren Watada. Näheres klick hier.

Wir alle wissen längst, dass die Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein, wegen denen sich George W. berechtigt fühlte, tausende Menschen in den Tod zu treiben und die übervollen Waffenlager seiner Freunde zu leeren, eine Lüge waren. Und wir können das auch aussprechen.
Der 28jährige Hawaiianer, der 2001 nach dem 11.September in die Armee eintrat um sein Vaterland vor der terroristischen Bedrohung zu schützen, erkannte dies auch. Als Akademiker tat er dann auch, wozu er ausgebildet wurde - er sammelte Fakten, zählte 1 und 1 zusammen, setzte sein Hirnschmalz ein und machte den Fehler seine Meinung auch noch kund zu tun. In einer Demokratie doch kein Problem möchte man meinen, weit gefehlt.
Da er nicht nur den Einsatz im Irak verweigerte, sondern sich auch noch eines Offiziers unwürdig benahm, drohen ihm jetzt 4 Jahre Haft.

Damit die Geschichte auch ein Gesicht hat, hier ein Konterfei:

Ehren Watada

Verbesserungsvorschläge:

  1. Als Nicht-Amerikaner tun wir uns natürlich schwer etwas gegen die Verurteilung eines aufrechten, an Demokratie und Rechtmäßigkeit glaubenden Amerikaners zu tun. Aber wir können die Geschichte erzählen, all jenen, die noch nie von Ehren Watada gehört haben. Also rauf auf die Homepage mit einem Link und einmal kurz die Stammtischplauderei auf Ehren Watada bringen.
  2. Boykott von amerikanischen Produkten, von den Erdnüssen bis zu den Hollywood-Blockbustern, vor allem Kriegsfilme, die die USA verherrlichen.
  3. Amerikaner auf Ehren Watada ansprechen.
  4. Leserbriefe schreiben.
  5. ...
Und den Amis sei gesagt: hätten Eure Vorväter nicht an die Demokratie geglaubt, dann wärt Ihr heute noch Teil des Britischen Empires.

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