systemfehler

Error-Susi is back

21:06, 2.05.2007 .. 0 Kommentare .. Link
Hallo Leute,

heute melde ich mich nach längerer Abstinenz wieder zurück. Die Auszeit hatte mehrere Gründe und der wichtigste, weil themenrelevante ist der - ich habe in letzter Zeit u.a. viel gelesen und kann daher einiges empfehlen:

Engdahl: Saat der Zerstörung
Chomsky: Profit over People - War against People
Grefe, et al.: attac

Leider hat mich diese Literatur in eine tiefe Krise gestürzt. Trotz eigentlich vorhandener hormoneller Höchstphasen habe ich zeitweise nur schwarz gesehen. Hatte ich beim Beitrag über Ehren Watada schon echt Mühe, gute Alternativ- und Verbesserungsvorschläge zu finden, dann tat ich mir nach Engdahl und Chomsky erst recht schwer.

Und so blieb es dann auch, bis ich auf attac gestoßen bin. Falls das jemandem genau so wenig sagt, wie mir noch vor ein paar Wochen, attac steht für "Association pour une Taxation des Transactions Financières pour l'aide aux Citoyens". Nun das ist eine prägnante Abkürzung für eine elendslange französische Bezeichnung, die ich mir nach dem ersten Drüberlesen sofort NICHT gemerkt habe. Und auch weitere Male lesen haben nicht wirklich geholfen. Daher hier die deutsche Erklärung: Vereinigung zur Besteuerung der Finanztransaktionen zum Nutzen der Bürger und das will schon mal was heißen!

Hier gibt's mehr dazu. Unter anderem auch eine Unterschriftenaktion für 10 Prinzipien für eine bessere EU, die ich jedem kritischen EU-Bürger ans Herz legen möchte.
In den letzten Jahrzehnten haben die Großen der Welt (und meist waren das nicht unsere gewählten Volksvertreter, sondern die wirklich Mächtigen - Kapitaleigner und Konzernbosse) nahezu  uneingeschränkt und unkontrolliert unter dem Deckmäntelchen der freien Marktwirtschaft ein System des Marktfeudalismus installiert, das die Reichen immer reicher, die Armen immer ärmer und den Mittelstand arm macht. Lassen wir es uns nicht mehr gefallen, es ist schon viel zu viel passiert, als dass wir noch wegschauen könnten.

Eigentlich müsste jeder denkende Weltbürger, der weniger als 2.000,- pro Monat verdient, diese Aktion und diesen Gedanken unterstützen. Eigentlich müssten wir alle aufstehen und sagen: Es ist nicht recht, was ihr Großen über unsere Köpfe hinweg entscheidet, wie ihr unseren Planeten zerstört und ausbeutet und uns dann noch wegen unserer Armut verhöhnt.

Wir hätten es nicht einmal nötig Gewalt anzuwenden, irgendwelche Wahrzeichen des Marktfeudalismus zu attakieren oder zu sprengen. Wir alle mit den unter 2.000,- Euro pro Monat (ganz egal ob brutto oder netto) wir würden reichen, wenn wir unsere Stimme erheben und laut NEIN zu unseren neuen Feudalherrn sagen würden. Ein milliardenstimmiges NEIN gegen die Beschneidung unserer Menschenrechte auf Glück, Wohlstand und freie Entfaltung.

Sagen wir nicht "danke" und "hurra" zu irgendwelchen Sportveranstaltungen oder Seifenopern, mit denen die Großen unsere Sinne einlullen und die Forderung nach unseren demokraischen Rechten unter den Tisch kehren wollen.

Sagen wir NEIN - so nicht!:
  • zu weltweit agierenden Heuschrecken,
  • zu Sozialabbau,
  • zur Beschneidung der Arbeitnehmerrechte,
  • zum Demontage des Bildungssystems,
  • zur Vergiftung durch Genmanipulation,
  • zur Schuldenfalle für Einzelne und für ganze Staaten,
  • zur Bereicherung durch Monopolisten und Großkapitalisten,
  • zur WTO und zu IWF und ihren Verordnungen,
  • zur Missachtung internationalen Rechts durch Staaten wie die USA,
  • zur Bereicherung weniger auf Kosten fast aller
  • zur Bereicherung weniger auf Kosten der Umwelt und des Planeten
  • zur Bevormundung durch lesefaule Politiker, die Verträge einfach durchwinken
  • zu Militärbudgets, die den Hunger der Welt selbst ohne Genmanipulation beseitigen könnten
  • zu unsterblichen Rechtspersonen in Form von Körperschaften und Konzernen, deren Rechte aus den Menschenrechten abgeleitet wurden, aber offenbar ranghöher als die Rechte lebender Personen sind
  • zur manipulierten Meinungsmache durch wenige weltweite Medienkonzerne
  • zur Zufriedenheit und Wehrlosigkeit, weil wir verlernt haben, für unsere Demokratie einzustehen
Dieses NEIN ist meine persönliche Meinung. Attac bietet aber für einige dieser Punkte Konzepte, wie es besser gemacht werden kann. Attac ist nicht Mießmacherrei, sondern fundierte Kritik an den Mißständen unseres Wirtschaftssystems mit dem Aufzeigen von Verbesserungs/Alternativmöglichkeiten. Jedenfalls ist attac wert, sich einmal genauer zu informieren - oder gefällt Euch das Unterhaltungsprogramm unserer Gesellschaft  wirklich so gut, dass ihr die Unsicherheiten (bedrohte Arbeitsplätze, Schuldenfalle, Rentensystem, etc.) so locker wegstecken könnt?

Viel Spaß bei der Beantwortung der Frage wünscht Euch
Error-Susi

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