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"Das Denken ist das Selbstgespräch der Seele"

In diesem Blog möchte ich über aktuelle Sachen und andere Dinge, also kurgefasst über mein Leben und das was ich so treibe, schreiben ;) Da ich gerade an einer Geschichte schreibe, werde ich diese hier veröffentlichen und ich würde mich über Kommentare freuen, egal ob positiv o. negativ, damit ich weiß wie sie ankommt. Sie ist unter der Kategorie "Geschichte" zu finden. Also ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen und Schreiben ;) 

 

 

 

Geschichte 1

Geschrieben in Geschichte

"Das Denken ist das Selbstgespräch der Seele"

 

Das neue Wesen

 

Mein Name ist Shane (weibl.), ich bin heute 22 Jahre alt. Ich lebe sehr viele Jahre vor eurer Zeit. Während ich hier in der dunklen Nacht allein vor dem Lagerfeuer sitze, holen mich Erinnerung von meiner Kindheit ein. Ich kann mich nicht an vieles meiner Kindheit erinnern. Ich kann mich nur daran erinnern, dass unser Haus damals, als ich ca. 8 Jahre alt war, angezündet wurde von sogenannten Daharanern.

Daharaner sind die Diener und die Gefolgsleute von Darken Rahl.

Ich weiß nur dass meine Mutter mich geschnappt hat und weggerannt ist. Als meine Mutter sicher war, dass uns keiner folgte hat sie mich abgesetzt. Ich hab gesehen, dass sie stark blutete. Sie sagte zu mir ich solle immer weiter rennen und nicht zurück schauen. Ich merkte dass etwas nicht mit meiner Mutter stimmte, denn ihre Stimme wurde so schwach, dass ich sie fast nicht mehr hören konnte. Ich sagte zu meiner Mutter, dass ich nicht ohne sie weiter gehen werde. Meine Mutter befahl mir weiter zu gehen, sonst würden mich die Daharaner finden und an Darken Rahl ausliefern oder sogar töten. Doch ich wollte nicht gehen, ich blieb die ganze Nacht bei ihr, es war Winter und es fing an zu schneien. Sie atmete schwer und langsam begriff ich, dass meine Mutter sterben wird. Noch bevor das Sonnenlicht aufging war sie tot.

Ich wusste, dass ich weiter gehen musste, da mich sonst die Daharaner finden würden. Mir fiel es schwer aufzustehen, die Kälte hatte mich ganz schwach gemacht. Ich wusste nicht wohin ich gehen sollte, da ich kein zu Hause mehr hatte. Ich rannte quer durch den Wald ohne zu wissen wohin ich lief. Mir liefen die Tränen der Trauer übers Gesicht und alles verschwamm. Ich sah nicht dass direkt vor mir ein Baumstamm lag und stolperte. Ich war so entkräftet, dass ich nicht mehr aufstehen konnte. Ich blieb einfach liegen. Ich blieb liegen und dann fiel ich in eine tiefen Schlaf.  Ich dachte ich wäre tot, doch als ich meine Augen öffnete war ich einem Raum der aussah wie ein Verließ. In diesem Augenblick, als ich meine Augen öffnete wusste ich, dass mich jemand gefunden hatte. Als ich mich bewegen wollte merkte ich dass ich an Armen und Beinen festgebunden war, wie als wenn man jemanden ruhigstellen will. Ich sah noch etwas verschwommen, aber als mein Sehen klarer wurde erkannte ich, dass ich in einem Laborartigen Raum war. Überall standen Instrumente und Chemikalien. Doch ich verspürte keine Angst. Mir war in dem Moment alles egal. Sollten sie mich auseinander nehmen, sollte sie mich töten, es war mir in diesem Moment egal, denn die Trauer übernahm die Kontrolle meines Körpers. Ich hörte dass eine Tür aufging, doch ich schaute nicht nach um zu sehen wer oder was es war. Mich interessierte es nicht, ich wollte es nicht wissen.

Da erklang eine Stimme.

Stimme:“Du bist endlich erwacht und wie ich sehe geht es dir gut.“

Ich erkannte die Stimme nicht, sie kam mir fremd vor. Es war eine männliche Stimme, sehr tief, also wird er schon etwas älter sein, dachte ich mir.

Stimme:“Ich werde dich untersuchen und dir etwas Blut abnehmen, dass kann etwas wehtun.“

Ich merkte einen stechend drückenden Schmerz, das musste eine große Nadel sein. Doch es kam weder eine Reaktion, noch ein Laut von mir.

Stimme:“Ich werde diese Blutprobe kurz untersuchen und werde gleich wieder bei dir sein“.

Als er ging öffnete ich leicht die Augen und sah, dass er schon graue Haare hatte, klein und etwas kräftig gebaut war. Dann schloss ich meine Augen wieder und wartete ab bis er wiederkam. Währenddessen lauschte ich den Regentropfen wie sie an das kleine Fenster schlugen. Es dauerte nicht lang, dann ging die Tür wieder auf und er kam herein. Die Tür war sehr als, denn als er sie öffnete und schloss quietschte sie sehr.

Er sagte irgendetwas zu mir, doch ich konnte ihm nicht folgen, denn ich hab als 8 jährige nicht verstanden worum es ging.

Stimme:“ Ich werde mit dir ein Experiment durchführen. Ich werde dich in einen tiefen Schlaf versetzen, dann werde ich deine Knochen mit Metall verfestigen und Krallen in die Hände einbauen.

Du kannst sie dann herausstoßen.“

Er kramte eine Skizze heraus und fuchtelte wie wild mit einem Stift darauf herum. Mir war das egal, ich verstand nicht was er machen wollte.

Stimme:“Und ich gebe etwas deinem Blutkreislauf hinzu, sodass du gegen Magie immun bist, aber eine Kleinigkeit an Magie anwenden kannst. Danach werde ich dich einige Jahre in diesem Tiefschlaf lassen, sodass sie dein Körper daran gewöhnen kann und du ruhig während der Verwandlung bleibst. Was du noch alles machen kannst und wie alles funktioniert erkläre ich dir wenn du wieder erwachst!“

Er nahm eine große Spritze mit grüner Flüssigkeit und stach sie mir in die Vene. Es war so ein furchtbar stechender Schmerz, dass ich dachte er zerfrisst mich innerlich.

Stimme:“Es wird gleich vorbei sein.“

Ich merkte wie es einmal meinen Körper durchzuckte und dann fielen mir die Augen zu. Währenddessen ich in diesen Tiefschlaf war merkte ich nix, mir kam es vor, als war ich in einer Leere gefangen. Ich sah nur die schwärze, es schien mir so als würde ich meine eigene Seele sehen die so schwarz wie die Nacht war und ohne einen Funken Hoffnung. Plötzlich wurde diese schwärze immer heller. Dann merkte ich dass ich aus dem Tiefschlag erwacht war. Ich spürte meine Hände und Beine, ich spürte wie  die Luft in meine Brust strömte und wieder heraus. Ich spürte auch einen leichten Schmerz der sich durch meinen ganzen Körper zog. Ich öffnete meine Augen und ich sah dass ich in dem gleichen Raum war, ich sah dass er sich keineswegs verändert hatte. Doch ich bemerkte, dass ich schärfer sehen konnte, denn ich sah kleine Details an der Wand die ich vorher noch nicht gesehen hatte. Auch mein Gehör war verschärft, denn als ich lauschte, hörte ich klar und deutlich wie sich 2 Personen unterhielten obwohl die Tür und auch das kleine Fenster nicht offen waren.

Dann hörte ich wie sich die Schritte langsam auf die Tür zu bewegten, die Klinke ging herunter und ich sah den alten Mann von damals. Er sah viel älter aus, er hatte Schneeweiße Haare und viele Falten im Gesicht.

Stimme:“Willkommen zurück, ich möchte mich erst einmal vorstellen ich bin Dr. Strong. Wie geht es dir, Shane?“

Shane:“Ich … ich … ich weiß nicht, denke mir geht’s gut. Wo bin ich, woher kennen sie meinen Namen?“

Dr. Strong:“Shane ich kenne dich seitdem du ein kleinen Baby warst, ich war mit deiner Mutter sehr gut befreundet. Wir waren damals zusammen in einer Schulklasse. Willst du nicht wissen wie lange du geschlafen hast?“

Shane:“!?“

Dr. Strong:“Ich habe die Veränderungen an dir vorgenommen da warst du 8 Jahre alt und jetzt bist du 15 Jahre alt. Es ist also viel Zeit vergangen.“

Shane:“Was? Aaaaaaaber…?“

Dr. Strong:“Ich werde dir vieles erklären, aber bitte ruh dich erst einmal aus, du bist noch sehr schwach!“

Shane:“Ausruhen? Ich habe 7 Jahre geschlafen und sie wollen mir etwas von ausruhen erzählen? Ich habe schon genug Zeit verschwendet, ich will wissen was sie mit mir gemacht haben!“

Dr. Strong:“Beruhig dich erst mal, wenn du dich aufregst, dann wirst du es nicht so gut aufnehmen.“

Als er diesen Satz sage, bemerkte ich dass meine Arme und Beine mit Metallketten festgebunden waren. Ich erinnerte mich, dass ich erst nur mit Schnallen festgebunden war, bevor er mich in diesen Tiefschlaf versetze.

Shane:“Was haben sie gemacht, was soll das? Binden sie mich sofort los!!!“

Ich rüttelte an den Ketten und bemerkte, dass ich mehr Kraft hatte, es war eine Leichtigkeit sie zu bewegen und sie aus der Pritsche herauszuheben.

Dr. Strong:“Beruhige dich, sonst muss ich Maßnahmen ergreifen die sonst nicht von Nöten wären.“

Ich zog weiter ohne auf seine Worte zu hören. Dann bemerkte ich einen leichten Schmerz im linken Oberarm und sah, dass er eine Spritze mit gelber Flüssigkeit in meinen Oberarm stach. Denn Stich hab ich anscheint nicht mitbekommen, nur die Flüssigkeit schmerzte ein wenig.

Plötzlich merkte ich wie ich meine Arme und Beine nicht mehr bewegen konnte, ich konnte meine Muskeln nicht mehr spüren.

Dr. Strong:“Hättest du auf mich gehört wäre dies nicht von Nöten gewesen. Ich mache sowas nicht gern, aber es muss sein!“

Shane:“Sagen sie mir jetzt was hier Sache ist? Warum bin ich auf einmal so stark? Warum kann ich so gut hören und viel besser sehen? Und was haben die ganzen roten Striche auf meinem Körper zu bedeuten?“

Dr. Strong:“Ich habe es schon damals versucht es dir zu erklären. Aber wie ich jetzt mitbekomme warst du nicht ganz bei Sinnen. Erst einmal möchte ich sagen, dass ich ein guter Freund deiner Mutter war. Als die Brände ausgebrochen sind hab ich gehört dass deine Mutter mit dir geflohen ist. Wie du sicherlich noch weißt war sie schwer verletzt und ist verstorben. Ich habe ihr damals versprochen gut auf dich aufzupassen. Als ich dich im Wald gefunden hatte, warst du so gut wie tot, also habe ich dich hier her gebracht. Durch die Kälte warst du so stark unterkühlt, dass ich schnell handeln musste. Ich hatte vor 7 Jahren ein Experiment an dir vorgenommen um dich am Leben zu halten.

Shane:“Und was genau haben sie mit mir gemacht?“

Er drehte sich um und ging zu einem blauen Schrank. Er öffnete ihn und schloss das oberste Fach auf und nahm so etwas wie eine Akte heraus. Dann schloss er ihn wieder und kam zu mir.

Dr. Strong:“ Zuerst möchte ich dir eine Skizze zeigen die du sicherlich schon einmal gesehen haben wirst.“

Er rollte sie auf und ich erkannte sie. Diese Skizze hatte er mir vor seinen Eingriff schon einmal gezeigt.

Dr. Strong:“Du warst sehr schwach und ich wusste nicht ob du diesen Eingriff überleben wirst, doch ich musste es versuchen. Ich habe deine Knochen mit Metall umhüllt um sie stabiler zu machen. Durch den Sturz im Wald waren einige deiner Knochen gebrochen, da du in eine Schlucht hinunter gerollt bist. Um sie stabiler zu machen hab ich sie deshalb mit Metall umhüllt. Dabei habe ich dir Krallen eingebaut die aus deinen Händen schießen lassen kannst. Zum Muskelaufbau hab ich dir ein Serum gespritzt, dass macht dich so stark. Dann hab ich dir noch etwas in den Körper gespritzt, dies brauchst du um in der heutigen Zeit zu überleben. Ich habe dir etwas gespritzt, sodass du gegen Magie immun bist. Deine Augen und dein Gehör wurden durch das Serum deutlich besser und auch deine Schnelligkeit hat sich erhöht.

Shane:“Was …?“

Dr. Strong:“Ich werde dir helfen deinen neuen Körper unter Kontrolle zu haben.“

Shane:“Was haben sie aus mir gemacht? Wie kann ich so leben? Ich bin eine Maschine! Wie soll ich denn so weiter leben? Hätten sie mich lieber sterben lassen, dann würde es mir jetzt besser gehen!!!“

Dr. Strong:“ Ich habe es deiner Mutter versprochen auf dich aufzupassen und ich habe aus dir keine Maschine gemacht. Ich habe deinen Körper aufgebaut sodass du schneller und stärker bist. Du brauchst das alles um in dieser neuen Zeit zu überleben! Ich will dir nichts böses, ich möchte dir helfen! Dein neuer Körper wird dir gefallen, wenn du ihn gelernt hast zu kontrollieren, glaube mir.“

Shane:“ Ich bin ein Monster ………. „

Dr. Strong:“Ich werde dir ein wenig Zeit geben dies zu verarbeiten. Ich binde dich los, deine Kräfte werden innerhalb der nächsten Stunde wieder kommen.“

Ich schaute zu wie er die Metallfesseln abband und wie er dann durch die Tür verschwand. Nun lag ich hier und wollte es nicht verstehen. Wie konnte er so etwas tun? Hätte er mich doch lieber liegen gelassen, dann wäre ich in Frieden gestorben. Als ich meine Augen schloss stellte ich mir vor wie es sein könnte, in Frieden mit meiner Mutter zu ruhen. Dann merkte ich wie das Gefühl in meine Arme und Beine wieder kam. Sie fingen leicht an zu kribbeln, wie als wären sie eingeschlafen. Ich öffnete meine Augen und schaute zu meinen Fingern die sich bewegten. Der Rest ging schnell und ich hatte meine Muskeln wieder unter Kontrolle. Ich setze mich langsam auf, ich merkte wie mein Kopf schmerzte.  Ich fühlte mich im ersten Augenblick noch etwas schlapp doch auch dieses Gefühl verging schnell. Ich merkte, dass mein Körper nicht mehr wie vorher war. Als ich mich umschaute sah ich viele Instrumente, ich hatte noch keines von denen jemals gesehen. Mein Blick schweifte zu einem Spiegel und ich fragte mich wie ich wohl jetzt aussehen würde. Ich stand auf und merkte das ich dazu keinen großen Kraftaufwand bringen musste, es ging wie von allein. Ich ging langsam auf den Spiegel zu. Mein Herz schlug schneller umso näher ich den Spiegel kam. Ich hatte Angst und war aufgeregt zu gleich. Die Frage die ich mir stellte war ob ich mich sehr verändert habe. Ich stand vor dem Spiegel und sah eine Frau, eine Frau mit kurzen fransigen schwarzen Haaren. Diese Frau war sehr dünn und hatte kleine Brüste. War ich das? Ich sah ihr ins Gesicht und erkannte mich, meine braun-grünen Augen, meine kleine spitze Nase und meinen vollen Mund. Das war ich!

Ich konnte es kaum glauben, denn mein Körper hatte sich total verändert. Ich trug ein grau-weißes T-Shirt und eine kurze schwarze Hose. Im Spiegel sah ich wie sich die roten Striemen über meinen ganzen Körper zogen. Es sah erschreckend aus, doch ich konnte mich beherrschen. Dann hörte ich wie sich langsam Schritte zur Tür bewegten, dann öffnete sich die Tür und Dr. Strong kam herein. Erst jetzt bemerkte ich wie klein er eigentlich war, ich hatte ihn eigentlich größer in Erinnerung. Er bewegte sich langsam auf mich zu bis er neben mir stand.

Dr. Strong:“Du hast dich äußerlich sehr verändert wie du sehen kannst.“

Shane:“Ich erkenne mich kaum wieder.“

Dr. Strong:“Das wird schon du wirst dich mit der Zeit an dein neues Aussehen gewöhnen.“

Shane:“Das ist leicht gesagt von jemanden der keine 7 Jahre seines Lebens verloren hat.“

Dr. Strong:“Ich weiß, dass es schwer für dich sein muss, aber ich werde dir helfen dich an deinen neuen Körper zu gewöhnen und deine Fähigkeiten zu kontrollieren.“

Shane:“Daran gewöhnen werde ich mich wohl nie.“

Dr. Strong:“Nicht so voreilig, lass dir Zeit, es wird leichter.“

Ich konnte die Augen nicht von dem Spiegel lassen. Wie konnte ich mich so verändern? Ich betrachtete mich immer  wieder von oben bis unten neu und entdeckte immer wieder neue Details die ich vorher nicht gesehen hatte. Dann konnte ich den Blick das erste mal von dem Spiegel lösen und sah Dr. Strong fragend an.

Shane:“Was haben sie jetzt vor?“

Dr. Strong:“Ich werde dir beibringen mit deinen neuen Körper umzugehen. Ich werde dir beibringen wie du deinen Zustand verändern kannst um deine Kräfte und Schnelligkeit zu steigern.“

Shane:“Meinen Zustand verändern?“

Dr. Strong:“Du kannst deinen Körper in einen anderen Zustand versetzten, dabei hast du mehr Kraft und bist schneller. Aber der Nachteil daran ist, dass du schneller erschöpft sein wirst, als in deinem normalen Zustand. Darum würde ich dir raten ihn nur zu nutzen wenn du wirklich in hoher Lebensgefahr bist.“

Shane:“Wow … nur wie soll ich das alles lernen? Dazu brauch ich sicherlich Monate.“

Dr. Strong:“Nein, dein Körper kann das alles schon, nur du musst lernen es anzuwenden und es zu kontrollieren.“

In dem kleinen Raum stand ein Tisch mit 2 Stühlen. Wir setzen uns und er begann mir einen Plan vorzustellen, denn er wahrscheinlich schon vor Jahren gemacht hatte. Während er das tat beobachtete ich jeden seiner Gesichtszüge und seinen Körper. Es war faszinieren was ich sah, denn ich hatte es vorher nie wahrgenommen. Es war alles so neu und es faszinierte mich immer wieder.

Dr. Strong:“Wir fangen morgen an.“

Shane:“Morgen? Aber ich bin doch schon seit ein paar Stunden wach. Ich bin bereit!“

Dr. Strong:“Dein Körper brauch heute noch Ruhe, es würde nichts bringen jetzt schon anzufangen,  du bist noch zu schwach.“

Er stand auf und verließ den Raum ohne sich umzudrehen oder mich eines Blickes zu würdigen. Ich hörte wie er die Tür verschloss, also sollte ich den Rest des Tages wohl in diesem Raum verbringen, super! Wieder betrachtete ich die roten Striemen. Ich konnte das alles noch gar nicht glauben. Ich stand auf und ging durch den ganzen Raum um jede kleine Ecke zu erkunden, ich hatte ja nichts besseres zu tun.

An demselben Abend als ich auf meiner Liege lag ließ ich alles noch einmal durch meinen Kopf laufen. Ich konnte mir genaue Details merken. Ich schloss meine Augen und sah wieder nur diese schwärze, nix anderes. Die Nacht verging sehr schnell, denn als ich meine Augen das erste mal wieder öffnete war es schon wieder hell.

Es dauerte nicht lang und Dr. Strong kam herein. Heute hatte er nicht seinen weißen Kittel an, sondern eine normale Hose und einen rot-blauen gestrickten Pullover. Ich muss zugeben es sah ein wenig albern aus.

Dr. Strong:“Guten Morgen, heute beginnen wir. Komm folge mir.“

Ich folgte ihm durch einen langen Gang der an der Wand mit lauter Gemälden bestückt war. Wir kamen in einem Raum an, der weiß und vollkommen gepolstert war. Er war riesig. Er schloss die Tür und wir gingen in die Mitte des Raumes.

Dr. Strong:“Versuche die Krallen die sich in deinen Händen befinden zu spüren. Du musst wissen, dass sie da sind um sie zu benutzen. Schließe deine Augen und fühle das Metall in deinem Körper.“

Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich voll und ganz auf mein Körperinneres. Ich spürte mein Herz, wie es schlug, so gleichmäßig. Ich spüre jede einzelne Ader und jeden einzelnen Puls. Ich spüre meine Knochen die mit dem Metall verschmolzen waren, sie fühlen sich schwer an.

Dr. Strong:“Stoße sie aus deinen Händen heraus.“

Ich ballte meine Hände zu einer Faust und durch einen Ruck, der fast automatisch von meinem Körper geleitet wurde, stoßen 3 Metallklauen aus jeder meiner Hand. Es war ein kurzer und ziehende Schmerz der mich kurz zusammen zucken lies.

Dr. Strong:“Gut, du lernst schnell.“

Shane:“Wird es immer so wehtun, wenn sie herauskommen?“

Dr. Strong:“Ja, das wird es leider. Diese Metallkrallen müssen immer durch deine Hautschicht, aber die wird immer wieder zusammen wachsen.“

Ich erhob meine Hand und betrachtete diese langen Klauen. Sie waren vorn ganz spitz und glänzten in dem grellen Licht. Ich musste meine Fäuste geballt und angespannt lassen. Als ich alles wieder entspannte verschwanden sie wieder und ich merkte wie schnell sich die Haut regenerierte.

Dr. Strong:“Gut. Versuche diese Tisch in der rechten Ecke mit den Klauen zu zerstören.“

Ich schaute nach rechts und sah einen rechteckigen Metalltisch. Ich spannte meine Fäuste wieder an und die Klauen stachen wieder hervor. Ich merkte immer noch einen Schmerz, doch dieses mal zuckte ich nicht zusammen, denn ich wusste was mich erwartet. Ich ging in langsamen Schritten auf den Tisch zu bis ich vor ihm stand. Ich erhob meine rechte Hand und schlug auf den Tisch. Dabei passierte etwas seltsames, ich durchschnitt diesen Tisch wie ein Stück Fleisch. Ich merkte keinen Wiederstand, es ging so leicht. Ich merkte wie Dr. Strong mich beobachtete, ich spürte seinen Blick.

Shane:“Wow!“

Dr. Strong:“Wie ich sehe gefällt dir was du siehst. Deine Klauen wurden aus einem speziellen Metall angefertigt und verfeinert, damit kannst du alles zerschneiden. Und wie ich sehe kannst du mit ihnen sehr gut umgehen. Deine Lektion für heute hast du gelernt. Ruh dich aus, morgen wird es etwas schwieriger.“

Ich ging zur Tür und ging wieder zurück in den kleinen Raum. Dr. Strong musste mich nicht begleiten, denn es war für mich eine Leichtigkeit mir den Weg zu merken.

In diese Nacht träumte ich wieder nichts, ich hatte nur diese schwärze vor meinen Augen.

Am nächsten Morgen als ich aufwachte stand ich sofort auf und ging in den Trainingsraum. Als dort ankam, stand Dr. Strong schon da.

Dr. Strong:“Guten Morgen Shane, ich hoffe du hast dich gut erholt.“

Shane:“Ja, danke mir geht es bestens.“

Dr. Strong:“Gut, denn Kraft wirst du heute besonders brauchen. Du wirst heute lernen deinen Zustand zu verändern und wie du weißt, habe ich dir schon gesagt, dass du in diesem Zustand deine Kräfte schneller aufbrauchen wirst. Bist du bereit?“

Shane:“Ich habe ja keine andere Wahl.“

Dr. Strong:“Sehe es nicht so schlecht. Schließe deine Augen und konzentriere die auf dein Inneres. Diesmal nicht auf das Metall, sondern auf eine Energie in deinem Körper, die versucht sich zu entfesseln. Wenn du dies spürst, dann lass sie einfach frei.“

Ich hatte gar keine Lust auf diesen ganzen Mist, aber ist musste da leider durch. Also schloss ich wieder einmal meine Augen und konzentrierte mich auf meinen Körper. Ich brauchte lange um diese Energie zu finden. Als ich sie fand, spürte ich wie stark diese Energie war. Dann tat ich dass, was Dr. Strong gesagt hatte, ich ließ diese mächtige, fast schon zerstörerische Energie frei.  Mich durchfuhr so etwas wie ein Stromschlag und ich fiel auf die Knie. Ich stützte mich mit den Händen auf, sonst wäre ich hingefallen. Während ich mich mit den Händen abstützte, bemerkte ich, dass die Striemen die an meinen Körper waren, nicht mehr rot, sondern eine Art lila war. Ich starrte auf diese lila aussehenden Striemen, dabei bemerkte ich nicht, dass Dr. Strong einen Spiegel in der Hand hatte.

Dr. Strong:“Du hast dein Aussehen etwas verändert, sieh ihn den Spiegel.“

Um aufzustehen brauchte ich noch weniger Kraftaufwand als sonst, es ging alles wie von selbst.

Ich nahm diesen kleinen runden Handspiegel und betrachtete mein Gesicht. Meine Augen waren nicht mehr braun-grün, sie waren vollkommen schwarz und an meinem Hals waren lauter lila Adern zu sehen. Ich konnte meine Augen nicht von dem Spiegel lassen, plötzlich bemerkte ich wie meine Kräfte schwanden. Meine Knie wurden langsam weich und ich hatte Probleme mich auf den Beinen zu halten. Ich wusste nicht wie lang ich in diesem Zustand schon war, denn ich war zu sehr damit beschäftig mein Gesicht im Spiegel zu betrachten.

Dr. Strong:“Du musst diese Kraft wieder einschließen, sonst wird sie dich zu schwach machen. Du weißt was du zu tun hast.“

Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich vollkommen auf diese gewaltige Kraft die aus mir heraus strömte. Als ich anfing sie wieder einzuschließen, fühlte es sich so an, als könne ich sie einfach mit den Händen einfangen. In nicht einmal 5 Sekunden hatte ich sie wieder verschlossen und ich merkte sofort, dass mein Körper seine Kraft wieder regenerierte. Ich sah, dass die Striemen wieder ihre rote Farbe angenommen hatten.

Dr. Strong:“Das war sehr gut, ich dachte mit den Einschließen wirst du etwas Probleme bekommen, aber das hast du sehr gut hinbekommen.

Shane:“Entschuldige das ich das frage, aber wie lange war ich in diesem Zustand?“

Dr. Strong:“Ich hab gesehen, dass du zu sehr beschäftigt warst, als die Zeit wahrzunehmen. In diesem Zustand kannst du max. eine halbe Stunde bleiben, sonst wird diese Energie die ganze Kraft aufsaugen.“

Shane:“Also ist es immer individuell wie ich sie nutzen kann?“

Dr. Strong:“Genau, es kommt immer darauf an, was du in diesem Zustand an Kraft verbrauchst.“

Shane:“Wieso verändern sich die Striemen und meine Augen?“

Dr. Strong:“In deinem Körper wird sowas Ähnliches wie Adrenalin ausgestoßen, das verändert deine Striemen und deine Augen werden durch diese Energie die freigesetzt wird schwarz. Alle deine Sinne verbessern sich, aber nur an den Augen wird es sichtbar.“

Shane:“Also verschwinden diese Striemen nie mehr?“

Dr. Strong:“Nein, sie sind jetzt ein Teil von dir. Ruh dich etwas aus, ich werde dir die nächsten Tage Zeit geben, den Zustand besser zu kontrollieren. Geh und ruh dich aus, du wirst die Kraft brauchen.“

Ich ging wieder zurück in den Raum und verschlief den Rest des Tages und die Nacht darauf. Die nächsten Tage hatte ich hart trainiert, ich habe meine Schnelligkeit verbesser und meine ganzen anderen Sinne ausgebaut. Ich hatte schnell Fortschritte gemacht, wie es Dr. Strong immer sagte.

Ich lernte mein Körper immer besser kennen. Eines Abends geschah etwas Schreckliches. Ich wusste damals noch nicht warum wir nur in diesem sozusagen Unterirdischen Gängen waren. Dr. Strong war ein gesuchter Wissenschaftler.  Eines Abends als ich gerade über dem Einschlafen war, hörte ich seltsame Geräusche. Ich stand auf und folge diesen seltsamen Geräuschen. Sie führten mich in eine Richtung in der ich noch nie war. Ich stand vor einer Tür, die Tür hatte eine Glasscheibe wo man hinein schauen konnte.  Und da sah ich etwas Erschreckendes. Ich sah wie 2 Männer in rote-schwarzen Anzügen den Dr. hinrichteten. Es war ein schrecklicher Anblick und ich verstand nicht wieso sie dies den Dr. antaten. Sie schlugen ihn so sehr, dass sein ganzes Gesicht voller Blut war. Ich sah dass er mich anschaute und ich glaube, dass er mir zugenickt hatte. Als ich die Männer genauer betrachtete fiel mir ein wer sie waren. Daharaner! Genau in diesem Augenblick drehte sich einer der beiden Männer um und sah mir in die Augen. Ich hatte auf einmal den Tag vor Augen an dem meine Mutter starb und ich hatte Angst. Ich habe nicht überlegt und bin einfach losgerannt. Ich rannte und rannte immer weiter durch diese Unterirdischen Gänge. Ich wusste nicht wohin ich rannte, es war eine Art Instinkt der mich in die Richtung führte. Plötzlich stand ich vor einem großen Tor. Ich hörte wie die Daharaner durch das Labyrinth liefen. Ich rannte zu dem großen Tor und sah, dass es verschlossen war. Doch ich musste fliehen und so riss ich die Tür mit Gewalt auf, es war eine Leichtigkeit für mich. In diese Nacht regnete es in Strömen, doch es interessierte mich nicht, ich rannte einfach so schnell ich konnte, ich wollte einfach nur weit weg von diesem Ort. Ich wusste nicht wie lang ich gerannt bin. Als meine Kräfte schwanden, war ich tief in einem unbekannten Wald. Ich war so erschöpft, dass ich mich unter einen Baum legte und voller Erschöpfung einschlief. In dieser Nacht träumte ich von meiner Mutter und dem Brand. Es war ein sehr intensiver Traum, es war alles so real. Als ich erwachte, war ich nicht mehr in dem Wald. Ich war in einem warmen, mit Kerzen erleuchteten Raum. Dem nach zu urteilen, muss es abends gewesen sein, denn am Tag benutzt man in einem Raum keine Kerzen. Ich schaute mich in diesem Raum um, außer einen Tisch mit einem Stuhl und das Bett indem ich gerade lag, stand nichts anderes in diesem Raum. Ich hörte wie leise Schritte der Tür näher kamen und es trat eine junge Frau in dem Raum. Sie war groß und hatte lange blonde Haare mit einem Seitenscheitel.

Frau:“Wie ich sehe bist du wach, ich hoffe du konntest dich gut erholen.“

Shane:“Ja, mir geht es gut. Wer sind sie und wo bin ich?“

Frau:“Entschuldigung dass ich mich nicht vorgestellt habe mein Name ist Cherrie Shefield. Du bist in Aidendrill. Und wer bist du?“

Shane:“Ich bin Shane …  Shane McCutcheon.“

Cherrie:“Mein Mann hat dich in dem nahe liegenden Wald gefunden als er auf der Jagd war, er sagte du warst sehr erschöpft und er hat sich um dich gesorgt.“

Shane:“Danke, das ist sehr nett von ihnen, aber ich muss weiter, ich kann hier nicht bleiben, es wird sonst zu gefährlich für sie.“

Cherrie:“Wieso? Hast du etwas verbrochen?

Shane:“Ich kann nicht, ich muss weiter sonst sind sie in hoher Gefahr.“

Cherrie:“Das geht nicht du bist schwach, erhole dich erst einmal.“

Shane:“Nein, das ist nicht von Nöten, ich erhole mich schneller als sie denken.“

Cherrie:“Bleib doch eine Weile.“

Shane:“Das wäre keine so gute Idee.“

Plötzlich wendeten sich ihre grünen Augen von meinen ab und sie betrachtete meine roten Striemen.

Cherrie:“Was ist das? Wo hast du die denn her?“

Shane:“Es wäre nicht so gut, wenn sie mein Geheimnis wüssten.“

Cherrie:“Ich möchte es aber gern wissen.“

Shane:“Ich bin mit meiner Mutter vor 7 Jahren aus einem brennenden Dorf geflohen, sie war schwer verletzt und hat die Nacht leider nicht überlebt. Ich wäre an dem Tag darauf fast gestorben, doch jemand hat mich gefunden. Sein Name war Dr. Strong, er sagte er war mit meiner Mutter befreundet und hat ihr versprochen auf mich aufzupassen. Um mein Leben zu retten hat er etwas mit meinem Körper gemacht. Er hat ihn sozusagen erneuert.“

Cherrie:“Erneuert?“

Shane:“Ja, er sagte ich hatte viele Knochenbrüche und er hat sie mit Metall umhüllt. Und er hat gesagt er hat mich gegen Magie immun gemacht, er sagte ich bräuchte das in der heutigen Zeit. Ich habe 7 Jahre meines Lebens verloren, weil er mich in eine Art Tiefschlaf versetzt hatte. Ich kann Metallklauen aus meinen Fäusten stoßen lassen, bin wahnsinnig schnell, meine Sinne sind verschärft und ich kann mich in einen anderen Zustand versetzten.“

Cherrie:“Und wo ist dieser Dr. … „

Shane:“Strong, Dr. Strong. Er wurde letzte Nacht von den Daharanern ermordet und so wie ich sie kenne werden sie seine Skizzen und meine Akte gefunden habe und schon auf der Suche nach mir sein. Ich bin hier nicht sicher und sie und ihr Mann erst recht nicht. Ich muss sofort verschwinden.“

Cherrie:“Nein, wenn du frei draußen herum läufst, ist es gefährlicher für dich als hier zu sein. Ich kann dir schwer glauben.“

Shane:“Soll ich es ihnen beweisen?“

Cherrie:“Beweisen?“

Ich setzte mich auf und lies meine Klauen aus den Fäusten heraus kommen. Sie schreckte zurück und ging ein paar Schritte zurück. Als sie sich etwas beruhigt hatte kam sie etwas näher und betrachtete meine Klauen. Als sie sie anfassen wollte zog ich sie wieder ein.

Cherrie:“Tut das weh wenn die heraus kommen?“

Shane:“Jedes Mal.“

Cherrie ging zur Tür und öffnete sie.

Cherrie:“Im Schrank sind frische Sachen zum anziehen, such dir etwas aus und komm dann in die Küche, es gibt etwas zu essen.“

Sie ging hinaus und schloss die Tür hinter sich zu. Ich schaute ihr nach, ich fand ihren Körper so faszinieren und so anziehend. Als ich begriff, dass ich ihr nachschaute blickte ich sofort zu Boden. Ich stand auf und ging zu dem Schrank der neben den Tisch stand. Als ich ihn öffnete fand ich ein blaues T-Shirt, eine schwarze lange Hose, ein weißes Hemd, ein Kleid und eine Krawatte vor. Da ich sehr männlich gebaut war entschied ich mich für die lange schwarze Hose, ein weißes Unterhemd mit dem Hemd zum zuknöpfen und der Krawatte. Das Hemd war langärmlich, somit konnte ich meine Striemen gut verdecken. Ich muss zugeben als ich in den Spiegel schaute, der außen an den Schranktüren befestigt war, sah ich aus wie ein halbes Mädchen und ein halber Junge. Ich fand den Style gut, er gefiel mir sehr. Als ich mich fertig angezogen hatte ging ich in die Küche, es roch nach gebratenem Fleisch. Als ich die Küche betrat, sah ich einen langen Tisch mit 8 Stühlen. Am oberen Ende saß, wie sollte es anders sein, Herr Shefield. Ich blieb einen kurzen Augenblick stehen um den Raum zu betrachten.

Herr Shefield:“Hallo Shane, schön dich schon auf den Beinen zu sehen. Geht es dir gut?“

Shane:“Ja, danke mir geht es sehr gut, vielen dank, dass sie sich um mich gekümmert haben.“

Herr Shefield:“Setz dich doch, meine Frau bereitet gleich den Tisch auf.“

Shane:“Ja, gern danke.“

Ich setzte mich zur linken von Herrn Shefield. Ich sah Cherrie in der Küche arbeiten und betrachtete ihren vollkommenen, schönen und wohlgeformten Körper. Sie war so hübsch, doch ich erschrak wieder und wandte den Blick auf meinen Teller. Cherrie brachte das Essen auf den Tisch und setzte sich mir gegenüber. Ich hatte garkeinen richtigen Hunger, also nahm ich von jedem nur ein bisschen. Während des Essens war es still, keiner sagte etwas. Als wir alle fertig waren stand Herr Shefield auf.

Herr Shefield:“Du kannst eine Weile bei uns bleiben, wenn du nicht weißt wo du unterkommen sollst.“

Shane:“Danke, das ist sehr nett von ihnen und ihrer Frau.“

Herr Shefield:“Und noch etwas, meine Frau hat mir dein Geheimnis erzählt. Du bist bei uns wirklich am sichersten aufgehoben als draußen wahllos herumzulaufen.“

Shane:“Ok, vielen Dank.“

Er drehte sich um und verließ den Raum.  Ich sah immer noch auf meinen Teller der inzwischen leer war. Ich bemerkte wie Cherrie aufstand und die Teller zusammen räumte. Ich fraget nicht ob ich ihr helfen könne, ich schnappte mir das Essen was übrig geblieben war und schaffte es auf die Arbeitsfläche.

Cherrie:“Vielen Danke das du mir hilfst.“

Shane:“Gern, kann ich ihnen sonst irgendwie helfen?“

Cherrie:“Sag DU zu mir und wenn du möchte kannst du mir mit dem Abwasch helfen.“

Shane:“Gern.“

Sie wusch das Geschirr ab, ich trocknete es ab und räumte es weg. Sie hat mir viel über ihre Vergangenheit erzählt und ich war sehr fasziniert davon, was sie schon alles erlebt hatte. Ich lauschte ihrer Stimme, die so schön klang, dass ich ihr die ganze Nacht noch hätte lauschen können. Als wir fertig mit der Küchenarbeit waren wünschte sie mir eine gute Nacht und ging zu ihren Mann. Ich ging zurück in mein Zimmer und legte mich in das kleine Bett. Bevor ich einschlief, hatte ich Cherrie Shefield vor Augen. Ich konnte weder meine Augen von ihr lassen wenn sie in meiner Nähe war, noch sie aus meinen Gedanken verbannen wenn sie nicht da war. Viele Tage vergingen und Cherrie und ich lernten uns immer besser kennen. Ich muss sagen sie verbrachte mit mir sogar mehr Zeit als mit ihrem Mann. Wir kochten zusammen das Mittagessen, machten gemeinsam die Hausarbeit und verbrachten so zusammen unsere Freizeit. Ich gebe zu ich hatte es genossen Tag täglich in ihrer  Nähe zu sein.  Nur eins verstand ich nicht, warum Cherrie fast nie aus dem Haus ging.

Shane:“Wollen wir mal eine Runde spazieren gehen, es ist so schönes Abendwetter.“

Cherrie:“Ich gehe nur aus dem Haus wenn es sein muss.“

Shane:“Aber wieso?“

Cherrie:“Wir Frauen aus dem Dorf lassen uns, wenn wir in unserer Freizeit raus gehen, meistens nur mit unseren Männern sehen.“

Shane:“Aber dein Mann ist doch so gut wie nie draußen.“

Cherrie:“Da weißt du warum ich es auch nicht bin.“

Shane.“Dann sollten wir das ändern. Es ist dunkel und es kann uns doch eh keiner sehen und du würdest mir eine große Freude bereiten mich zu begleiten.“

Cherrie:“Wirklich?

Shane:“Ja wirklich.“

Ich schmunzelte leicht verlegen.

Cherrie:“Ok, aber wir dürfen nicht allzu spät zurück sein.“

Shane:“Nein versprochen.“

Ich verdrehte leicht die Augen und weil sie dies sah, breitete sich ein kleines Lächeln auf ihren Lippen auf. Ich packte einen kleinen Korb mit Leckereien zusammen.

Wir gingen durch die Hintertür hinaus, sodass uns keiner sah. Herr Shefield schlief schon, das bedeutete, er würde vor morgen früh nicht aufwachen.  In der Nähe war ein kleiner See, wo am Abend das Mondlicht darauf schien. Doch ich hatte Cherrie nicht verraten das wir dort hingehen und sie hasste es, dass sie nicht wusste wo ich sie hinführte.

Cherrie:“Sag mir wo wir hingehen!“

Shane:“Nein, das werde ich nicht. Lass dich überraschen, aber ich weiß genau, dass du diesen Anblick lieben wirst.“

Kurz bevor wir ankamen, stellte ich den Korb ab um ihre Augen mit einem Tuch zu verbinden, ich nahm sie an die Hand und führte sie an den kleinen See.

Ich stelle den Korb ab und stellte mich hinter sie, um ihr das Tuch abzunehmen.

Shane:“Bist du bereit?“

Cherrie:“Ja.“

Ich öffnete den Knoten ganz langsam und nahm ihr das Tuch von den Augen. Der Anblick war einfach wundervoll, wie der Halbmond mit seinem Licht auf das Wasser schien. Ein wolkenfreier Himmel.

Cherrie:“Das ist einfach wunderschön.“

Sie hatte ein bezauberndes Lächeln auf den Lippen als sie diesen Anblick genoss.

Shane:“Siehst du was du verpasst hättest, wenn du mich nicht begleitet hättest? Und damit du den Augenblick noch länger genießen kannst hab ich etwas zu Essen mitgenommen.“

Plötzlich drehte sie sich um und umarmte mich, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Ich streichelte ihr sanft über den Rücken um sie zu beruhigen. Dann lehnte sie sich etwas von mir weg.

Cherrie:“So etwas Schönes hat noch nie jemand für mich gemacht.“

Ich sah, dass ihre grünen Augen glänzten.  Ich konnte meine Augen nicht von ihren lassen, unsere Gesichter waren nur wenige Zentimeter voneinander entfernt, ich wusste nicht was ich machen sollte. Sollte ich diesen Moment ausnutzen? Aber wie ich merkte war mein Verlangen stärker als mein Verstand.

Meine Lippen bewegten sich immer näher zu ihren und sie bewegte sich näher zu mir. Als meine Lippen auf ihre trafen merkte ich wie weich sie waren. Der Kuss war sehr innig, ich vergaß die Zeit bis sie sich von mir löste. Sie schreckte zurück und schaute mich ganz erschrocken an.

Shane:“Ich … es … ich weiß nicht … ?!“

Ich schaute sie ganz verlegen an, doch sie schaute zu Boden.

Shane:“Es tut mir leid.“

Cherrie:“Das ist Niemals passiert.“

Dann lief sie einfach an mir vorbei und lies mich dort allein stehen. Ich kam mir sehr schlecht vor, denn ich wusste, dass ich die Situation ausgenutzt hatte. Ich nahm den Korb und ging wieder zurück zum Haus. Als ich ankam war alles dunkel, ich stellte den Korb in der Küche ab und ging in mein Zimmer. Ich spielte den Kuss immer wieder vor mir ab bis ich einschlief. Cherrie und ich schwiegen uns die nächsten Tage an, doch Herr Shefield war zu beschäftigt um das mitzubekommen. Eines Tages waren wir allein zu Hause, Herr Shefield war mit Freunden unterwegs auf eine längere Jagd. Als ich Frühs in die Küche kam aß Cherrie schon. Ich setzte mich ihr wie immer gegenüber. Sie würdigte mich keines Blickes, ich konnte diese Stille nicht mehr ertragen.

Shane:“Wir müssen darüber reden.“

Sie gab keine Antwort.

Shane:“So kann es doch nicht weiter gehen, wir können uns doch nicht nur anschweigen.“

Cherrie:“Doch, das hat die letzten Tage auch gut geklappt.“

Shane:“Ich halte das aber nicht aus, wir hatten und so gut verstanden und wenn ich dich verletzte habe, dann tut es mir leid.“

Cherrie:“Hast du nicht …“

Shane:“Wie …?“

Cherrie:“Ich fand den Augenblick wirklich schön.“

Sie stand auf und brachte ihren Teller auf die Arbeitsfläche, genau in demselben Augenblick stand ich auf und ging zu ihr rüber. Ich merkte wie nervös sie wurde umso näher ich ihr kam.

Shane:“Was hast du gesagt?“

Cherrie:“Das ich es schön fand.“

Ich stand hinter ihr und mein Herz klopfte wie wild. Ich fasste sie an der Taille und drehte sie zu mir um, sodass sie mir in die Augen schaute. Es war derselbe Blick wie an diesen einen Abend am See.

Wir küssten und wieder so innig und es war sogar noch besser und noch schöner.

An diesem Vormittag geschah etwas, was auch für mich wirklich neu war. Ich hatte das erste mal in meinem Leben Sex und dann mit einer Frau, mit Cherrie Shefield. Es war wunderschön und ich muss zugeben ich dachte ich war im Himmel. Sie hatte einen so wunderschönen Körper, eine weiche Haut und wunderschöne Brüste. Aber ich merkte, dass es nicht das erste Mal für sie war. Sie wusste wie sie mit dem Körper einer anderen Frau umzugehen hatte. 

Geschichte 2

Geschrieben in Geschichte

"Das Denken ist das Selbstgespräch der Seele"

 

.  Nach dem Sex lagen wir noch eine Weile zusammen nebeneinander.

Shane:“Du hast schon einmal mit einer anderen Frau geschlafen oder.“

Cherrie:“Wie kommst du darauf?“

Shane:“Du wusstest was du wie zu machen hast, das merkt man.“

Cherrie:“Ja, du hast recht.“

Shane:“Willst du es mir erzählen?“

Cherrie:“Ich hab schon mit mehreren Frauen geschlafen. Meine Erste war damals meine beste Freundin. Ich weiß gar nicht mehr wie es dazu kommen konnte, aber es war wunderschön. Aber in der heutigen Zeit wird es nicht akzeptiert wenn man mit einer Frau zusammen sein will. Das ist ja geradezu ein Verbrechen. Und so hab ich meinen Mann kennengelernt.“

Shane:“Weiß er davon?“

Cherrie:“Er hatte mich einmal mit einer Frau erwischt und ich musste ihm versprechen es nie wieder zu tun und seitdem hab ich es auch nie wieder getan, bis heute …“

Wir lagen noch eine ganze Weile so da und sahen uns nur an. Dann zogen wir uns langsam an und kehrten zum Alltag zurück.

Doch es war nicht das letzte Mal, dass wir seitdem Tag Sex hatten. Wir waren sehr vorsichtig wegen Herr Shefield, aber wir konnten die Finger nicht voneinander lassen.

Es ging einige Wochen so und es ist keinem aufgefallen das zwischen uns beiden etwas war. Eines Tages geschah das, was ich am ersten Tag Cherrie gesagt hatte. Die Daharaner waren unterwegs in das Dorf und auf der Suche nach mir. Ich wusste ich musste verschwinden, sonst würden sie Cherrie und ihren Mann umbringen.

Shane:“Ich muss los.“

Cherrie:“Ja, ich hoffe wir sehen uns wieder!“

Shane:“Das hoffe ich auch.“

Wir verabschiedeten uns mit einem langen innigen Kuss. Dann kam Herr Shefield mit einem Rucksack ins Zimmer.
Herr Shefield:“Hier hast du Proviant für unterwegs. Viel Glück.“

Shane:“Vielen Danke. Wir werden uns wiedersehen.“

Dann ging ich aus der Hintertür heraus und ich hörte schon wie die Daharaner unterwegs zu dem Dorf waren. Ich rannte so schnell ich konnte, es war sehr ungewohnt für mich, denn ich habe meine Kräfte schon lang nicht mehr benutzt. Ich rannte und rannte durch den Wald.

Nach einigen Minuten kam ich in einem anderen Dorf an, es war viel kleiner, aber sehr ruhig.

Ich ging zu einem Brunnen und dort saß ein Junge, etwa 15 Jahre.

Shane:“Hallo mein Name ist Shane, kannst du mir sagen wo ich hier bin?“

Junge:“Du weißt nicht wo du bist? Du bist in Forward. Mein Name ist übrigens Dan.

Shane:“Ja, ich komme nicht von hier, freut mich dich kennenzulernen Dan.“

Dan:“Wenn du keine bleibe hast, kannst du eine Weile bei uns bleiben, meine Mutter und mein Vater werden sicher nichts dagegen haben.“

Shane:“Ok, danke, das ist sehr nett von dir.“

Wir gingen zu einem etwas abgelegenen Haus. Es war etwas kleiner als die anderen, aber sehr gemütlich von außen. Als ich durch die Tür trat sah ich einen großen Tisch. An diesem Tisch saßen 4 Kinder. 2 Mädchen und 2 Jungen, sie waren noch sehr jung.

Dan:“Mom, Dad, das ist Shane. Sie ist nicht von hier und sie hat keine Bleibe gefunden und da hatte ich gedacht sie könne eine Weile bei uns bleiben?“

Eltern:“Nein, wir haben nichts dagegen, willkommen Shane.

Shane:“Vielen, vielen Dank.“

Seit dem Abend sind nicht viele Tage vergangen, da hörte ich wieder dass die Daharaner unterwegs waren. Ich sagte der Familie das ich verschwinden müsse, ihnen aber nicht erklären kann wieso. Ich packte meine Sachen und verschwand wieder tief im Wald. Ich blieb erst einmal 2 Tage im Wald, als ich darauf auf ein neues Dorf stieß. Dort blieb ich wieder eine Weile und musste wieder wegen den Daharanern fliehen. Und so ging das eine Weile, bis ich das Dorf Greewitch erreichte. Dort nahm mich eine 5 köpfige Familie auf. Ich war schon den 5. Tag bei der Familie, doch dieses Mal warnte uns keiner vor, dass die Daharaner unterwegs sind. Ich war auch zu beschäftigt um sie von weiten zu hören. Sie standen auf einmal in der Tür und ich hatte keine Chance zu fliehen, ich musste mich ihnen stellen. Ich rief ihnen nur noch zu, dass sie die Kinder in Sicherheit bringen sollte. Kaum waren sie verschwunden stieß ich meine Metallklauen aus meinen Fäusten heraus. Ich hörte wie ein Daharaner sagt, dass sie mich endlich gefunden haben und lebend zu Darken Rahl bringen sollten.

Ich rannte auf einen der Daharaner zu und es ging so schnell, dass er sich kaum wehren konnte. Die anderen 3 rannten aus dem Haus heraus und stiegen auf ihre Pferde, doch ich war schneller als sie, hatte bessere Instinkte, ich zog einen nach den anderen von den Pferden und schnitt ihnen die Kehle durch, doch plötzlich spürte ich etwas an meinem Rücken, ich drehte mich um und da stand noch einer mit einem langen Dolch in der Hand. Ich war so wütend, dass ich meine Kraft freiließ ohne es zu bemerken. Als ich in diesem Zustand war und auch noch so wütend habe ich nichts mehr mitbekommen. Als ich langsam wieder die Kontrolle hatte, bemerkte ich, dass mich alle beobachteten. Ich sah Hass in den Augen, Verabscheuen und Angst. Jetzt hatten mich alle so gesehen, wie eine Bestie die sich auf ein Stück Fleisch stürzt. Ich sah das Entsetzen in Gesichtern der Kinder und die Männer riefen nur noch ich solle verschwinden. Ich packte meine Sachen und ging in den Wald. Ich musste dagegen ankämpfen, dass ich mich nicht umdrehte.

Seit diesem Tag lebe ich im Wald um anderen keinen Schaden anzurichten. Jetzt sitze ich an diesem Lagerfeuer und meine Gedanken schweifen in die Ferne. Ich bin nicht einsam, denn ich bin nicht den ganzen Tag im Wald, ich gehe meistens auch in die Dörfer um etwas zu Essen oder einfach nur unter Menschen zu sein. Ich starre in das Feuer und beobachte wie die Flammen das Holz zersetzen. Ich lausche dem Knistern des Feuers, das sich jedes Mal anders anhört. Plötzlich hörte ich Schritte die immer mehr in meine Nähe kommen. Ich stellte mich hin und löschte das Feuer mit einem einzigen Windhauch.

 Ich blieb regungslos an der Stelle stehen und lauschte den Schritten die immer näher kamen. Ich stellte mich in eine Art Abwehrhaltung auf, meine Fäuste an der Seite, schon angespannt und bereit zum Angriff. Ich hörte eine Frauenstimme und eine Männerstimmt, sie flüsterten. Ich ging noch ein paar Schritte zurück und blieb wieder stehen.  Ich sah wie 2 Schatten aus dem Gebüsch kamen, doch irgendetwas anderes hatte mich so sehr erschreckt, dass ich meine Krallen ausfuhr. Der Mann zückte ein Schwert und es glänzte in dem Mondlicht. Ich hatte nicht nachgedacht, es war alles wie eine Kettenreaktion. Ich rannte auf ihn los um ihn anzugreifen, doch er blockte meinen Angriff mit seinem Schwert ab. Er war viel stärker als die Männer gegen die ich bisher gekämpft hatte. Ich drehte mich um und rannte weg, doch ich habe nicht mitbekommen, dass die Frau mir folgte. Schon nach einer kurzen Zeit blieb ich zwischen 2 Bäumen stehen. Plötzlich kam diese Frau hinter einem Baum hervor und griff mir an die Kehle. Ich merkte nicht ob sie sehr zugegriff. Ich schaute ihr in die Augen, sie hatte wunderschöne blaue Augen. Plötzlich färbten sich ihre Augen erst zu blau-schwarz und dann wieder zu blau. Aber es passierte nichts. Ich schaute ihr wieder ins Gesicht und sah, dass sie entsetzt war. Plötzlich ließ sie die Finger von mir fallen und ging ein paar Schritte zurück. Sie schaute mich entsetzt an und ich wusste nicht warum. Plötzlich merkte ich, dass ein Mann hinter mir stand. Ich schaute die Frau an. Sie hatte lange, dunkle und gewellte Haare, sie trug ein weißes Gewand und war schlank, sie sah wunderschön aus. Ich drehte mich um und betrachte den Mann. Er hatte kurze dunkle Haare, dunkle braune Augen, etwas struppig, dünn und er hatte ein Hemd an mit einer Lederweste und lange hell braune Hosen. Er sah nicht mich an, sondern direkt an mir vorbei. Er sah dieser Frau genau mit dem gleichen Blick an wie sie ihn. Ich drehte mich zu der Frau um und sah wieder in ihr entsetztes Gesicht.

Shane:“Wer seid ihr?“

Frau:“Ich bin Kahlan Amnell und das ist Richard Cifer.“

Sie zeigte an mir direkt vorbei, genau auf den Mann hinter mir. Ich drehte mich kurz zu ihm um und dann wieder zu ihr.

Shane:“Mein Name ist Shane, Shane McCutcheon. Was hast du da gemacht gerade eben? Du hättest mich ganz einfach töten können!“

Kahlan:“Ich wollte dich nicht umbringen, aber wieso hast du uns angegriffen und bist dann geflohen?“

Shane:“Ich habe mich erschreckt und da ich auch schlechte Erfahrungen im Umgang mit Menschen gesammelt habe, hab ich euch ausversehen angegriffen, es war keine Absicht von mir.“

Richard:“Ja, es tut auch mir leid, dass ich gleich mein Schwert gezogen hatte, aber du hattest etwas spitzes in den Händen.“

Ich drehte mich zu ihm um und schaute ihm direkt in die Augen.

Shane:“Ich hatte nichts in meiner Hand.“

Richard:“Aber? Aber du hattest etwas in der Hand! Ich habe mir das doch nicht nur eingebildet.“

Shane:“Nein, das hast du auch nicht.“

Richard:“Was war es dann?“

Shane:“Das ist jetzt egal, ich wöllte lieber gern wissen was SIE mit mir gemacht hat!“

Ich drehte mich wieder zu Kahlan um. Richard ging vorsichtig um mich herum und stellte sich neben sie.

Kahlan:“Ich habe versucht dich zu wandeln.“

Shane:“Mich zu wandeln? Entschuldigung, aber ich habe noch nie etwas davon gehört.“

Richard:“Kahlan ist eine Konfessor und sie kann sie wandeln, sodass sie ihr gehorchen und alles erzählen was sie hören will, sie hat sozusagen die Kontrolle über sie.“

Shane:“Und bin ich gewandelt?“

Kahlan:“Nein und ich weiss auch nicht warum es nicht geklappt hat.“

Shane:“Naja ich wüsste warum, ist denn dieses Wandeln eine Art von Magie?“

Kahlan:“Ja, das ist es, wieso?“

Shane:“Naja ich bin gegen Magie immun, das könnte es erklären warum es nicht geklappt hat.“

Kahlan:“Was du bist gegen Magie immun.“

Richard:“Wie geht das?“

Kahlan.“Ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht. Du etwa?“

Sie schaute mich ernst und neugierig an. Ich wusste nicht ob ich ihnen das sagen sollte, denn was bin ich ihnen denn schon schuldig? Eigentlich garnichts.

Shane:“Wieso sollte ich euch irgendetwas verraten?  Ich bin euch nichts schuldig, ich kenne euch nicht einmal!“

Richard:“Ich bin der Sucher, hast du schon einmal davon gehört?“

Shane:“Ja habe ich, aber ich bin dir nichts schuldig ich kämpfe mich allein durch. Und ich habe darauf auch keine Lust.“

Ich drehte mich um und wollte gehen.

Richard:“Nein warte, du kannst uns helfen!“

Shane:“Ich euch helfen, wieso sollte ich?“

Kahlan:“Du könntest Gutes tun.“

Shane:“Und was ist wenn ich das nicht will?“

Kahlan:“Warte  … „

Mehr hörte ich nicht, denn ich flitze davon und ließ sie einfach da stehen. Ich raste in das gleich anliegende Nachbardorf, denn zurück zu meinem Platz konnte ich nicht, denn sie wussten wo er war. Ich nahm mir ein Zimmer und wollte diese Begegnung so schnell wie möglich vergessen. Was fällt dem Sucher ein, Anforderungen zu stellen. Ich will mit ihm nichts zu tun haben. Ich wollte gerade meine Augen schließen, als ich plötzlich Schreie von draußen hörte.

Ich stand auf und schaute aus dem Fenster und da sah ich wie ein Daharaner eine Frau angriff. Ich zog mir schnell meine Sachen an und ging runter. Ich öffnete die Tür und da sah ich den Daharaner wie er die Frau zu etwas zwingen wollte.

Shane:“Was machen sie da, lassen sie die Frau in Ruhe.“

Daharaner:“Was willst du kleiner Zwerg denn von mir, hau ab oder willst du auch Ärger?“

Shane:“Ich sage es noch einmal, lassen sie die Frau gehen!!“

Daharaner:“Nein, ich will ….“

Ich stach meine Krallen heraus und er schwieg. Ich ging ein paar Schritte auf ihn zu und er ließ die Frau gehen. Dann trat er einen Schritt zurück.

Daharaner:“Du … Du bist … Du bist doch die nach der wir suchen, du bist Shane, Shane McCutcheon!“

Shane:“Wow, sie haben es kapiert. An ihrer Stelle würde ich verschwinden und lassen sie die Finger von den Frauen, bevor ich es mir anders überlege und sie töte.“

In diesem Moment wusste ich noch nicht, dass es das Beste gewesen wäre, aber ich war kein Monster, das jeden tötet.

Der Daharaner rannte weg und ich hab nicht hingesehen wohin er verschwanden war, denn ich habe mich lieber um die verletzte Frau gekümmert. Sie war bewusstlos und ich wusste nicht was er mit ihr gemacht hatte. Ich brachte sie in die Unterkunft und ging los um den Arzt der Stadt aufzusuchen. Als ich ihn erreicht hatte, erklärte ich ihm von dem Vorfall und er packte seine Sachen zusammen und begleitete mich zurück zu der Unterkunft. Als wir dort ankamen ging er durch die Haustür, ich wollte ihm folgen, doch da hörte ich ein seltsames Geräusch. Ich hörte Pferde und Schritte die in meine Richtung marschierten, doch ich sah noch nichts in der Dunkelheit, aber ich ahnte Böses.

Dann sah ich sie, eine Horde wild gewordener Daharaner und sie rannten direkt auf mich zu.

Ich spürte wie sie näher kamen, es waren mehr als 20. In diesem Moment fragte ich mich, wieso ich diesen Daharaner nicht getötet hatte. Ich musste doch wissen, dass er Verstärkung holen würde, denn ich war das, was Darken Rahl zurzeit am meisten begehrte und was er in seinem Besitz haben wollte.Ich stellte mich in Kampfposition auf und führ meine Krallen aus, ich wusste war das ich es nicht allein schaffen würde, aber wenn es zu eng wird kann ich noch fliegen.

Die Daharaner waren fast da, als sich plötzlich 2 Gestalten neben mir niederließen. Es war Der Sucher Richard Cifer und seine Konfessor Kahlan. Richard hatte sein Schwert bereit und Kahlan hatte 2 Dolche in der Hand. Ich schaute jeden nur einmal an und dann konzentrierte ich mich auf die Daharaner. Die beiden sprachen kein Wort sondern hielten sich in der Angriffsposition. Dann waren die Daharaner bei uns, wir stürmten auf sie los. Es war ein sehr blutiger Anblick. Jeder Daharaner der mir in die Nähe meiner Klingen kam habe ich kaltblütig ermordet. Dann sah ich das Kahlan einen Daharaner genauso anpackte wie mich an diesem Abend. Ihre Augen wurden wieder rot-schwarz und nicht nur das, die Augen des Daharaners auch. Ich hatte noch nie eine Wandlung von einer Konfessor gesehen, geschweige denn jemals eine Konfessor, deshalb war ich von diesem Anblick so gefesselt, dass ich glatt die Daharaner vergaß. Plötzlich merkte ich einen kleinen stechenden Schmerz, kaum wahrnehmbar. Dies ist aber auch nur durch meine Fähigkeiten so. Ich drehte mich um und da sah ich wie ein Daharaner ein Messer in meine Seite rammte. Ich stieß ihn einfach weg und dann sprang ich auf ihn zu und durchschnitt seine Kehle mit meinen blutigen Klauen. Dann war es plötzlich ruhig. Ich schaute mich um und sah 30 tote Daharaner. Und ich stand mit Richard mittendrin. Kahlan und der gewandelte Daharaner standen etwas abseits von uns.

Richard:“Du blutest, ist alles ok?“

Shane:“Ja, keine große Sache. Danke für eure Hilfe.“

Richard:“Gern geschehen.“

Shane:“Nicht das dies irgendwas heißen soll ja!“

Richard:“Ich weiß.“

Dann wandte Richard seine Augen von meinen ab und starrte auf meine Klauen.

Richard:“Was ist das?“

Shane:“Das sind Metallklauen.“

Richard:“Aber wie machst du das?“

Ich zog die Klauen wieder ein. Als Richard das sah zuckte er kurz zusammen und ich merkte ein kurzes atmen das von Kahlan kam.

Shane:“Keine Angst.“

Kahlan:“Wie machst du das?“

Shane:“Das ist egal, danke für eure Hilfe.“

Richard:“Du willst es immer noch nicht sagen.“

Shane:“Nein, weil es keinen Grund dazu gibt.“

Richard:“Was wollten die Daharaner von dir.“

Shane:“Hmpf …“

Kahlan:“Ich könnte ihn fragen.“

Ich starrte sie entgeistert an. Wieso sollte er, ein Daharaner, ihr alles verraten? Und da erinnerte ich mich was Richard zu mir sagte, dass sie dann die Kontrolle über die gewandelten Menschen hat und von ihnen alles verlangen könne. Ich schwieg. Dann rief Kahlan den Daharanern zu sich dessen Name Jim war.

 

Geschichte 3

Geschrieben in Geschichte

"Das Denken ist das Selbstgespräch der Seele"

 

Jim:“Womit kann ich dir dienen meine Konfessor?“

Kahlan:“Erzähl mir warum ihr Shane angegriffen habt.“

Jim:“Wir haben sie angegriffen, weil wir sie Darken Rahl ausliefern sollen.“

Kahlan:“Und wieso?“

Jim.“Sie verfügt über besondere Fähigkeiten die Darken Rahl sehr nützen würden. Darken Rahl wäre mit Shane an seiner Seite viel stärker.

Ich schaute ihn entsetzt an während er alles ausplauderte. Ich wollte es erst nicht glauben, aber jetzt sah ich es mit meinen eigenen Augen und hörte es mit meinen eigenen Ohren.

Kahlan:“Besondere Fähigkeiten?“

Sie wechselte einen flüchtigen Blick zu mir den ich aus dem Augenwinkel wahrnahm und schaute dann wieder zu ihm.

Jim:“Ja, sie ist unglaublich schnell und unglaublich stark im Vergleich zu normalen Menschen. Ihre Sinne sind viel feiner ausgeprägt als unsere. Sie ist gegen Magie immun und trägt ihre stärkste Waffe immer bei sich die man ihr niemals entnehmen kann, denn sie ist mit ihr verbunden.“

Kahlan:“Sie ist mit ihr verbunden?“

Ich erschrak als ich dies alles aus seinem Munde hörte, er wusste über alles bescheid.

Jim:“Ja, ihre Metallklauen sind ihre stärkste Waffe. Und das ganze Metall ist in ihrem Körper, damit wurden ihre Knochen verfestigt und mit den Nerven verbunden, so kann sie die Krallen kontrollieren. Sie kann sie herausstechen und einziehen wann sie es will.“

Kahlans Gesichtsausdruck veränderte sich von Neugier in Erstaunen und sie sah jetzt in meine Richtung und betrachtete mich. Richard stand fassungslos neben mir und lauschte den Worten des Daharaners.

Jim:“Aber sie trägt noch etwas ganz besonderes in sich woran Darken Rahl am meisten interessiert ist.“

Kahlan schaute von mir erst zu Richard und dann zu Jim.

Kahlan:“Und was ist das?“

Jim:“Ihre Zustandsveränderung.“

Nach diesem Wort blickte ich sofort zu Boden, Richard schaute sofort zu mir.

Kahlan:“Zustandsveränderung?“

Jim:“Ja, sie kann sich in einen Zustand versetzten indem sie am stärksten und am schnellsten ist, ihr Meister hatte sie gelehrt ihm nur im Notfall zu nutzen, weil er ihre Kraftreserven verbraucht und sie schneller schwächeln würde. Bevor ihre Kräfte aufgebraucht sind muss sie sich verwandeln um sich zu erholen, sonst könnte sie sterben. Ihren Zustand erkennt man auch an einem besonderen Merkmal. Darken Rahl sagt sie hätte rote Striemen über dem ganzen Körper. Wenn sie ihren Zustand verändert würden sie lila werden.“

Kahlan und Richard sahen mich an und in ihren Augen spiegelte sich so etwas wie Unverständnis wieder.

Kahlan:“Ich habe nicht bemerkt das du rote Striemen hast.“

Shane:“Meine Kleidung verdeckt sie, am Tag kann man sie etwas man sie etwas am Hals sehen.“

Kahlan:“Wie kam es dazu? Ich meine warst du schon immer so?“

Jim:“Nein das war sie nicht. Sie wurde von einem Doktor oder besser gesagt einem irren so zu zugerichtet.“

Shane:“ES IST GENUG! SIE KÖNNEN NICHT ÜBER IHN URTEILEN! UND IHR 2 WISST ALLES WAS IHR WOLLTET, HALTET EUCH AUS MEINER LEBENSGESCHICHTE RAUS!!!“

Ich musste mir Mühe geben, dass ich nicht anfing zu weinen. Auch wenn der Professor so etwas aus mir gemacht hatte, hab ich ihm immer noch mein Leben zu verdanken.

Jim:“Sie wollte es wissen und ich tu das was mir meine Konfessor befiehlt.“

Kahlan wandte sich nun zu mir.

Kahlan:“Was ist mit deinen Eltern passiert.“

Ich wusste nicht ob ich es ihr sagen sollte, aber ich tat es trotzdem, sie hatten mir geholfen und das meiste wussten sie eh schon über mich. Ich nahm mein ganzen Mut zusammen.

Shane:“Mein Vater ist gestorben als ich noch klein war, ich kann mich nicht einmal an ihn erinnern. Ich lebte mit meiner Mutter in einem kleinen Dorf namens Meanswood. Es war immer friedlich dort.“

Kahlan:“Lass mich raten, die Daharaner kamen?!“

Shane:“Ja, sie zerstörten das ganze Dorf. Sie brannten die Häuser nieder und fingen die Frauen und Kinder ein. Meine Mutter ist einem entkommen. Sie nahm mich und wir rannten fort.“

Kahlan:“Hat sie dich zu ihm gebracht?“

Shane:“Nein …“

Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurückhalten, der Schmerz war einfach zu groß.“

Shane:“Meine Mutter wurde schwer von ihnen verletzt, ich merkte es aber erst als wir weit weg von dem Dorf waren. Sie sagte ich solle weiter gehen, aber ich blieb die Nacht bei ihr wo sie starb. Ich war sehr unterkühlt, aber ich ging einfach weiter, ich hatte zu sehr Angst dass mich die Daharaner finden würden. Und dann bin ich vor schwäche sozusagen zusammengebrochen und gefallen, sodass ich eigentlich so gut wie tot war.“

Kahlan:“Der Doktor …“

Shane:“Ja, er war ein Freund meiner Mutter und er flickte mich wieder zusammen. Ich war zuerst nicht davon begeistert, aber mittlerweile sehe ich das anders. Es ist hilfreiche solche Fähigkeiten zu besitzen.“

Kahlan:“Und was ist mit ihm passiert?“

Shane:“Er wurde von diesen Bastarden ermordet und seitdem sind sie hinter mir her wie eine Horde Wilder.“

Kahlan:“Ist es schwer für dich so anders zu sein?“

Sie sah mich mit ihren blauen Augen mitfühlend an.

Shane:“Am Anfang war es schwer für mich, aber mittlerweile hab ich mich daran gewöhnt. Mein Körper ist mir nicht mehr so fremd, ich weiß wie ich mit ihm umzugehen habe.“

Mittlerweile saß ich auf dem Boden, die Beine angezogen und Kahlan hockte neben mir. Sie legte den Arm um mich zu trösten, doch ich wandte mich ab und stand auf. Kahlan erhob sich und ging zu Richard.

Kahlan sah zu dem Daharaner Jim.

Kahlan:“Du gehst zum Dorf und hilfst den Leuten bei der Arbeit und du wirst nur gutes tun.“

Jim:“Ja meine Konfessor.“

Ich sah sie fassungslos an.

Shane:“Ihr lasst ihn einfach gehen?“

Kahlan:“Da ich ihn gewandelt habe ist er nicht mehr derselbe Mensch wie vorher, er wird tun was ich ihm gesagt habe.“

Ich schaute fassungslos zu Boden. Sie ließ den Daharaner gehen, der sie gerade noch vor nicht mal 10 min umbringen wollte. Ich verstand es nicht. Ich sah wie der Daharaner in Richtung Dorf lief.

Ich achtete nicht auf Richard und Kahlan und ging ebenfalls in Richtung Dorf um mich ein wenig auszuruhen.

Richard:“Wo gehst du hin?“

Shane:“Was geht dich das an?“

Richard:“Ich wollte fragen ob du uns begleiten möchtest, da du sonst sowieso nur wahllos herumlaufen würdest. Und wir können dir Schutz vor den Daharanern bieten.

Shane:“Ich gehe zurück ins Dorf, ich möchte mich ein wenig ausruhen.“

Kahlan:“Also begleitest du uns?“

Shane:“Du hast du gerade deinen Freund gehört und ich stimme ihm zu.“

Ich sah wie Kahlan zu Richard schaute und ich vernahm ein kleines Lächeln auf ihren Lippen.

Ich ging dann weiter in Richtung Dorf und die beiden liefen neben mir her.

Während des ganzen Weges schwiegen wir uns an.

Als wir ein kleines Haus betraten, wo man übernachten konnte, war es sehr still. Ich sah das nur 2 ältere Männer an einem Tisch saßen und sich unterhielten. Anscheind waren nicht gerade sehr viele Menschen unterwegs. Ich ging zu dem Besitzer, der in einer dunklen Ecke hockte und fragte ihn nach 3 Zimmern. Er sagte mir, dass nur noch 2 Zimmer frei wären, was ich nicht verstand, da so gut wie keiner da war.  Es waren 2 doppel Zimmer. Richard bot mir an mit Kahlan in einem Zimmer schlafen zu können, doch dies lehnte ich ab. Ich wollte nicht mit einer Fremden in einem Zimmer schlafen, die ich nicht kannte und der ich so gut wie nicht vertraute. Ich nahm meinen Schlüssel und ging die schmale Treppe hinauf.  Danach folgte ein langer dunkler Gang. Er war nur ein wenig beleuchtet, an den Wänden hingen kleine Kerzenförmige Lampen.

Es waren nur 10 Zimmer und ich hatte das Zimmer ganz hinten. Ich ging in mein Zimmer und schloss die Tür hinter mir zu. Ich hatte nicht mitbekommen ob Kahlan und Richard mir gefolgt waren, es war mir auch egal gewesen, ich wollte ihre Gesellschaft nicht. Das Zimmer bestand aus einem Bett, einem Tisch und einem Schrank.

Ich stellte mich vors Fenster und betrachtete den Himmeln, als es plötzlich an meiner Tür klopfte.

Ich ging zur Tür und öffnete sie, Kahlan stand da und sah mich mit ihren Tiefblauenaugen an.

Kahlan:“Wie geht es dir jetzt?“

Shane:“Mir geht es wunderbar, danke der Nachfrage. Und dir?“

Kahlan:“Ich bin ein wenig verwirrt und überrascht zugleich. Wollen wir uns unten hinsetzten? Ich möchte nicht hier an der Tür darüber sprechen.“

Shane:“Wer sagt das ich darüber sprechen möchte…“

Kahlan:“Bitte …“

Shane:“Und …. Richard?“

Kahlan:“Er hat sich schon hingelegt, es war heute sehr stressig.“

Shane:“Und du bist nicht müde?“

Kahlan:“Nein, ich bin zu sehr aufgewühlt um auch nur ans Schlafen zu denken.“

Shane:“Ich kann allgemein schlecht einschlafen … Ich würde vorschlagen wir setzen uns raus, ok?“

Kahlan:“Ok.“

Ich schloss die Tür hinter mir und folgte Kahlan den langen Gang und dann die schmalen Treppen hinunter. Wir gingen zur Hintertür hinaus und als sie die Tür öffnete kam ein leichter Windzug und Strich ihr durch das schwarze Haar.

Wir setzten uns an den Tisch, der draußen für die Gäste hingestellt wurde, außer uns war keiner mehr draußen.

Wir schauten hoch und betrachteten den Himmel.

Kahlan:“So einen wunderschönen Anblick hatten wir schon lang nicht mehr.“

Shane:“Ja, das stimmt, einfach wunderschön.“

Kahlan:“Kann ich dich mal was fragen?“

Sie dreht sich ein wenig zu mir und schaute mich jetzte an. Ich senkte den Kopf ein wenig nach unten.

Shane.“Ja, deswegen sind wir hier.“

Kahlan:“Wie ist das so …. Anders zu sein und wie hast du dich gefühlt?“

Shane:“Ich hatte Angst vor mir selbst. Ich hatte keine Ahnung was mit mir geschehen war. Meine Mutter war damals verstorben, damit hatte ich schon zu kämpfen. Hätte ER mich damals nicht gefunden, wäre ich heute nicht hier. Ich verdanke ihm mein Leben, aber ich habe ihn auch verachtet, denn ich verstand nicht warum er sowas aus mir machen konnte. Ich hasste ihn, damals …“

Kahlan:“Und dann nicht mehr?“

Shane:“Genau. Ich lernte mit mir umzugehen, er war immer für mich da. Ich hab ihn auch verletzt, wollte am Anfang nicht mit machen, doch er hat mich nie aufgegeben. Er war immer für mich da, er war meine einzigste Bezugsperson nach dem Tod meiner Mutter und ich bin ihn für alles sehr dankbar.“

Kahlan:“Ich stell mir das schwer vor…“

Shane:“War es auch, ich musste mich an einen komplett neuen Körper gewöhnen. Der erste Anblick war ein Schock.“

Kahlan:“Aber du hast es geschafft und eine erstaunliche Kraft entwickelt.“

Shane:“Ja … das ist war, es war ein schwieriger Weg.“

Kahlan.“Ich muss zugeben, ich war richtig beeindruckt als ich dich heute gesehen habe. Aber so wie ich es mitbekommen habe bist du in ständiger Gefahr und wirst gesucht … von Darken Rahl!“

Shane:“Ja, ich bin sozusagen ständig auf der Flucht. Ich bin die letzten Jahre immer von Dorf zu Dorf geflüchtet und habe mich versteckt. Darken Rahl denkt ich wäre die ultimative Waffe die er braucht. Aber er hat damals meine Mutter getötet, seine Männer waren es die ihr das schwer in die Brust rammten. Nur wegen ihm musste ich dies alles durchleiden. Er ist ein schrecklicher Mann …“

Kahlan:“Ja, das stimmt. Richard und ich bekämpfen ihn schon eine Weile.“

Shane:“Du … und … Richard…..“

Kahlan:“Ja….?“

Shane:“Seit ihr eigentlich … ein Paar?“

Kahlan:“Das ist ein wenig kompliziert …“

Shane:“Oh ... ok.“

Kahlan:“Richard ist der Sucher und ich bin die Mutter Kofessor. Da ich die Menschen mit meiner Berührung wandle, können Richard und ich nicht wirklich zusammen sein, es steht etwas zwischen uns.“

Shane:“Aber ihr liebt euch?“

Kahlan:“Ja … das tun wir …“

Shane:“Die Welt ist nicht immer zu jedem gerecht …“

Wir schauten beide auf in den Nachthimmel, wo die Sterne am hellsten funkelten.

Kahlan und ich saßen noch eine Weile draußen. Ich erzählte ihr von meinem Training und von meinen Fähigkeiten, sie erzählte mir wie es ist als Konfessor zu leben und nicht mit dem zusammen sein zu können den sie liebt. Ich hab ihr das mit Cherrie nicht erzählt, da ich nicht wusste wie sie reagieren würde oder wie weit ich ihr schon vertrauen konnte.

Als ich wieder auf mein Zimmer war hab ich nochmal über alles nachgedacht. Besonders über die Sachen die sie mir erzählt hat, dass es nicht leicht als Konfessor ist.

Ich dachte ich wäre die Einzige, die eine große Last mit sich rumtragen würde, doch an diesem Abend merkte ich das dem nicht so ist.

 Am nächsten Morgen klopfte es schon früh an meiner Tür. Kahlan stand da und sagte, dass wieder Daharaner unterwegs in dieses Dorf wären. Gestern wären welche geflüchtet und hätten berichtet dass ich in diesem Dorf wäre.

Kahlan:“Pack sofort deine Sachen, wir brechen auf.“

Shane:“Ich werde allein gehen, ich bringe euch nur in Gefahr.“

Kahlan:“Wir kämpfen auch gegen Darken Rahl, also auch gegen die Daharaner. Es macht keinen Unterschied ob du uns begleitest, denn er sucht auch Richard, da er der Sucher ist.“

Shane:“Seit ihr sicher, dass ich mich dabei haben wollte?“

Richard:“Ja, Shane. Du wärst und eine große Hilfe und wir würden dir helfen. Es wäre ein geben und nehmen.“

Shane:“Ok, ich komm gleich runter.“

Richard.“Wir warten unten.“

Kahlan und Richard verließen mein Zimmer. Ich zog mich an und packte meine restlichen Sachen zusammen. Als ich die schmalen Treppen runter ging, hörte ich plötzlich einen Schrei. Jetzt rannte ich die Treppen hinunter und sah wie ein Daharaner den Besitzer des Hauses festhielt.Er hielt ein scharfe Messer an seine Kehle und als er mich sah, machte sich ein Lächeln auf seinen Lippen breit. Richard und Kahlan waren nicht zu sehen und auch keine weiteren Daharaner. Ich gebe zu ich war ein wenig verwirrt.

Daharaner:“Shane McCutcheon, was für eine Ehre.“

Shane:“Was wollen sie.“

Daharaner.“Na na, nicht so unhöflich, hat der werte Professor dir keine Manieren beigebracht?“

Shane:“WAS WOLLEN SIE?“

Daharaner.“Ich will das du mich begleitest und das ohne wenn und aber.“

Shane:“Nein, das werde ich nicht!“

Daharane:.“Was für ein Jammer, da wir er und deine Freunde wohl sterben müssen. Und du musst das mit dem Gewissen Leben müssen.“

Shane:“Welche Freunde?“

Daharaner:“Tu nicht so als wüsstest du nicht von wem ich spreche. Diese Kofessor und der Sucher … die kennst du doch sicher?“

Shane:“ Was haben sie mit ihnen gemacht? Wo sind sie?“

Daharaner:“Ach Shane … schau doch mal aus dem Fenster.“

Ich ging zu dem naheliegensten Fenster und versuche ihn nicht aus den Augen zu lassen. Da sah ich Richard und Kahlan, zusammen gebunden an einem Pfahl. Sie waren im Gesicht und an den Kleidern sehr verschmutzt. Als ich genauer hinsah, sah ich das Kahlan am rechten Arm blutete.

Um die beiden standen ca. 20 Daharaner und hielten ihnen ihre Schwerter entgegen. Ich war von dem Anblick einfach nur erschrocken und in mir brodelte eine Wut auf die man nicht beschreiben konnte.

Ich drehte mich wieder zu den Daharaner um der jetzt laut lachte.

Daharaner:“Hah, deine Freunde dachten sie könnten uns austricksen, aber dafür sind sie zu naiv.“

Shane:“Lassen sie sie gehen. Sie haben damit nix zu tun.“

Daharaner:“Mhm … oh doch, wir haben alles Grund sie auch an Darken Rahl auszuliefern, aber du stehst an erster Stelle, also sind sie dieses Mal Nebensache, der Schlüssel … verstehst du?!“

Er grinste hämisch und machte mich dadurch noch wütender, in mir brodelte es förmlich und eine Kraft und Macht entwickelte sich die ich bisher noch nicht verspürt hatte. Ich sah dass meine Striemen lila wurden, ich merkte, dass ich mich nicht mehr unter Kontrolle hatte. Was ich dann nur noch verspürte war ein Rausch, es war wie ein Traum. Ich dachte nicht bevor ich handelte. Ich huschte zu dem Daharaner und rammte meine spitzen Krallen in seine Brust, er hatte nicht mitbekommen das ich mich bewegte, ich war viel zu schnell für seine Augen. Es war eine Genugtuung  als ich ihn umbrachte. Ich ließ ihn einfach liegen und rannte so schnell ich konnte aus dem Haus um nach Kahlan und Richard zu sehen. Ich riss die Tür auf und da sah ich die Daharaner, sie sahen mich irgendwie ängstlich an, aber das war mir in diesem Moment egal. Ich brachte jeden Daharaner um der sich auch nur in meiner Nähe befand. Ich hab nicht darauf geachtet wieviele es waren, ob es junge oder alte waren. Ich war in diesem Rausch aus Wut und Trauer gefangen. Ich habe es genossen die Daharaner mit meinen Krallen zu durchbohren und sie dann wie Abfall liegen zu lassen. Als ich merkte, dass keine Daharaner mehr da waren, kam ich langsam wieder zu mir. Ich stand da, meine Arme hingen nach unten und ich sah wie meine Krallen blutverschmiert waren. Das Blut tropfte von den Spitzen auf die Wiese, ich merkte wie mein Atem langsamer wurde.  Ich musste erst begreifen was ich da gerade getan habe. Ich habe eine Horde Daharaner aus Wut und Trauer getötet, durch mein Gewissen geleitet. Meine Fähigkeiten und meine Gefühle sind außer Kontrolle geraten. Da schoss mir ein Gedanke durch den Kopf …“Kahlan … Richard?!“

Ich drehte mich um und sah dass die 2 die immer noch an dem Pfahl angebunden waren. Ich rannte hunüber um sie loszubinden. Richard schaute mich ein wenig erschrocken an, aber nickte mir dann zu. Ich schaute zu Kahlan, die so stark blutete, dass sie schon bewusstlos war. Ich war froh, dass sie mich so nicht erlebt hatte, denn so ein Bild sollte sie nicht von mir haben.

Ich band sie so schnell ich konnte los und brachte sie ins Haus. Der Besitzer war immer noch da, als Dankbarkeit meiner Dienste überließ er uns ein Zimmer umsonst und holte den Arzt des Dorfes.

Der Arzt machte ein ernstes Gesicht als er das Zimmer betrat. Richard und ich warteten draußen auf den Arzt. Als er wieder herauskam, wandte er sich uns zu.

Dr. Houseman:“Sie hat eine starke Schnittwunde am Arm und sie hat sehr viel Blut verloren. Sie sollte sich eine Weile ausruhen.“

Richard:“Danke für ihre Hilfe.“

Shane:“Vielen Dank …“

Dr. Houseman:“Sie müssen den Verband morgens und abends wechseln. Auf Wiedersehen.“

Shane,Richard:“Auf Wiedersehen.“

Der Dr. drehte sich um und ging ohne sich umzublicken, dann wandte ich mich Richard zu.

Shane:“Es tut mir so leid …“

Richard:“Dir muss nichts leidtun, wir hätten es wissen müssen.“

Shane:“Nein, sie sind zurzeit hinter mir her und ich habe euch in Gefahr gebracht, das kann und werde ich mir nicht verzeihen …“

Richard:“Sie sind auch hinter uns her und das weißt du, dich trifft keine Schuld, wir waren zu unvorsichtig.“

Shane:“Ich wollte nicht das sowas passiert und dann auch noch Kahlan …“

Richard:“Sie wird schon wieder, wir haben schon schlimmeres durchgestanden, glaube mir.“

Shane:“Vielleicht sollte ich euch doch nicht begleiten.“

Richard:“Erzähl nicht sowas.“

Shane:“Ohne mich seid ihr viel besser dran.“

Richard:“Jetzt hör mir mal zu … wir haben dich gern und wir möchten beide das du uns begleitest. Dieser Vorfall wird nicht der letzte gewesen sein. Ob du uns begleitest oder nicht wir leben auch so in Gefahr.“

Shane:“Ganz ehrlich? Ihr wollt mich dabei haben?“

Richard:“Ja … wir beide.“

Shane:“Danke. Kann ich nach ihr sehen?“

Richard:“Natürlich.“

Ich nickte ihm zu und ging dann in das Zimmer zu Kahlan. Ich betrat das Zimmer und schloss die Tür hinter mir. Kahlan lag da wie ein Engel, so friedlich. Ich ging zu ihr und setzte mich an ihr Bett. Ich betrachtete den verbunden Arm und es kamen wieder Schuldgefühle in mir hoch. Wäre ich nicht gewesen, würde Kahlan nicht hier liegen, aber dann hätte ich die beiden auch nicht kennengelernt.

Die beiden haben mich herzlich aufgenommen, auch wenn ich sie am Anfang sehr zurückgewiesen habe, haben sie doch nicht aufgegeben. Ich bin froh da zu sein und die beiden zu haben, das ist mir jetzt klar geworden. Ich nahm Kahlans Hand und hielt sie mit meinen beiden fest. Gerade in diesem Augenblick fiel mir ein, dass ich sie das erste mal berührte, richtig berührte. Denn sie hatte mich damals auch schon einmal berührt, als sie mich wandeln wollte, aber es war dieses mal was anderes. Es war inniger. Als ich darüber nachdachte, merkte ich wie sie erwachte und mich mit ihren wunderschönen Augen ansah. In diesem Moment erinnerte ich mich an Cherrie.

Kahlan:“Hey …“

Shane:“Hey, wie geht es dir?“

Kahlan:“Es geht, mir tut nur der linke Arm weh.“

Sie sprach sehr leise und ich merkte dass sie sehr schwach war.

Shane:“Es tut mir alles so leid … ich wusste ja nicht dass …“

Kahlan:“Ach quatsch, hör auf damit, ich hab schon ma was Schlimmeres erlebt. Und ich lebe ja noch.“

Sie grinste leicht.

Shane:“Das hat mir Richard auch schon gesagt.“

Kahlan:“Na siehst du … wie geht es ihm eigentlich.“

Shane:“Ihm geht es gut, er hat keine großen Verletzungen, nur ein paar Schrammen im Gesicht.“

Kahlan:“Das ist schön zu hören.“

Shane:“Brauchst du irgendwas? Kann ich dir irgendwas bringen?“

Kahlan:“Ja, etwas Wasser wäre gut.“

Shane:“Ok, ich bin gleich wieder da.“

Als ich aufstand trat Richard ins Zimmer und kam zu mir herüber. Ich ging zur Tür um von unten etwas Wasser zu holen, da sah ich wie Richard sich über Kahlan beugte und sie auf die Stirn küsste. Kahlan brachte ein kleines Lächeln über die Lippen und nahm Richards Hand. In diesem Moment merkte ich wie sehr sich die beiden liebten und wie nahe sie sich standen. Ich merkte aber auch, dass beide mir sehr wichtig waren und dass ich mich zu Kahlan etwas hingezogen fühlte. Aber ich konnte es nicht einordnen. Ich ging hinunter und fragte den Hausbesitzer nach etwas Wasser. Er gab mir ein Glas und füllte eine große Kanne voll mit Wasser. Da ich wusste, dass Kahlan und Richard sicher etwas allein sein wollten bestellte ich mir noch etwas zu trinken. Ich setzte mich an einen kleinen Tisch und dachte an meine Vergangenheit. Warum sie gerade so verlaufen ist, wie mein Leben bisher verlaufen wäre wenn dies damals nicht mit mir passiert wäre. Wäre ich dann heute auch hier? Was würde ich jetzt machen, wie würde sich mein Leben gestalten. Würde meine Mutter noch leben?

Der Gedanke an sie schmerzte mir sehr. Ich liebte meine Mutter sehr und das sie damals von mir ging hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Doch ich habe mich wieder aufgerappelt. Und jetzt bin ich hier, im HIER UND JETZT, in der Gegenwart. Ich habe 2 wunderbare Menschen kennengelernt mit denen ich meine Reise teilen werde. Ich trank schnell aus und ging dann wieder hoch. Ich zögerte einen Augenblick als ich vor der Tür stand, weil ich die 2 nicht stören wollte. Doch nach einem kurzen Augenblick öffnete ich die Tür. Ich sah wie Richard Kahlan vorsichtig durch ihr schwarzes Haar strich. Sie sah noch sehr geschwächt aus. Ich ging langsam zu dem Bett hinüber und stellte das Glas und die Kanne auf den Nachttisch. Dann füllte ich das Glas mit Wasser und brachte es Kahlan.

Shane:“Hier dein Wasser.“

Kahlan:“Danke, das ist sehr lieb von dir.“

Sie setzte sich ein bisschen auf um etwas trinken zu können.

Richard:“Wir sollten gehen, damit du dich richtig erholen kannst.“

Shane:“Ruhe ist das wichtigste was du jetzt brauchst.“

Ich ging zur Tür und Richard wollte gerade aufstehen, als Kahlan ihn an der Hand packte.

Kahlan:“Bitte bleib bei mir.“

Sie sah ihn an wie Cherrie mich damals.

Richard:“Du weißt ich lass dich nicht allein.“

Bevor ich die Tür hinter mir schloss, sah ich wie sich Richard neben Kahlan legte und sie in den Arm nahm. Wie gern wäre ich jetzt bei Cherrie.

Es vergingen 3 Tage bis wir aufbrachen. Kahlan ging es viel besser. Wir ritten Richtung Norden, Kahlan wollte nach Aidendrill um ihre Schwester Maria zu besuchen, sie hatten sich schon seit langem nicht mehr gesehen. Der Dorfname kam  mir so bekannt vor. Aidendrill. Der Hausbesitzer schenkte uns 3 Pferde aus Dankbarkeit dafür dass wir ich gerettet haben.  Während wir durch die Landschaft ritten überlegte ich die ganze Zeit woher ich Aidendrill kannte. Der Name kam mir so bekannt vor.  Es war ein sehr warmer Tag und die Sonne schien sehr hell. Wir stießen auf eine kleine Scheune die nur wenige Meter von dem Fluss entfernt war. Wir beschlossen dort unser Lager aufzuschlagen und am nächsten Morgen weiter zu reiten. Als wir unser Lager aufgeschlagen hatten setzte ich mich unter einen Baum in den Schatten, als Kahlan auf mich zukam.

Kahlan:“Hey Shane, alles ok?“

Shane:“Ja.“

Kahlan:“Dich beschäftigt doch was.“

Shane:“Aidendrill.“

Kahlan.“Was ist mit Aidendrill?“

Shane.“Der Name kommt mir so bekannt vor.“

Kahlan:“Das wird dir sicher noch einfallen woher du Aidendrill kennst.“

Sie zwinkerte mir zu und ich konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen.

Shane:“Wo ist Richard?“

Kahlan:“Er sucht Feuerholz für heute Nacht.“

Shane:“Achso.“

Kahlan:“Ich hab da eine Idee. Hast du lust mit mir im Fluss zu schwimmen.“

Shane:“Jetzt?“

Kahlan:“Ja, es ist so warm, komm wir kühlen uns etwas ab. Da kommst du auch mal auf andere Gedanken.“

Shane:“Ok du hast recht, schaden kann es ja nicht.“

Wir gingen zu dem Steg am Fluss und zogen uns aus. Als Kahlan sich auszog bis auf die Unterwäsche, bemerkte ich was sie für einen wunderschönen Körper hat. Als ich merkte dass ich Kahlan beim ausziehen förmlich anstarrte war mir sehr unwohl und ich wandte meinen Blick sofort ab. Kahlan sprang ins Wasser und ich hinterher. Wir bespritzen uns mit Wasser und versuchten uns zu fangen wie kleine Kinder. Als ich sie hatte, hielt ich ihre Handgelenke fest und drückte sie leicht gegen den Steg. Wir lächelten uns gegenseitig an und meine Augen versanken plötzlich in ihren wunderschönen blauen Augen. Auf einmal erinnerte ich mich woher ich Aidendrill kannte.

Shane:“Aidendrill …!“

Ich ließ Kahlan ganz plötzlich los und zog mich an dem Steg aus dem Wasser.

Ich merkte das Kahlan mir hinterher kam.

Kahlan:“Was ist los?“

Ich ging einfach weiter und ignorierte sie. Ich packte meine Sachen zusammen und wollte gehen, doch Kahlan hielt mich fest.

Kahlan:“Shane, was ist los mit dir?“

Shane:“Lass mich los!“

Kahlan:“Nein, erst sagst du mir was mit dir auf einmal los ist!“

Ich ging zu einem Baum und ließ mich auf die Knie fallen.

Shane:“Aidendrill … ich weiß woher ich Aidendrill kenne.“

Kahlan:“Und das ist ein Grund einfach abzuhauen?“

Shane:“Ja, das ist es.“

Kahlan kam näher zu mir heran und setzte sich neben mich.

Kahlan:“Erzähl mir warum …“

Shane:“Ich kann darüber nicht sprechen.“

Kahlan:“Ich möchte aber nicht das du gehst, also bitte erzähl es mir.“

Shane:“Warum ist es dir so wichtig dass ich nicht gehe? Dir kann es doch egal sein!“

Kahlan:“Es ist mir aber nicht egal, du bist mir nicht egal.“

Ich schaute sie an und sie schaute zu Boden, ich merkte das sie es ernst meinte und das auch ein wenig Scham mit  Spiel war. Ich wusste nicht so recht was ich davon halten sollte, aber ich merkte, dass ich nicht gehen wollte, wegen ihr.

Shane:“Behalte das aber bitte für dich …“

Kahlan.“Ich habe bisher alles für mich behalten …“

Shane:“Ich war schon einmal in Aidendrill, kurz nachdem ich aus dem Labor geflüchtet bin. Mich hat dort eine Familie aufgenommen … Die Shefields … sie haben mich dort wohnen lassen. Aber dort ist etwas passiert was mein Leben verändert hat.

Kahlan:“ … und was?“

Shane:“Ich hab mit der Frau … Mrs Shefield … ein Verhältnis gehabt.“

Kahlan schaute auf und dann mich an. Ich traute mich nicht in ihre Augen zu sehen und den Blick zu deuten.

Shane:“Sie war meine erste und ich habe sie geliebt. Ich trau mich nicht dorthin zurück zu kehren und außerdem hab ich Angst, das ihr etwas passieren könnte.“

Kahlan:“Du … hast mit einer … Frau …“

Shane:“Ja, das habe ich … und geliebt. Ich musste sie verlassen weil die Daharaner hinter mir her waren und ich sie nicht in Gefahr bringen wollte.“

Kahlan:“Ich … ich weiß nicht was … ich sagen … soll …“

Shane:“Nichts, aber jetzt weißt du bescheid.“

 

Kahlan:“Es wird doch nichts passieren. Wir sind da und die Daharaner werden nicht da sein.“

Ich stand wütend auf.

Shane:“Woher willst du was wissen? Und hast du denn schon vergessen was mit dir passiert ist? Das werde ich mir auch nie verzeihen können.“

Kahlan:“Bitte …“

Dann sah ich wie Richard mit dem Holz wiederkam. Um dem Gespräch zu entgehen lief ich zu ihm.

Shane:“Kann ich dir helfen?“

Richard:“Klar, aber willst du dir nicht vorher etwas anziehen.“

Er grinste ein wenig und als ich mitbekam, dass ich noch halbnackt vor ihm stand nickte ich leicht verlegen.