Clubing as usual

13:43, 27.04.2008. Von Thox

Bin gestern Abend doch noch ausgegangen. Ich bin kein grosser Ausgänger und wenn ich schon mal auf der Piste bin, gehe ich eh alleine und ausser “Eine Cola bitte” und “Einen schönen Sonntag noch” sage ich den ganzen Abend nix. Ich gehe hin, gucke den anderen 15 Minuten beim tanzen zu weil ich mich immer erst mal überwinden muss. Dann tanze ich mal 3-4 Stunden durch, bloss unterbrochen durch 'ne Cola und gehe dann nach Hause. Und das war's dann auch schon. Ich mein ich tanze gerne aber vielleicht sehe ich dabei aus wie ein lächerlicher Grobmototriker?

Immerhin habe ich einen Platz gefunden wo ich hingehen kann und mich nicht vollkommen deplatziert vorkomme. Die Musik ist queerbeet und man auch erst ab 25 rein. Der „Kindergarten“ bleibt draussen. Ich habe nix gegen jüngere Klubgänger aber manchmal ist es sehr irritierend wenn man sie live erlebt. Zuerst mal fragt man sich bisweilen ob echt alle mindestens so alt sind wies an der Türe steht (18, 20, usw.). Und meistens ist sind sie hacke dicht. Man hat das Gefühl das ist umgekehrt proportional zum Alter. Und dann die Tanzerei. So etwa um 1 Uhr morgens haben alle einen gesunden Level an Alk. Und bei vielen die schon im nüchternen Zustand nicht durch Rhythmusgefühl glänzen machen sich gewisse „Taktlosigkeiten“ breit. Wenn es nur das wäre würde es ja noch gehen. Aber Alk ist magnetisch, das heisst Angeheiterte rotten sich zusammen und stehen -Verzeihung: wanken herum. Und natürlich hat jeder was zu trinken auf der Tanzfläche. Was durch arhythmisches Schwanken naturgemäss seinen Weg auf den Boden und herumstehende Mittanzende findet. Zusammen mit Brandlöchern im Hemd (auf der Tanzfläche wird natürlich geraucht) gibt das einen gute Patina. Nun sind Tanzende davon schon etwas eingeschränkt aber wir erinnern uns ja daran dass der Boden auch seinen Teil abbekommt. Dabei hat man die Wahl ob man seinen Knöchel bricht weil man auf einer fallen gelassenen Flasche ausrutscht oder ob man am Boden kleben bleibt. Was dann um 2 Uhr morgens bei jedem Schritt so tönt als ob man einen Klettverschluss aufmacht. Ich bin dann wohl zu nüchtern um das noch lustig zu finden. Oder dass man wie ein Aschenbecher riecht.

Dort wo ich die letzten paar Mal war ist das etwas angenehmer. Kein Smog, die Sauferei hält sich in Grenzen, ein paar haben ganz eindeutig gar kein Rhythmusgefühl und da falle ich nicht mal auf. Der Eintritt ist günstig und die Preise zivil. Eigentlich alles ganz gut. Eigentlich ....

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