study abroad in london

Orientation ?!

02:38, 30.09.2010 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Am Dienstag startete die Orientation Week, und wir hatten den ersten offiziellen Termin an der Uni. Das bedeutete, dass wir zur Uni, bzw. zu einem der vielen Gebäude der Uni gehen mussten. Die Einschreibung stand auf dem Programm, allerdings erst um 16 Uhr. Wir hatten uns vorgenommen, am Mittag vorher essen zu gehen, sozusagen zur Feier des Tages. In London gibt es bei Pizza Hut ein Lunch Buffet, bei dem man für etwas weniger als zehn Pfund so viel essen und auch trinken kann wie man will. Nachdem wir uns dort ordentlich den Bauch vollgeschlagen hatten, verließen wir das Restaurant, und auf dem Weg nach draußen liefen wir an Gus Hansen vorbei. Er saß am Eingang und telefonierte. Wir sahen kurz darauf noch einen wichtigtuerischen Typen mit einem Hemd der WSOP, darauf schlossen wir, dass im Moment in London wohl irgendein Turnier stattfinden muss. Wir hatten noch etwas Zeit und setzten uns auf eine Bank am Leichester Square, und ich ging in eine Telefonzelle um bei der Bank anzurufen, da ich noch etwas klären musste. Allerdings war schon nach wenigen Sätzen der Computerstimme der erste Pfund verbraucht, und als auch der zweite Pfund weg war, bevor ich auch nur sagen konnte, in welches Menü ich weitergeleitet werden wollte, gab ich dieses Vorhaben verärgert auf. Mein Ärger wurde etwas dadurch gelindert, dass eine Taube wenige Augenblicke nach meiner Rückkehr ihr Geschäft auf die Jacke eines Mannes verrichtete, der sich während meiner Abwesenheit genau auf meinen vorherigen Platz gesetzt hatte. Nachdem wir noch eine Gruppe von grölenden Marseille Fans beobachtet hatten, die wohl für die Niederlage ihrer Mannschaft gegen Chelsea am folgenden Abend angereist waren, machten wir uns endlich auf den Weg, mit immer noch viel zu viel Zeit, wie wir fälschlicherweise dachten. Denn wir folgten der Wegbeschreibung von der Internetseite der Universität, und das war wohl die schlechteste Wegbeschreibung, die es jemals gegeben hat. Sie führte uns nämlich zu der völlig falschen Haltestelle, wie sich später herausstellte. Zum Glück wussten wir, dass sich das gesuchte Gebäude in der Nähe der Tower Bridge befindet, so konnten wir zu Fuß den Weg dorthin zurücklegen. Dieser war so weit, dass uns zu diesem Zeitpunkt bereits klar war, dass die Beschreibung absoluter Mist war. Leider konnte uns auch in der Nähe der Tower Bridge niemand sagen, wie wir zum City Campus der London Metropolitan gelangen könnten. Eine freundliche Angestellte des London Tower Touristenzentrums suchte uns aus dem Internet glücklicherweise einige Adressen der Uni heraus, die allerdings allesamt nicht die Gesuchte waren. In einem der Gebäude konnte man uns dann aber schließlich sagen, wo wir wirklich hinmussten. Dazu mussten wir erneut ein Stück laufen, und kamen dann endlich, und nun doch viel zu spät an. Die Einschreibung hatte zwar um 16 Uhr begonnen, lief aber zum Glück immer noch und wir konnten problemlos die verschiedenen Stationen durchlaufen, an denen Studenten an Computern uns verschiedene Informationen abverlangten und uns schließlich unsere ID-Card ausgehändigt wurde. Damit war das „Enrolement“ auch schon wieder vorbei und wir sahen uns nun mit etwas mehr Ruhe den Tower of London, die meistbesuchte historische Stätte Londons, und die Tower Bridge, neben Big Ben das absolute Wahrzeichen Londons, an. Abends sahen wir dann die Spiele von Chelsea und Arsenal auf zwei verschiedenen TV-Geräten im selben Raum an. Auch eine lustige Erfahrung.
Heute folgte dann die nächste Veranstaltung der Orientation Week, eine Informationsflut über das Leben an und neben der Uni. Insgesamt wenig aufschlussreich. Wenigstens konnten wir endlich ein paar Kommilitonen treffen und auch den North Campus kennenlernen, an dem unsere Veranstaltungen ausschließlich stattfinden werden. Im Großen und Ganzen sind die Universitätsgebäude eher unspektakulär, aber es gibt eine sehr coole Studentenbar, und man muss seinen Studentenausweis überall zeigen, um überhaupt herein zu kommen. Es gibt sehr viele Möglichkeiten, sich die Zeit mit Sport und anderen Freizeitaktivitäten zu vertreiben. Wir konnten sogar schon ein Cheerleader-Team beim Training beobachten, und wie erhofft gibt es Universitätskleidung zu kaufen. Genauer habe ich mir aber weder das Aussehen noch die Preise nicht anschauen können.
Nach den heutigen Veranstaltungen verbrachten wir den Abend wieder mit Fußball und Bier, allerdings diesmal zuhause. So konnten wir das Programm frei wählen, und als die blamable Leistung der Werderaner nicht mehr auszuhalten war, schalteten wir auf überraschend nicht desolate Schalker um, die den zweiten deutschen Sieg an diesem Championsleague-Spieltag einfuhren.
Morgen steht eine Tour durch London auf dem Programm. Ich denke die meisten Sehenswürdigkeiten habe ich nun schon gesehen, aber vielleicht gibt es ein paar interessante Infos dazu und es ergibt sich die Möglichkeit, sich mit einigen Kommilitonen zu unterhalten. Dann übrigens auch mit Studenten aus aller Welt, nachdem heute die Gruppe noch in Nicht-Europäer und Europäer, von denen leider die meisten deutsch zu sein scheinen, unterteilt worden war.


Kommentar schreiben

{ Vorherige Seite } { Seite 4 von 9 } { Nächste Seite }

About Me

Home
Profil
Archiv
Freunde
Fotoalbum

Links


Categories


Recent Entries

Erinnerungen
Alltag
Auf ein Neues...
Orientation ?!
Chaos in der U-Bahn

Friends