study abroad in london

Auf ein Neues...

20:52, 4.10.2010 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Die Tour durch London war wirklich cool. Da wir nicht im Zentrum, sondern am Campus der Uni im Norden starteten, lernten wir die nähere Umgebung der Uni kennen und kamen durch einige Gebiete in London, in denen wir noch nicht gewesen waren. Es gab insgesamt drei Busse, und wir saßen in dem Letzten, zusammen mit nur sechs weiteren Studentinnen: Zwei Japanerinnen, zwei Däninnen und zwei Amerikanerinnen. Die Atmosphäre war somit sehr angenehm und persönlich. Unser Stadtführer erzählte uns viele interessante Dinge über die Geschichte der Stadt und der einzelnen Sehenswürdigkeiten, und so war die Fahrt auch dann nicht langweilig, wenn wir an bereits bekannten Orten vorbei kamen. Außerdem gab uns der nette Mann auch zahlreiche praktische Tipps zu diversen Läden und Pubs. Die Bootsfahrt auf der Themse hingegen war eher langweilig. Am Abend fand dann die Einweihungsparty für die internationalen Studenten statt. Leider kamen wir etwas später dort an als wir wollten, und mein Kollege musste ziemlich früh wieder gehen, weil er nur mit der U-Bahn zu seinem Stadtteil zurück kommen konnte. Trotzdem war die Party ziemlich cool, da es wirklich ziemlich geile Livemusik gab, Freibier ausgeteilt wurde (leider nur eine Flasche pro Person) und weil wir weitere nette Bekanntschaften machen konnten. Ich lernte an diesem Abend einen Japaner, einen Algerier und eine Polin kennen. Somit kenne ich jetzt schon Menschen aus sieben der insgesamt 190 verschiedenen Nationalitäten an der London Metropolitan University.
Nach diesem tollen, aber recht anstrengenden Tag schliefen wir Freitag erst mal wieder richtig aus.
Am späten Nachmittag machte ich mich dann auf den Weg zu meinem Kommilitonen, um dort gemütlich ein paar Biere zu trinken, bevor wir mal wieder in den Pub gehen wollten. Eindeutig unsere Lieblingsbeschäftigung. Zu diesem Zeitpunkt freute ich mich schon sehr auf meinen Umzug, der am Montag endlich stattfinden würde. Am Samstag war wieder mal gammeln angesagt und am Sonntag wollten wir eine Lokalität ausprobieren, wo man laut unserem Stadtführer internationalen Sport sehen kann. Der Klassiker Dortmund gegen Bayern stand auf dem Programm und wir hofften, das Spiel dort sehen zu können. Und tatsächlich sagte uns der Türsteher, dass dieses Spiel übertragen werden würde. Die Bar selbst ist ziemlich beeindruckend, da auf zwei Etagen mindestens 40 Bildschirme und ein paar Leinwände verteilt sind (Ich untertreibe eher) und Sport aus aller Welt zeigen. An diesem Tag wurde das Szenario sehr von dem Spiel Arsenal gegen Chelsea geprägt, aber auf einem Bildschirm wurde auf unser Drängen hin dann auch Dortmund gegen Bayern übertragen. Der Höhepunkt waren wohl die beiden Traumtore per Freistoß, die fast zur selben Zeit für Chelsea und den BVB fielen. Da wir stehen mussten und der Laden sehr voll waren, war die ganze Aktion etwas anstrengend, aber auf jeden Fall sehr cool. In diese Bar, wo sogar auf dem Klo Bildschirme sind, möchten wir auf jeden Fall nochmal gehen. Später am Abend verfolgten wir dort auch noch die Gala von Ronaldo, Özil und co, bevor wir dann zum letzten Mal getrennt den Heimweg antraten.
Heute war es dann endlich soweit und ich konnte umziehen. Dies bedeutete erneut all meine Sachen in meine Koffer zu quetschen, mein Zuhause für die ersten zwei Wochen für immer zu verlassen und in eine neue Umgebung umzuziehen. Also Goodbye Dalston Kingsland, und hello Willesden Green. Alleine schon aus praktischen Gründen habe ich mich sehr auf diesen Tag gefreut, weil wir nun endlich zusammen wohnen,  die Wohnung unter der Woche immer ganz für uns alleine haben,  aber auch weil mein Zimmer hier viel besser ist. Das erste Zimmer war erstens kleiner, und außerdem gab es keinen Schreibtisch. Im Grunde bestand es nur aus einem großen Bett und einer Art Gang drum herum. Hier kann ich mich viel besser einrichten, und aufgrund der Länge des Aufenthalts macht es auch viel mehr Sinn. Es ist ein tolles Gefühl, diese Worte am Schreibtisch sitzend zu tippen, anstatt auf dem Bett liegend…         
Jedenfalls hat mit dem Umzug alles gut geklappt, nachdem es Ende letzter Woche noch einige Verwirrung wegen irgendwelcher Kommunikationsprobleme zwischen der englischen und der deutschen Vermittlungsagentur gab. Meine erste Gastfamilie ging davon aus, dass ich schon Freitag umziehen würde, und für kurze Zeit war ich ehrlich gesagt auch etwas beunruhigt, aber dann hat sich doch noch alles aufgeklärt. Jetzt bin ich sehr froh hier zu sein und fühle mich sehr wohl. Bei der Gelegenheit wurde mir auch nochmal klar, dass ich erst zwei Wochen hier bin. Wie ich in einem der letzten Beiträge ja schon erwähnte, kommt es mir viel länger vor. Ich denke ich habe mich hier wirklich schon eingelebt, auch wenn ich eigentlich erst heute so richtig angekommen bin.


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