study abroad in london

Erinnerungen

04:59, 25.10.2010 .. 0 Kommentar(e) .. Link

Letzte Woche hat mich meine Freundin aus Deutschland besucht. Das hat dazu geführt, dass ich wieder mehr unternommen habe und wieder öfter in der Stadt war, und das hat wiederum dazu geführt, dass ich mich an meine Anfangszeit hier erinnert habe. Diese Erinnerungen kommen mir schon fast wie aus einer anderen, vergangenen Zeit vor, obwohl ich jetzt gerade erst etwas über einen Monat hier bin. Ich habe schon viel längere Zeitspannen in meinem Leben erlebt, in denen sich kaum etwas geändert hat und die mir viel kürzer vorgekommen sind. Die Zeit ist schon eine interessante Sache…
Die Tage mit meiner Freundin waren natürlich super, auch wenn ich jetzt etwas mehr Heimweh habe als vorher. Es war ein sehr besonderer Moment, als wir uns vor Marble Arch endlich wiedergesehen haben, und auch der Abschied am selben Ort war ein intensiver Moment. Überhaupt kamen wir sehr oft an diesem Ort vorbei, an dem mein Aufenthalt in London damals quasi begonnen hat, und der große Torbogen, der in London fast untergeht, hat mittlerweile eine besondere Bedeutung für mich. Der Höhepunkt der Woche war ein grandioses Konzert von Joshua Radin, auf das ich mich schon seit Wochen gefreut habe. Zurecht, kann ich im Nachhinein sagen. Im Roundhouse von Camden, wo einst Pink Floyd ihr erstes Konzert spielten, erlebten wir einen wirklich tollen Abend, und auch sonst haben wir viel unternommen und hatten viel Spaß. Dafür habe ich hauptsächlich auf Besuche an der Uni verzichtet, was ich sogar etwas schade fand, da die Kurse wirklich Spaß machen und die Leute sehr nett sind. Jetzt freue ich mich umso mehr auf die nächste Woche, und alle Wochen danach, in denen ich wieder meinen Alltag hier leben werde. Natürlich ist in London immer etwas los, und ich denke ich werde noch viele neue und interessante Dinge erleben, aber ich habe mich dazu entschlossen, erst einmal nicht mehr in diesem Blog darüber zu schreiben. Denn wie schon gesagt ist das was jetzt noch kommt hauptsächlich Alltag, wenn auch ein besonderes schöner und in meinem Leben wahrscheinlich einzigartiger Alltag. Ich musste mich jetzt schon dazu zwingen, diesen Eintrag zu verfassen, und abgesehen davon, dass ich keine Lust auf irgendwelche Zwänge habe, denke ich wirklich nicht dass es sich noch lohnt, in regelmäßigen Abständen darüber zu schreiben, wie mein alltägliches Leben hier verläuft. Ich werde sicher gegen Ende dieser Reise noch mindestens einen abschließenden Beitrag schreiben, und bin selber schon gespannt wie dieser dann wohl aussehen wird. Bis dahin lasse ich mein Reisetagebuch allerdings ruhen und möchte zum vorrübergehenden Abschluss ein erstes kleines Zwischenfazit ziehen. Die Zeit in London gehört jetzt schon zu den aufregendsten Erfahrungen meines Lebens, und ich bin sehr dankbar für jeden Tag, den ich hier erleben darf. Im Moment fühle ich mich hier uneingeschränkt wohl, auch wenn ich als mein Zuhause immer noch den Ort bezeichnen würde, von dem ich aufgebrochen bin und an den ich zurückkehren werde. Ich bin dankbar dafür, dass ich dieses Zuhause jetzt wohl noch mehr zu schätzen weiß, und ich freue mich schon auf all die Dinge, die ich von dort vermisse. Gleichzeitig weiß ich all die Dinge zu schätzen, die ich hier habe und dort nicht. Ich versuche den Moment zu genießen, und weder jetzt noch nach der Zeit hier meine Gedanken davon bestimmen zu lassen, was ich gerade nicht habe. Bis jetzt muss ich sagen, dass mir das sehr sehr gut gelingt!


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