...verfolge ich die nun seit ein paar Tagen andauernde Diskussion in einigen Blogs was die Qualität deutscher Strickzeitschriften und -bücher, das Sortiment deutscher Strickläden, die Ignoranz deutscher Verleger und das Schisma zwischen Online- und Offline-Strickerinnen betrifft. Auf letztere arme Unwissende wird dann gerne mit einem milden Lächeln herabgesehen.
Obwohl – eine Diskussion ist es ja eigentlich gar nicht, denn man ist einhelliger Meinung. Die Verlage haben keine Ahnung vom Markt, die Strickladenbesitzer/-innen erst recht nicht.
Die Frage ist: Wer oder was ist der Markt? Sind es die paar hundert Strickerinnen, die ambitioniert nach raffinierten Anleitungen stricken wollen und für schöne Garne auch gerne viel Geld ausgeben? Oder sind es vielleicht doch eher die vielen tausend Muttis und Omis, die preiswerte Garne in einfachen Mustern zu Socken und Pullis für die Kinder verarbeiten? Oder gar die gerade dem Teenager-Alter entwachsenen Mädels, die keine Geduld für etwas haben, das länger als drei Tage dauert, sowieso kein Geld für teure Wolle haben und daher gerne zu Effektgarnen und dicken Nadeln greifen? (sorry, Biggi, Du bist eine löbliche Ausnahme)
Mädels, wir müssen der harten Wahrheit ins Auge sehen: Wir sind eine Minderheit. Und auch noch eine ohne Lobby. Das wird auch noch sehr lange so bleiben. Die Strickwelle schwappt zwar aus Großbritannien und den USA zu uns rüber, aber sie ist kein Tsunami. Eher ein gemächliches Plätschern.
Mal angenommen, die IWK, die VK und/oder die Knitter’s würde auf deutsch erscheinen. Und alle Wollgeschäfte hätten plötzlich eine Riesenauswahl an Rowan, Bliss, Harding oder welchen Garnen auch immer. Was würde passieren? Nicht viel. Ein paar Englisch-Verweigerer würden sich vermutlich begierig darauf stürzen. Auch eine Menge Interessierte, die von den schönen Modellen angetan sind. Um dann festzustellen, daß die Anleitungen ja viel länger sind, als sie es von Verena, Sabrina & Co. gewohnt sind. Daß plötzlich ganz andere Stricktechniken (Rundstricken, verkürzte Reihen etc.) erforderlich sind. Das kennt die deutsche Normal-Strickerin nicht. Und was Neues dazulernen? Nööö, keine Zeit, keine Lust. Viel zu anstrengend. Da kehrt sie dann reumütig zu den gewohnten Anleitungen zurück. Zum Glück hat sie ja noch ganz viele alte Dianas gehortet. Und selbstmusternde Socken stricken macht doch sowieso viel mehr Spaß...
Der modebewusste Ex-Teenie findet die Sachen in den neuen Heften erst mal toll. Stellt dann allerdings fest, dass die Wolle dafür ganz schön viel Geld kostet. Das gibt das Azubi-Gehalt nicht her, das muss ja auch noch für H&M-Klamotten und die Piste langen. Ausserdem sind die Anleitungen natürlich viel zu schwer für einen Strickanfänger. Mama kann nicht helfen, weil sie die Anleitung auch nicht versteht. Mama gibt auch kein Geld für die Wolle, weil bei Woolworth gibt’s doch auch schöne, die kostet nur 4,95 € das 500g-Knäuel. Oder noch schlimmer: Mama strickt die schicke Jacke aus der IWK für’s Teenie-Töchterchen. Und zwar aus der Woolworth-Wolle. Weil’s ja billiger ist und sooo viel Unterschied macht das doch nun wirklich nicht, oder?
Also bleiben die Strickladenbesitzerinnen auf der wunderschönen, aber eben nun mal teureren Wolle sitzen. Zurückgeben können sie die nicht. Gekauft ist gekauft. Ich denke, die kennen IHREN Markt ganz genau. Der kommt nämlich jeden Tag ins Geschäft. Die wissen, welche Ware ihre Kunden kaufen wollen, sonst wären sie längst pleite. Und das ist nun mal zum überwiegenden Teil nicht das tolle Garn aus dem Ausland.
Meine Damen, seht es ein: So viel wir uns auch die Köpfe heiß reden (oder die Finger blutig tippen), es wird sich nichts ändern. Muss es ja eigentlich auch nicht. Wir wissen, wo wir das bekommen, was wir wollen. Wir können nach englischen Anleitungen stricken. Stricken ist keine Religion und wir sind keine Missionare. Die moderne, anspruchsvolle Strickerin ist eh schon lange im Internet heimisch. Oder wird es über kurz oder lang werden. Alle anderen bleiben Offline. Und sind auch glücklich damit.
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Unbenannter Kommentar
{ 11:48, 16.03.2007 }
{ Geschrieben von Anonymous }
Ich bin die letzte, die in Abrede stellt, dass es Strickerinnen gibt, die nicht viel wollen: Synthetische Einfachgarne oder Effektzeug, einfache Schnitte, etc. Nur: ich habe mich mehrfach die Klagen von Ladenbesitzerinnen mit anspruchslosem Sortiment angehört, die sich darüber beschwerten, wie schlecht das Geschäft liefe, dass sie ihr Zeug nicht loswerden, dass ihr Kundenstamm zu klein sei etc. Das entspricht den Berichten von traditionellen Handarbeitsläden, die aufgeben müssen. Und die Einstellung mehr als einer Strickzeitschrift dürfte kaum am reißenden Absatz liegen, den diese Postillen gemacht haben, sondern eher am Gegenteil. Dass es so, wie es bisher lief, eben nicht mehr gut läuft, scheint mehr als deutlich. Andererseits gibt es viele Leute, die stricken - ob nun einfach, kompliziert, mit der Maschine oder mit der Hand. Ist es da wirklich so verfehlt, sich ein anderes Angebot zu wünschen, auch wenn es klar ist, dass das Angebot darauf nicht reagieren wird?
Unbenannter Kommentar
{ 11:49, 16.03.2007 }
{ Geschrieben von Anonymous }
Sorry, der "unbekannte Kommentar" von "anonymus" war von mir.
Viele Grüße
Jinx
Unterschreib
{ 07:50, 17.03.2007 }
{ Geschrieben von Bine und Biggi :-D }
Hallo Tina,
Biggi sitzt breit grinsend und kommentiert mit *grins*. Wir können deinen Beitrag nur unterschreiben - auch Biggi guckt darauf was Wolle kostet (gute Quelle deshalb Schoppel Wolle und oberste Preisgrenze) und meine Mutter hat das stricken fast ganz aufgegeben weil sie "immer das gleiche strickt und das langweilig wird." Lust auf Neues hat sie aber nicht, Englisch kann sie nicht, die Kinder stricken alle selber; also stickt sie inzwischen.
Ich bin eigentlich froh um jede Strickerin die es nocht gibt, egal was sie strickt. Gerade beim Spinntreffen vor einigen Wochen kam heraus, viele spinnen nur noch einmal im Jahr, verstricken die Wolle nicht mehr, trotzt alter Dianas etc. . Ich merke im Moment, es kommen wenige neue Strickerinnen hinzu, dafür stecken die Omis ihr Hobby auf.
Manchmal habe ich das Gefühl - nicht böse sein jetzt - daß manche Strickerinnen die nach englischen Anleitungen nadeln, sich schon fast elitär fühlen und ein wenig auf alles runtergucken, das eben diesem Anspruch nicht gerecht wird. Ich bin nach wie vor froh über ansässige Wollhändler, auch wenn ich auf Garndiät bin und wenn die Läden nicht offen sind für Neues denke ich, sie werden ihre Klientel haben. Und würde ich alleinerziehend von wenig Geld leben müssen, würde ich sicher auch zu Woolworth greifen (bei Sockenwolle tue ich das immer mal wieder).
Aber immerhin gibts ja Ebay, auch da kann man total nette Strickerinnen kennenlernen ;-)
Grinsegrüße
Bine
Auch ich geb Dir Recht!
{ 12:02, 17.03.2007 }
{ Geschrieben von Anke }
Hallo Tina!
Ich hab gerade Deine überaus interessante Darstellung gelesen,
und geb Dir in Allem recht.
Ich bin zwar noch gaaaaanz weit davon entfernt,mich mit so einer versierten Strickerin wie Dir messen zu können,
aber ich profitiere doch zumindest sehr von solchen Leuten wie Dir.
Wenn ich überlege,mit was für Viren ich Dank Springe 2006 infiziert bin..............
Welch Fortschritt.
Mittlerweile wusel ich mich durch englische Anleitungen,und hoffe,dass ich sie bald problemlos nachstricke.
Bei mir hapert es aber tatsächlich nen bissel an der Zeit (drei Kids, Göga,Haus,Hof,Hund).
Es ist auf keinen Fall mangelnde Motivation oder das nicht Beherrschen der englischen Sprache.
Gegen das verstricken von 500g Polytierbomben und
-granaten
hab ich mich schon immer gewehrt.
Denk nur mal an die Handmade und diese entzückende Aranmodell in neonorange,weiß!
Wa das nicht der pure Grusel?
Unser ortsansässiger Mini Handarbeitsladen hat auch letzten Herbst dicht gemacht,weil kein Zulauf mehr da war.
Allerdings muß ich auch sagen,dass das Garnsortiment nicht das tollste war und mir die *Hara* Putztücher,die in dem Geschäft auch angeboten wurden, nicht wirklich sympathisch waren.
Das gehört da einfach nicht hin.
Andererseits kann ich auch verstehen,dass man von dem Verkauf einiger Addis nicht wirklich existieren kann.
Alles in Allem bin ich als Strickerin froh,dass es das
I-Net gibt!
Ein Hoch auf die Liesln,Garnhändler,Blogschreiberinnen und Internetanleitungen!
Unbenannter Kommentar
{ 12:27, 17.03.2007 }
{ Geschrieben von Dorothee }
Es mag ja sein, daß es Strickerinnen gibt, die nach wie vor nach ihren ollen Kamellen stricken wollen und sich nicht für Neues interessieren, die nicht online gehen können oder wollen.
Es mag auch zutreffen, daß die Stricker, die online sind und sich mit enlgishen Anleitungen versorgen, etwas "elitär" auf die anderen herunterblicken.
Aber: ich denke auch, daß der deutsche Markt sich zunehmend am Bedarf vorbei entwickelt. Immer wieder hört man, daß Ladenbesitzer Bahnhof verstehen wenn man mit ihnen über das Internet oder über hochwertigere Garne spricht. Und die wollen ihre Kunden und deren Wünsche kennen?! Und woher soll die Durchschnitts-Regia-Schachenmayr-etc.-Kundin Garne wie Debbie Bliss, Rowan etc. kennen wenn ihr in ihrem Strickladen nur der bekannte Einheitsbrei vorgesetzt wird? Wie soll ein Kunde, der nichts anderes kennt, etwas anderes wollen?
Englische Strickanleitungen mögen zwar länger aussehen als deutsche, aber ich habe für mich festgestellt, daß sie es de facto nicht sind (wäre auch komisch... stricken auf deutsch ein Kinderspiel, auf englisch ein Hexenwerk? Es ist doch nur Stricken, keine Wissenschaft!!). Bei den englischen Anleitungen sind die einzelnen Schritte nur ausformulierter als auf deutsch. Gerade deswegen finde ich die englischen Anleitungen einfacher zu verstehen als die deutschen.
Ich bin überzeugt, daß es viele offline-Stricker gibt, die sich für neue Techniken interessieren, diese auch ausprobieren würden (ob sie dann dabeibleiben, ist etwas anderes, aber darum geht es ja auch nicht). Daß diese Stricker ein größeres Angebot begrüßen würden, sowohl bei Garnen als auch bei Zeitschriften. Schließlich gibt es genügend Leute, die gerne ihren Horizont erweitern und nicht nur immer bis zu ihrem eigenen Tellerrand schauen wollen.
Unbenannter Kommentar
{ 12:30, 17.03.2007 }
{ Geschrieben von Dorothee }
Ach ja, und online kann man mich hier finden: http://dknit.blogspot.com
Manchmal habe ich den Eindruck...
{ 01:32, 17.03.2007 }
{ Geschrieben von TinamitKater }
...daß nur gemeckert wird, weil der Deutsche sich halt gerne beschwert ;-) Ob das mangelnde Angebot auf dem deutschen Strickmarkt oder die Politik, es wird geredet und geredet und geredet...
Vom Reden allein ändert sich aber nichts! Wer mit dem Angebot unzufrieden ist, der tue etwas dagegen. Rennt Eurem LYS die Bude ein und erzählt, was Ihr haben möchtet. Die Nachfrage bestimmt das Angebot, nicht umgekehrt. Schreibt die Verlage an mit Euren Wünschen und Vorstellungen. Entwerft selbst Anleitungen und reicht diese bei den entsprechenden Zeitschriften ein. Macht bei den "Offline-Strickerinnen" bekannt, was es alles Tolles geben könnte, wenn die Anbieter nur wüssten, daß es verlangt wird.
Erwartet doch nicht immer, daß der Berg zum Propheten kommt! Irgendwie ist das so typisch weiblich, wir erwarten auch von unseren Männern immer, daß sie wissen, was wir wollen, auch wenn wir es nicht sagen ;-)
Ausserdem: Was wollt Ihr eigentlich? Es gibt doch alles, was wir brauchen. Ich habe mehr tolle Anleitungen, als ich den Rest meines Lebens stricken kann. ich kann mir jedes Garn bestellen, das ich haben möchte. Wenn ich es fühlen oder die Farben vorher live sehen möchte, frage ich nach Farbkarten. Es herrscht doch kein Mangel, der Markt hat sich nur verlagert.
Irgendwie ist der Sinn dieser ganzen Debatte an mir vorbeigegangen. Warum wird hier etwas verlangt, was wir schon längst im Internet haben? Was habe ich davon, wenn den sog. Offline-Strickerinnen plötzlich ein viel breiteres Angebot zur Verfügung steht? Ich könnte ja noch verstehen, wenn jemand, der absolut kein englisch kann (warum eigentlich nicht? Bis auf die Neufünfländer hat es doch wohl jeder unter 55 in der Schule gelernt?), sich deutsche Publikationen wünscht. Und natürlich wäre es schön, in einem LYS mit einem Riesen-Angebot shoppen gehen zu können. Wirklich brauchen tu' ich es aber nicht. Ich habe nämlich den größten Shop der Welt gleich hier auf meiner Couch stehen.
Und ob nun das HOBBY Stricken in Deutschalnd einen Aufschwung erfährt oder nicht, ist mir eigentlich völlig wurscht. Denn ob nun 100.000 Deutsche stricken oder 5 Mio. - für mich ändert sich dadurch nichts.
Von Bergen und Propheten...
{ 01:45, 17.03.2007 }
{ Geschrieben von Dorothee }
Klar habe ich das größte Kaufhaus auf der Welt auf meinen Laptop, aber manchmal möchte ich die Wolle vorher einfach sehen und anfassen. Nicht alles, was ich mir übers Internet bestellet habe, hätte ich gekauft wenn ich es vorher in der Hand gehabt hätte oder die Farbe in echt gesehen hätte. Und mir eine Farbkarte kommen zu lassen für teures Geld, und Zeit... es kann doch auch anders gehen! Mal ganz abgesehen davon, daß ich auch sehen möchte, wohin mein Geld geht, daß ich mir die Versandkosten sparen möchte und nicht der Post in den Rachen werfen möchte; daß ich in einen Laden gehen können möchte um dort beraten zu werden, von Angesicht zu Angesicht. Das Internet bietet mir zwar eine große Auswahl, aber menschliche Interaktion ist dort leider nicht möglich.
Wenn die offline-Stricker auch eine größere Auswahl haben und schönere Anleitungen einfacher zugänglich werden, dann verliert Stricken vielleicht das Oma-Klischee und ich werde nicht mehr belächelt ob meines Hobbys/meiner Obsession, sondern werde ernstgenommen, nicht nur als kaufkräftiger Kunde.
Wie wahr...
{ 07:06, 17.03.2007 }
{ Geschrieben von Anonymous }
Liebste Tina,
ich stimme Dir 100% zu. Wenn ich könnte wie ich wollte dann hätte ich einen riesengroßen Wollladen (I hate Rechtsschreibreform) in dem ich das ganze Sortiment von Cascade, Sublime etc. anbieten würde. Außerdem die ausgefallensten Nadeln und Anleitungen und Schnick Schnack. Das ganze auf mindestens 150qm und mit Strickcafe. Wie gesagt- nach dem Lottogewinn mach ich das auch. Aber ich garantiere Dir eines: ich stehe mitten in der ganzen Pracht und es werden reichlich Leute kommen und billie Polytierwolle und Prym Nadeln wollen. Und kopfschüttelnd vor den überquellenden Regalen stehen und dann zum Kaufhaus gehen und die 500gGranaten kaufen. Weil - solche Leute gibt es reichlich, die sterben nicht aus und man findet sie vor allem in Deutschland reichlich. Ich frage mich nämlich ernsthaft des öftern, ob die Strickwelt berit ist für solche Garne. Sicher gibt es die Kenner, die hochwertige Mischungen bevorzugen und denen klar ist dass sie damit etwas zeitloses und schönes haben. Aber warum gibt es dann die Massen an Billigwolle (die sooo billig ja im Vergleich auch nicht ist, im übrigen).. der Markt muss es ja hergeben.
Liebe Grüße von der weiter vom perfekten LYS träumenden Katja
Genau ;-)
{ 10:06, 17.03.2007 }
{ Geschrieben von Nicole }
Selbst aktiv werden statt zu jammern. Genau das ist es. Das gilt für die Strickerinnen und genau so für die ach-so-armen Einzelhändler.
Ehrlich gesagt halte ich stricken und handarbeiten heutzutage für ein absolutes Nischenprodukt, das einfach in einer guten Lage bezahlbar nicht im Einzelhandel gehen kann. Ich kenne vielleicht zwei Dutzend Frauen, die hier in meiner Nähe regelmäßig stricken. Bei 18.000 Einwohner nicht die Welt. Und all diese Frauen stricken nicht so intensiv wie ich - und auch ich brauche nicht 2x die Woche 1000 Gramm Wolle, mein "Output" pro Jahr sind vielleicht fünf, sechs größere Werke und ein bisschen Kleinkram. Nicht von ungefähr können sich Handarbeitsgeschäfte nicht halten, das liegt doch nicht "nur" am Sortiment, für die ganzen Sachen ist einfach nicht so ein Riesenbedarf da. Genau das gleiche gilt doch für Strickzeitschriften und -bücher. Und wenn man dann noch einbezieht, dass sich viele "ausländisch" versorgen, ist einfach die Käuferschar für eine Anna oder Verena schlichtweg nicht mehr da.
Unbenannter Kommentar
{ 11:31, 18.03.2007 }
{ Geschrieben von Arlene }
Liebe Tina, es stimmt schon, daß man sich nicht nur auf meckern beschränken darf. Allerdings erwarte ich von einem Anbieter (dh. dem Inhaber eines Wollegeschäftes), daß er mit dem Warenangebot und vor allen mit Trends vertraut ist. Kurzum: ich muss in jedem(!) Beruf immer up to date bleiben und zumindest Neuerungen, Trends etc. kennen. Ob ich sie dann in meinem Laden umsetzen und verkaufen kann, ist eine andere Sache. Aber ich muss doch zumindest auf meinem Fachgebiet wissen, was sich alles Neues tut! Mich nervt es genauso, wenn ich in einem Handyshop mehr über die Teile weiß als der Händler (und ich bin kein Freak ;). Deswegen ärgert es mich auch, wenn ich in einem Wollegeschäft der Inhaberin irgendwas zB über einen RVO erklären muss (den man als Profi zumindest kennen sollte). So sehr ich das Net liebe, aber es hat auch etwas schönes, in einem Wollegeschäft herumzustöbern und sich inspirieren zu lassen. Jedoch sollte in einem guten Wollegeschäft auch kompetentes Wissen und ein wenig innovatives Denken zu finden sein. LG Arlene