Tichiro - knits and cats

Addi Turbo Lace

{ 12:09, 12.04.2007 } { Geschrieben in stricken } { 3 Kommentare } { Link }

Da es ja erst hieß, daß die neuen Lace-Nadeln erst ab Oktober in Deutschland zu haben wären, habe ich mir welche in den USA bestellt. Nun gibt es sie doch wohl schon bald hier - dumm gelaufen. Naja, was soll's, nun hab' ich sie.

Die Spitze ist wirklich sehr schlank, was mir als bekennender Brettstrickerin sehr gut gefällt. Die Messingbeschichtung fühlt sich um einiges wärmer an als Aluminiumnadeln. Die Übergänge vom Seil zur Nadel sind schön glatt. Das Seil ist sehr elastisch, neigt daher nicht so zum Kringeln. Auf dem Seil ist die Nadelstärke aufgedruckt.

Im Vergleich:

Von links nach rechts (alles 3er Nadeln): Addi Lace, Inox und Addi Turbo

Praxistest folgt.



Wollpiraten

{ 11:28, 10.04.2007 } { Geschrieben in stricken } { 2 Kommentare } { Link }

Diese Aktion finde ich ausgesprochen originell und witzig, die Entstehungsgeschichte findet Ihr hier. Genial auch das Logo - sehr klasse gemacht!



Kimberley - die unendliche Geschichte einer Jacke (Nr. 8/2007)

{ 04:11, 9.04.2007 } { Geschrieben in stricken } { 6 Kommentare } { Link }

Diese Jacke wollte partout nicht fertig werden. Ich hatte mir das Kit von Virtual Yarns bestellt und kurz nach Weihnachten damit angefangen. Irgendwann war dann die Wolle zu Ende. Die Jacke aber leider noch nicht. Seltsam, die Maschenprobe stimmte, ich hatte die richtige Größe gestrickt und es war auch kein Strang in meinen Wollbergen verschollen. Also eine Mail an VY geschickt. Antwort: das könne gar nicht sein und sie hätten mir die richtige Wollmenge geschickt. Ich müsse nachbestellen. Wenigstens die Versandkosten wolle sie mir aber erlassen. Gut, die neue Wolle kam also, wurde verstrickt und...es reichte immer noch nicht!  Also zähneknirschend nochmal nachbestellt. Mittlerweile hatte ich schon die Lust verloren. Aber Dank meiner Freundinnen Vivi und Anke, die mich  an unserem Strickwochenende sehr streng zum Weiterstricken ermahnt haben , ist sie nun doch noch fertig geworden.

Die Knöpfe habe ich hier bestellt - toller Shop, geringe Versandkosten und blitzschnell!

Die Schmuckfarben sind nachträglich aufgestickt - Frau *more gibt hierfür übrigens keine genaue Anweisung, sondern nur: Mach mal, wie Du schön findest. Sowas kann ich ja gar nicht leiden *hmpf*

Sinn und Unsinn(?) von Knitalongs

{ 03:26, 9.04.2007 } { Geschrieben in stricken } { 13 Kommentare } { Link }
Ob nun zu einem bestimmten Projekt oder in letzter Zeit auch immer häufiger zu Büchern – sie spriessen wie Pilze aus dem Boden, die sogenannten Knitalongs. In erster Linie gibt es sie im englischsprachigen Bereich, aber auch in Deutschland wurden sie schon gesichtet.

Sinn des Ganzen ist es wohl, sich gegenseitig bei einem Projekt zu unterstützen, sich bei Verständnisschwierigkeiten mit der Anleitung zu helfen und sich gegenseitig zu motivieren. Schön und gut, das leuchtet mir ja noch ein. Zumindest, wenn es um ein bestimmtes Projekt geht. Knitalongs zu Büchern halte ich dagegen für völlig sinnlos. Was bringt mir ein Knitalong, wenn ich Modell 4 stricke, der/die nächste Modell 12 usw.? Gut, sicher finden sich auch mehrere Leute, die das gleiche Modell stricken. Aber die finde ich auch ohne Knitalong. Für Fragen gibt es ja genug Foren und Mailinglisten, da findet sich immer eine hilfreiche Antwort. Oder ich schildere mein (Anleitungs)Problem in meinem Blog, da bekomme ich auch meist sehr schnell Hilfe.

Ausserdem: Möchte ich wirklich das Gleiche stricken, was siebenunddrölfzig andere auch machen?

Noch unsinniger finde ich solche Aktionen wie „Projekt Spektrum“, wo jeden Monat etwas in einer bestimmten Farbe/einem bestimmten Farbbereich gestrickt wird. Wozu soll das jetzt gut sein?

Ich glaube, all’ diese Knitalongs und Projekte dienen hauptsächlich dazu, den zweifelsohne bei den meisten Strickerinnen vorhandenen Herdentrieb zu befriedigen. So ein bisschen hat das was von Vereinsmeierei, oder?

In manchen Blogs taucht sogar eine ganze Latte von Logos der verschiedensten Aktionen auf. Bei manch einem habe ich den Eindruck, er meldet sich grundsätzlich bei jedem neuen Knitalong an. Frei nach dem Motto: „Dabei sein ist alles“? Wenn man dann mal nachschaut, wie viele der angemeldeten Teilnehmer/innen auch tatsächlich ein Projekt fertiggestellt haben, stellt man fest, dass die erste Begeisterung häufig schnell verflogen ist. 

Also, meine Lieben, klärt mich auf: Warum nehmt Ihr an Knitalongs teil? Oder warum tut Ihr es nicht? Schonungslos ehrliche Antworten mit gegensätzlicher Meinung werden erfreut zur Kenntnis genommen

Ausnahmen bestätigen die Regel

{ 12:13, 8.04.2007 } { Geschrieben in stricken } { 1 Kommentare } { Link }

Bei Molly habe ich eine Jacke aus "Designergarn" entdeckt, die mir zeigt, daß es auch Designergarne gibt, aus denen man richtig schöne Sachen machen kann. Allerdings ist das Garn auch nicht von e**y, sondern von Katja (bei der ich ständig um die wunderschönen Sublime- und Cascade-Garne herumschleiche - mal sehen, wie lange ich noch widerstehen kann...)

Nachtrag: Auch Frau Wollich strickt Schönes aus Designergarn - mit einer sorgfältigen Garnauswahl und einer guten Verarbeitung ist es also offensichtlich durchaus möglich.

Macht so weiter, meine Damen, dann bekehrt Ihr mich doch noch



mal was klarstellen

{ 03:06, 5.04.2007 } { Geschrieben in stricken } { 5 Kommentare } { Link }

Ich denke, ich muß da mal was klarstellen. Denn der einen oder anderen scheint der vorletzte Eintrag doch ein wenig sauer aufgestoßen zu sein.

Natürlich dürfen andere Leute diese "Designerwolle" gut finden. Ich bin doch kein Diktator ;-) Ich finde sie halt doof, lasse aber doch auch andere Meinungen gelten. Wenn jemand genau diese Wolle für die Erfüllung seiner Träume hält, auch gut. Und wenn jemand schreibt, daß er ganz und gar nicht meiner Meinung ist, um so besser. Diskussionen sind doch erst bei vielen gegensätzlichen Meinungen richtig interessant.
Wenn jemand nicht so viel Geld für "edle" Wolle ausgeben kann oder will, ist das doch auch völlig in Ordnung. Ich habe nicht gesagt, daß jetzt alle nur noch Rowan o.ä. kaufen sollen. Tu' ich schließlich auch nicht, dafür bin ich viel zu geizig  Wenn jemand mit preisgünstigem Garn schöne Ergebnisse erzielt, spricht das doch erst recht für sein Können, denn aus wunderschönem Edelgarn wirken auch simpelst gestrickte Sachen immer gut. Ich habe bloß bisher keine Sachen aus "Designergarn" gesehen, die ich schön fand oder die -auch wenn sie nicht meinem (rein persönlichen) Geschmack entsprechen- gut gearbeitet waren. Das heißt ja nicht, daß es sie nicht gibt. Also los, zeigt mir Bilder von tollen Sachen, ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Und noch ein Wort zu Thema Toleranz: Toleranz bedeutet für mich, jemand anderen so zu akzeptieren, wie er ist (mögen muß ich ihn allerdings trotzdem nicht). Und andere Meinungen gelten zu lassen. Das heißt aber noch lange nicht, daß ich meine Meinung nicht sagen darf, oder? Übertragen in die Strickwelt bedeutet das: Meinetwegen kann jeder stricken, was er will, wie er will und womit er will. Er muß aber auch vertragen können, wenn ich ihm sage, daß es mir nicht gefällt (meistens halt ich ja schon meine Klappe und sag' lieber nichts). Und wenn mir jemand sagt, daß er meine Sachen ganz gruselig oder stümperhaft gemacht findet, kann ich damit auch leben. Denn Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden. Menschen auch. Und das ist gut so. 

Abgesehen davon beurteile ich einen Menschen sowieso nicht nach dem, was er strickt, sondern nach seinem Charakter.



Warum "Designerwolle"?

{ 07:24, 2.04.2007 } { Geschrieben in stricken } { 18 Kommentare } { Link }

Bei E**y ist sie ja geradezu schon eine Pest: Die sogenannte "Designerwolle". Mindestens jedes zweite Angebot besteht aus irgendwelchen aus mehreren Fäden in unterschiedlichen Qualitäten und Farben zusammengespulten Garnen. Teilweise ist auch noch grausiger Glitzer mit drin. Wer kauft sowas? Die Nachfrage scheint offensichtlich da zu sein.

Aber was strickt man aus dem Zeug? Muster erübrigen sich ja wohl, die gehen sowieso unter. Komischerweise habe ich auch noch im keinem Strickheft eine Anleitung gesehen, die derartiges Garn verwendet.... Schon die abgebildeten Strickproben sehen größtenteils schrecklich aus. In einschlägigen Foren kann man dann die Werke aus dem Garn bewundern: Meist stümperhaft zusammengefrickelte glatt-rechts gestrickte Pullover.

Warum kaufen also so viele Leute diesen Kram? Weil sie keine Muster stricken können oder wollen? Weil man dann nicht sieht, wie unregelmäßig sie stricken?  Weil es billig ist? Dann kann ich mir auch in der HWF Merino o.ä. spulen lassen, die ist auch sehr preisgünstig, aber man kann wenigstens was anständiges draus stricken und hat keinen Glitzerkram und ausleiervorprogrammierte Viskose drin.

Es ist mir echt ein Rätsel. Hoffentlich kommt bald bei E**y eine eigene Kategorie dafür, dann kann man die wenigstens ignorieren.



Nachtrag Ribena

{ 06:15, 2.04.2007 } { Geschrieben in stricken } { 1 Kommentare } { Link }
Ihhh, eben habe ich im Büro auf dem Monitor gesehen, daß der Ribena kreischgrün wirkt  In Wirklichkeit ist es ein schönes apfelgrün, so á la Golden Delicious. Nicht daß Ihr denkt, ich nehme irgendwelche bewusstseinsveränderne Drogen

grünes Wochenende

{ 07:34, 1.04.2007 } { Geschrieben in stricken } { 2 Kommentare } { Link }

Ein wunderbar verstricktes Wochenende liegt hinter mir, meine Freundinnen Vivi und Anke waren zu Besuch, wir haben die HWF beim Sonderverkauf geplündert, gequatscht, gefuttert und gestrickt, gestrickt, gestrickt... (bis 3 Uhr morgens!) Mädels, es war klasse!

In der HWF:

Und irgendwie war alles grün - mein Einkauf in der HWF (80%Schurwolle/20%Nylon, 700g für knappe 20 €)

mein fertiger Ribena-Pulli, gestrickt aus 368g Adesso von Lana Grossa mit 3er Nadeln:

und der angefangene "Rib and Cable Cardigan" aus dem neuen Debbie Bliss Buch "special family knits":

Also alles im grünen Bereich  bloß müde bin ich irgendwie - 5 Std. Schlaf waren doch ein bisschen wenig...



Damals...

{ 10:25, 27.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 7 Kommentare } { Link }

....als die Familienmanagerinnen noch schlichte Hausfrauen waren

...als die meisten Sachen mit 2,5er Nadeln gestrickt wurden und Maschenproben von 30 Maschen auf 10 cm völlig normal waren

...als die Modelle noch Namen wie "Jolanthe", "Georgine", "Erich" oder "Adolf" (oh ja, und zwar im Jahr 1956!) trugen

da gab es Strickhefte wie dieses zum Preis von 30 Pfennigen:

selbst ein großes Versandhaus brachte Strickhefte heraus:

man strickte sich flotte Hütchen:

oder auch was Nettes für die Kaffeetafel:

die Models waren noch nicht magersüchtig:

und die Frauen verhüllten ihre Körper noch nicht mit unförmigen dunklen Blobs:

kleine Jungs machten noch einen Diener und wurden als "Buben", gerne auch als "Knaben" bezeichnet:

man strickte die Unterwäsche selbst und zeigte die "Unaussprechlichen" sehr verschämt:

und selbstgestrickte Feinrippunterwäsche verhüllte des Mannes bestes Stück:

ach ja...damals...

Die verstrickte Dienstagsfrage - Woche 13/2007

{ 06:37, 27.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 1 Kommentare } { Link }

.. Mich würden mal Tips interessieren, wie andere Strickerinnen oder
Wollfreaks ihre wertvollen Schätze motten- und ungeziefersicher machen.
Bei meinem inzwischen recht beachtlichen Vorrat an Wolle (alles quer durch
den Gemüse- ähm Wollgarten) habe ich doch echt Angst vor unliebsamen
Besuch.
Und massiv Gift möchte ich nicht so gerne in meine Wohnung packen.
(es fragte das Wollschaf)

Mein Mottenschutz:

An diesen beiden blutrünstigen Raubtieren kommt kein Flattermann vorbei

Nee, im Ernst - meine Wollvorräte lagern in Kartons, in Körben, in Tüten, in Stoffkommoden oder einfach nur so im Schrank und ich habe trotz Fehlens jeglicher Vorsichtsmaßnahmen noch nie eine Motte oder ähnliches Getier drin gehabt. Hier in der Großstadt sind Insekten sowieso eher selten und was den Weg durchs Fenster in 3. Stock findet, wird umgehend aufgefressen.



Bed Jacket fertig (6/2007)

{ 05:37, 26.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 6 Kommentare } { Link }

Tja, mit den Turbo-Nadeln war's dann doch nix - ist erst gestern abend fertig geworden

Stiefmama hat zum Trost erstmal ein Buch bekommen und durfte das noch einarmige Jäckchen anprobieren - es passte schon mal ausgezeichnet. Nun trocknet es vor sich hin.  

Den Schnitt habe ich von "Martha" (Rowan 37) übernommen - im Original hat die Jacke überschnittene Ärmel.  Mit Armausschnitt sitzt sie natürlich viel besser.

Das I-Tüpfelchen ist dann dieser herrlich altmodische, kitschige Knopf:

Material: knapp 500g OnLine Linie 160 - 50% Baumwolle, 50% Merino (strickt sich sehr gut)

Nadelstärke: 3



Dann war da noch...

{ 08:11, 25.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 4 Kommentare } { Link }

...das kleine Wollgeschäft, das wegen Umzugs einen Sonderverkauf machte...

Da konnte ich dann nicht widerstehen und es landeten hiervon 13 Knäuel in meinem Stash  



Strickwerk - Lebenswerk

{ 03:05, 23.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 2 Kommentare } { Link }

Habe ich heute von einer Freundin bekommen:

Wir alle stricken unser Leben jeden Tag ein Stück weiter. Die einen stricken liebevoll und sorgsam; man merkt, welche Freude es ihnen bereitet, ihr "Lebenswerk" zu gestalten.

Die anderen stricken mühevoll und ungern. Man merkt, welche Kraft und Mühe es sie kostet, ihren Lebensfaden jeden Tag neu aufzunehmen. Manche wählen ein kompliziertes Muster, andere ein ganz schlichtes. Bei den einen ist es ein buntes Maschenwerk, bei den anderen ein Stück in tristen Farben.

Nicht immer können wir die Farbe selber wählen, und auch die Qualität der Wolle wechselt: Mal ist sie weiß und flauschig, mal grau und kratzig. Und öfter lässt man eine Masche fallen, oder sie fällt ohne Dein Zutun...und zurück bleiben Löcher und ein unvollständiges Muster. Manchmal zerreißt der Faden und es hilft nur ein Knoten. Wenn wir unser Leben betrachten, wissen wir genau, welche Stellen das sind. Und oft geschieht es, daß eine ihr Strickzeug in die Ecke wirft.

Es bleibt uns verborgen, wie viel Lebensfaden wir noch zu verstricken haben.

Aber wir haben die Nadeln in der Hand! Wir können jederzeit das Muster wechseln, die Technik oder das Werkzeug...nur aufribbeln können wir nichts, auch nicht ein kleines, winziges Stück!



Bed Jacket - Fortschritte

{ 10:35, 22.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 3 Kommentare } { Link }

Nun muss ich die Turbo-Nadeln rausholen, 2 (kurze) Ärmel noch und bis Samstag morgen muss es fertig werden, damit ich's noch waschen und trocknen kann - am Sonntag hat Stiefmama Geburtstag und sonst hab' ich kein Geschenk  



Das passt!

{ 05:49, 22.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 0 Kommentare } { Link }
What Kind of Knitter Are You?

You appear to be a Knitting Purist. You are an accomplished knitter producing beautiful pieces with a classic feel. You sometimes lament losing half of your local yarn shop to garish novelty yarns. Perhaps you consider fun fur scarves the bane of knitting society and prefer to steer new knitters towards the wool and cotton blends. Some might call you a bit of an elitist but you know that you've been doing this craft long enough to respect the history behind it and honor it with beautiful piece that can last a lifetime. http://marniemaclean.com
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stricken im TV

{ 11:24, 21.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 1 Kommentare } { Link }

Heute abend gab es im WDR bei frauTV einen kurzen Bericht über "stricken ist en vogue". Gezeigt wurde u.a. der Kölner Stricktreff bei Danielas Maschenkunst. Wer es verpasst hat, kann sich morgen die Wiederholung um 11:45 angucken.

Ich habe die Sendung auch mitgeschnitten, warte aber noch, ob ich vom WDR die Erlaubnis bekomme, diesen zu veröffentlichen.

Nachtrag: Lt. WDR wird die Sendung am Do., den 22. wiederholt, meine Fernsehzeitung sagt aber am Fr. den 23. Wat denn nu???



Du strickst aber komisch!

{ 11:01, 18.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 6 Kommentare } { Link }

Das bekomme ich oft zu hören, wenn jemand mich zum ersten Mal stricken sieht.

Ich hab' ja nie stricken in der Schule gehabt und meine Mutter ist zu früh gestorben, um es mir beizubringen. Dann habe ich 1985 eine Ausbildung in einem Textilgroßhandel angefangen (die war zwar nach 3 Monaten wieder beendet, aber das ist eine andere Geschichte...). Dort gab es Wolle. Viel Wolle. Aber leider wenig zu tun für die Azubis. Also wurde uns fast täglich aufgetragen, "Inventur" zu machen. Sprich, Wolle zu zählen. Irgendwann hab' ich mir dann gedacht, aus dieser schönen Wolle musst Du was machen. Stricken lernen. Also hab' ich mir Wolle und Nadeln gekauft, ein Stricklehrbuch aus der Bücherei geholt und losgelegt. Bloß, das mit dem Faden über dem Zeigefinger, das habe ich nicht hingekriegt. Der flutschte immer wieder weg, wenn ich ihn mit der rechten Nadel durchholen wollte. Hängt vielleicht auch damit zusammen, daß ich Linkshänder bin. Stricken für Linkshänder wollte ich aber nicht lernen, weil ich mir gedacht habe, daß mir dann ja später kein Mensch bei Problemen helfen könnte. So habe ich also den Faden mit den Fingern gepackt und über die rechte Nadel "geschmissen". Das klappte prima. Und so stricke ich bis heute noch. Sieht komisch aus, geht aber prima. Eigentlich machen es die Briten und Amerikaner ja genauso, bloß mit der rechten Hand.

Wer gucken möchte, wie das "live" aussieht (ist leider nicht so ganz scharf, aber erkennbar):

 



Mit einiger Belustigung...

{ 08:17, 16.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 12 Kommentare } { Link }
...verfolge ich die nun seit ein paar Tagen andauernde Diskussion in einigen Blogs was die Qualität deutscher Strickzeitschriften und -bücher, das Sortiment deutscher Strickläden, die Ignoranz deutscher Verleger und das Schisma zwischen Online- und Offline-Strickerinnen betrifft. Auf letztere arme Unwissende wird dann gerne mit einem milden Lächeln herabgesehen. 

Obwohl – eine Diskussion ist es ja eigentlich gar nicht, denn man ist einhelliger Meinung. Die Verlage haben keine Ahnung vom Markt, die Strickladenbesitzer/-innen erst recht nicht.

Die Frage ist: Wer oder was ist der Markt? Sind es die paar hundert Strickerinnen, die ambitioniert nach raffinierten Anleitungen stricken wollen und für schöne Garne auch gerne viel Geld ausgeben? Oder sind es vielleicht doch eher die vielen tausend Muttis und Omis, die preiswerte Garne in einfachen Mustern zu Socken und Pullis für die Kinder verarbeiten? Oder gar die gerade dem Teenager-Alter entwachsenen Mädels, die keine Geduld für etwas haben, das länger als drei Tage dauert, sowieso kein Geld für teure Wolle haben und daher gerne zu Effektgarnen und dicken Nadeln greifen? (sorry, Biggi, Du bist eine löbliche Ausnahme)

Mädels, wir müssen der harten Wahrheit ins Auge sehen: Wir sind eine Minderheit. Und auch noch eine ohne Lobby. Das wird auch noch sehr lange so bleiben. Die Strickwelle schwappt zwar aus Großbritannien und den USA zu uns rüber, aber sie ist kein Tsunami. Eher ein gemächliches Plätschern.

Mal angenommen, die IWK, die VK und/oder die Knitter’s würde auf deutsch erscheinen. Und alle Wollgeschäfte hätten plötzlich eine Riesenauswahl an Rowan, Bliss, Harding oder welchen Garnen auch immer. Was würde passieren? Nicht viel. Ein paar Englisch-Verweigerer würden sich vermutlich begierig darauf stürzen. Auch eine Menge Interessierte, die von den schönen Modellen angetan sind. Um dann festzustellen, daß die Anleitungen ja viel länger sind, als sie es von Verena, Sabrina & Co. gewohnt sind. Daß plötzlich ganz andere Stricktechniken (Rundstricken, verkürzte Reihen etc.) erforderlich sind. Das kennt die deutsche Normal-Strickerin nicht. Und was Neues dazulernen? Nööö, keine Zeit, keine Lust. Viel zu anstrengend. Da kehrt sie dann reumütig zu den gewohnten Anleitungen zurück. Zum Glück hat sie ja noch ganz viele alte Dianas gehortet. Und selbstmusternde Socken stricken macht doch sowieso viel mehr Spaß...

Der modebewusste Ex-Teenie findet die Sachen in den neuen Heften erst mal toll. Stellt dann allerdings fest, dass die Wolle dafür ganz schön viel Geld kostet. Das gibt das Azubi-Gehalt nicht her, das muss ja auch noch für H&M-Klamotten und die Piste langen. Ausserdem sind die Anleitungen natürlich viel zu schwer für einen Strickanfänger. Mama kann nicht helfen, weil sie die Anleitung auch nicht versteht. Mama gibt auch kein Geld für die Wolle, weil bei Woolworth gibt’s doch auch schöne, die kostet nur 4,95 € das 500g-Knäuel. Oder noch schlimmer: Mama strickt die schicke Jacke aus der IWK für’s Teenie-Töchterchen. Und zwar aus der Woolworth-Wolle. Weil’s ja billiger ist und sooo viel Unterschied macht das doch nun wirklich nicht, oder?

Also bleiben die Strickladenbesitzerinnen auf der wunderschönen, aber eben nun mal teureren Wolle sitzen. Zurückgeben können sie die nicht. Gekauft ist gekauft. Ich denke, die kennen IHREN Markt ganz genau. Der kommt nämlich jeden Tag ins Geschäft. Die wissen, welche Ware ihre Kunden kaufen wollen, sonst wären sie längst pleite. Und das ist nun mal zum überwiegenden Teil nicht das tolle Garn aus dem Ausland.

Meine Damen, seht es ein: So viel wir uns auch die Köpfe heiß reden (oder die Finger blutig tippen), es wird sich nichts ändern. Muss es ja eigentlich auch nicht. Wir wissen, wo wir das bekommen, was wir wollen. Wir können nach englischen Anleitungen stricken. Stricken ist keine Religion und wir sind keine Missionare. Die moderne, anspruchsvolle Strickerin ist eh schon lange im Internet heimisch. Oder wird es über kurz oder lang werden. Alle anderen bleiben Offline. Und sind auch glücklich damit.

Selbstgestricktes – besser als sein Ruf?

{ 11:44, 13.03.2007 } { Geschrieben in stricken } { 5 Kommentare } { Link }

Warum hat Selbstgestricktes in der breiten Masse der Nichtstricker eigentlich so einen schlechten Ruf? Da wird von „altmodisch“ „omahaft“ und „hausbacken“ gesprochen und der gewöhnliche Mensch stellt sich unter „selbstgestrickt“ immer noch einen unförmigen, schlabberigen Sack im Öko-Stil der 80er Jahre vor. Oder eben Socken.

Woran liegt’s? Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach. Die Sachen, denen man ansieht, daß sie selbstgestrickt sind, sind ja wirklich unförmig, haben keine Passform, sind labberig und viel zu locker gestrickt (wenn man bei glatt rechts Gestricktem sehen kann, welche Farbe das T-Shirt darunter hat, ist es eindeutig zu locker gestrickt). Oder todlangweilig und aus häßlichem Garn. Hinzu kommt eine schlechte Ausarbeitung. Das Gestrick ist ungleichmäßig, die Nähte sind grauenhaft. Solchen Sachen sieht selbst Otto-Normal-Nichtstricker auf den ersten Blick an, dass sie selbst gemacht sind. Zwar vielleicht mit viel Enthusiasmus, aber eben mit recht wenig Können und Sorgfalt.

Das soll jetzt kein Vorwurf an die Strick-Anfänger sein. Meine ersten Pullover sahen auch gruselig aus und ich war trotzdem stolz drauf. Dürft ihr auch sein. Egal wie hässlich ein Teil ist, Ihr habt Zeit und viel Mühe investiert, um etwas mit Eurem eigenen Händen zu erschaffen und das ist toll. Übung macht den Meister, also bloß nicht entmutigen lassen.

Das, was in manchem Wollgeschäft im Schaufenster zu sehen ist, trägt dann auch noch dazu bei, den schlechten Ruf des Selbgestrickten zu festigen. Da hängen oftmals dicke Pullover aus gräßlichen Effektgarnen, die dann auch noch mit 8er Nadeln gestrickt wurden (ja, auch in meinem LYS, sorry Conny ). Da wird sich sicher niemand wünschen, so ein Kleidungsstück sein eigen nennen zu dürfen.

Aber den wirklich schönen Sachen sieht man halt nicht an, dass sie selbst gemacht wurden. Würde an diesen Sachen ein Schild kleben „handgestrickt“, würde sich der Ruf des Strickens in der Öffentlichkeit schnell wandeln. Sicher kennen das viele von Euch. Ihr erzählt, dass Ihr leidenschaftlich gerne strickt, woraufhin Ihr milde belächelt werdet. Meist kommt dann noch ein Kommentar wie „meine Oma hat auch immer Socken gestrickt“. Daraufhin weist Ihr auf Eurem Pullover/Jacke oder was auch immer hin und erwähnt, dass dieses Teil auch selbstgemacht sei. Der erstaunte Blick des Gegenübers ist immer wieder köstlich. Als nächstes wird dann meist der Wunsch vorgebracht, man möge doch auch mal was für ihn/sie stricken. Missionarstätigkeit erfüllt, eine unwissende Seele bekehrt

Daß da draußen massenhaft wunderschöne selbstgestrickte Kleidungsstücke rumlaufen, registriert Otto-Normal-Nichtstricker also nicht, weil er denkt, die Sachen seien gekauft. Und deswegen wird sich der Ruf des Strickes auch in absehbarer Zeit nicht ändern.



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