give me something to believe in...

Themenabend – Was noch zu sagen wäre...

21:26, Monday 31 December 2007 0 Kommentare Link

Erfolg macht sexy.
Mein Gott, bin ich erfolglos…

Auf 3sat trällert Roger Hodgson am Klavier vor sich hin. Natürlich auch Songs wie „Breakfast in America“, „Don’t leave me now“, oder den Supertramp Superhit „Logical Song“. Ich geb’s zu – ich find letzteren Song einfach nur geil, vor allem beim Sax-Solo, wobei mir wiederum die Stimmung bei „Don’t leave me now“ besser gefällt.
Und während ich den Tönen – zugegebenermaßen ziemlich laut - zuhöre, Wäsche wasche und die Bude aufräume, lasse ich mein Jahr 2007 und ein paar Dinge, die mich ab und an gedanklich begleiten, vor meinem geistigen Auge noch einmal Revue passieren.  

Zum einen fiel mir in den letzten Monaten immer wieder ein, dass ich einige Menschen auf Dauer Lügen strafe: Männer sind durchaus in der Lage einen Haushalt gepflegt zu führen, ordentlich zu kochen, sich um die Wäsche zu kümmern und nicht nur dumm vor der Glotze hängend Bierkisten zu leeren. So war es bei mir früher schon (wenn man sich an die erste Wohnung erinnert – wer sie denn noch kennt, so wie bei allen Wohnungen, in denen ich allein gelebt habe. Bis auf eine Ausnahme: das Jahr 2000, in dem ich abgestürzt bin und mich einen Scheiß um die Wohnung gekümmert habe) und so ist es auch noch heute.
Wenn ich nach meinen Vorstellungen agieren und arbeiten kann, mir keine Frau mit patzigen und unkonformen Dingen in die Quere kommt, bin ich Herr über mein Heim. Man muss den Mann eben nur lassen oder durchdachte Kompromisse mit Freude schließen, so wie es meine Freundin, mit der ich mittlerweile zusammen lebe, und ich machen. Und es macht Spaß.
Hier gibt es kein auf-Teufel-komm-raus-„Nein, das will ich so nicht“, „Machen wir nicht“ oder „das war schon immer so und wird so bleiben“ – Gequatsche. Ich glaube, die Offenheit dahingehend ist die Essenz für unser beider Spaß an der Wohnung und dem, was wir daraus machen. Vor allem können wir beide agieren, so wie wir es wollen, und es passt einfach.
Dann fällt mir wieder ein, wie sehr ich mich in anderen Wohnungen habe hängen lassen, weil die Freude und der Spaß an eben solcher und dem gemeinsamen Zusammenleben genommen wurde. Sei es durch Nörgelei an eigenen Ideen, mangelndem Interesse an Veränderungen oder sturem Dagegensein. Oder einfach nur, weil aus Faulheit alles hängen gelassen wurde.

Sicherlich kann ich mich von dieser Borniertheit nicht freisprechen – oft genug habe ich mich auch in manchen Situationen quergestellt: der altbekannte Teufelskreis – wie du mir, so ich dir. Klar, das ist völliger Schwachsinn und mit keinem Quäntchen Grundlage einer Beziehung. Aber so ist es eben manchmal. Was man daraus macht bleibt jedem selbst überlassen… 

Dann stehen momentan drei Autos vor unserem Haus. Alle drei gehören uns – keines davon ist fahrbereit: der Bus ist endgültig mangels funktionstüchtiger Zylinderkopfdichtung unfahrbereit, der Wagen meiner Freundin hat sich, wie angekündigt, von der Kupplung getrennt und mein heißgeliebter Opel steht wegen Umbauarbeiten in meiner Garage. Wenn er nicht gerade im Totalumbau wäre, würde ich ihn anmelden, um Besorgungen zu erledigen, Freunde zu besuchen und um einfach nur – der Bequemlichkeit wegen – Kurz- und Langstrecken zu bewältigen. Sollte wider Erwarten Schnee fallen, wäre die Anmeldung allerdings auch völlig für’n Arsch, weil ich nicht unbedingt vor den Ämtern die Straßen vom Schnee befreien will.
Weil er aber eh nicht fahrbereit ist, begnügen wir uns in letzter Zeit mit unseren Fahrrädern. Man soll es nicht glauben: es tut verdammt gut sich wieder einigermaßen sportlich zu betätigen, wenn da nicht dauernd das kalte Gesäß wäre, dass die Fahrt mit solchen Vehikeln in der Kälte mit sich bringt… 

Mittlerweile habe ich die Toten Hosen auf DVD („En Misión Del Senor“) eingelegt und bin beim Aufräumen zum Song „Niemals einer Meinung“ gekommen. Da werden doch direkt Erinnerungen wach, die teilweise auch an o.g. Themen mit diversen Wohnungen erinnern. Das allerdings auszuführen wäre Hanebüchen. Das einzige, was ich mich immer gefragt habe, bis auf im Jahr 2000 ist, wie man sich so gehen lassen und verrotten kann, während man nach außen hin eine Fassade aufbaut, die seinesgleichen sucht. Das allerdings soll auch nicht mein Problem sein.

Falls sich übrigens jemand fragt, wie man Aufräumen und nebenbei schreiben kann: ganz einfach – ich hab den Laptop aufm Tisch stehen und immer wenn ich mir eine drehe, schreibe ich, während ich sie rauche und mir die Musik ansehe… 
Natürlich gebe ich offen zu, dass auch ich mich oft genug habe hängen lassen, physisch so wie psychisch. Seien es Alkoholexzesse oder einfach nur die viel zu negative Beschäftigung mit mir selbst. Ich werde auch nicht sagen, dass es damit vorbei sein wird. Ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass ich immer wieder fallen kann und dies auch werde. Beispielsweise dann, wenn jemand stirbt…

…so eben auch geschehen im Frühjahr dieses Jahres.
Zuerst starb der Großvater meiner Exfreundin und dann gab es für mich den ultimativen Schlag in die Fresse: meine Oma starb. Als ich sie das letzte Mal besucht habe, lag sie im Krankenhaus. Als ich mich von ihr verabschiedet habe sagt ich ihr im Beisein meines Vaters, dass ich sie lieb habe. Ihr Tod war ein solcher Schock für mich, dass ich noch heute manchmal für einen Bruchteil einer Sekunde denke, dass ich sie dringend anrufen muss, bevor mir wie mit einem Vorschlaghammer ins Gesicht geschlagen bewusst wird, dass ich mich nie mehr mit ihr unterhalten werde.
Diese Veränderung, die ihr Tod für mich mit sich gebracht hat, hat mich einerseits sehr tief fallen, andererseits allerdings auch aufstehen lassen.
So kam es denn, dass ich mich getrennt habe, tiefer ins Hessische gezogen bin und mir ein neues Leben aufgebaut habe. Und immer noch aufbaue.

Es gab eine Zeit in der neuen Wohnung, die meines Erachtens meiner alten Lieblingswohnung in nichts nachsteht, die ich abends ohne Fernsehen, ohne Telefon, ohne Kontakt zu Menschen, ohne Internet und ohne Partner verbracht habe. Am Anfang war es sehr schwer, da es mir nicht leicht fiel, mich daran zu erinnern, dass ich früher lange Zeit alleine gewohnt habe und glücklich damit war.
Das Einzige, woran ich mich halten konnte, war die Zukunft, mein Job und die Freunde, die ich schon immer habe, die allerdings nicht gerade nebenan wohnen. Ich gebe zu, dass ich an manchen Abenden unter der Woche einiges an Alkohol brauchte, um in den Schlaf zu finden.
Mein Freund Cheggy half mir an einigen Wochenenden, die Einsamkeit zu überstehen und mich daran zu erinnern, wer ich bin. Und meine neue Freundin, der ich sehr viel zu verdanken habe und die mir sehr viel Kraft gibt. Wie war das noch gleich? – hinter jedem erfolgreichen Mann steckt eine starke Frau. So ist es.

Über meine Beziehungen habe ich so gut wie nie öffentlich geschrieben und ich werde es auch in Zukunft nicht tun. Aber eines kann ich frei sagen: DAS, was uns verbindet, habe ich in meinem gesamten Leben noch nicht gefühlt. Die Kraft, die wir uns gegenseitig geben und die Geschichten und Gedanken, die uns verbinden, sind einzigartig und fast fange ich an zu glauben, dass es so etwas wie Schicksal doch gibt.

Der Umzug an sich war ziemlich ernüchternd, weil ich durch die Unbequemlichkeit eines Umzuges mal wieder gemerkt habe, auf wen ich mich verlassen kann und auf wen eben nicht. Ich hatte mich nicht getäuscht: selbst meine Exfreundin war mir sehr behilflich, im Gegensatz zu Primaten, die sich „Kumpels“ genannt haben.
So war es auch, als mich die Freundin eines „Freundes“ per Email beleidigte und als Arschloch bezeichnete, weil ich mich nur melden würde, wenn ich Probleme hätte. Zufälligerweise habe ich einen Tag vorher noch mit eben diesem „Freund“ telefoniert und ihn gefragt, ob er nicht mal vorbei kommen will, da ich mangels fahrbaren Untersatzes keine Möglichkeit hatte ihn am Arsch der Welt zu besuchen.
Was dabei leider bei der ganzen Aktion vergessen wurde: ich weiß, was in den Köpfen eben derer vorgeht und ich weiß, wo ich stehe. Probleme habe ich immer irgendwie, so wie eben jener „Freund“, der sich immer empfangsbereit erklärt hat, wenn es ums Saufen, Labern und laut Musik hören ging. Das war es dann auch. Da keine Konfliktbereitschaft mehr bestand, ebenfalls von meiner Seite aus, weil es einfach zu kindisch ist, worum es da ging, hat sich das zerschlagen.

Bezeichnenderweise kann ich mich mit meinen alten Freunden unterhalten, worüber auch immer. Und so wie ich in jeder Situation für sie da bin und immer da sein werde, so sind auch sie für mich da, selbst wenn ich mich innerhalb eines Jahres nur dreimal melde und das, wenn ich irgendein Problem habe. Die Zeiten ändern sich, die Situationen und Einstellungen ändern sich. Das wissen meine Freunde, das weiß ich. Und so sind wir füreinander da. Egal, um welche Situation es sich handelt. Mehr muss dazu nicht gesagt werden.

Irgendwann, eigentlich ziemlich zeitnah und vielleicht sogar wegen dem Tod meiner Großmutter, kam der Bruch zwischen meinen Eltern und mir. Vielleicht beruht das Ganze auf gegenseitiger Verständnislosigkeit und purem Egoismus, vielleicht aufgrund der Vergangenheit, vielleicht, weil ich nicht mehr bereit bin immer nur „Ja“ zu sagen und es zu unbequem ist, wenn ich nicht so funktioniere, wie es vielleicht erwünscht ist.
Natürlich ist es unbequem an einem Tag 400 Kilometer zu fahren – hin und zurück. Andererseits fragt sich jeder, dem ich auf die Frage „und, wann haben Dich Deine Eltern das letzte mal besucht?“ antworte „gar nicht“, ob ich es ihnen nicht wert bin.
Warum sollte ich lügen und irgendwas erfinden? Ich sage, was ich denke, wenn ich danach gefragt werde. Und wenn ich mir überlege, dass ich im September 2008 Sechs Jahre in Hessen wohne, dann ist das schon ein verdammtes Armutszeugnis. Vor allem wenn ich mal nachrechne, wie oft ich in Essen war. Auch dem muss nicht mehr hinzugefügt werden. Nächstes Jahr werde ich Dreiunddreißig und so langsam bin ich bereit, irgendwann eine eigene Familie zu gründen, für die ich da sein werde. Für die ich sorge, die sich auf mich verlassen kann und denen ich etwas geben kann.

Die meisten, die mich kennen, kennen auch meine Einstellung. Fast wäre ich verheiratet gewesen, bald Sechs Jahre und Drei Monate. Fast wäre ich Vater geworden und mein Kind wäre mittlerweile kurz vor der Pubertät. Fast wäre ich Bruder geworden, und mein Geschwisterchen wäre jetzt bald Zwanzig. Was die Lebewesen angeht, sind dies Schicksalsschläge, natürlich. Was die Ehe angeht, habe ich rechtzeitig den Absprung geschafft. Auch wenn die Art und Weise nicht gerade fair war, so war es doch gut so und ich bereue nichts.

Ich war nie bereit eine Ehe einzugehen, wollte nie Kinder in die Welt setzen, nie eine Familie gründen. Doch ganz tief in meinem Herzen, und das wussten bis vor kurzem nur ganz wenige Menschen, habe auch ich diesen Traum. Und dahinter steckt sehr viel mehr, als es vielleicht für andere aussieht. Man könnte auch sagen: „drum prüfe, wer sich ewig bindet…“.
Dass ich es schaffen kann, ein zufriedenes Leben zu führen, meine Vergangenheit eben als diese zu belassen und mir selbst die Augen für die Zukunft zu öffnen, dass mir augenmerklich bewusst wurde, dass ich ALLES schaffen kann, wurde mir bewusst, als ich die letzte Rate für einen großen Fehler, den ich vor knapp 13 Jahren begangen habe, überwiesen habe.
Vielleicht gab es nicht viele Menschen, die daran geglaubt haben, dass ich es schaffe, aus den Schulden raus zu kommen, ich bin es auch noch nicht ganz – für den Rest fehlen mir noch ein paar Monate, aber die, die daran geglaubt haben, habe ich nicht enttäuscht. Vor allem aber mir selbst war ich es schuldig, dass ich mich immer wieder auf beide Beine stelle, meinen Mann stehe und den Problemen ins Gesicht sehe, wenn es auch nicht immer einfach war… 

So steht es auch mit dem Alkohol. Ich weiß, dass ich lethargisch bin und anfällig dafür, seine Probleme mit Alkohol zu ertränken und die Scheißegalmentalität an den Tag zu legen, bis ich irgendwann „aufwache“ und mich all den Problemen stellen muss.
Doch habe ich das nicht immer wieder getan?
Dahingehend kann einem keiner helfen, nur jeder sich selbst. Nicht nur deswegen habe ich meinen Alkoholkonsum auf ein drastisches minimiert: auf Null.
Ich kann nicht versprechen, dass ich nächste Woche rückfällig werde, mich hängen lasse, weil mir alles zu schwer und zu hart erscheint, mir ein paar Flaschen Wein und Bier rein ziehe und todtraurige Lieder schreibe. Natürlich kann ich das nicht versprechen.

Aber ich kann daran arbeiten und versprechen, dass ich immer wieder alles dafür tun werde, um an mir zu arbeiten. So wie ich mir immer wieder ins Bewusstsein rufe, wer ich bin, was ich habe und was ich aus meiner Kindheit gemacht habe; was ich aus der Scheiße gemacht habe, die ich selbst verzapft habe. Vielleicht ist das Leben eine Prüfung, wer weiß das schon…

Ich bin Atheist, das werde ich auch bleiben. Deswegen glaube ich nur an das Leben, das einem sinnlos erscheinen mag, so wie auch mir manchmal, und an die Liebe, die so wunderschön und frei sein kann, dass sie dem Ganzen eben doch einen Sinn gibt. Man kann sich zwar auf nichts verlassen, aber man kann es mitnehmen, genießen und das Beste daraus machen.

Hm, kein schlechter Vorsatz für das nächste Jahr…

Neben dem absoluten Highlight des Jahres, meiner wunderbaren, starken, faszinierenden und unerreicht schönen Frau, waren da noch Dinge wie eben o.g. letzte Rate, der VW-Bus – ein lang gehegter Traum, der uns in unserer Beziehung noch enger verbindet, das Bewusstsein darüber, dass ich wahre Freunde habe, männlich und weiblich (Danke Cheggy, Hübi und Anne) sowie viele alte Bekannte, sei es aus dem Internet oder privat, die mir treu geblieben sind und denen ich treu bleiben werde (auch wenn ich mich nicht immer gleich melde…), die Anerkennung in meinem Job und viele Stunden voller Musik, die mich immer und immer wieder fesseln, bestärken, aufbauen und unterstützen wird. Wie Bruce Springsteen in seinem Song „No Surrender“ bezeichnend singt: „We learned more from a three minute record, baby, than we ever learned in school“. Den Satz kann man diskutieren; man muss es aber nicht...

Mittlerweile kann ich mich also glücklich schätzen, dass ich mir trotz des Gefühlschaos eine Basis aufgebaut habe. Mal wieder… Diesmal allerdings eine andere als jemals zuvor. Ich kann alles schaffen, wenn ich will. Und wenn ich mich nicht selbst ins Aus schieße, könnte aus mir ein ganz normaler Kerl werden. Der Weg ist das Ziel und ich habe noch einige Wege vor mir, ich die bestreiten will. So wird 2008 für mich ereignisreich, dessen bin ich mir bewusst. Weil ich es selbst will und einige Dinge vorhabe. Auch wenn einige Dinge, die auf unsere Beziehung zukommen nicht einfach sein werden, so können wir es doch schaffen. Und das weden wir...

So, jetzt läuft von der DVD „Guantanamera“ in der Version der Hosen: „Cunt in a mirror“. Nettes Wortspiel. ;-) Mit dem Mammutprojekt Wäsche waschen, Wohnung aufräumen, Musik sehen und hören und nebenbei zu schreiben bin ich fertig und dem heimischen Silvesterabend steht nichts mehr im Wege. Es ist nicht das erste Mal, dass ich Silvester zu zweit feiere.
Ende 2001 haben Cheggy und ich uns bei Musik und guten Gesprächen richtig einen gegeben und ein paar Jahre zuvor habe ich mit einer Freundin zusammen gefeiert. Beides war in Ordnung, mit dem heutigen Abend allerdings nicht vergleichbar. 
Wenn ich ehrlich bin: ich habe nicht annähernd das Bedürfnis etwas anderes zu tun als heute zu zweit zuhause zu bleiben, das zu tun, worauf man Lust hat und auf die Feierei, die Sauferei und das für mich (heute wäre es jedenfalls so) gezwungene Zusammensitzen zu verzichten.

Es ist ein verdammt geiles Gefühl, 2007 mit guter Laune, Kraft, Zuversicht und glücklicher Liebe beenden und das nächste Jahr so zu beginnen.
Und wenn nach Mitternacht noch die letzten Raketen steigen, die Besoffenen ihren Weg nachhause suchen und das scheiß Fernsehprogramm seinen gewohnten Gang geht, werden wir bei Kerzenlicht „Because the night“ von Bruce Springsteen hören, gut essen und…
…uns auf die Zukunft freuen.

Trotz aller Erkenntnis und positiver Gedanken werde ich weiterhin so schreiben, wie ich es für richtig halte. Mag es verbittert oder negativ erscheinen - es ist mir egal.

Schöne und ernst gemeinte Grüße an dieser Stelle an die Familie. Auf dass 2008 uns allen etwas bringen mag.



Dienstag, 18.12.2007 ~ Nothing dies easy...

20:13, Tuesday 18 December 2007 0 Kommentare Link

Langsam schleicht es endlich dahin, dieses beschissene und doch interessante Jahr. Ein paar Tote (siehe www.traumtod.at - Blog, der - oder das, mir auch egal - Vorgängerblog), etliche private und persönliche Veränderungen (siehe ebenfalls den oder die Ex-Blog), seien es Trennung, neue Beziehung, neue Wohnung in einer neuen Stadt (siehe dem alten Blog), Zweitwagen oder Familienstress (man achte auf der Blog von früher...)...

Ironie hin oder her - es war wirklich ein Jahr, das es in sich hatte. Dachte ich vor einiger Zeit noch, dass "mein" Jahr 2000 Hardcore war, so war 2007 irgendwie... hm... Level 2.
Nicht, dass es nicht auch wunderschön gewesen wäre, zwischendurch – es war durchsäht mit negativen Highlights. Resümieren werde ich ein anderes mal, dafür sind mir die paar Minuten, die ich gerade habe, einfach zu kostbar und ich werde sie gleich noch auf meine Art und Weise nutzen.
Ich freue mich aufs kommende Wochenende, wenn auch das wieder mit Stress verbunden ist: Besuche im Ruhrpott, zwei Konzerte, Weihnachtsvorfreuden. Obwohl ich mit Weihnachten nie viel verbunden habe, als bekennender Nichtchrist. Trotzdem war es im Kreis der „Familie“ immer irgendwie schön. Wie ein „Nachhausekommen“. Das es jetzt nicht mehr geben wird.

Es war einfach wunderschön, meine Oma zu sehen, die sich liebevoll ums Weihnachtsessen gekümmert hat, die ganze Wohnung weihnachtlich gestaltete und uns ein schönes Fest bescheren wollte.
Am kommenden Wochenende werde ich sie mal wieder besuchen und ein Bier bei ihr trinken, ihr von dem Jahr erzählen, hoffen dass es ihr gut geht und ihr Blumen mitbringen.
Auf dem Friedhof.  

Es ist nicht einfach das zu tun, was ich gerade mache: seiner eigenen Familie den Rücken zu kehren. Aber eines ist gewiss: irgendwann ist jeder mal dran. Auch ich. Und ich tue das, was ich für richtig halte. Ein paar mal bin ich damit auf die Schnauze gefallen. Aber ist das nicht jeder?
Ist jeder ein Egoist, der das Recht einfordert, dass man für ihn ebenso da zu sein hat, wie man für andere da war? Ohne die ganzen schlauen Sprüche, die ich mir auch aufm Bahnhofsklo reinziehen kann?

Wie schon Tausendmal geschrieben und gesagt: ich bin froh und dankbar für die paar Freunde und Kumpels, die ich habe. Dankbar, dass ich eine Beziehung führen kann und endlich Aussicht auf das habe, was sich jeder Mensch wünscht: mit dem, was er ist und woran er wächst glücklich zu werden…



Montag, 12.12.2007 ~ Welcome to the jungle...

20:03, Monday 10 December 2007 0 Kommentare Link

Hallo,

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vorab zur Info:  

ab sofort werde ich hier alle Einträge des Blogs auf www.traumtod.at eintragen. Die Seiten werden abgespeckt, nicht nur aus finanziellen Gründen; ich brauche sie in der Form einfach nicht mehr. Das Tagebuch an sich (also diese Seite hier) wird über http://blog.traumtod.at erreichbar sein.

Das Alles hat auch den Vorteil, dass ich die Seiten bald leichter von unterwegs bearbeiten kann - Tagebucheinträge von irgendwo aus Deutschland, Skandinavien... oder wo immer es mich gerade hin zieht...
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Und nun zum eigentlichen Text...

Erst mal HALLO hier an alle...
Hier werde ich ab sofort meinen Senf loswerden: mein persönliches Tagebuch "frei Schnauze", irgendwann Reiseberichte, Fotos und sonstige Ergüsse, um mich frei zu schreiben. Die, die meine alten Seiten kennen wissen, dass es nur unter der Maxime "these words I write keep me from total madness..." läuft... Also werde ich hier einfach ganz normal weiter schreiben.

Was gibt's sonst "Neues" zu erzählen...
Die Arbeiten am VW Bus gehen emsig weiter. Von außen sieht er immer noch aus wie Sau, aber von innen nimmt der Ausbau so langsam Formen an. Die Bänke sind draußen, der Himmel komplett raus gerissen, der Boden ist gedämmt, Heck und Front werden heute von innen verkleidet. Die inneren Seitenverkleidungen habe ich bereits fertig bezogen... Ein wunderbarer Ausgleich zum Arbeitsleben.

Für alle die, die es interessiert - familiär ist der "Arsch ab". Es interessiert mich auch nicht mehr. Mein ganzes Leben habe ich immer wieder investiert und was kam zurück?
Nichts.
Außer ein paar Anschuldigungen. Es reicht ganz einfach.

Tatsächlich freue ich mich auf Weihnachten. Dieses Jahr gibt's an den Feiertagen keine Rennerei - vorher geht's zum Helge nach Mülheim und auf's New Model Army - Konzert, und zwischen Weihnachen und Neujahr besuche ich nach Jahren mal wieder eine alte Freundin. Ich freu mich drauf.

Nur ein Mensch wird mir dieses Jahr ganz besonders fehlen - meine Großmutter, die dieses Jahr gestorben ist. Die immer so war, wie eine Mutter sein sollte...



~°traumtod°~

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