give me something to believe in...

What I've done...

08:02, Friday 21 March 2008 0 Kommentare Link

Als erstes möchte ich mich mal für den Tipp auf „30 Seconds To Mars“ bedanken. Die beiden Alben, die ich jetzt besitze, sind meines Erachtens ein nicht zu verachtender Knaller. (Dass der Schauspieler Jared Leto bei der Band singt, wusste ich vorher nicht. So konnte ich mir ganz ohne Vorurteile die Scheiben reinziehen.)
Unter anderem ist das etwas bekanntere Stück „The Kill“ (Album: „A beautiful lie“) darauf zu hören, in dem für mich persönlich Phrasen mit harten Akkorden gepaart vorkommen, die mich innerlich zustimmend nicken lassen:

“Come, break me down
Bury me, bury me
I am finished with you
Look in my eyes
You're killing me, killing me
All I wanted was you” 

Wie in so vielen anderen Songs trifft auch hier eine Band genau meinen Nerv durch Text, Arrangement und einer Art „seichter Härte“.
Dies ist mal wieder ein Song, den ich schon selbst mehrmals im Leben erlebt habe. Und während ich mir die Alben und vor allem immer wieder hinter einander die richtig guten Stücke anhöre, räume ich meine Wohnung auf. Viel ist eigentlich nicht zu machen, außer Wäsche waschen, saugen und ein paar Zeitschriften wegwerfen. Aber irgendwie mache ich es gerne. Nebenbei kann ich ungestört meine Musik hören, nachdenken, immer mal wieder etwas schreiben und bin letztendlich froh, dass ich meine Ruhe habe. Das ist auf niemanden persönlich gemünzt. Ich bin nur einfach manchmal saugerne alleine und kümmere mich um meinen Kram. Nachher kann ich Unterlagen sortieren, CDs umsortieren, mir ein paar Kerzen anmachen, Gitarre spielen und darauf warten, dass es dunkel wird. Das geht alleine alles ganz fantastisch und es tut gut, einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
Manchmal allerdings kann man es auch mit den Worten von WIZO erklären (schade Jungs, dass es Euch nicht mehr gibt!):  

„Hin und wieder stelle ich fest
dass ich nicht mehr lachen kann
über Dinge, die ich früher lustig fand 

Hin und wieder merke ich auch
dass ich keinen Menschen brauch’
und lieber ganz alleine bin… 

…Wie ein Quadrat in einem Kreis
eck’ ich immer wieder an
obwohl ich doch schon lange weiß
dass ich niemals ändern kann
was sich niemals ändern wird
weil das Schlechte immer bleibt
und auch die Sonne wieder scheint
scheißegal was auch passiert“ 

Wenn es soweit ist, dann will ich alleine sein, weil ich von irgendwas oder irgendwem völlig entnervt und gestresst bin. So geht’s mir zum Beispiel heute. Trotzdem werde ich heute Abend zu einem Kumpel gehen, Musik machen, quatschen und ein paar Bier trinken. Morgen kommt Markus (galerie-ebersbach.de) vorbei und wir werden mal wieder so richtig über dies und das abrotzen; uns quasi die den Alltagsschmerz von der Seele reden. So werden wir also in den Ostersonntag starten. Und da wir beide äußert gläubige Menschen sind wird es uns verdammt schwer fallen, morgen nicht in die Kirche zu gehen…
Was sollte man auch sonst am Ostersonntag tun, wenn man so lebt wie wird.  

Wie jetzt so durch die Wohnung renne und ein paar Dinge erledige, höre ich „Snowy White & The White Flames“ mit “Time Has Come” und denke daran, wie erbärmlich ich hier vor einem knappen Jahr angefangen habe und was jetzt daraus geworden ist.

Jeden weiteren Monat bin ich stolz darauf und weiß, wie sehr sich alle Mühen bezahlt gemacht haben. In den nächsten zwei Wochen kommt eine, für mich unglaublich erhebende, Belohnung für die letzten Jahre. Was es ist? Ich werde es noch nicht verraten. Wahrscheinlich würde manch einer ungläubig den Kopf schütteln. Mir allerdings bedeutet es unglaublich viel.

In zwei Monaten lege ich mir eine neue Waschmaschine zu und vielleicht noch weitere Kleinigkeiten für die Wohnung, oder ich baue die Küche um. Stück für Stück geht es weiter. Immer weiter…

Wohin eigentlich? Um ein paar Kröten zu verdienen, ab und an mit Freunden einen trinken und die paar mal Tränen lachen und das meist über das Leben? Das Leben, was andere anstreben, scheint mir verwehrt zu bleiben. Ich bin nicht wirklich neidisch auf die ganzen Jungen Familien. Eher traurig, dass es bei mir nie funktioniert hat. Na ja, wer weiß. Noch bin ich nicht zu alt und auf dem besten Weg, ein halbwegs geregeltes Leben zu führen…

Abschließend werde ich mir noch „What I’ve Done“ von Linkin Park reinziehen und dabei ein Samstagnachmittagsbier aufmachen. Auch wenn erst Freitag ist… 

“So let mercy come
And wash away
What I’ve done

I'll face myself
To cross out what i’ve become
Erase myself
And let go of what i’ve done
 
For what I’ve done
I start again
And whatever pain may come
Today this ends
I’m forgiving what I’ve done...”

Frohe Ostern...


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