give me something to believe in...

"In der Schwebe"

16:00, Sunday 6 April 2008 0 Kommentare Link

Auf dem Rückweg vom geilen Grillabend im Regen (bei www.galerie-ebersbach.de -Oi-!) bin ich an einer – für die zukünftige Vergangenheit – nicht unwichtigen Stelle vorbei gekommen. Ich musste anhalten und erst mal bei „Temporary Peace“ von Anathema auf einen See starren… Für einen Moment tat es verdammt weh und ich dachte, es zerreißt mich innerlich.

Aber dann hat sich mal wieder etwas in mir gewehrt: ich werde niemals zulassen, dass mir irgendetwas oder irgendjemand „meine“ Musik nimmt. Also bin ich hinten zum Bus, hab mir ein ‚Konterbier’ geholt, „The Noose“ von A Perfect Circle eingelegt und aufgedreht…

(Nur ein scheiß Handyfoto...)

Der gestrige Abend war wie immer klasse; wie angedacht. Als man mir dann aber irgendwann zu fortgeschrittener Stunde eine Gitarre in die Hand drückte, wusste ich damit nicht mehr anzufangen, als ein paar Flamencoakkorde zu schreddern. Eins weiß ich allerdings – wenn ich die Kohle übrig hätte, würde ich mich die Bude von Markus (Oi!) als Wochenendresidenz mieten.
Freitags nach der Arbeit abhauen, bis Sonntag in der Hütte bleiben, Songs und Storys schreiben, Musik machen, grillen…

Bevor ich jetzt über das schreibe, was ich eigentlich los werden wollte (Liebe, Schmerz, verheiratete Frauen und Enttäuschungen, die einem richtig ein Pfund in die Fresse hauen) komme ich lieber vom Thema ab und schreibe über etwas anderes, sehr wichtiges.

Vor ein paar Jahren hat mir meine langjährige und beste Freundin Anne ein Gedicht gewidmet, was mich heute noch sehr berührt – „In der Schwebe“.
Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern (ein Sonntag) und daran, dass ich außer Bier, Wodka und einer Tüte Pommes nichts im Kühlschrank hatte, dass wir auf dem Bett lagen, ich die Gitarre in der Hand hielt, das Fenster auf war, ein seichter und warmer Wind durch das Fenster blies und wir einfach nur den Tag genossen…
Danke, Anne.

Anne Elberg
- In der Schwebe -

Abendluft
Durchs Fenster
Gitarrenspiel
Und fahles Licht

Kein Wort
Keine Fragen

Sorgen des Tages
Verschwinden
Weich in den
Kissen

Keine Eile
Kein Ziel

Spiel weiter
Lass uns noch
Eine Weile
Schweben

(Für S.)

Auch hier zu finden...
Danke dafür und Danke, dass Du wenigstens neben meinen Freunden immer zu mir gehalten hast. Alle anderen können uns da, wo die Sonne nicht hin scheint.

Ich Vollidiot denke manchmal, dass ich nichts aus meinen eigenen Geschichten gelernt habe. Das ist Quatsch, ich weiß... aber wenn ich mir ins Bewusstsein rufe, was ich dieses Jahr alles vor hatte und was letztendlich daraus geworden ist und wie ich mich vor genau einem Jahr gefühlt habe weiß ich, dass ich einen Fehler gemacht habe...
Ich habe mich auf etwas eingelassen von dem ich ganz genau wusste, dass es mir wieder ein Stück mehr aus dem Herz reißt. Ich wusste es. Und ich hatte Recht.
Leider.


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