give me something to believe in...

Fragile Dreams...

18:56, Mittwoch 4 Juni 2008 0 Kommentare Link

...Fragile Dreams... mal wieder Anathema. Warum auch nicht - ist einfach ein geiles Lied, das ich mir gerade beim aufräumen anhöre, bevor ich mit einem alten Freund telefonieren werde. Wie interessant...

Vorletztes Wochenende war ich in Oedt (Gemeinde Grefrath, keine 5.000 Einwohner, sehr schnuckelig...) und habe die Ausstellung meiner Familie angesehen und aufgesaugt (auch wenn es vielleicht nicht so aussah...).
Ganz ehrlich: das, was sie da aufgezogen haben, war wirklich klasse und es tat mir gut, dass mir gesagt wurde, dass meine Bilder und Fotos fehlen.
Gut, ich war bewusst nicht als Aussteller dabei. Aber ich weiß, dass ich beim nächsten Event 100%ig meinen Kram dort zeigen werde.
Und ganz davon ab hat es mir wieder einen Schub gegeben, selbst wieder mehr zu machen. Was es allerdings genau ist, werde ich vorerst nicht beschreiben. So brauch es mir nicht peinlich sein, wenn es nichts wird...



10:10, Samstag 24 Mai 2008 0 Kommentare Link

 Heute morgen werde ich wach, geh zur Toilette und sehe, dass aufm Klo ein Band von Shakespeare liegt. Das gibt mir zu denken... Okay, es war gestern spät - aber Shakespeare in der Nacht aufm Pott? Öhm... Ich war's nicht...

Heute geht's zu meiner Familie: http://www.oedter-fotoart.de/pnews/index.php?shownews=16. Ich bin relativ gespannt, was da abgeht, bzw. was sie in den letzten Jahren fabriziert haben. Die Buddenbrooks sind nix dagegen... ;-)

Ansonsten ist alles im "grünen Bereich". Der Bus nimmt weiter Form an und ich hätte nichts dagegen, viel Geld rein zu stecken. Wenn ich es denn nur hätte...



Nix.

15:41, Dienstag 13 Mai 2008 0 Kommentare Link

Kohle müsste man haben...
Klar, ich bin zufrieden mit dem, was ich habe. Aber letztendlich könnte es immer ein bisschen mehr sein. Wenn wir nicht zusammen geschmissen hätten, hätte ich mir die Tour in den Süden nicht leisten können.

Allerdings war das letzte Wochenende auch ohne Geld nicht übel. Fahrrad fahren, grillen, an den Autos rum fummeln und letztendlich nicht wirklich etwas tun. Es ist ganz gut, dass ich Zeit zum nachdenken hatte. Nachdem ich mich dann noch durch diverse Tagebücher von Bekannten gelesen hatte, war mir wieder klar, warum ich ab und zu gerne alleine bin.

Vielleicht würde ich sofort abhauen, wenn mir jemand die Gelegenheit geben würde im Ausland zu arbeiten. Nicht überall... aber ein paar Länder würden mich schon reizen. Besonders viel hält mich eh nicht in Deutschland.
Alles eine Frage der Zeit. Die wird es zeigen...



Rollin'

10:34, Sonntag 11 Mai 2008 0 Kommentare Link

Was für ein herrliches Wetter....
Neben der üblichen Grillerei, den abendlichen Treffen und ein wenig Arbeit habe ich bis jetzt die Zeit damit verbracht, neue Leitungen im Bus zu legen, ein paar Dinge für den weiteren Umbau vorzubereiten und Kleinigkeiten zu erledigen, die im Falle einer unverhofften Liquidität ein schnelleres Vorankommen gewährleisten... ;-)

Wäre ich flüssiger, würde ich mir sofort wieder eine dicke Spiegelreflex zulegen, ein paar Freunde aktivieren, die zwei - drei Tage beim Umbau mithelfen und dann mit ihnen irgendwo hin fahren.
So wie eben letztes Wochenende zur Zugspitze.

Ich gebe zu, dass es mir mehr Spaß gemacht hat morgens aufzuwachen (außer letzten Sonntag von der Polizei geweckt zu werden...), direkt die Natur vor Augen zu haben, Eier auf einem Gaskocher zu braten und lauwarmen, aber frischen, Kaffee zu trinken, als im Hotelzimmer wach zu werden und morgens zwischen zig Leuten Frühstück zu mir zu nehmen.

Ich brauche nicht mehr als die Freiheit, die ich da hatte und ich bin froh und glücklich, dass ich die Entscheidung getroffen habe, mir endlich einen Bus zuzulegen. Genauso glücklich bin ich über die Tatsache, dass meine Frau mit zieht und es genau so genießt.

Irgendwann schreibe ich meinen ersten Tagebucheintrag per Laptop aus Dänemark, Skandinavien oder sonst wo. Und sei es nur von einem Kurztrip...



Rock'n'Roll...

11:07, Donnerstag 8 Mai 2008 0 Kommentare Link

Am Wochenende abzuhauen war die beste Idee seit langem. Freitag Abend ging's spontan mit drei Leuten los - Richtung Zugspitze. Einfach durch die Nacht fahren, Musik hören und alles an sich vorbei ziehen zu lassen war einfach fantastisch und wahrscheinlich genau das, was wir alle gebraucht haben.

Als ich nach fünf Stunden zu müde war um weiter zu fahren, schlief mein Baby auf der Rückbank, mein Kumpel fuhr den Bus weiter und ich saß auf dem Beifahrersitz, nahm mir ein Bier und sah den Lichtern der Scheinwerfer zu, wie sich sich langsam durch die Nacht bewegten. Es war einfach nur klasse. Befreiend.

Das Wetter war perfekt, und die Stimmung - trotz keinen drei Stunden Schlaf - klasse.
Tja, und jetzt ist schon wieder fast Wochenende und man kommt zu nichts...

 

Alles wird gut...



Rückenwind...

09:53, Freitag 2 Mai 2008 0 Kommentare Link

Ich sag nur soviel: zwei Tage Kurzurlaub ohne Arbeit, Internet, Telefon... :-)
Nur mit Bus, Campingkocher, Gitarre und meinem Baby. Einfach mal weg. Trotz der Spritpreise. Scheiß drauf. Man gönnt sich ja sonst nichts.



Phase 2...

10:04, Dienstag 29 April 2008 0 Kommentare Link

Es geht voran... Mittlerweile ist der Bus schwarz - weitere Veränderungen folgen... Time is cash...



The evil that men do...

07:46, Freitag 25 April 2008 0 Kommentare Link

Es ist soweit: der grüne Bus lässte seine Farbe (Gott sei Dank!). Ab nächste Woche ist er komplett mattschwarz... Bis dahin werde ich auch nicht viel schreiben können. Aber dafür stehen mal wieder Veröffentlichungen an, über die ich mich sehr freue.

Schönes Wochenende und Glück auf... ;-)

 



It's been a while...

16:05, Montag 21 April 2008 0 Kommentare Link

Die nächsten zwei, drei, vier Tage werden ruhig in Sachen Internet. An erster Stelle steht Beziehungspflege, es wird weiter an den Autos geschraubt, ich mache mit ein paar Jungs immer noch Holz im Wald und muss arbeiten wie ein Bescheuerter...
Aber all das hat etwas Gutes: es geht voran...

Auf den Weg in die Zukunft. Ich habe ein großes Ziel vor Augen.



Telling Stories...

17:53, Dienstag 15 April 2008 0 Kommentare Link

Man, was geht mir Art und Weise mancher Menschen auf die Eier = wer keine eigenen Probleme hat, der mischt sich in die anderer Leute ein. Oder versucht von seinen abzulenken...
(Was Du jetzt aber nicht weißt ist, dass Du ziemlich bald ziemlich blöd da stehen wirst. Eigentlich schade, dass mir Schadenfreude am Arsch vorbei geht...)
Wart's einfach ab. Wenn es soweit ist dann weißt Du, dass Du gemeinst bist. Kleiner Tipp am Rande: Du bist eine Frau (bzw. tust so, als ob Du eine wärst...).

Nebenbei höre ich "Telling Stories" von Tracy Chapman und bereite mich darauf vor, dass ich heute Nacht nicht zuhause pennen werde.
Die Woche ist und wird weiterhin hart - ergo: früh ins Bett...

;o)



A love like blood...

21:15, Sonntag 13 April 2008 0 Kommentare Link

"'til the fearless come and the act is done
A love like blood, a love like blood..."

Was für ein geiler alter Song von Killing Joke (dürfte der bekannteste Song sein, den Markus und ich gestern ausgekramt haben...)  Die alten Sachen erinnern einen immer so schön an die Vergangenheit...
Das Wochenende war das beste seit langem. Es geht mir wieder gut. Sehr gut. Sehr viel besser als in den letzten Tagen... Ich kann meine alten Pläne wieder aufnehmen und versuchen, dem Glück ein Stück weit mehr die Hand zu reichen. Allerdings hat dies für die Öffentlichkeit uninteressant zu sein....

Gestern war ich mal wieder beim Kumpel im Wald (Oi!) und ein paar Bier vernichten, Musik hören und über allen möglichen Kram labern. War klasse, wie immer. Man muss für nichts Rechenschaft ablegen und kann einfach mal einen Abend abrotzen. Zum Schluß gab's ein paar Videos vom unvergleichlichen Tom Waits, leichte Pläne für den Umbau vom Bus und das übliche Suchen nach der Zukunft. Wie gesagt - es war gut. Wie immer.

Für heute reicht's. Ich bin müde vom Wochenende. Aber seit langem mal wieder zufrieden. Carpe diem.


Andy Mc Kee. Fantastisch. Immer wieder... 



Give me something to believe in...

18:39, Mittwoch 9 April 2008 0 Kommentare Link

Auf www.nin.com gibt es neue Songs von Nine Inch Nails zum kostenlosen Download (Danke Stefan für den Tipp! - Ich kam heute noch nicht zum antworten...) - ansonsten hänge ich durch. Es kostet mich viel Kraft, mir meine Favoriten von New Model Army anzuhören, weil mich jeder Song an mein letztes Konzert erinnert, bei dem ich einfach nur glücklich war.

Einiges von meinem Inneren wird so schnell nicht wieder kommen. Mein Jahr 2000 hat ein Revival. Bis auf den Unterschied, dass ich keine Dummheiten wie eben im besagten Jahr veranstalte.

Eigentlich wollte ich so vieles schreiben: über Frühstück auf dem Balkon, über Fernsehen im Bett, über griechisches Essen und der "alten Eiche" (ein Insider), über geschrieben Lieder und kleine Aufmerksamkeiten, aber ich bin leer. Heute habe ich nichts mehr zu sagen.



"In der Schwebe"

17:00, Sonntag 6 April 2008 0 Kommentare Link

Auf dem Rückweg vom geilen Grillabend im Regen (bei www.galerie-ebersbach.de -Oi-!) bin ich an einer – für die zukünftige Vergangenheit – nicht unwichtigen Stelle vorbei gekommen. Ich musste anhalten und erst mal bei „Temporary Peace“ von Anathema auf einen See starren… Für einen Moment tat es verdammt weh und ich dachte, es zerreißt mich innerlich.

Aber dann hat sich mal wieder etwas in mir gewehrt: ich werde niemals zulassen, dass mir irgendetwas oder irgendjemand „meine“ Musik nimmt. Also bin ich hinten zum Bus, hab mir ein ‚Konterbier’ geholt, „The Noose“ von A Perfect Circle eingelegt und aufgedreht…

(Nur ein scheiß Handyfoto...)

Der gestrige Abend war wie immer klasse; wie angedacht. Als man mir dann aber irgendwann zu fortgeschrittener Stunde eine Gitarre in die Hand drückte, wusste ich damit nicht mehr anzufangen, als ein paar Flamencoakkorde zu schreddern. Eins weiß ich allerdings – wenn ich die Kohle übrig hätte, würde ich mich die Bude von Markus (Oi!) als Wochenendresidenz mieten.
Freitags nach der Arbeit abhauen, bis Sonntag in der Hütte bleiben, Songs und Storys schreiben, Musik machen, grillen…

Bevor ich jetzt über das schreibe, was ich eigentlich los werden wollte (Liebe, Schmerz, verheiratete Frauen und Enttäuschungen, die einem richtig ein Pfund in die Fresse hauen) komme ich lieber vom Thema ab und schreibe über etwas anderes, sehr wichtiges.

Vor ein paar Jahren hat mir meine langjährige und beste Freundin Anne ein Gedicht gewidmet, was mich heute noch sehr berührt – „In der Schwebe“.
Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern (ein Sonntag) und daran, dass ich außer Bier, Wodka und einer Tüte Pommes nichts im Kühlschrank hatte, dass wir auf dem Bett lagen, ich die Gitarre in der Hand hielt, das Fenster auf war, ein seichter und warmer Wind durch das Fenster blies und wir einfach nur den Tag genossen…
Danke, Anne.

Anne Elberg
- In der Schwebe -

Abendluft
Durchs Fenster
Gitarrenspiel
Und fahles Licht

Kein Wort
Keine Fragen

Sorgen des Tages
Verschwinden
Weich in den
Kissen

Keine Eile
Kein Ziel

Spiel weiter
Lass uns noch
Eine Weile
Schweben

(Für S.)

Auch hier zu finden...
Danke dafür und Danke, dass Du wenigstens neben meinen Freunden immer zu mir gehalten hast. Alle anderen können uns da, wo die Sonne nicht hin scheint.

Ich Vollidiot denke manchmal, dass ich nichts aus meinen eigenen Geschichten gelernt habe. Das ist Quatsch, ich weiß... aber wenn ich mir ins Bewusstsein rufe, was ich dieses Jahr alles vor hatte und was letztendlich daraus geworden ist und wie ich mich vor genau einem Jahr gefühlt habe weiß ich, dass ich einen Fehler gemacht habe...
Ich habe mich auf etwas eingelassen von dem ich ganz genau wusste, dass es mir wieder ein Stück mehr aus dem Herz reißt. Ich wusste es. Und ich hatte Recht.
Leider.



Wenn du durchhängst...

16:48, Samstag 5 April 2008 0 Kommentare Link

Tja, wer hätte gedacht, dass ich mal wieder etwas „poppiges“ gut finde? Ein Freund von mir und ich haben beschlossen, dass „Wenn du durchhängst“ von Udo Lindenberg unser Lied ist. Gerade in der momentanen Situation und meiner Verfassung wird mir wieder mal bewusst, wie wichtig Freunde sind. Es ist so wie ich es vor 15 Jahren schon gesagt habe: du kannst dich auf eine Beziehung nicht verlassen. Nicht mal in einer Ehe. Leider. Aber auf wahre Freunde kannst du dich ein Leben lang verlassen.

Ja, das ist definitiv traurig.

Und weil es eben so ist und mir die Realität momentan nicht leicht fällt, treffe ich mich jetzt ein paar Jungs und wir werden wenigstens für ein paar Stunden vergessen. Mit Ansage…

 Dumm nur, dass morgen alles wieder so aussieht wie sonst auch immer.



Protect...

15:26, Donnerstag 3 April 2008 0 Kommentare Link

Das musste mal gesagt werden...
Auch zu finden unter: http://www.youtube.com/watch?v=_NYKk9K_--k
Mittlerweile schon einige Jahre alt, das Teil.
Gruß an Dich, Briel. ;-)

PS.: www.traumtod.at ist wieder online.



A strange kind of love...

22:22, Mittwoch 2 April 2008 0 Kommentare Link

Ewigkeiten habe ich überlegt, woher ich Peter Murphy kenne. Jetzt gerade kam ich während eines Telefonates mit meinem alten Freund Cheggy drauf: Bahaus. Oh man... Hirn weg, Herz tot.
Jedenfalls passt sein Song "A strange kind of love"  (natürlich lieber in der akustischen Version) wie Faust auf's Auge. Lustigerweise tut's "Fairytale gone bad" von Sunrise Avenue auch...
Oder noch anders: ich stehe dem Transfermarkt also wieder komplett zur Verfügung...

Letztes Wochenende war ich übrigens in Münster und habe eine alte (meine beste) Freundin besucht. Das wir fünf Flaschen Wein getrunken haben sollte ich vielleicht nicht erwähnen. Aber es ist mir auch egal. Es war jedenfalls - wie erwartet - fantastisch. Gut, dass meine Geschenke für die Kinder nicht ganz passend waren habe ich mir schon gedacht. Aber trotzdem war der Tag fantastisch. Wenn alles klappt, dann fahre ich im Sommer mit einen paar Jungs wieder hin - wir pennen dann im VW-Bus, spielen beim Grillen ein paar Songs und verbringen ein, zwei schöne Tage.

Dann kam der Sonntag und mit einem mal zogen ein paar Erinnerungen, Erfahrungen und die komplette tragikkomische Vergangenheit in bestimmten Situationen an mir vorbei. Ich werde nicht erzählen, wie weit es ging. Dafür müssen meine Freunde herhalten...

Ich kann nur eines noch dazu sagen: ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich irgendwann mal alles zum Guten für meine Freunde und mich wendet. Bis dahin wird in Zukunft wieder einiges passieren...

A strange kind of love. Da kenn' ich mich aus.
Rock 'n Roll.

PS.: die Webseite (www.traumtod.at) läuft in den nächsten Tagen wieder ganz normal.



Etwas aus der Parallelwelt...

13:38, Samstag 22 Mrz 2008 0 Kommentare Link

Ab und an kann ich Menschen verstehen, die sich durch den Verlust eines geliebten Menschen völlig gehen lassen, sich nicht mehr rasieren und anfangen zu saufen.
Wichtig ist natürlich, dass man irgendwann wieder wach wird und aufsteht. Mir ging es ab und an ähnlich: ich habe mich verkrochen und für einige Zeit einen Schnitt mit der Außenwelt gemacht. Niemand hat gemerkt, dass ich innerlich zerrissen war und ich war froh, dass ich mit niemandem darüber sprechen musste. Nicht, weil ich nicht gekonnt hätte, sondern weil eh kaum jemand verstanden hätte, worum es wirklich geht.
Momentan ist es so, dass ich wieder mehr schreibe. Auch in diesem Tagebuch. Wer einwenig darüber nachdenkt wir darauf kommen, warum das so ist… 

Heute kam der Brief, der für mich eine „Belohnung“ sondergleichen ist, wie gestern schon angedeutet. Ab April habe ich wieder einen Telefonanschluss sowie DSL. Das mag für manch einen unverständlich klingen, aber wer selbst schon mal in der Situation war, dass er aufgrund der Schufaeinträge, die er sich selbst zuzuschreiben hat, nirgendwo irgendetwas bekommt, kein bisschen kreditwürdig ist und die Telefongesellschaften sich weigern einen Anschluss zu legen, wird wissen, was ich meine. Man fühlt sich völlig ausgegrenzt und abgestoßen. Als wäre man ein Nichts und gehöre nicht in diese Gesellschaft. Danach folgt eigentlich nur noch die Obdachlosigkeit, wenn man nicht mal genug Geld hat, um sich eine Wohnung zu mieten. Geld von der Bank kann man sich auch keines leihen, weil man a) eben so viele Schulden hat, dass die Schufa einem einen Strich durch die Rechnung macht und b) wenn man arbeitslos ist, gibt einem eh keiner einen Kredit. So ging es mir auch vor ein paar Jahren, als ich knapp drei Monate bei einem meiner besten Freunde gepennt habe. Es war eine beschissene Zeit.
Und trotzdem bin ich dankbar. Hilfe aus der Familie habe ich abgelehnt, aus verschiedenen Gründen und Hintergründen. Davon abgesehen wusste auch niemand, wie es mir wirklich geht.  

Mag sich bescheuert anhören, aber es war eine wichtige Lektion, die mich für gewissen Dinge sensibilisiert hat. Zum Beispiel keine undurchdachten Entscheidungen zu treffen. Mit Bedacht an bestimmte Situationen ran gehen, seien es finanzielle Dinge, seien es Beziehungen, oder Kleinigkeiten wie das Essen vom Griechen, wo man sich das Geld doch besser sparen könnte.

Früher hat mich Geld überhaupt nicht interessiert. Entweder hatte ich welches, oder ich hatte keines. Es war immer eine kleine Belastung, aber ich konnte so leben. Heute ist für mich schon wichtig, dass ich finanziellen Rückhalt habe. Noch bin ich selbst im Aufbaustadium, aber genau das ist es auch, worum es geht: immer an sich selbst arbeiten. Das haben mich die letzten Jahre gelehrt.
Natürlich habe ich viel Mist gebaut und mir selbst Steine in den Weg gelegt, aber ich bin nicht mehr so wie vor drei, vier, sieben oder fünfzehn Jahren. Stillstand ist der Tod. Wenn auch nur ein geistiger.

Früher wollte ich nicht heiraten, keine Kinder bekommen. Ich fand es – auch wenn es politisch völlig inkorrekt sein mag – verantwortungslos, wenn jemand Kinder in die Welt setzt. Heute muss ich darüber schmunzeln, weil ich es mir mittlerweile selbst vorstellen kann. Nicht zwanghaft, weil ich jetzt über Dreißig bin, sondern weil ich nach all den Jahren voller Verzweiflung, Wut, Zerbrechen und wieder zusammen flicken so weit bin: ich könnte mich um meine Familie kümmern und es wäre das größte Geschenk, wenn es soweit kommen würde. Ob es jemals so sein wird, steht auf einem anderen Blatt.

Ich bin auch nicht mehr so verbittert, wie ich es mal war. Natürlich kotzen mich ein paar Dinge und manche Menschen immer noch an, aber ich habe begriffen, dass man gewisse Dinge nicht ändern kann und sie einfach hinnehmen muss. Das gelingt mir nicht immer, aber meistens.

Wenn ich darüber nachdenke, dann weiß ich, dass ich sogar versuchen würde mit dem Rauchen aufzuhören. Nicht nur wegen der Gesundheit des Kindes, sondern weil ich meinem Kind ein Vorbild sein will. Behutsam, bedacht, stark, mit Blick nach vorn und großem Herz, musikalisch, lustig, weltoffen und mit der Gewissheit, dass man alles schaffen kann, wenn man es wirklich will.

Ich glaube, ich würde meinem Kind erst alles über mein Leben erzählen, wenn es weit über zwanzig ist. Dann wäre ich über fünfzig Jahre alt… oh Gott…

Na ja, das war jetzt alles aus der Melancholie bei Regen an einem Samstagnachmittages heraus. Hauptsache, Schalke gewinnt heute. ;-)



What I've done...

08:02, Freitag 21 Mrz 2008 0 Kommentare Link

Als erstes möchte ich mich mal für den Tipp auf „30 Seconds To Mars“ bedanken. Die beiden Alben, die ich jetzt besitze, sind meines Erachtens ein nicht zu verachtender Knaller. (Dass der Schauspieler Jared Leto bei der Band singt, wusste ich vorher nicht. So konnte ich mir ganz ohne Vorurteile die Scheiben reinziehen.)
Unter anderem ist das etwas bekanntere Stück „The Kill“ (Album: „A beautiful lie“) darauf zu hören, in dem für mich persönlich Phrasen mit harten Akkorden gepaart vorkommen, die mich innerlich zustimmend nicken lassen:

“Come, break me down
Bury me, bury me
I am finished with you
Look in my eyes
You're killing me, killing me
All I wanted was you” 

Wie in so vielen anderen Songs trifft auch hier eine Band genau meinen Nerv durch Text, Arrangement und einer Art „seichter Härte“.
Dies ist mal wieder ein Song, den ich schon selbst mehrmals im Leben erlebt habe. Und während ich mir die Alben und vor allem immer wieder hinter einander die richtig guten Stücke anhöre, räume ich meine Wohnung auf. Viel ist eigentlich nicht zu machen, außer Wäsche waschen, saugen und ein paar Zeitschriften wegwerfen. Aber irgendwie mache ich es gerne. Nebenbei kann ich ungestört meine Musik hören, nachdenken, immer mal wieder etwas schreiben und bin letztendlich froh, dass ich meine Ruhe habe. Das ist auf niemanden persönlich gemünzt. Ich bin nur einfach manchmal saugerne alleine und kümmere mich um meinen Kram. Nachher kann ich Unterlagen sortieren, CDs umsortieren, mir ein paar Kerzen anmachen, Gitarre spielen und darauf warten, dass es dunkel wird. Das geht alleine alles ganz fantastisch und es tut gut, einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
Manchmal allerdings kann man es auch mit den Worten von WIZO erklären (schade Jungs, dass es Euch nicht mehr gibt!):  

„Hin und wieder stelle ich fest
dass ich nicht mehr lachen kann
über Dinge, die ich früher lustig fand 

Hin und wieder merke ich auch
dass ich keinen Menschen brauch’
und lieber ganz alleine bin… 

…Wie ein Quadrat in einem Kreis
eck’ ich immer wieder an
obwohl ich doch schon lange weiß
dass ich niemals ändern kann
was sich niemals ändern wird
weil das Schlechte immer bleibt
und auch die Sonne wieder scheint
scheißegal was auch passiert“ 

Wenn es soweit ist, dann will ich alleine sein, weil ich von irgendwas oder irgendwem völlig entnervt und gestresst bin. So geht’s mir zum Beispiel heute. Trotzdem werde ich heute Abend zu einem Kumpel gehen, Musik machen, quatschen und ein paar Bier trinken. Morgen kommt Markus (galerie-ebersbach.de) vorbei und wir werden mal wieder so richtig über dies und das abrotzen; uns quasi die den Alltagsschmerz von der Seele reden. So werden wir also in den Ostersonntag starten. Und da wir beide äußert gläubige Menschen sind wird es uns verdammt schwer fallen, morgen nicht in die Kirche zu gehen…
Was sollte man auch sonst am Ostersonntag tun, wenn man so lebt wie wird.  

Wie jetzt so durch die Wohnung renne und ein paar Dinge erledige, höre ich „Snowy White & The White Flames“ mit “Time Has Come” und denke daran, wie erbärmlich ich hier vor einem knappen Jahr angefangen habe und was jetzt daraus geworden ist.

Jeden weiteren Monat bin ich stolz darauf und weiß, wie sehr sich alle Mühen bezahlt gemacht haben. In den nächsten zwei Wochen kommt eine, für mich unglaublich erhebende, Belohnung für die letzten Jahre. Was es ist? Ich werde es noch nicht verraten. Wahrscheinlich würde manch einer ungläubig den Kopf schütteln. Mir allerdings bedeutet es unglaublich viel.

In zwei Monaten lege ich mir eine neue Waschmaschine zu und vielleicht noch weitere Kleinigkeiten für die Wohnung, oder ich baue die Küche um. Stück für Stück geht es weiter. Immer weiter…

Wohin eigentlich? Um ein paar Kröten zu verdienen, ab und an mit Freunden einen trinken und die paar mal Tränen lachen und das meist über das Leben? Das Leben, was andere anstreben, scheint mir verwehrt zu bleiben. Ich bin nicht wirklich neidisch auf die ganzen Jungen Familien. Eher traurig, dass es bei mir nie funktioniert hat. Na ja, wer weiß. Noch bin ich nicht zu alt und auf dem besten Weg, ein halbwegs geregeltes Leben zu führen…

Abschließend werde ich mir noch „What I’ve Done“ von Linkin Park reinziehen und dabei ein Samstagnachmittagsbier aufmachen. Auch wenn erst Freitag ist… 

“So let mercy come
And wash away
What I’ve done

I'll face myself
To cross out what i’ve become
Erase myself
And let go of what i’ve done
 
For what I’ve done
I start again
And whatever pain may come
Today this ends
I’m forgiving what I’ve done...”

Frohe Ostern...



Walk the line…

21:05, Mittwoch 19 Mrz 2008 0 Kommentare Link

Vielleicht ist es einerseits anmaßend, einige Ausschnitte seines Lebens mit meinem zu vergleichen, aber ich glaube, dass es andererseits einigen anderen Menschen ebenso geht: eine der Seiten, die auch Johnny Cash in sich trug, tragen viele in sich.
Sei es die verzweifelte Liebe, die Hingabe, der Süchtige - oder der einsame Mensch, der - trotz tausenden von Leuten um sich - alleine mit sich selbst umzugehen versucht.
Was mich allerdings immer fast zu Tränen rührt ist die Tatsache, dass Johnny Cash nach seinem Antrag und der Heirat mit June Carter bis zu seinem Tod mit ihr verheiratet war. 

DAS sind Liebesgeschichten! 35 Jahre… nach Drogen, Alkohol, Pillen und Absturz und eine Frau, die das alles miterlebt und ihn dann trotzdem (oder erst recht DANN/danach?) zum Mann genommen hat.
Das wünscht sich jeder, der nicht völlig weich in der Birne ist…

Vor sechzehn Jahren habe ich schon gewusst, dass ich irgendwann eine eigene Familie haben will; darüber gesprochen habe ich selten und zugegeben habe ich es so gut wie nie.
Die Ereignisse in den folgenden sechzehn Jahren haben sich manchmal überschlagen und es ist gut, dass in der Zwischenzeit ein paar Dinge passiert (und nicht passiert) sind, über die ich nie – öffentlich – reden werde (und ein paar Dinge, über die ich doch geredet habe, und die Fässer los getreten haben…)

Einer der Song, der gerade läuft -  „Birthday Massacre – Red Stars“
Reim’ dich – oder ich krich dich…
Hm…
Von mir aus…  

Schon okay, aber auf Dauer dann doch lieber Klamotten wie Porcupine Tree“ mit Songs wie - „Way Out Of Here“.
Oder „Fear of a blank planet“.  

Nur so als Tipp: bei youtube.com bekommt man sie alle kostenlos, wenn man sich ein bisschen mit google beschäftigt...
 

Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass es mir scheißegal ist, was irgendjemand über mich sagt oder denkt; Vergangenheit hin und/oder her. Es interessiert mich einfach nicht.
Ich mach’ meinen Scheißkram und es klappt verdammt gut. Selbst die Schufa kennt meinen Namen fast nicht mehr.
Und die Leute, die Schufa nicht mal schreiben können, denen wünsche ich, dass sie selbst mal ihre rechte Gesichtshälfte in die Scheiße halten… 



Death Cab For Cutie...

23:37, Dienstag 11 Mrz 2008 0 Kommentare Link

In den letzten Tagen hab ich mich mal wieder damit beschäftigt, Songs von MiniDisc auf meinen Laptop zu ziehen. Und siehe da, ab und an kommen mal wieder kleine Nettigkeiten zutage. Wie beispielsweise die Band "Death Cab For Cutie" mit ihren Alben "Plans" und "Transatlanticsicm". Auf letzterem gefällt mir besonders der Opener: "The New Year". Soviel dazu...
Da ich noch einige MD's hier rumfliegen habe, die ich seit Ewigkeiten nicht mehr gehört habe, könnten sich an Abenden wie heutebeispielsweise - wenn ich die Klingel ausstelle und für niemanden zu sprechen sein will - einige neue bzw. alte Schätzchen auftun. Ich werde berichten...

Vorgestern Abend habe ich, entgegen meinen eigentlichen Gepflogenheiten, ca. drei Stunden telefoniert. Mit einer fantastischen Frau und mit zwei Freunden. War kreativ anregend, lustig, auskotzend und einfach nur gut. So telefoniere ich gerne. Im Endeffekt wurde ich mir darüber im klaren, dass es mir zur Zeit wirklich nicht schlecht geht.

Klar, ein paar Dinge stören schon irgendwie und schwirren oft in meinen Hirnwindungen umher. Ab und an fehlt mir meine Oma wie niemand anderer und es tut immer noch verdammt weh. Dann bin ich entnervt von einigen Leuten... Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Jetzt, wo die Wohnung eigentlich komplett fertig ist, könnte ich anfangen umzubauen...

Heute Abend werde ich mich mal wieder dem Schreiben von Emails und dem Hören von Musik widmen - bei Kerzenlicht, einer Flasche Wein und eben guter Musik. Vielleicht schnapp ich mir auch selbst wieder die Klampfe und versuche die Impressionen, die ich gestern beim Musikmachen bei einem Kumpel im Garten hatte, auf Papier zu bringen. Jedenfalls werde ich telefonisch nur für einen Menschen erreichbar sein. Die Klingel stelle ich komplett ab.
Das Problem ist nur, dass ich noch einkaufen muss und mir jetzt schon der Hals schwillt, wenn ich nur an die Vollpfosten denke, die vor mir an der Kasse stehen werden...

Na ja, vorher gehe ich noch mit ein paar Arbeitskollegen bowlen. Das regt ab... Ansonsten gibt's nichts neues.

In diesem Sinne -
Prost, der



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