give me something to believe in...

Musikalische Streifzüge...

15:01, Sunday 9 March 2008 0 Kommentare Link

Das war’s schon fast wieder mit dem Wochenende. Obwohl ich eigentlich heute noch zu einem Freund in die Gartenhütte will (ein paar Bier trinken und Musik machen), nervt es doch irgendwie immer wieder, dass die Wochenenden so kurz sind.  
Viel mehr als eine Stereoanlage aufbauen, Musik zu sortieren, Fingerübungen an der Klampfe hinter mich zu bringen und jetzt vor dem Laptop zu sitzen um ein Lied zu komponieren war eigentlich nicht drin.
Okay, wir haben uns letzte Nacht noch zwei Filme angesehen. Dafür war die Nacht umso kürzer. Und ich habe eine Pflanze umgetopft, die unter ein paar dummen Umständen sehr gelitten hat. Wenn man schon etwas aus der Hand gibt sollte man darauf achten, dass es in die richtigen Hänge gelangt. Aber – darüber rege ich mich nicht auf. Manche sind einfach zu blöd, um irgendwas sachgemäß zu behandeln. Als ich klein war, war ich auch nicht anders. Nur: ich bin gewachsen… 

Musikalisch habe ich das Wochenende mit Bands wie „Morian“ (klasse!) und „Tiger Army“ (noch besser!) verbracht und war (und bin immer noch) froh, dass man immer noch ein paar „Schätzchen“ im Regal stehen hat, die man noch nicht durchgehört hat und die einen angenehm überraschen. Wie beispielsweise die Band „Unjust“ mit ihrem Album: „Glow“.
Normalerweise höre ich mir Alben immer komplett an, auch wenn es teilweise schwer fällt. Je nach Muße kann es durchaus sein, dass das Reinhören zu anstrengend ist. So ging es mir Anfangs mit dem Album „Zeitgeist“ von den Smashing Pumpkins.
Zugegeben, ich bin bei dieser Scheibe immer noch nicht drin. Dafür bedeuten mir die alten Alben zuviel und mit seinem Projekt „Zwan“ hat mich Billy Corgan nicht sonderlich überzeugt.  

Zurück zu „Unjust“…
Wenn ich mich recht erinnere war es bei diesem Album so, dass ich es mir vor ein paar Monaten zugelegt hatte und den Opener so wie den folgenden Song absolut klasse fand. Allerdings hatte ich keine Lust mich selbst zu enttäuschen und dem ein paar schlechte Songs folgen zu lassen. Wahrscheinlich war es ein schlechter Tag.
Also habe ich mir beim Aufräumen damals immer nur die ersten zwei Tracks angehört: „Paper Planets“ und „Throwin’ Pennies“. Und jetzt bin ich froh, dass ich das Album seit ein paar Tagen immer wieder durch höre. Wer auf Bands wie „Adema“, „Deftones“, „LAW“ und „Ignite“ oder „Thumb“ steht sollte sich diese Scheibe unbedingt anhören = Geheimtipp.

Im gleichen Atemzug versuche ich meiner Freundin Platten wie „The sun and the moon“ von „The Bravery“ näher zu bringen. Wobei ich mir selbst noch nicht sicher bin, ob ich die Scheibe nach dem fünften Durchgang immer noch klasse finde oder sie eher als mittelmäßigen Rockpop abstempeln werde. Prinzipiell gefällt mir die 2006 erschienene „Sam’s Town“ von „The Killers“ besser, weil interessanter und abwechslungsreicher. Trotzdem: auch wenn beide Scheiben irgendwo in meinen Kategorien zwischen Britpop, -Rock, Gitarrenrock und Produzentenbesserwisserei und Verwertung von altbekanntem rumtingeln, haben beide Scheiben einen eigenen Charme. Lange werden sie bei mir allerdings nicht gespielt.
Ich gehe trotz der Überzeugungsversuche eh wieder zurück in meine alten Gefilde. So hätte ich dann noch „Burn The Maps“ von „The Frames“ im Angebot, das immer wieder für Fingerklopfen auf den Beinen und der Frage „was’n dat?“ sorgt, sobald der Track „Finally“ einsetzt.  

Es gibt so viele geile Sachen im Internet, in den Plattenläden, auf Flohmärkten und in den Regalen anderer Musikfetischisten. Warum wird nur dauernd überall für verdummende Scheißmusik geworben?
Wie wär’s mal mit `nem Jamba Klingelton von „Disturbed“ – „Down with the sickness“. ;-) 

Vielleicht bin ich auch einfach nur zu tief in den musikalischen Verwirrungen versponnen und nehme es zu persönlich, wenn mir jemand mit anderen Worten erklärt, dass er mit dem Strom mitschwimmt den andere vorgeben, um aus Bequemlichkeit, Desinteresse und aus Angst vor der allgemein sozialen Nichtanerkennung auf eigene Schwimmbewegungen zu verzichten.
Na ja, jedem das Seine. Mir sind jedenfalls Die lieber, die in gute Bars gehen um Jazz zu hören, die sich auf Partys treffen, auf denen Rock oder Metal oder anderes in der Richtung gespielt wird, oder die sich irgendwo auf einer Wiese zum Musikmachen, Grillen und Biertrinken treffen als die, sie sich in einer Zappelbude mit einem wirklich unheimlich bösen Wodka-Red Bull zu Musik aus den Charts zum Affen machen und deren einziges Ziel es ist, irgendeine Hupfdole in die Kiste zu kriegen, um mal wieder einen Strich in der ureigenen Liste der flachgelegten geistig Umnachteten zu machen.

Klingt intolerant, ich weiß. Wie gesagt, ich wäre kein guter Kritiker, weil meine Sichtweise zu subjektiv ist. Trotzdem bewahre ich mir die Toleranz auf. Wem es eben Spaß macht, der soll es tun. Ich habe immer noch nichts gegen ein gepflegtes Glas Bacardi-Cola zu Songs von Bob Marley. Man lebt nur einmal. Die Frage ist nur „wie“.
Und ob man es überhaupt mitbekommt…



Von musikalischen Fehlpässen und einer Flasche Rotwein...

20:05, Tuesday 4 March 2008 2 Kommentare Link

Es muss einem ja nicht alles gefallen. Rein auf die Musik bezogen sollte man erst recht tolerant sein. Aber so langsam wird es schwer, richtig gute Musik zu finden…

In meiner fast schon alltäglichen Suche nach irgendwas, was einfach nur gut ist, begebe ich mich heute also mal wieder quer durch youtube.com und stöbere in allen möglichen Genres rum. Irgendwo bleibe ich bei Industrial und den Ablegern hängen und stoße auf Dinge, die ich früher mit Sicherheit gehört hätte und auf eine Art „cool“ oder irgendwas in der Art gefunden hätte. Heute geht es mir einfach nur noch auf den Sack.  

Irgendwie kam ich über Ministry zu Wumpscut. Als dann endlich genau das kam, was mir nur noch ein müdes Mundwinkelverziehen entlockt – irgendein Lappen, der zum Song „War“ mit einer Maske im Gesicht im Wohnzimmer so etwas wie einen Affentanz aufführt – war ich irgendwie schlagartig sauer. Das Schlimme daran ist eigentlich, dass die Primaten das, was sie da tun, ernst meinen.

Man muss wirklich in den tiefsten Grotten und Verzweigungen suchen um richtig gute Musik zu finden und nicht nur von dem Popscheiß, der einem täglich überall in die Fresse gedrückt wird - und pubertierenden Halbaffen, die sich von einem vermeintlich kommerziellen Scheiß abheben wollen und sich nur noch lächerlich machen - erschlagen zu werden.
Über Sparten wie Techno rede ich nicht. Ist für mich keine Musik (keine Seele, nichts handgemachtes. Techno hat kein Fleisch, keinen „Arsch“).
(Abgesehen vielleicht von den Tänzerinnen.)

Trotzdem: ich habe weiter gesucht. Und irgendwann habe ich mich gefragt, was die Blassnasen eigentlich bezwecken wollen, wenn sie düstere Arrangements mit  Videoaufnahmen nachts im Wald unterlegen und irgendwas von Tod und Teufel schwafeln?
Ich bin mir nicht sicher, ob sie kleine Kinder erschrecken wollen oder ob sie beleidigt sind,  weil sie unfähig sind überhaupt ein Instrument zu spielen.  

Vielleicht bin ich auch nur enttäuscht, weil ich oft genug nachts – als ich vom Proberaum kam - zwangsweise über Friedhöfe gelaufen bin und nie einen Grufti oder sonst was mit Alu in Nase und Ketten in den Lippen gesehen habe, oder weil mir von diesen ach so finsteren Gestalten nie einer begegnet ist, wenn ich um Mitternacht unterwegs war, sei es mit dem Hund, oder weil ich von irgendwo angetrunken auf dem Weg nach hause war. Schade eigentlich. Mich hätte interessiert, wer mehr Schiss gehabt hätte…

Ich kann mit dem Kram nichts mehr anfangen. Für mich ist Musik Ausdruck von Gefühlen. Man kann und muss immer wieder Lieder über Schmerz, Leid, Sehnsucht und der Auseinandersetzung mit todtraurigen Ereignissen schreiben und hören, das ist völlig klar. Dafür ist Musik da. Sie ist eine Stütze, ein Stimmungswandler, ein Ventil, ein Unterhalter, ein Gedicht in Form von Tönen für die schönste Frau der Welt.
Kein Mensch will andauernd Protestsongs hören oder Lieder über die Armut in der Welt, oder nur Liebeslieder. Oder Polkas oder die fünfmilliardste umgewandelte Version von irgendeinem Hit aus der Bronzezeit.
Aber mal ganz ehrlich – wenn jemand durchgehend nur davon spricht wie beschissen es ihm geht, dann nimmt ihn keiner mehr ernst. So geht’s mir mit dem angesprochenen Genre und mir, wie ich eine zeitlang drauf war...

Vielleicht geht bei mir auch die Toleranz flöten, ich weiß es nicht. Ich rege mich ja auch oft genug über allen möglichen Scheiß auf und das geht dem einen oder anderen mit Sicherheit auf den Sack. Der- oder diejenige muss sich das nicht durchlesen sowie ich mir deren Senf nicht anhören muss. Jeder hat eben seinen Geschmack.

Nachdem ich mich jetzt wieder abgeregt habe und wieder runter komme weiß ich, dass es einfach meinen musikalisch toten Nerv getroffen hat, was ich mir heute freiwillig angesehen habe. Sorry.
Der Abend wird damit enden, dass ich mir Songs von den Deftones anhöre, jetzt gerade „Passanger“ (nein, hat nichts mit Iggy Pop zu tun - auch nicht abgewandelt), eine Flasche Rotwein trinke und CDs sortiere…
Vielleicht zieh ich mir auch ein Video von Jan Akkerman rein. Der beherrscht sein Instrument wenigstens.  

Aber über eines bin ich mir völlig im Klaren: ich wäre ein beschissener Musikkritiker geworden… Beste Voraussetzung für einen Job bei einer bestimmten Musikzeitschrift…



Nix neues...

07:39, Sunday 2 March 2008 2 Kommentare Link

Sonntag. Gestern einen Dreizehn-Stunden-Arbeitssamstag hinter mich gebracht.
In der Nacht davor bin ich wach geworden und habe gedacht jemand ungeübtes deckt nebenbei das Dach ab. Was ein Wetter. Da ich ab Drei nicht mehr pennen konnte habe ich mir den ZDF Videotext reingezogen, ein paar Zigaretten geraucht und gewartet, dass ich um kurz vor Sechs zur Inventur abgeholt werde.
Samstags arbeiten ist eine Sache. Das stehe ich gut durch und es bringt mir was. Aber Inventuren haben es in sich…  

Na ja, dafür habe ich gerade erst mal meinen Account bei wer-kennt-wen gelöscht. Die Leute mit denen ich am meisten Kontakt habe interessieren sich im Grunde genauso für so was wie ich. Allein die Anfragen, warum ich mein Profil nicht ausgefüllt habe, gingen mir schon auf den Sack.
Klar, man hätte den Link zu meiner Homepage verfolgen können – was auch mancher getan hat – aber sich dann damit zu beschäftigen wäre wohl wieder zu langweilig gewesen.
Kurz und gut: ich hab kein Bock auf den Scheiß. 

Jetzt werden wir uns erst mal aufmachen und Flohmärkte abklappern. Erstens brauche ich neue Musik und bin auf der Suche nach einem bestimmten Instrument, zweitens brauchen wir dringend einen Tag für uns und drittens muss die dazu verdiente Kohle auch an den Mann gebracht werden…

Was es sonst neues gibt: trotz der ganzen Arbeiterei finde ich genug Zeit um mich eingehend mit Musik, meiner Wohnung, Freunden und meinem Liebesleben zu beschäftigen. Es läuft…

Trotzdem gehen mir immer wieder ein paar Leute ziemlich auf den Sack. Manchmal geht es soweit dass ich denke, ich müsste mal jemanden besuchen und ihm deutlich machen, was ich von ihm halte. Das ist ein anderes Thema und ich werde mich nicht mehr auf ein Niveau herunterlassen, auf dem sich eben solche Primaten bewegen. Mir reicht’s, dass ich darüber schmunzeln kann, wie amateurhaft sich manch einer verhält…
Aber: einer jeder kehr’ vor seinem Tor, da hat er Dreck genug davor. Me too…  

In diesem Sinne:
Rock’n Roll.



Dreadlock Holiday...

18:58, Wednesday 27 February 2008 0 Kommentare Link

Momentan hab' ich ein paar gute Tage... ich kann's nicht anders sagen. Wieder Musik zu machen, wenn auch im kleinen Rahmen, tut mir verdammt gut; problemlos all meine Rechnungen zahlen zu können und wieder herzhaft lachen zu können ist Balsam für die Seele.

Sicher, ich denke immer noch jeden verschissenen Tag an meine Großmutter. Es passiert mir immer noch, dass ich im Bruchteil einer Sekunde denke "Oma anrufen" und im gleichen Moment "Scheiße. Sie ist nicht mehr da. Wir haben uns nicht mehr".
Dann mach ich mir 'ne Flasche Wein auf, hör' ein paar geile CDs, räume die Wohnung auf, denke über meine letzte Gehaltsabrechnung nach und weiß, dass sie stolz auf mich gewesen wäre.
Oder ich sitze mit ein paar Jungs da, oder einer mir mehr als wichtigen Frau, spiele Gitarre und niemand merkt wie es mir wirklich geht und spiele das eine oder andere Lied nur für sie.
Ein schönes Gefühl.

So beschissen das Jahr 2007 auch streckenweise war - es hat zwei positive Seiten: zum einen weiß ich, wie wichtig die paar Minuten sind, die man in diesem Scheißleben auf diesem Planeten verbringt und zum anderen - ich kann lieben, Liebe geben und empfangen.

Und für all die, denen mein Internet-"Tagebuch" nicht passt (da gibt's mittlerweile einige von) habe ich etwas: leckt mich am Arsch. Mein Leben hat Euch früher nicht gepasst; heute muss es das erst recht nicht.



Saturday Night...

15:38, Saturday 23 February 2008 0 Kommentare Link

Dave Matthews trällert mir gerade seine Version von „Stairway to heaven“ ins Ohr, während die Sonne durch’s Fenster grüßt und ich darauf warte, dass ich abgeholt werde, um im Garten bei einem Kumpel Musik zu machen und bei Lagerfeuer ein paar Bier zu trinken.
Ganz ehrlich: es ist keine Glanzleistung von Matthews… Auch seine Version von „Redemption Song“ lässt zu wünschen übrig.
Schuster, bleib bei Deinen Leisten…

Das Haus in dem ich wohne ist mittlerweile auch im Erdgeschoss bewohnt. Die neuen Nachbarn scheinen in Ordnung zu sein. Was von Vorteil ist: das Haus hat nur zwei Wohnungen… und da ich momentan sechs Tage in der Woche arbeite haben sie vor mir Ruhe. Es sei denn, ich habe Besuch (an dieser Stelle kann hineininterpretiert werden…).

An meiner privaten Situation hat sich einiges geändert: abgesehen von der Tatsache, dass mittlerweile in Wetzlar ganz gut Fuß gefasst habe und wieder Musik mache, gehe ich gerade einen Weg, den ich vor ein paar Jahren bei weitem nicht gegangen wäre…
…und allein durch diese Tatsache ist mir bewusst, dass ich wieder von ganzem Herzen her liebe und an früheren Scheiterungen gereift bin.
Im Prinzip dachte ich, dass ich irgendwann nicht mehr lieben kann. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Es wird immer intensiver, freier und reifer.

Egal was jetzt passieren mag, egal was kommt: ich weiß, dass ich lieben, Liebe geben und empfangen kann. Was mich dazu am meisten beeindruckt ist die Tatsache, dass ich mittlerweile mit Situationen umgehen kann, die ich vor ein paar Jahren nicht mal annähernd an mich heran gelassen hätte. Im Gegenteil. Ich hätte es nicht annähernd zugelassen, mich damit zu beschäftigen und damit umgehen können zu lernen.

That’s it. Man wächst und wächst, wenn man es zulässt und will. Hoffentlich falle ich mit der Einsicht und Einstellung nicht auf die Fresse…

…Andererseits: mittlerweile weiß ich ganz genau was es bedeutet, was vor zig Jahren eine Exfreundin zu mir gesagt hat: „wenn man jemanden liebt, kann man ihn gehen lassen“.
So sieht’s aus.

In diesem Sinne: Sonne genießen, fallen lassen, mit ein paar Leuten Musik machen und beim offenen Feuer ein paar Bier trinken. Danach zuhause Arm in Arm einschlafen und am nächsten Morgen gemeinsam aufwachen.

Das ist mit Geld nicht zu bezahlen…



Amen

15:31, Tuesday 19 February 2008 0 Kommentare Link

Den letzten Eintrag habe ich gelöscht, weil mir heute Nacht bewusst geworden ist, dass ich nicht alles erzählen muss. Einiges bleibt ganz einfach zu intim und geht niemanden etwas an.

Heute könnte ich stundenlang schreiben… über die Jungs, mit denen ich jetzt Musik mache, über das letzte Wochenende, über eine Flasche Wein, Sex und Ben Harper, über Familie und den Dreck, der auf den Straßen liegt.

Aber ich schaffe es nicht, weil ich zu ausgelaugt bin.
Trotzdem möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Petra für das liebe Päckchen bedanken. Ich kam noch nicht dazu, richtig DANKE zu sagen, weil ich entweder Stress hatte oder es verpennt habe. Ich revangiere mich aber definitiv!
Bei meinem Baby für ihre Mühen, ihr Dasein und dass sie an mich glaubt, bei Anne, die sowieso immer für mich da war, sowie Doreen, Cheggy, Hübi und Bodo und Markus und Sascha für’s Da- und Gutdraufsein bedanken.

So, getz’ steht Ihr alle mal wieder in meinem Tagebuch, also freut Euch gefälligst… ;-)

Bevor ich mir jetzt ein Glas Weißen einschenke möchte ich noch folgendes loswerden:

BEN HARPER
Amen Omen

what started as a whisper
slowly turned into a scream
searching for an answer
where the question is unseen
i don't know where you came from
and i don't know where you've gone
old friends become old strangers
between the darkness and the dawn...

...amen omen
will i see your face again
amen omen
can i find the place within
to live my life without you

i still hear you saying
all of life it is chance
and is sweetest
when at a glance
but i live i live a hundred
hundred lifetimes in a day
but i die a little
in every breath that i take

amen omen
will i see your face again
amen omen
can i find a place within
to live my life without you

i listen to a whisper
slowly drift away
silence is the loudest
parting word you never say
i put your world
into my veins
now a voiceless sympathy
is all that remains
...

Thanks, Cheggy.
Rock'n Roll.



Lied vom Scheitern...

07:55, Monday 18 February 2008 0 Kommentare Link

~ Eintrag gelöscht. Hintergründe später. ~



My Immortal...

17:41, Saturday 16 February 2008 0 Kommentare Link

Es scheint mir vergönnt zu sein "anzukommen"; zufrieden und ein bisschen glücklich zu sein... Dazu irgendwann mehr. Momentan kann ich nicht darüber sprechen und nur schwer darüber schreiben. Außerdem will ich mich heute ablenken, bei ein paar Jungs Musik machen und vergessen, dass ich mich ziemlich beschissen fühle.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Leben immer anstrengender wird, je älter ich werde. Dabei sollte irgendwann mal Schluss damit sein...

Aber ich lasse mich trotzdem nicht unterkriegen. In ein paar Wochen stehe ich wieder auf und kämpfe weiter. Hoffentlich nicht wieder gegen Windmühlen...

Heute habe ich übrigens knappe Tausend Kilometer hinter mich gebracht. U.a. war ich in Magdeburg, Braunschweig, Salzigtter und Hannover (die Dreckskübel aufm dem Foto dürften in Salzgitter stehen, wenn ich mich recht erinnere...)

Warum? Auch dazu bald mehr. Und mehr über die ganzen Gedanken, die ich in den ganzen Stunden auf der Autobahn hatte. Ich habe mir das meiste notiert und werde es irgendwie für mich verwenden. Heute jedenfalls bin ich erst mal weg...

Alles Scheiße

Deine Emma.

;-)



Deep Purple ~ When a blind man cries...

15:02, Friday 15 February 2008 0 Kommentare Link

Karl Lagerfeld hat mal gesagt: »Das Leben ist ein Mietvertrag ohne Verlängerung.«
Guter Spruch, finde ich. Und irgendwie fühle ich mir manchmal so, als könnte ich die Miete nicht zahlen...

Es ist momentan sehr durchwachsen. Viel Arbeit, viel Stress – auch innerlich – viel Magenschmerzen und viel „Leben“.

 

Ab diesem Wochenende werde ich wieder mehr Zeit zum Schreiben haben... Bis dahin: Prost.



05.02.2008 ~ Crank...

13:31, Tuesday 5 February 2008 5 Kommentare Link

Nix Neues, nix Berühmtes... einfach nur krank, geschafft, erledigt...

In den nächsten Tagen gibt's wieder mehr zu hören. Sobald ich wieder aufrecht gehen kann...



Ich war's nicht...

15:35, Friday 1 February 2008 2 Kommentare Link

Oh man, was für eine Woche...
Ein Magengeschwür auf der Arbeit, ein Autounfall, ein paar zerrissene Gedichte...

Aber: ich war's nicht...
(Näheres in Kürze...)



21. Januar 2008

08:21, Tuesday 15 January 2008 0 Kommentare Link

Ist ´ne durchwachsene Woche, ich kann’s nicht anders sagen. Irgendwie klappt gar nichts und ich bin genervt von einigen Dingen. Das Wochenende war ereignisreich, in verschiedenen Richtungen: negativ wie positiv und auf neutraler Ebene: manche Dinge ändern sich eben nie…
Im Gedicht „RECHTE GERADE“ schreibt Bukowski: „Die Harten kommen immer wieder“. Hm, bin ich ein Harter?
Ist mir egal.  

Im Prinzip könnte ich diese Woche soviel anstellen… aber ich habe wieder angefangen Dinge abzusagen und mich auf mich zu konzentrieren. Dann bin ich wiederum genervt, dass ich eben abgesagt habe, weil ich dann, wenn ich anfange kreativ zu sein, von meinen Gedanken so sehr abgelenkt werde, dass nur Müll dabei raus kommt und ich mich frage, warum ich überhaupt abgesagt habe.
Okay, es handelt sich hierbei um gerade mal zwei vergangene Tage. Aber wenn man die paar Tage in den letzten Jahren rückblickend betrachtet, sind es schon ein paar Monate… 

Ich könnte mithelfen und an einem anderen Auto schrauben, aber irgendwie passt mir das nicht so richtig. Ist ’ne Kopfsache. Dann habe ich noch meinen Opel in der Garage, dessen Heck nun bald fertig ist. Aber es könnte schon längst fertig sein, wenn ich mal meinen Arsch hochgehoben und mehr Gas gegeben hätte.
Okay, auch da könnte man sagen, dass ich soviel Zeit in die Wohnung investiert habe, die übrigens fertig ist (wenn man das so nennen will. Ist wie beim Auto: das wird auch nie richtig fertig…), dass ich eben keine Zeit für die Garage hatte. Aaaaaber… da kommt ja noch der Bus, und an dem habe ich seit einigen Tagen auch nichts mehr gemacht.
Dafür hab ich ein paar Gedichte mehr und zwei Songs geschrieben. Man man, sogar mal wieder mit Text. Aber ob die jemals das Licht der Welt erblicken?
Eigentlich könnte man meine Stimmung auf die Arbeitswoche schieben. Oder auf’s Wetter. Aber das ist es nicht… ich bin einfach nur müde und brauche verdammt noch mal Urlaub und Erholung: ich bin ausgelaugt…

Trotzdem: immer weiter. Das Ziel ist in Sicht: Freitag. Wochenende…

Außerdem sind es die kleinen Dinge, die wirklich zählen. Manchmal muss man sich nur selbt zwicken, um das zu realisieren...



Och...

13:51, Monday 14 January 2008 0 Kommentare Link

...das Wochenende hat ein paar Ereignisse hinter sich. Allem voran zwei positive Dinge: ich fühle mich wieder stärker, da ich nach ein paar Tagen Selbstfindung (so nennt sich das doch, wenn mal raus schreit was einem nicht passt und danach Kompromisse mit sich selbst eingeht) wieder zu mir selbst gefunden habe (ich werde auch in alten Tagen noch nicht alles mit mir machen lassen) und die Tatsache, dass der Bus wieder fahrbereit ist. Somit können nun endlich ein paar Touren eingeplant werden. Die erste Fahrt wird nach Münster gehen…

Ansonsten  wurde mal wieder ein Bild von mir auf einem Internetportal verwendet. Bei einer Männerselbsthilfegruppe. Ganz ehrlich habe ich absolut keinen Trieb, den Link weiter zu geben… Nicht, dass ich die Taten der Organisationen belächeln will, auf keinen Fall!
Es ist nur… hm… es passt nicht ganz zum Outfit des Traumtod.

Einige Gedichte wurden geschrieben, ein paar werden vielleicht veröffentlicht und ich erwarte wie immer keinen Cent, und vielleicht ergibt es sich tatsächlich, dass in diesem Jahr ernsthaft an einem Buch gearbeitet wird. Eigene Vorbereitungen und Recherchen laufen stetig. Man(n) geht eben mit offenen Augen durchs Leben.

Irgendwie hat mich dahingehend Geld auch noch nie wirklich interessiert. Wenn ich die Möglichkeit hätte ein Buch zu veröffentlichen, dessen Produktionskosten mit den Einnahmen gedeckt werden und ich keine müde Mark daran verdienen würde – ich würde es tun. Warum nicht? Es geht um den Unterhaltungswert für den Leser, bei mir geht’s ums Freischreiben – mein Geld verdiene ich mit meinem Job – und wenn irgendjemand etwas aus der Story ziehen könnte und der Verlag sein Geld hat, so ist jedem geholfen.

Gott, wie altruistisch…



Samstagabend...

23:49, Saturday 12 January 2008 0 Kommentare Link

Ein paar "Gedichte" geschrieben, ein bisschen durch die Altstadt gelaufen, ein paar Bars besucht und zum Schluss auf einem Konzert gelandet. Der Samstag war okay und informativ.
Näheres am Sonntag Vormittag...



It's all the same...

21:26, Friday 11 January 2008 0 Kommentare Link

Letztens war ich in Wetzlar unterwegs... Irgendwann kam ich an diese Stelle. Da hätte ich auch in Essen bleiben können... ;-)

Nichts Interessantes heute. Ein paar Bier, ein bisschen was in der Bude gemacht, gleich gibt's Essen und einen guten Film. Heute wird Arm in Arm eingeschlafen.

Es gibt Abends nichts wichtigeres...



Nackt bei 33 Grad...

16:01, Thursday 10 January 2008 1 Kommentare Link

Vom heutigen Tag gibt es nichts aufregendes zu erzählen. Außer vielleicht, dass ich leichte Konzentrationsprobleme auf der Arbeit hatte, die ein bisschen etwas mit meiner momentanen Gefühlslage zu tun haben. Am liebsten würde ich drei bis vier Wochen Urlaub nehmen, die ersten paar Tage zuhause rum gammeln, die Wohnung noch ein bisschen verschönern, ein paar Lieder aufnehmen, malen, mich in irgendeinen Abendschulkurs einschreiben, danach ein bis zwei Wochen durch Deutschland touren (immer noch mein Favorit, was das Abhauen angeht) und alte Bekannte besuchen, nach Essen fahren, meinen Freund Cheggy abholen, mit ihm irgendwo an die Nord- oder Ostsee fahren und dort bei Lagerfeuer und zwei Gitarren ein paar Tage unter freiem Himmel verbringen...

Aber: zum Glück habe ich ja Arbeit und vorerst keinen Urlaub. 
Erwähnte ich schon, dass ich letztes Jahr 5 Tage frei hatte? Vier wegen einer Beerdigung und ein Tag war ich krank. Allerdings war das schon in Ordnung: ich habe mir den Urlaub auszahlen lassen und davon einen Teil meiner Schulden bezahlt.

Ja ja, ich weiß - der Eintrag gestern war ein bisschen Selbstbeweihräucherung. Aber das hier ist mein Tagebuch. Da kann ich schreiben, wat ich will. Und außerdem hat sich eine alte Freundin darauf hin mal wieder gemeldet  (Danke! Ich schreib bald zurück!).

Heute ist übrigens der Tag, an dem ich meine Gitarren putze und poliere. Und wer mich kennt weiß, was das heißt.
Da fällt mir ein, dass ich von einem Bekannten, dem ich mal eine Gitarre verkauft habe, einen interessanten youtube - Link bekommen habe. Nicht nur, dass der Kerl genial ist - die Idee ist super. Reinsehen lohnt sich auf jeden Fall!

Warum der Titel? Ganz einfach - diese Woche ist einer der Bände von Bukowski gekommen, den ich noch nicht habe.
Übrigens: von Buk erscheint gerade noch mehr unveröffentlichtes Material. Wer Interesse hat, kann sich bei www.mardou.de umsehen - dort hat Heike emsig alles zusammen getragen, was für einen Kauf entscheidend ist. ;-)



Mit Ansage...

18:10, Wednesday 9 January 2008 Link

Heute gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder ich trink' mir mal wieder einen, oder ich bleibe komplett nüchtern. Letzteres wird wahrscheinlich die Auswahl nicht überleben. Scheiß Arbeitstag, durchgehend voller Probleme, und privat hält sich die Freude gerade ebenfalls in Grenzen.
Aber - da muss man durch. Ich habe eben mal wieder gemerkt, dass man mit meiner Konsequenz nicht klar kommt. Macht mir allerdings nicht viel aus, da es immer noch mein Leben ist und ich sehr wohl darüber nachdenke, ob ich vielleicht Unrecht habe oder zu schnell handle. Noch bin ich nicht völlig umnachtet...

Heute war ich mit einem Kumpel ein bisschen in der Gegend unterwegs, hab mir sein Haus angesehen, das er gerade umbaut (bzw. umbauen lässt) und dachte darüber nach, dass mir angeboten wurde, die Wohnung zu kaufen, in der ich gerade wohne.
Eigentlich war ich von Anfang an nicht dafür. Jetzt überlege ich mir, was ich sage, wenn der Preis stimmt... Zumal es für mich den Vorteil hätte, dass von Mietkauf die Rede ist.
Natürlich geht man damit auch weitere Verpflichtungen ein. Aber was macht das schon? Ich bin durchaus in der Lage regelmäßig den Gehweg zu kehren sowie den Rasen zu mähen.
Irgendwann könnte ich die Bude vermieten (natürlich nur an junge, erfolglose Musiker oder dreißigjährige, ausgelernte und fest angestellte Ärztinnen...) und die Miete als Riester-Ersatz nehmen... Allerdings bin ich mir da noch gar nicht schlüssig.
Nur weil ich mittlerweile relativ gut mit Geld umgehen kann soll das für mich nicht heißen, dass ich a) wieder Schulden mache bzw. b) undurchdachte Entscheidungen treffen werde.
Ich weiß ja nicht mal, wie lange ich hier vorhabe zu wohnen und was sich in den nächsten Monaten und Jahren ergibt... Abwarten und Bier trinken - falls in die Wohnung unter mir Psychopathen einziehen hat sich der Gedanke sowieso erübrigt.

Tja, meine Oma sagte oft treffend: "der Herr gibts den Seinen im Schlaf". So isses. Unsereiner reisst sich jahrelang den Arsch auf um zu sehen, dass er irgendwie den Kühlschrank voll hat und sich eine Basis schaffen kann (ich werde nicht vergessen, dass ich schon ganz anders gelebt habe. Keine Sorge.) und andere bekommen mal eben ein Haus geschenkt, einen gut bezahlten Job in den Arsch gesteckt oder verdienen mit wenig Arbeit, nur weil sie eine Krawatte tragen soviel Kohle, dass sie sich damit ihren Allerwertesten abputzen könnten und ihnen das Geld nicht mal fehlen würde.
Ob die daran denken, dass da draußen Menschen rum rennen, die Pfandflaschen sammeln, damit sie sich ein paar Kartoffeln leisten können? Wohl kaum. Und wenn doch, dann sehen sie weg oder erbarmen sich, ein mitleidiges Wort von sich zu geben. Das war's dann auch.

So stand ich gestern auf einer Brücke in Wetzlar, sah mir den Bahnhof an und sinnierte so vor mich hin...

Ich war, wie angekündigt, CDs durchsehen, hab ein paar Sachen für die Wohnung besorgt und war kurz davor, mir bei Bauhaus eine Fernbedienung für Steckdosen zu kaufen (sehr dekadentes und schönes Spielzeug...), die ich abends auch direkt quer in der Wohnung verstreut angebracht habe. Da sah ich einen älteren Mann auf einem Fahrrad, der mir schon öfter aufgefallen ist - er hielt an jedem Mülleimer und fischte Leergut heraus.
Ich ziehe meinen Hut vor den Jungs. Viel tiefer kann man nicht mehr fallen und doch haben sie irgendeinen Grund um weiterzumachen. Sie sind nicht bereit ihrem Leben ein Ende zu bereiten, sondern machen einfach weiter. Ich frage mich oft, was sie dazu treibt und welche Hoffnung sie noch haben. Denn irgendwas gibt das Leben ihnen doch. Sie machen einfach weiter. Bis sie, wahrscheinlich anonym, beerdigt werden, nachdem sich jemand in dem Haus, in dem sie wohnen (falls sie überhaupt eine Wohnung haben), über den Gestank beschwert, der aus eben dieser kommt und den Hausflur durchflutet. Der Verwesungsgeruch eines Lebewesens, das einmal eine Mutter und einen Vater hatte, die vielleicht aus Liebe einen Menschen gezeugt haben...

Wenn ich mir dann die blassierten Wixer da draußen ansehe, die abstoßend wegsehen, wenn sie jemanden entdecken, der Essensreste aus einem Mülleimer fischt, kommen in mir Aggressionen, Trauer und Bitterkeit hoch. Am liebsten würde sie an ihren Haaren packen und ihnen die Kehrseite ihrer achsoschönen Welt verinnerlichen. Aber selbst das würde nichts bringen. Weil sie so verblendet sind, dass sie nichts anderes mehr sehen als sich selbst. Aber wehe dem, sie haben mal Schnupfen, die armen Schweine...

Ich kann mich sehr gut an einen Nachmittag erinnern, als ich noch in Essen im Personalbüro einer riesigen Baufirma in der Nähe des Hauptbahnhofes gearbeitet habe (an dieser Stelle ein herzliches "Hu hu" an eine alte Bekannte. :->): ich hatte zu der Zeit kein Auto und fuhr meist mit der Straßenbahn, mit dem Rad oder lief streckenweise.
Eines Nachmittages kam ich aus dem Laden und stöberte in der Stadt nach Platten, Büchern oder CDs. Zu der Zeit trug ich leider selbst fast täglich einen Frack, was mir zwar nicht passte, mir aber das Geld für meine Brötchen sicherte. Zum Glück bin ich rechtzeitig abgehauen - in den Klamotten bei dem Job wäre ich vielleicht drauf gegangen...
Jedenfalls wollte ich die U-Bahn nehmen, um nach hause zu kommen. Wie in allen großen Städten mit U-Bahnhöfen gibt es auf den Meilen der Passarellen Imbißbuden. So auch 'ne Frittenschmiede in Essen. Ich ging auf den Stand zu und bemerkte, wie sich  jemand mitten auf dem Gang neben einer Mülltonne bückte: es war ein Obdachloser, der ein paar weggeworfene Pommes vom Boden unter dem Mülleimer aß.
Im ersten Moment war die Situation skurril: Gott und die Welt latscht mit Tüten voller Einkäufen von Horten, Karstadt und Juwelier Christ an Dir vorbei, kommt von der Arbeit und telefoniert mit teuren Handys, sieht auf Designer Uhren oder rennt in Klamotten von Helly Hanson rum, die die Eltern von ihrem Gesparten bezahlt haben, während da jemand in ausgelatschten Klamotten, Löchern in den Hosen und fettigen, ungeschnittenen Haaren Essen vom Boden futtert.
Die Blicke der Passanten müssen wahrscheinlich nicht erklärt werden...

Im ersten Moment habe ich nichts gemacht, außer mir ein Bier und das obligatorische Großstadtessen zu bestellen: Currywust, Pommes, Majo.
Nach dem ersten Schluck bin ich zu ihm hin und habe ihn gefragt, ob ich ihn zu einem Pommes einladen dürfte. Die anderen Idioten, die ebenfalls am Imbiss standen, sahen ziemlich verwirrt aus.
Als er voller Erstaunen versuchte den Mund zu öffnen fiel mir auf, dass er eigentlich nichts brauchbares mehr in seinem Mund hatte, um eine Mahlzeit zu sich zu nehmen. Irgendwie wirkte er auch erschrocken... Ich gebe zu, dass mir nicht danach war, ihm auf die Schulter zu klopfen. Aber ich ging zurück an den Stand, bezahlte mein Bier und die Pommes und gab sie ihm.
Das Glänzen, das ich in seinen Augen gesehen habe, hat mich befriedigt. Ich kann nicht mal erklären, auf welche Art und Weise. Es gab mir etwas zurück. So wie ich vor Jahren mal mit einer Exfreundin in Bremen war und zwei Obdachlosen vor einem Aldi Laden zehn Mark gegeben hatte. Als sie ihnen dann auch noch etwas gab, konnte das Jahr nicht bereichender werden. Wenn ich mich an solche Momente erinnere, so wie auch gestern Abend auf der Brücke, dann bin ich dankbar, dass ich etwas geben kann.
Dem einen etwas Kleingeld, dem anderen ein Pommes, hier und da mal jemanden ein Lächeln auf dem Mund zaubern oder jemanden berühren, wenn ich mir die Gitarre schnappe und irgendwas ruhiges spiele.
Dann ist es mir auch scheißegal, ob mich die patzige Kassiererin im Supermarkt für einen Arsch hält, weil ich sie genervt ansehe. Ich will sie eh nicht heiraten, geschweige denn ansatzweise kennen lernen.

Übrigens habe ich heute 'ne Schachtel Filterzigaretten geschenkt bekommen. Vielen Dank. Muss aber nicht mehr sein. Der Filterscheiß schmeckt mir absolut nicht mehr. Wenn ich das nächste Mal in der Stadt bin werde ich sie jemandem schenken, der sich darüber mehr freut als ich (ich habe mich über die Geste natürlich gefreut).

Und sonst?
Nichts.
Es geht weiter. Irgendwie. Heute habe ich mal wieder einen dankbaren Tag...



Der obligatorische Dienstag...

14:17, Tuesday 8 January 2008 Link

Vor knapp acht Jahren freute ich mich jede Woche auf den "obligatorischen Dienstag". Damals liefen noch die 2Rock-Charts auf Viva. Als Viva noch einigermaßen ansehbar war...
Wir trafen uns dann Nachmittags bei mir, stellten Bier kalt, quatschten über alles Mögliche und dann ging's los - Bloodhound Gang, Pearl Jam, Metallica, Smashing Pumpkins; was eben gerade alles gespielt wurde. Damals moderierte Markus Kafka noch die Sendung, der mittlerweile zu MTV gewechselt hat. Schmach und Schande...
Übrigens waren das noch Zeiten, als man gerade mit ISDN und der Flatrate anfing. Rückblickend keine üble Zeit.
Manchmal vermisse ich diese Abende. Genau deswegen sind sie auch so wertvoll, wenn wir sie mal wieder zusammen erleben.

Heute Abend werde ich für mich mal wieder ein solches Revival aufleben lassen - ich setz' mich an den Laptop, öffne meine Musik-Ordner und werde nebenbei schreiben und mich einen Scheiß dafür interessieren, was andere davon halten was ich schreibe oder gerade mache.
Dabei werden Songs von Antimatter, The Cult, Lenny Kravitz und evtl. tatsächlich mal wieder Joy Division laufen. Auf letzteres bin ich durch den Trailer des Filmes "Control" gekommen, der bald anläuft.

Allerdings werde ich mich vorher noch in die City begeben, um CDs zu durchstöbern, ein paar Dinge einzukaufen und mir die Gesichter der Stadt anzusehen.
Hoffentlich wird mir dabei nicht allzu schlecht...



Rebel Yell...

18:11, Saturday 5 January 2008 Link

Interessanter Tag... Relativ früh aufgestanden, Kaffee getrunken, Videotext gelesen, mit dem Rad zur Arbeit gefahren, das Nötigste erledigt, um Montag wieder leger anzufangen und danach im Regen quer durch die Gegend zu fahren, um 'ne scheiß Sicherung für mein Klavier zu finden.
Irgendwann hatte ich sie dann. Hat nur eine kleine Ewigkeit gedauert... Im Regen weiter, einkaufen, Tabak holen und nach hause.
Dann hier angekommen, erst mal das Klavier auseinander genommen, von innen gereinigt und die Sicherung ersetzt. Keine Ahnung, wo die alte hin ist. Die ist mir beim Aufräumen runter gefallen. Wahrscheinlich finde ich sie wieder, wenn ich ausziehe...

Nebenbei habe ich "Ray LaMontagne's" Version von dem Popsong "Crazy" (Gnarls Barkley... wat'n Name...) gehört und ihn für gut befunden. Ziemlich simpler Songaufbau - aber was soll's - Bob Dylan hat in dieser Art und Weise Jahrhundertsongs geschrieben.

Nachdem ich zwischendurch noch Fotos sortiert habe, die ich unterm Klavier deponiert hatte, habe ich die Musik voll aufgedreht (Westernhagen, New Model Army, Bob Dylan, Dave Matthews), mir'n kaltes Bier vom Balkon geholt und eine Lampe "gebaut". Die Idee stammte von meinem Baby und sie gefällt mir.
(Die Idee. Mein Baby sowieso...)

Jetzt werde ich mir 'ne Flasche Wein aufmachen und seit über einem Jahr mal wieder das Klavier penetrieren. Somit klinge ich das Wochenende ein...

Fundstück: Billy Idol und Steve Stevens mit einer akustischen Version von "Rebel Yell"...



Im Westen nichts neues...

19:37, Friday 4 January 2008 Link

Was für eine Sch... Ich hasse es, wenn man derart intensiv träumt, dass es einen den ganzen Tag verfolgt. Unter anderem hatte ich den Traum, dass ich Vater werde. Kein schlechter Traum. Die Mutter aus dem Traum kenne ich auch sehr gut... Näher werde ich mich dazu nicht äußern. Außer vielleicht, dass mir die eigentliche Vorstellung "Vater" zu werden keine Angst macht.

Im Spätsommer 2007, als ich noch ein angemeldetes Fahrzeug hatte, bin ich ab und an nach der Arbeit zu einer Bank auf einem Hügel gefahren, von der man einen fantastischen Blick über fast die ganze Stadt hat. Dort habe ich dann gesessen, ab und zu mal mit Freunden, meist allerdings alleine, und habe über alles mögliche nachgedacht.
Ganz am Ende des "Tals" steht das hiesige Krankenhaus. Riesig. Weiß. Fast erhaben.
Ich kenne dazu eine kleine, aber schöne Geschichte - und wenn ich sie mir ins Gedächtnis rufe, blutet mir manchmal - so wie jetzt - das Herz. Ich finde nicht die Worte, um darauf einzugehen...

Heute werde ich mir ein paar Musikvideos reinziehen und das Wochenende einfach nur ruhig einläuten... Im Westen nichts neues...



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