"Frau Schmierfink"
oder: Ein Abend aus dem Leben einer Dachsbautener Kuchenbäckerin
von Mokey Schmierfink
Eines Abends in Dachsbauten
wo die Schafe lauthals blökten
und ein paar zwergisch' Rabauken
ausgerüst' mit Axt und Flöten
einen warmen Kuchen klauten
von Frau Schmierfinks Fensterbrett
wo er stand um abzukühlen
dampfend und mit Beerenduft
verziert mit kleinen Hobbitmühlen
nun stand dort nurnoch Sommerluft
verziert mit dicken Kuchenkrümeln
Frau Schmierfink fand das garnicht nett.
Die Diebe liefen mit der Beute
so schnell sie konnten aus dem Ort
und grüßten nicht einmal die Leute
die ihnen wunken hier und dort
welch unfreundliche Räubermeute
dachte Frau Schmierfink so bei sich.
Da stolperte der erste Dieb
über einen kleinen Stein
der reglos auf dem Boden blieb
als mit einem lauten "Neeeiin!"
neben ihm ein Zwerg aufhieb
sorgte das Frau Schmierfink nicht.
Der Zweite auf den ersten stieß
graziös wie ein betrunk'ner Troll
landete er am Rand der Wies'
und auch der dritte traf sie voll
wobei er den Kuchen sanft entließ
was Frau Schmierfink trauernd sah.
Der Kuchen flog doch ziemlich hoch
bevor Schwerkräfte ihn besiegten
und sorgten, dass die Gauner noch
den heißgeliebten Kuchen kriegten
anders als geplant jedoch
das war auch Frau Schmierfink klar.
Vielleicht wollte er sie belehren
fiel ihnen deshalb auf die Köpfe
platzte auf und heiße Beeren
bedeckten dampfend ihre Schöpfe
ohne Chance sich zu wehren
Frau Schmierfink fand das ziemlich gut.
Und durch das Smialfenster drangen
laut Geschrei und schlimme Flüche
als die Zwerg' mit Schmerzen rangen
bis hinein in ihre Küche
während noch die Vöglein sangen
und Frau Schmierfink Kuchen buk.
Und die Moral von der Geschichte:
Kuchendiebe, Bösewichte,
bleibt bloß von Dachsbauten fern,
hier ham' euch nichtmal Steine gern!
Doch auch dieses sei gesagt:
ein Kuchenbäcker, der verzagt,
weil Rabauken Kuchen klau'n,
kann manch' lustig Schauspiel versau'n!
Fin.
(gedichtet am 02. Juni 2011 für's neue "Herr der Ringe: Online"-Forum und zum Wiedereinstieg in's Spiel. PS: Es geht in dem Gedicht nicht um Mokey, sondern um ihre Großmutter.)