Mein Storybook.
Schlaflied

9 June 2011 um 01:33 in Gedichte | Kommentare: [ 0 ] | Kommentieren


Die Sonn' versinkt im Horizont
und lässt den Tag vergeh'n
macht Platz für den nächtlichen Mond
dunk'le Schatten aufersteh'n
von allem was im Finster'n wohnt
so grausam, willst's nicht seh'n

Drum schlafe fein, mein liebes Kind
mach deine Äuglein zu
dann bist du bald, geschwind, geschwind
im Träumeland im Nu
und nur der leise, sanfte Wind
flüstert dir Träume zu

Vielleicht träumst du von Liebe gleich
so wie sie dir gefällt
oder 'nem fremden Königreich
von einer bess'ren Welt
schmiegst dich an Elbenhaut, so weich
fliegst durch das Himmelszelt

Vielleicht kämpfst du auch gegen Troll'
und rettest and're Leut'
zeigst wie gerecht man sein soll
teilst Trauer, Hass und Freud'
hoffst dass dich nicht das Böse hol'
erlebst ein neues Heut'

Denn düster ist, was in der Welt
umherzieht in der Nacht
was über Freund und Feind herfällt
nur Leid und Übel bracht
auf deine Unachtsamkeit zählt
und dich zu seinem macht

Sorgsam unseren Hass es schürt
selbst gegen unsereins
und unsere Kehlen es verschnürt
bis wir verdorben schein'
obwohl uns nichts von ihm berührt
sind wir schon lange sein

So schlafe lang, mein braves Kind
schlafe fest und tief
dass nicht siehst wie wir wirklich sind
nachdem die Schlacht uns rief
vielleicht glaubst' dann dem flüsternd' Wind
dass alle Welt nachts schlief
 

 

 

(gedichtet am 09.06.2011 um 01:30 Uhr für's HDRO-Forum)








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