Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt.
18:08, 12.08.2009
.. LinkDas Darwin-Jahr 2009 bietet einen hervorragenden Anlass, um den enormen Erkenntnisgewinn, der mit der Entwicklung der Evolutionstheorie verbunden war und ist, in stärkerem Maße gesellschaftlich zu verankern. Zitat Ende. Soweit der Petitionstext, wurde von Michael Schmidt-Salomon im Auftrag der Giordano Bruno Stiftung, sinnigerweise zum Aschermittwoch 2009 verfasst.
Frage: was haben wir an Erkenntnis gewonnen?
Neulich war wieder so ein Professor im TV. Er zieht Rückschlüsse auf die Evolution von Echsen zu Vögeln über das Fluchtverhalten: Vögel, die fliegen, sind weiter entwickelt, als Vögel, die bei Gefahr weglaufen.
Fangen wir einfach mal neu an mit einer Evolution: Seit rund 4000 Jahren schneiden die Juden ihren Jungs das Präputium ab, gleich 8 Tage nach der Geburt. Die Moslems tun das seit rund 1400 Jahren. Der Gott Abrahams hat das so befohlen, warum auch immer. Denn was wird den Frauen als Zeichen des Bundes abgeschnitten? Da ist ja nix, geht nicht. Wenn doch, ist das Verstümmelung.
Die männliche Vorhaut ist in der Tat so ziemlich das einzige am Körper, was ohne große Probleme ein Stückchen abgeschnibbelt werden kann. Die Beschneidung wird traditionell am 8. Tage nach der Geburt vollzogen.
So, und Mutter Natur folgt nun dem Evolutiondruck ( Seen trocken aus, Tiere entwickeln Lungen) und läßt einem Jungen erst gar keine Vorhaut wachsen. Einem Jungen, wohlbemerkt, denn kein Individuum weiß ja vom anderen, oder?
Der Körper muß also erstens zur Kenntnis nehmen, das die Vorhaut da war und nun weg ist. Zweitens muß er das Ereignis als unangenehm klassifizieren, hat ja weh getan. Und drittens muß die Erbinformation geändert werden für die nächste Generation: Bauplan ändern! Vorhaut männlich starker Druck, wird immer abgeschnitten. Vorhaut weglassen. ( probeweise zur Hälfte erstmal, schaun was passiert? )
Da die gesamte Erbinformation in jeder Zelle mit Zellkern vorhanden ist, muß also alles umgeschrieben werden. Wichtig für die Evolution sind aber nur die Erbinformationen in den Spermien. Die anderen Zellen werden für die Reproduktion ja nicht benötigt.
Dummerweise sind die Erbinformationen bei Mann und Frau hinterlegt, und ob´s ein Bub oder Mädel wird, steht nicht im Bauplan des Spermiums, das wird etwas später erst entschieden. Und Mendel hat schon herausgefunden, daß es dominante und rezessive Gene gibt. Ist nur die Vorhaut dominant oder rezessiv?
So, dann hat von 100 Millionen Kindern eines nun keine Vorhaut. Der Bub heiratet und hat fünf Töchter. Jede trägt die Erbinformation in sich: Wenn deine Zellen sich mit männlichen zusammentun und reproduzieren und es wird ein Bub, Vorhaut weglassen.
Von den Töchtern bleiben bleiben 4 ledig, und die fünfte hat keine Kinder. Schluß ist mit der Vererbung der fehlenden Vorhaut, müssen wieder viertausend Jahre vergehen bis- siehe oben.
Irgendwelche Einwände? ( aber streng logische bitte ) Wenn wir soviel an Erkenntnis gewonnen haben, müsste doch alles Klar sein, oder?
Tych geht in Urlaub.
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