Gott und die Welt

Der Herr läßt die Sonne aufgehen über die Gerechten und Ungerechten ( Matthäus 5,45)

17:58, 15.10.2009

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In die Sonne? Nein danke, das ist viel zu gefährlich.

Eigentlich müsste in Hautkrebsrate bei den „Naturvölkern“ in Afrika, Asien und Südamerika drastisch zurückgehen. Die laufen nämlich seit rund 100 Jahren nicht mehr nackig herum, sondern bekleiden sich mit den Sachen, die wir in die Kleidersammlung geben. Es ist aber nicht bekannt, ob es überhaupt Studien darüber gibt.

Dafür gibt es im „Westen“ reichlich Studien, wobei man sich gelegentlich fragen sollte, wer  die eigentlich alle finanziert. Im klinischen Bereich tut das  normalerweise die pharmazeutische Industrie, da Sonnenschutzmittel aber nicht rezeptpflichtig sind,  wohl eher die Hersteller von Kosmetika. Ein Schelm, der Arges dabei denkt, aber weder die eine noch die andere Industrie tut dies aus reiner Menschenfreundlichkeit. Das ist nun mal so, Geld verdienen müssen alle.

Eines ist allen Studien gemein: Es wird explizit geschlossen, daß jede UV-Strahlung grundsätzlich die Haut schädigt und damit Krebs verursachen kann.

Wenn von Menschen geschaffene Stoffe im Tierversuch – ein paar Millionen Ratten werden weltweit dafür gebraucht – Krebs verursachen, ist das relativ leicht nachvollziehbar, Beispiel Zigarettenrauch in der Lunge.  Der gehört da auf keinen Fall hin.
Schwieriger ist es, etwas  als Verursacher  von Krebs festzumachen, das nun schon länger existiert als alle Lebewesen, nämlich die Sonne.

Ich habe wieder  die Bibel zu Rate gezogen und lese in der Genesis: „und der Herr wandelte in der Kühle des Abends in Garten (Eden)“. Daraus schließe ich, daß es am Tage sehr warm gewesen sein muß, sonst wäre das ja nicht erwähnenswert gewesen. Weiter schließe ich daraus:

Der Mensch ist körperlich für ein sehr warmes Klima geschaffen worden, das sieht man unter anderem an der genialen Konstruktion der Haut mit den Schweißdrüsen. 
Und er ist sehr intelligent geschaffen, um in jedem anderen Klima, wenn es ein muß auch auf dem Mond, überleben zu können.

Wie auch immer man zu Schöpfung oder meinetwegen auch Evolution stehen mag: Es kann nicht sein, daß der Mensch tausende von Jahren überlebt hat ohne chemischen Sonnenschutz, und seit  20 Jahren ist die Sonne an der rapide steigenden Hautkrebsrate schuld, Ozonloch hin, Ozonloch her. 

Denn: Immer mehr Schweden erkranken an Hautkrebs – allerdings an Körperstellen, die normalerweise mit Kleidung bedeckt sind. Das deutet auf vermehrtes gezieltes Bräunen hin, berichten schwedische Forscher im Fachmagazin "JAMA" (Archives of Dermatology Nr. 139, S. 885). Schweden ist ja auch kein Land, das von der Sonne verwöhnt ist, die müssen also ständig auf der Sonnenbank liegen.

Kari Hemminki vom Karolinska-Institut in Huddinge und ihre Kollegen analysierten Daten des schwedischen Krebsregisters von 1961 bis 1998. Im Jahr 1998 war Hautkrebs die vierthäufigste Krebsart in Schweden. Innerhalb der vergangenen zwanzig Jahre hat diese Form im Vergleich zu anderen Krebsarten am stärksten zugenommen. Vor allem an Körperstellen, die normalerweise von Kleidung bedeckt sind, nahm die Metastasen bildende Hautkrebsform zu. Die Forscher nehmen an, dass dies nur durch gezieltes Bräunen zu erklären ist.

Man beachte: „die Forscher nehmen an“. Das ist eine absolut unwissenschaftliche Aussage. Entweder ist etwas klar beweisbar, oder eben nicht.  Die gleichen Erkenntnisse gibt es übrigens in fast allen anderen Studien. Hautkrebs wird überwiegend an bedeckten Körperstellen festgestellt, so gut wie niemals auf dauernd sonnenexponierten Körperteilen.

Und nun dies:
Die Hautkrebs-fördernde UV-Strahlung der Sonne (!) entpuppt sich als wirkungsvolles Mittel zur Vorbeugung anderer Krebsarten. Eine statistische Analyse aus den USA zeigt, dass im Jahr etwa 3.000 mehr Menschen an Hautkrebs sterben würden, schiene überall im Land die Sonne wie in Kalifornien. Gleichzeitig gäbe es jedoch 30.000 Tote weniger durch Blasen-, Brust-, Darm- und zahlreiche andere Krebsarten, berichtet das Magazin "Cancer" der Amerikanischen Krebsgesellschaft.

Etwa 5% der Deutschen huldigen mehr oder weniger der Freikörperkultur, oder sie baden einfach nackt und  machen ebenso Urlaub. Ich habe keine Untersuchung  gefunden, in der  diese Naturisten in einer Studie wortwörtlich „unter die Lupe“ genommen worden wären, also von Hautärzten speziell untersucht. Viele Studien beruhen nach eigenen Angaben auf Telefon-Interviews (!!) mit Patienten,  abgeglichen mit Krankenhaus-Dateien.

Wie war das denn früher?

Was hat sich denn eigentlich nach dem Krieg so alles geändert? Die Sonne sicher nicht, die ist die gleiche geblieben.  Und die Menschen haben sich auch während und vor dem Kriege in die Sonne begeben. Nacktkultur war gerade im Kommen, ein begeisterter Anhänger des Nacktwanderns war übrigens Hermann Hesse um 1910.

Sonnenschutzmittel  kamen erst um 1955 auf. Davor haben sich die Menschen auch in die Sonne gelegt, allerdings nicht auf  Mallorca, sondern beim „Kraft durch Freude“ Urlaub an der  Ostsee. Und da es nach glaubhaften Berichten unserer  Eltern und Großeltern damals noch „richtige“ Sommer gab, müsste eigentlich die Hautkrebsrate bei 20jähriger Inkubationszeit gleich nach dem Krieg enorm angestiegen sein.

Ist sie aber nicht. Aber etwas anderes ist bemerkenswert:

Während des Krieges wurden Naturfarbstoffe durch synthetische ersetzt, damit begann der Siegeszug der Chemie, es  sei nur an klangvolle Namen wie " IG-Farben" oder BASF = Badische Anilin- und Sodafabriken" erinnert.  Diese sythetischen Farben wurden unter anderem zum Textilfärben benutzt. Viele davon sind sind wieder aus dem Verkehr gezogen worden, weil sich später herausgestellt hat, daß zum Beispiel Azo-Farbstoffe durch im Körperschweiß enthaltene Bakterien zum aromatischen Aminen abgebaut werden, die zumindest im Tierversuch eindeutig cancerogen waren.

Dafür gibt es rund 20.000 bekannte „Ausrüstungsstoffe“, um Textilien die gewünschten Trage-eigenschaften zu verleihen. Es soll ja alles pflegeleicht, knitterfrei und unempfindlich gegen Flecken sein, dazu schön bunt. Die oben genannten Azofarbstoffe sind seit langem verboten, in Deutschland und natürlich auch für Textilien, die importiert werden.

Der größte Lieferant ist ist China, und es ist einfach unmöglich, jede Lieferung auf  die möglicherweise verwendeten Schadstoffe zu untersuchen. In den Landesuntersuchungsämtern können nur Stichproben genommen werden, und wenn da  etwas zu beanstanden ist, wird das natürlich auch gemacht. Allerdings ist der Inhalt des Containers dann längst verkauft. Wer mal in so einen Ramschladen für Billigkleidung geht, riecht die Schadstoffe direkt.

Der Weg eines typischen billigen T-Shirts ist folgender:

Die Baumwolle kommt aus USA, wird allerdings nicht mehr von singenden Negersklaven geerntet.  sondern mit Maschinen. Dazu mußte man allerdings die Sträucher vorher entlauben, Agent Orange ist seit Vietnam bekannt.  Diesee maschinell geerntete Baumwolle ist so billig, daß sie nun in China versponnen, in Indien gefärbt und in Singapore konfektioniert werden kann.

Dann kommt das Hemdchen für 20 Cent nach Europa und wird für wenige Euro als Saisonware verramscht. Wenn der Käufer Glück hat, riecht das gute Stück so grauslich nach Chemie, daß es erstmal in die Maschine kommt vor dem ersten Tragen. Wenn nicht, kommt es gleich auf die Haut, wird schön eingeschweißt und die Chemie fängt an zu wirken. Schweiß ist Wasser, mit etwas  Salz angereichert  und mit Körperfetten abgerundet. Diese Mixtur löst so ziemlich alles an, was damit in Berührung kommt. Und was dann auf der Haut passiert, mag man sich garnicht vorstellen.

Also dann doch lieber Sonnenmilch?

Warum nicht einfach weniger in die Sonne gehen, bis der natürliche Hautschutz – der Mensch ist wirklich für den Aufenthalt in der Sonne geschaffen – durch Pigmentierung eingetreten ist?

Wie gefährlich die Inhaltsstoffe einer Sonnenschutzlotion sein können, zeigt das wissenschaftlich belegte Phänomen der Mallorca-Akne:

Die Mallorca-Akne entsteht durch ein Zusammenwirken von UV-Strahlung und Bestandteilen fetthaltiger Sonnenschutzmittel  in den obersten Hautschichten. Unter der UV-Einwirkung bilden sich in der Haut die so genannten freien Radikale. Das sind Substanzen, die sehr leicht mit anderen Stoffen Verbindungen eingehen können. Durch die Verbindung mit den Fetten verändern sie diese derart, dass eine Entzündungsreaktion besonders im Bereich der Haarfollikel ausgelöst werden kann.

Laienhaft ausgedrückt zerschlägt die UV-Strahlung die Bestandteile der Sonnenschutzmittel in sehr aggressive kleinere Bestandteile, die bei empfindlichen Menschen zusammen mit der Hautreizung durch plötzliche intensive Sonneneinwirkung Akne auslösen.

Naturisten sind Leute, die sich durch eine dezente Rundumbräune auszeichnen. Sie genießen die Sonne, wo immer möglich, verbringen aber die Mittagszeit im Schatten und wollen nicht in 3 Tagen Kurzurlaub knackige Bräune vorweisen.  Naturisten versuchen, in der  Natur natürlich zu leben, soweit dies möglich ist.
Irgendwie sehen die Leute, die man auf  Naturisten-Ferienplätzen sieht, sehr gesund aus. Woran mag das nur liegen?

Selbst mal ausprobieren? Vielleicht hier?

Nackigt Fallschirm springen ist vielleicht etwas übertrieben, aber es hat wohl Spass gemacht -> youtube

 

 


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