Gott und die Welt

Zustände wie in Sodom und Gomorrha 1 Mose 20 ff.

17:02, 9.01.2010

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Sodom und Gomorrha waren zwei Städte, die in der Genesis, also dem ersten
Buch Mose, erwähnt werden. Am Ufer des Toten Meeres in Israel gibt es heute
ein Industriegebiet mit dem Namen „Sodom“. Dort werden die Mineralien des
Sees verarbeitet und abgepackt. dies hat aber mit Sicherheit nichts mit dem
biblischen Sodom zu tun, über welches Gott in Vers 20 des 1. Buch Mose sagt:


"harte Anschuldigungen habe ich über die Menschen von Sodom und
Gomorrha vernommen. Sie sollen ein abscheuliches Leben führen.
Ich gehe jetzt dorthin, um selbst nachzusehen, ob diese schweren Vorwürfe
wirklich zutreffen."


Die Verfehlungen der Einwohner werden nicht näher beschrieben an dieser
Stelle, müssen aber recht schlimm gewesen sein. Gott will sich vor Ort selbst
davon überzeugen.


Sodomie ist heute ein Synonym für den Geschlechtsverkehr mit Tieren. Es
scheint mir unlogisch, daß ausgerechnet Stadtbewohner Unzucht mit Tieren
treiben sollen, wo doch hierfür eher die Hirten und Viehzüchter anfällig wären,
zumindest deren Jungmänner, die wohl nach Wochen der Einsamkeit draußen
sich im Samenkoller schon mal an einem Schaf vergriffen.

In den USA wird Sodomie heutzutage mit Homosexualität gleichgesetzt.

Bemerkenswerterweise wurde erst im Jahre 2003 vom US-Supreme Court das Sodomiegesetz in Texas als verfassungswidrig aufgehoben.

Diese Entscheidung führt zur Unwirksamkeit der Sodomiegesetze in allen amerikanischen Bundesstaaten, in denen solche bis dahin noch bestehen. 2007 lehnt es die Republikanische
Mehrheit des Parlaments von Utah immer noch ab, über einen Antrag auf endgültige Streichung des ungültigen Sodomiegesetzes zu diskutieren


Wie auch immer, die Sodomiter müssen sich ziemlich schlimm aufgeführt
haben, weil Gott selbst sie nun vernichten will. Bemerkenswert an dieser
Bibelstelle sind zwei Dinge:

Erstens: Gott will sich vergewissern, ob es wirklich so ist.


Zweitens: Abraham, zu dem er spricht, feilscht nun mit ihm: "wenn denn
fünfzig Unschuldige in der Stadt sind, willst Du sie vernichten?"
Gott verneint, und zum Schluß hat Abraham den Herrn auf ganze zehn
Unschuldige heruntergehandelt!

Diese Zahl ist im Judentum sehr bedeutsam,
denn erst wenn 10 Männer zusammenkommen, kann ein wirklicher
Gottesdienst gefeiert werden.


Es heißt in 1. Mose 18, Vers 20:
Und der HERR sprach: Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorra, das ist
groß, und ihre Sünden sind sehr schwer. Darum will ich hinabfahren und
sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist,
oder ob's nicht also sei, daß ich's wisse.


Da fuhr der HERR hernieder, daß er sähe die Stadt und den Turm, die die
Menschenkinder bauten.


Anmerkung: Das ist wortwörtlich der gleiche Satz wie in Kapitel 11, als der
Herr herabfährt nach Babel, um den Turmbau dort anzusehen.


Es mögen vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die
umbringen und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen, die darin
wären? Das sei ferne von dir, daß du das tust und tötest den Gerechten mit dem
Gottlosen, daß der Gerechte sei gleich wie der Gottlose! Das sei ferne von dir,
der du aller Welt Richter bist! Du wirst so nicht richten. Der HERR sprach:
Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihrer willen
dem ganzen Ort vergeben.


Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden zu
reden mit dem HERRN, wie wohl ich Erde und Asche bin. Es möchten
vielleicht fünf weniger den fünfzig Gerechte darin sein; wolltest du denn die
ganze Stadt verderben um der fünf willen? Er sprach: Finde ich darin
fünfundvierzig, so will ich sie nicht verderben. Und er fuhr fort mit ihm zu
reden und sprach: Man möchte vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach:
Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen. Abraham sprach: Zürne nicht,
HERR, daß ich noch mehr rede. Man möchte vielleicht dreißig darin finden. Er
aber sprach: Finde ich dreißig darin, so will ich ihnen nichts tun.


Und so handelte Abraham immer weiter bis auf 10 gerechte Leute in der Stadt.


Gott wurde begleitet von zwei Engeln, die verließen Abraham nun und gingen
nach Sodom des Abends; Lot ( das ist der Neffe Abrahams ) aber saß zu Sodom
unter dem Tor. Und da er sie sah, stand er auf, ihnen entgegen, und bückte sich
mit seinem Angesicht zur Erde und trat zu ihm und und sprach: Siehe, liebe
Herren, kehrt doch ein zum Hause eures Knechtes und bleibt über Nacht; laßt
eure Füße waschen, so steht ihr morgens früh auf und zieht eure Straße. Aber
sie sprachen: Nein, sondern wir wollen über Nacht auf der Gasse bleiben. Da
nötigte er sie sehr; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er
machte ihnen ein Mahl und buk ungesäuerte Kuchen; und sie aßen.


Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben das
ganze Haus, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden, und forderten Lot
und sprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die zu dir gekommen sind diese
Nacht? Führe sie heraus zu uns, daß wir sie erkennen.


( Luther verwendet dieses „erkennen“ für Geschlechtsverkehr haben, in anderen
Übersetzungen heißt es „sie wollten sich über sie hermachen“)


Lot ging heraus zu ihnen vor die Tür und schloß die Tür hinter sich zu und
sprach: Ach, liebe Brüder, tut nicht so übel! Siehe, ich habe zwei Töchter, die
haben noch keinen Mann erkannt, die will ich herausgeben unter euch, und tut
mit ihnen, was euch gefällt; allein diesen Männern tut nichts, denn darum sind
sie unter den Schatten meines Daches eingegangen.


Bemerkenswert: Die Gastfreundschaft steht im also wesentlich höher als seine
eigenen Töchter!


Sie aber sprachen: Geh hinweg! und sprachen auch: Du bist der einzige
Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich übler plagen denn
jene. Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und
wollten die Tür aufbrechen, griffen die Engel hinaus und zogen Lot hinein zu
sich ins Haus und schlossen die Tür zu. Und die Männer vor der Tür wurden
mit Blindheit geschlagen, klein und groß, bis sie müde wurden und die Tür
nicht finden konnten.


Am nächsten Morgen sagen die Engel des Herrn zu Lot, daß er nun unbedingt
fliehen müsse, mit seiner Frau und seinen Töchtern, weil der Herr die Städte
nun zerstören wolle. Er ist störrisch, da packen sie alle bei den Händen und
führen sie fort.


"Schaut nicht zurück!" befiehlt ein Engel, "wer zurückschaut muß sterben."
Nun waren es wohl doch keine zehn Unschuldige, die Gott in den Städten
gefunden hatte, und sein Zorn ist nicht zu stoppen.
Bei Sonnenaufgang kam Lot mit seiner Familien in der kleinen Stadt Zoar, weit
außerhalb Sodoms an.


Da ließ der Herrn Feuer und Schwefel vom Himmel herabfallen, und die Städte
Sodom und Gomorrha wurden völlig vernichtet, zusammen mit anderen Städten
der Jordanebene.


Lots Frau, die neugierig zurückschaute, erstarrte vor Schreck zur Salzsäule. Bis
heute hat sich keine Spur der beiden Städte gefunden, aber in der Erinnerung
haben die Städte überlebt, Sodom allein als Sinnbild für das
schlechtestmögliche Verhalten, zu dem Menschen fähig sind, wenngleich das
ganz offensichtlich hier im mit sexuellem Bezug gemeint ist.


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