Laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut (Matthäus 6, 1)
15:05, 16.05.2010
.. Link So spricht der Herr Jesus: Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. ( Matthäus 6, Vers 1 ff. )
Offensichtlich gab es Leute in Jerusalem, die mit ihren Almosen protzten. Wer viel gibt, muß ja wohl auch besonders fromm sein. Die Sitte des Klingelbeutels hat schon einen guten Grund in unseren Kirchen.
Und die aus Amerika überkommene Sitte, einen Teller durch die Reihen gehen zu lassen, steht ja wohl in direktem Widerspruch zum Wort des Herrn Jesus.
Die Sitte, möglichst laut und schön zu beten, wird auch von Jesus im nächsten Vers heftig kritisiert:
Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
Jede Kirche biegt sich halt die Bibel nach eigenem Ermessen zurecht.
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