HerrSalami.de

Die Karavane zieht weiter...

22:55, 21.01.2009 Geschrieben in Ichisichisichisich | Link
...und HerrSalami.de ist jetzt bei Blogsport, oja!

Linkpartner, die noch nicht von mir kontaktiert worden sind, ändern bitte dementsprechend ihre Verlinkung in die neue Adresse:
http://uerdinger.blogsport.de/

Aber auch www.herrsalami.de linkt jetzt zum neuen Blog. Viel Spaß dort, hier ist jetzt zu.

Tschö, bis drüben und danke für den ganzen Fisch hier.
Johannes


ClickClickDecker und die Piraten

21:46, 20.01.2009 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 1 Kommentare | Link
Musikpiraterie war in den letzten Jahren immer mal wieder ein Thema. Längst wundert man sich nicht mehr, wenn Alben von den Branche-Größen einige Tage vor dem eigentlichen Erscheinungsdatum als "Leak" kostenlos im Netz zu finden sind. Viel verwunderlicher scheint es, wenn man denn wirklich bis zum letzten Tag warten muss. Oder - oh Graus! - auch noch dazu gezwungen wird, sich die CD im Laden zu kaufen, weil man in den einschlägigen Musiktauschbörsen nichts findet. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass es eine Sache des Respektes ist: Wenn mir die Musik eines Künstlers gefällt, bezahle ich ihn auch dafür und klaue ihm nicht seine geistige Arbeit. Außerdem hätte ich ein sehr schlechtes Gewissen dabei, nachvollziehbar, denke ich.

Quelle: Pixelquelle.deDas Bagatelldelikt der Musikpiraterie plagt aber scheinbar nicht jedermanns Gewissen. Manch einer behauptet, er würde nur durch diese kostenfreien, illegalen Downloads regelmäßig neue Musik entdecken - doch dieses Argument ist für mich nicht wasserfest. Seiten wie MySpace oder LastFM bieten genug kostenlose Streams an, um dort seinen musikalischen Horizont zu erweitern - legal. Zudem bieten (gerade kleinere, unbekannte) Künstler sehr häufig auf ihrer eigenen Homepage kostenlose Mp3s an, die dann zum Kauf einer Langspielplatte animieren sollen, aber eher dafür sorgen, dass man sich auf den etlichen Torrent-Seiten im Internet nach einem kostenfreien Download umsieht. Auch das Argument, dass man ganz einfach nicht genug Geld für Musik hat, zählt nicht.

Und was sagen die Künstler dazu? Wenig. Jetzt aber hat sich einer öffentlich zu Wort gemeldet:  Der Hamburger Musiker ClickClickDecker (bürgerlich Kevin Hamann) polterte unlängst in seinem Blog:
[...] Morgens checke ich nich nur Mails, sondern durchsuche nebenbei das Netz nach neuen Downloadlinks für mein Album, um diese dann löschen zu lassen. Einen Monat vor Release ist ganz neu für mich. Und dass ich da nichts gegen ausrichten kann ist mir bewusst. Aber dass mir Leute schreiben: “Ey Click, deine neue Platte ist super! Bleib Dir treu! etc…”, und das obwohl sie das Album noch gar nicht haben sollten (und das wissen diese Personen ja auch), ist schon komisch. [...] Ich finds toll, dass die Nachfrage nach der Platte groß ist und das es da draußen Menschen gibt die auf meine Musik stehen. Das macht mich sehr glücklich. Aber wenn ihr uns unterstützen wollt, dann kauft euch die Sachen. Ein Rapidshare Link ist nicht das Selbe wie ein fertiges Produkt mit Cover, Texten und Verpackung.[...]

Besonders skurril (und gleichzeitig bedenklich): Die Piraten haben nicht nur keine Scheu davor, den Künstler indirekt per Mail selbst darauf aufmerksam zu machen, dass sie sein neues Album illegal heruntergeladen haben (siehe Zitat oben), nein, sie publizieren es auch noch auf in der Shoutbox seines LastFM-Profils und profilieren sich sogar in den Kommentaren unter dem oben bereits angeschnittenen Eintrag auf seinem (!) Blog damit, das neue Album schon auf dem Rechner zu haben, bevor es im Laden steht. Jeglicher Respekt vor dem Künstler und seiner Arbeit scheint verloren, die Musik wird schnell konsumiert, kurzweilig genossen und Gedanken kann man sich ja auch später noch machen, wenn man alt ist. Denken die Leute so? Nicht alle, aber bestimmt einige. Kann ich mir gut vorstellen. Auf jeden Fall teilen sie meine Vorstellung von Musik und Kunst im Allgemeinen nicht.

Raubkobien lassen sich nicht rechtfertigen. So appelliere ich an alle Leser dieser Zeilen: Kauft euch Musik. Gern auch von ClickClickDecker, denn er macht grandiose Musik, wovon ich mich demnächst in Düsseldorf live überzeugen lassen kann. Und weil ich Eintritt zahle und auch sonst gern mal seine Tonträger erwerbe, muss er auch nicht hungern. So sollte es sein.


Hurra! Oder doch nicht?

22:28, 19.01.2009 Geschrieben in Ichisichisichisich | 1 Kommentare | Link
Prolog: Letztes Jahr, also früher, habe ich mir eine Eintrittskarte für Oasis besorgt. Für Daniel gleich eine mit. 39,80€ steht auf unseren Karten drauf, Philipshalle Düsseldorf auch, am 19.01. sollte es soweit sein. Wochenlange Vorfreude, Tage abzählen und was man alles so macht, wenn man sich freut. Die Jüngeren erinnern sich: Wie damals, an Weihnachten. Und nun war der Tag gekommen, der in meinem 11Freunde-Kalender dick mit einem roten Wachsmalstift "OASIS!" markiert ist.

02:28 Uhr:
Ich kann nicht einschlafen und krame meinen iPod hervor, um mir "Champagne Supernova" anzuhören. Heimlich singe ich mit und wippe lustig unter meiner Bettdecke herum.
08:12 Uhr: Der Wecker klingelt. Ich falle aus dem Bett und schaue in meinen 11Freunde-Kalender. Ach ja, Oasis, stimmt. Ich ziehe mich an, wasche mich und esse eine Kleinigkeit. Dann auf zum Praktikum.
09:29 Uhr: Mein Praktikumstag beginnt damit, eine halbe Stunde im Auto darauf zu warten, dass mein temporärer Chef Kopien in einem großen Bürobedarfs-Shop anfertigen lässt. "The Masterplan" und "The Shock of the Lightning" verkürzen die Wartezeit. Mitsingend und mitwippend, klar.
09:48 Uhr: Auf der Fahrt zum Büro erzählt mir mein Chef von seinem letzten Konzert: Rosenstolz. Außerdem überlege er sich, zu einem Konzert von Tina Turner zu gehen: "Ist aber sauteuer. Na ja, ist eine ganz andere Generation.". Stimmt. Und deswegen summe ich "Don't Look Back in Anger".
12:56 Uhr: Mein Chef ist ein netter Kerl, deswegen habe ich jetzt schon frei. Ich esse noch schnell ein Baguette beim Baguette-Laden gegenüber, der bis heute Urlaub gemacht hat (und weswegen ich nicht mehr bei der bereits bekannten Bäckerei war) und dann wandere ich zum Bahngleis. Etwas mehr als Stunde Fahrt wartet auf mich. Unterwegs höre ich Franz Ferdinand, aber denke an Oasis.
14:32 Uhr: Angekommen. Daniel fragt, wie und wann wir uns auf den Weg nach Düsseldorf machen. Er hat auch früher frei bekommen. Ich schaue noch kurz auf der Homepage von der Philipshalle nach, um die Verbindungen zum Veranstaltungsort nachzusehen, aber dann: das Konzert ist wegen eines Lungen-Ödems von Liam Gallagher abgesagt worden .
14:33 Uhr: Ich zerstöre mutwillig und wütend ein paar Gegenstände in meiner Umgebung.
14:34 Uhr: Daniel wird informiert.
14:35 Uhr: Daniel ist sauer und zerstört mutwillig Gegenstände in seiner Umgebung.
14:36 Uhr: Ob man das noch reparieren kann? Hm...
15:12 Uhr: Daniel kommt vorbei und beschwert sich, was wir für ein Pech haben. Er sagt böse Fäkalworte. Ich tröste ihn damit, dass er mich beim Pfand wegbringen begleiten darf. Er trägt es mit Fassung.
15:46 Uhr: 2,28€! Hey, nicht schlecht für so eine kleine Pfandsammlung.
16:21 Uhr: Ärgern.
17:43 Uhr: Ärgern.
18:21 Uhr: Félix fragt per ICQ, warum ich noch nicht auf dem Weg nach Düsseldorf bin. ICQ aus.
18:23 Uhr: Ärgern.
21:44 Uhr: Daniel lebt noch: Er schreibt: "Bloß nicht daran denken, wo wir jetzt eigentlich wären".
21:45 Uhr: Zu spät.
22:20 Uhr: Ärgern. Nachholtermin ist der 04.02. Noch so lange hin. Mit welcher Farbe soll ich dieses Mal "OASIS!" in meinen 11Freunde-Kalender eintragen?

Lalalalala, Ulysses!

12:48, 18.01.2009 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 2 Kommentare | Link
Ich glaube, ich bin die letzten Tage so ziemlich jedem mit diesem Song auf die Nüsse gegangen, der mir über den Weg gelaufen ist. Entschuldigung dafür. Aber ich würde es wieder tun. Denn "Ulysses" von Franz Ferdinand ist ein grandioses und ohrwurminges Lied, ich komme nicht mehr davon los. Und dann ist auch noch das dazugehörige Video so toll, arrgh. Alleine wie der eine von den vier Fränzen da mit seinen Trommelstöcken auf die Decke haut, hohoho! Bitte angucken, rumtanzen und nächste Woche Freitag in den nächsten Plattenladen rennen und "Tonight: Franz Ferdinand" kaufen. Lalalalala!



Back to Black

16:20, 17.01.2009 Geschrieben in Ichisichisichisich | 3 Kommentare | Link
Im aktuellen Musikexpress ist ja bekanntermaßen eine Vinyl-Single von Franz Ferdinands "Ulysses" dabei, was letztlich auch der Grund dafür war, dass ich vor etwa zwei Stunden Fünfeuroneunzich dafür ausgegeben hatte. Okay, ohne Schallplattenspieler macht mit so einer schönen Scheibe nicht wirklich viel, aber schön sein und teilnahmslos rumstehen klappt ja auch im Club manchmal auch ganz gut. Aber dann, dann begegnete ich meiner Oma und als ich ihr erzählte, dass ich jetzt im Besitz einer Vinyl-Single sei, erzählte sie mir vom alten Schallplattenspieler von Tante Änni, welcher bei ihr im Keller stehe. Er sei schön, stehe aber teilnahmslos dort unten herum. Heureka! Bin ich direkt hingefahren und hab das Dingens abgeholt.

Und jetzt steht es in meinem Zimmer und erfreut mich. Ach ja, die Schallplatte "100x Ohne Hemd und Höschen" habe ich auch mitgenommen. Party-Kracher wie "Ja, bei uns geht alles wie genudelt", "Wer das Hös'chen hat erfunden" und "Lecke Du" haben sicher schon im Party-Keller meiner Großeltern für viel Freude gesorgt. Keine besonders erstrebenswerte Vorstellung, aber wenn ich die Platte das nächste Mal höre, werde ich hoffentlich genug Promille in mir herumtragen, um mich von solchen Gedanken abzulenken.

Wichtig mit Hemd.

19:52, 15.01.2009 Geschrieben in Ichisichisichisich | 3 Kommentare | Link
Hm, wohin gehe ich denn heute mal? Im Gewerbegebiet, in dem ich derzeit ein Praktikum bei einer kleinen Medien/Werbe-Agentur absolviere, stehen neben vielen Büros auch gleich vier Supermärkte herum. Quasi nebeneinander kämpfen dort Plus, Penny-Markt, Aldi Süd und auch Lidl um mein Vertrauen. Und heute in meiner Mittagspause war ich sogar in allen vier Geschäften, denn ich habe ein unhöfliches Hobby: Ich lese gern beim Essen. Manchmal esse ich sogar beim Lesen. Na ja, auf jeden Fall wollte ich mir vor meinem obligatorischen Bäckerei-Besuch noch ein aktuelles Druckerzeugnis erwerben. Leider musste ich feststellen, dass nur zwei der vier überhaupt Zeitungen anbieten und die hießen dann auch noch BILD und "Grevenbroicher Kurier". Nö, für sowas gebe ich kein Geld aus, dachte ich mir. Ich überlegte dann noch kurz, ob ich mir einen Prospekt von Lidl mitnehmen sollte, denn das ist schließlich auch ein aktuelles Druckerzeugnis. Dachte mir aber auch hier ganz frech: Nö!

So ging ich also zeitungsfrei zur Bäckereifrau und setzte mich an einen der freien Tische. Gegenüber von mir saßen vier wichtige Herren in Anzügen, zwei hatten sogar ihre Laptöppe (hihi) dabei und rechneten konzentriert irgendwelche bestimmt auch sehr wichtigen Dinge aus. Die anderen zwei sprachen untereinander Französisch, bestellten aber überraschenderweise keine Croissants oder Baguettes, sondern Körnerbrötchen. Mein Weltbild zerfiel. Ich hingegen wollte meinem Vorgesetzten im Büro eine kleine Freude machen und bestellte mir ein Thunfisch-Brötchen. Morgen werde ich mir wohl ein Mettbrötchen erwerben. Übrigens, als ich mich dann auf den Weg zurück ins Büro machte, saßen die wichtigen Herren in ihren Anzügen weiter dort herum und besprachen (wichtige!) Dinge. Ich befürchte, sie können in Zeiten der Weltwirtschaftskrise die Miete nicht mehr zahlen und mussten nun eben ausweichen. Hätte ich doch lieber den Lidl-Prospekt mitgenommen und ihnen gezeigt, wie sie ihr Geld besser anlegen könnten? Mache ich vielleicht morgen.

Spricht irgendeiner meiner Leser Französisch?

BILD.de gibt Abschuss frei

09:23, 14.01.2009 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 1 Kommentare | Link
Irgendein austauschbares Playmate mit großen Brüsten hat sich nackt für die Tierrechtsorganisation "PETA" fotografieren lassen. BILD.de hat bei seiner Nachberichterstattung aber wohl aus Versehen das falsche Verb gewählt:

Screenshot: BILD.de

Minimalistisch böse

21:36, 13.01.2009 Geschrieben in Fundgrube | 0 Kommentare | Link
Hätte man mich in den letzten Monaten gefragt, welches das lustigste mir bekannte Comicbuch sei, wäre mir eine Antwort sehr leicht gefallen. An den vielen Konjunktiven merkt der intelligente Leser zwar, dass mich niemand danach gefragt hat - ich antworte jetzt hier trotzdem mal, vielleicht fragt ja irgendwann mal jemand. Wobei ich folgendes Büchlein auch sonst uneingeschränkt jedem empfehlen kann, der schwarzen Humor so sehr liebt wie ich - aber worum geht es eigentlich?

Es geht hier um den Isländer Hugleikur Dagsson und ja, ich habe diesen Namen vom Buch abgetippt, sowas kann sich ja niemand merken. Höchstens Isländer, denn der Vorname des Autors ist dort ein beliebter Name für Pferde. Ebenso lustig wie diese kleine Anekdote, aber deutlich fieser: "Finden Sie DAS etwa komisch?" , eine Sammlung aus seinen zwei vorherigen Büchern (die es noch nicht in übersetzter Form zu uns gefunden haben). Und ich darf auf die Titelfrage des Buches antworten: Ja, ich finde es äußert komisch, was auf den 128 Seiten geboten wird. Es gibt Witze auf Kosten von so ziemlich aller denkbaren Randgruppen, zusammenfassend und kurz kann ich aber sagen: sämtliche minimalistische Bilderwitze gehen auf Kosten des guten Geschmacks. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Quelle: www.dagsson.com
Für die deutsche Ausgabe sind die Witze übersetzt worden. Und trotzdem sind sie sehr, sehr lustig und verlieren niemals ihren ursprünglichen Charme. Bitte kaufen. Alleine schon, weil die irische Sun meinte: "Dieses kranke Buch gehört verboten!". Tihihihihi.

Weiterschmunzeln:
"Finden Sie DAS etwa lustig?" bei Amazon
Offizielle Homepage von Hugleikur Dagsson

Schottentwee statt Schottenrock.

12:06, 12.01.2009 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 2 Kommentare | Link
< class=Ich liebe "British English". Einfach nur superkuhl, wenn diese frechen Briten die Worte anders aussprechen, als ich das in der Schule lerne. Und wenn dann diese komische Band namens "The Just Joans" aus Glasgow daherkommt und seine hausgemachten Twee/Indie-Pop-Stücke in einem extremen schottischen Akzent vorträgt, dann ist das so liebevoll und toll, ich möchte fast sogar sagen süß. Leider bekommt man die bisherigen Mini-Alben der Schotten hierzulande praktisch gar nicht, sogar beim Label "WeePOP! records" sind sie komplett vergriffen. Am Valentinstag (14.2.) soll dann ihr dritter Langspieler dort erscheinen. Zum Glück gibt es ja das Internet und bei LastFM kann man sich Songs in voller Länge anhören - und der gute Johannes hat extra für euch nach kostenlosen (und legalen!) mp3 der Truppe gesucht und natürlich auch gefunden. Anhören, jubilieren und bitte nicht mit Lob über "The Just Joans" geizen. Denn "The Just Joans" sind nicht geizig, sondern wenn überhaupt ehrgeizig. Und bevor mir noch mehr schlechte Wortspiele einfallen, hier die Titel:

The Just Joans - What do we do now?
The Just Joans - Hey boy... you're oh so sensitive
The Just Joans - Belshill Station

Ich bin ein Voyeur - lasst mich in Ruhe!

16:43, 11.01.2009 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 2 Kommentare | Link
Bach, ZietlowEs ist schon fast langweilig geworden, über "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" zu schreiben: Jeder tut es, neue Erkenntnisse gibt es selten und dass die Sendung nicht sonderlich anspruchsvoll und authentisch ist, wissen wir auch längst. Nicht neu ist dazu die Erkenntnis, dass die zehn Kandidaten wohl ziemlich pleite und egal geworden sein müssen, um überhaupt ins berühmt-berüchtigte "Dschungel-Camp" zu ziehen. Wissen wir jetzt, wo wir uns schon die vierte Staffel auf RTL antun, doch schon. Wenn sie die Aufmerksamkeit brauchen, dann geben wir sie ihnen doch, wir sind doch alles nette Menschen. Und wenn die weiblichen Kandidaten dann nackt duschen oder baden gehen, freut sich sogar der Voyeur! Ich bin jemand, der sich aus vielen Gründen auf diese Show gefreut hat und sie auch dieses Jahr ausführlich verfolgen wird - wofür ich mich komischerweise immer rechtfertigen muss. Unterschichten-TV für BILD-Leser sei das Programm, tststs. Bin ich wirklich so blöd, wie mich die Klugscheißer halten? Nö.

Loriette LondonDenn es gibt derzeit kaum eine bessere Comedy als eben diese Show. Zum einen das tolle Duo Bach/Zietlow, das ironisch-kritisch mit Zoten, offensichtlichen Wortspielen und Kalauern um sich wirft, sich dabei selbst aber nicht ernst nimmt. So sollte es sein. Und dann noch die Menschen im Camp. Ich sage bewusst "Menschen", weil es eben diese sind, die die Sendung so spannend und unterhaltsam machen: Nichts ist so interessant wie der Mensch. Kennt man die Menschen, die man dann schelmisch beobachtet auch noch entfernt, weil sie irgendwann irgendwo aus irgendeinem Grund mal für ein paar Minuten in der Öffentlichkeit standen, dann macht das erst recht Spaß. Andere garantiert böse und gefährliche Lebewesen wie Spinnen, Schlagen und vielleicht sogar Stirnlappenbasilisken sorgen dann in Kombination mit den _-Promis (bitte Buchstaben einsetzen) für Kurzweil und gute Unterhaltung. Manchmal sind es sogar nur bestimmte Körperteile von Tieren, die im Rampenlicht stehen. Gestern zum Beispiel musste "Loriette London", ehemals Mann, heute, äh, "Frau", unter anderem eine "Penis Colada" trinken.

Das kann mich gewiss geschmacklos, peinlich und ekelhaft finden. Man kann sich aber auch auf das Format einlassen, sich unterhalten lassen und amüsiert froh darüber sein, es nicht nötig zu haben, sich in der Show bloßstellen lassen zu müssen. Besonders spaßig übrigens: Nach der Sendung noch beim Fernsehlexikon vorbeischauen. Die Wortspiele dort haben auch garantiert mehr Biss als manche Schlange im Camp.

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