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Grüß Gott, Franz!

14:52, 5.07.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
Kurz die kleine Vorgeschichte: stell dir vor, du befindest dich im kleinen baltischen Staat namens Estland und denkst dir "Mensch, was könnte ich denn so machen?". Okay, die erste Idee eines Durchschnitts-Mannes ist: Bier! Juhu! Denken wir aber mal ein wenig weiter: Musik! Rock 'n' Roll! Yeah! Netterweise verbinden auch die Esten selbiges in diesem Sommer zum inzwischen 15. Mal auf einem Festival und nennen das dann auch noch "Õllesummer" was soviel heißt wie "Biersommer". Geil!

Also, am gestrigen Freitag bin ich dann am frühen Abend auf das große Gelände gepilgert und habe mich über den günstigen Eintrittspreis gefreut: 150 estnische Kronen muss man für einen Tag auf dem Festival bezahlen, das sind keine 10€. Fürs berühmte leibliche Wohl wurde an gefühlten 19876 Fressbuden gesorgt, hier gab es Speis und Trank zu ebenfalls sehr humanen Preisen. Und wenn man sich dann genug über günstiges Bier und fettige Bratwürste gefreut hat, konnte man an einer der sechs (?) Bühnen Musikern lauschen, meist kamen diese aus Estland und sangen in ihrer Landessprache.



Bei einer Band - ich meine es war die Band "traFFic", bin mir aber nicht sicher - wurde dann auch sehr laut gekreischt. Komischerweise finde ich über die estnische Truppe nichts im Internet, immerhin weiß ich jetzt, dass es a) eine Rockband in den Sechzigern war und es b) einen DJ mit diesem Namen in Russland gibt. Egal, auf jeden Fall hat mir die ganz gut gefallen, vor allem eine Coverversion von Song 2 hat es mir angetan. Ansonsten gab es nicht viel Bemerkenswertes, eine Jazzsängerin hier, eine finnische Metal-Band (bäh!) dort.

Weitaus interessanter war das musikalische Geschehen an der Hauptbühne, die mit einem relativ großen Innenraum und einer nicht weniger imposanten Tribüne ein schönes Ambiente zu bieten hatte. Hier begann die "Vorband" zum Headliner des Festivals, sechs Sänger und Sängerinnen aus dem Baltikum gaben berühmte Filmhits zum Besten - von "Who Wants to Live Forever" bis "My Heart Will Go On" war (leider?) alles dabei. Durchaus hörenswert, vor allem das Finale mit "I'm a Believer" war sehr schön anzuhören.



Danach gab es dann wieder eine gute Dreiviertelstunde Pause auf der "Postimees"-Bühne, bis endlich der Hauptact überpünktlich um 22:30 Uhr die Instrumente zum Klingen brachte: die britische Indie-Rock-Truppe Franz Ferdinand gab sich die Ehre und heizte die Menge ordentlich an. Ganze 75 Minuten rockten die Jungs standesgemäß ihr Programm herunter, dabei waren alle Hits von "Take Me Out" bis "Michael" dabei. Schön. Auch eine Zugabe gönnten die Briten ihren estnischen Fans, gleich drei Lieder wurden zusätzlich dargeboten. Ich hätte ja gern noch mehr gehört, aber was "Zugabe" auf Estnisch heißt, ist mir leider ein Rätsel.

Rätselhaft war es mir übrigens auch, warum die Gitarrenriffs teilweise so lasch aus den Lautsprechern rüber kamen. Kann sein, dass ich als einziger so denke, aber irgendeinen Kritikpunkt hat der doofe nörgelnde Deutsche ja immer. Trotzdem war es ein sehr schöner Abend. Danke Franz!

Rumms.


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