Alles scheiße, früher war's besser, mähblökbuh!Man liest und hört es immer wieder. Vollkommen ungefragt springt immer irgendwo ein Männlein in den Vordergrund und sagt diesen Satz. Oder schreibt ihn irgendwo hin. Ins Internet, in Poesie-Alben oder sonst irgendwo hin. Klar, ich spreche vom Satz 'Früher war alles besser'. Schaut man sich ein paar große Hobbierungen (ich möchte, dass dieses Wort in den Duden kommt.) an, dann wird man schnell entdecken, dass es immer welche gibt, die melancholisch werden, in Erinnerungen schwelgen und zum Entschluss kommen: Hey, früher war alles besser! Warum? Wieso nicht wieder so? Mist.Fußball
Die Sportart überall. Wird überall gespielt, geliebt, nicht erst seit der Yuppie-EM/WM-Eventstimmung in den Sommern 2006 und 2008. Aber es gibt viele Fans, die Angst vor der endgültigen Kommerzialisierung ihres Sportes haben: überall Werbung, teure Ticketpreise, kaum Fankultur, während des Spiels Cheerleader und Charts-Mucke; auf dem Platz eine Weltauswahl mit Spielern von allen Kontinenten und so weiter. Also in etwa so, wie es in England aktuell ist. Kaum Briten spielen dort in den Top-Vereinen mit, die Quittung dafür hat England bei der letzten EM ja bekommen: sie haben sich nicht qualifizieren können (höhöhöhö!). Ab nächster Saison gibt es dann auch Spiele zur Mittagszeit, nur damit die Leutchen da oben in ihren Buisness-Seats noch mehr Geld scheffeln können. In Deutschland haben wir derzeit auch ein absolutes Hassobjekt was Vereine angeht: die TSG Hoffenheim. Keine Fans (in Cottbus war die Anzahl der Hoffenheimfans zuletzt nicht dreistellig [!]), keine Tradition, dazu einen reichen Opi namens Hopp. Bäh, komm, geh weg damit. Nächstes Thema. Musik Echte Musikliebhaber verharren ja weiterhin auf die gute alte Schallplatte, obwohl diese längst von der CD abgelöst worden ist. Der Klang ist auf der Schallplatte ja viel besser undsoweiterundsofort. Naja, das soll jeder für sich selbst entscheiden. Mehr Leute können aber der These zustimmen, dass diese Castingsshows á la DSDS und Popstars nicht gerade tolle Musiker fördern und auch hier nur eines interessant ist: die Freizügigkeit von mediengeilen Jugendlichen, die für schnellen Ruhm jeden Quatsch machen. Und wenn einem Schnuffel, Alexander Klaws (der inzwischen übrigens ganz annehmbare, deutsche Musik macht) und Paul Potts nicht so zusagen, dann kauft man sich beispielsweise den Musikexpress und wird dann auch auf gute Musik aufmerksam. PeterLicht, Kilians, Kate Nash möchten da mal kurz erwähnt werden. So, fertig. Mal ganz davon abgesehen, dass heute kaum noch Musik gekauft wird: seien wir doch ehrlich, in unserem Bekanntenkreis laden doch fast alle Leute die Musik aus dem Netz. Oftmals illegal. Ich nicht. Wenn ich Musik gut finde, bezahle ich auch dafür, ist ja auch deren Arbeit und irgendwovon müssen die ja auch leben, die Musiker. Fernsehen Und auch im TV war früher viel bessere Unterhaltung an der Tagesordnung. Kein Florian Silbereisen, kein Johannes B. Kerner (bäh, komm, geh weh! #2) und auch Jörg Pilawa war noch nicht bekannt. Häufig hört und liest man, dass es heutzutage nur noch weichgespülte 08/15-Moderatoren gibt, ohne Spontanität, ohne Ecken und Kanten. Kann ich als junger Knirps jetzt nicht bestätigen, aber hier mal ein schönes YouTube-Video vom sehr geschätzen Fernsehkritiker, der erahnen lässt, dass auch hier früher vielleicht alles ein bisschen besser war: Kino Hier gilt Ähnliches wie bei der Musik: viele junge Leute wissen die Kunst eines Kinofilmes nicht mehr zu schätzen und gucken die Filme illegal auf ihrem heimischen TV, zwischendurch wird noch eine Tiefkühl-Pizza verspeist. Ins Kino gehen ist teuer, DVDs sind es sowieso. Schade eigentlich, denn abseits von shrek 5, Spiderman 4, Batman 6 und Harry Potter 8 gibt es ja auch andere tolle Filme, die dann gerne mal übersehen werden. Aber was schreibe ich eigentlich so viele Zeilen über etwas, was ich eigentlich gar nicht so recht verstehe? Hier wieder einmal ein Link, dieses Mal zum Wortvogel. Der Text beschreibt ja hauptsächlich die Filmkritik, aber da wollen wir hier mal nicht so pingelich sein, nech? Wortvogel - Kino-Kritik: Sonderedition Videospiele Sei nur kurz erwähnt: heute stürmt die "Casual-Welle" auf die Spieler zu, mehr dazu in meinem Blog-Eintrag "Nongamertendo", zu finden in der Kategorie "Game Over". Bin gerade zu faul einen Link zu setzen, dies sei bitte verziehen.
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Johannes Floehr
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