Es wurde Licht in Wuppertal Endlich durfte ich ihn live erleben, den grandiosen Liedermacher PeterLicht. Und zwar gestern im ausverkauften Wuppertaler Rex-Theater. Kannte ich bislang auch noch nicht, zudem kam erschwerend hinzu, dass ich vorher noch beim Bundesliga-Duell zwischen Bayer Leverkusen und Hertha BSC gewesen bin - schlechtes Spiel, gutes Ergebnis dort. Aber wieder zum Thema: um 20:00Uhr hatte der Peter sich angekündigt, da wir uns aber um ein paar Minuten verspäteten, bin ich ihm dankbar dafür, dass er nicht ganz pünktlich begonnen hat. Mit einer Viertelstunde Verspätung ging es dann also los. Vier junge Herren stehen auf der Bühne und spielen "Räume räumen", den Opener vom aktuellen Album "Melancholie und Gesellschaft". Das Besondere dabei: die Musiker sind nur ansatzweise zu sehen, weil nicht wirklich beleuchtet. Wollte Peter etwa wieder unerkannt bleiben, so wie früher, als er nur Telefoninterviews gab und sich als Kartoffelmännchen zeigte? Jein. Und nach zwei Liedern gab es dann auch erste Beschwerden aus dem Publikum: "Peter, es fehlt das Licht!" machte einer ein geniales Wortspiel, ein anderer rief "ich hab' 16€ für dich bezahlt, jetzt will ich dich auch sehen!". Das Publikum amüsiert, der Künstler nimmt es still hin, spielt noch ein Lied und dann wurde es endlich Licht:. Die Scheinwerfer gingen an, Peter gab sich zu erkennen und das Publikum tobte - da war er! Er existiert wirklich! Und er kann auch live sehr gut singen - die Setliste war ebenso abwechslungsreich wie seine vier Alben es schon sind. Er spielte die Klasiker wie "Sonnendeck", "Das absolute Glück" und zwischendurch gab es dann auch kleine Blödelein mit dem Publikum. Und mit jedem Lied verbesserte sich die Atmosphäre im Wuppertaler Rex und eine kleine Gruppe junger Damen tanzte in der vierten Reihe sogar mitsingend mit. Macht Spaß. Da darf Peter auch mal ab und an einfach nur etwas Urkomisches aus seinen Büchern vorlesen. Und erst recht darf er mal seine Gitarre weglegen und einfach anfangen zu tanzen: das sieht unheimlich komisch aus, aber nicht gewollt bescheuert wie beispielsweise bei Helge Schneider: der Peter tanzt wirlkich so! Macht Spaß. Darf er. Und nach mehr als hundert Minuten PeterLicht war dann nach vier Zugaben und einem bunten Potporee aus Musik, Komik und mehreren sehr sympatischen Versingern vom Peter Schluss. Stehende Ovationen, dann war er wieder weg. War aber ein sehr schöner Abend. Außerdem hängt nun ein PeterLicht-Poster in meinem Zimmer - und ich hoffe, dass auch der Dazwischenrufer für seine 16€ noch ausreichend Licht geboten bekam. {Vorherige Seite} {Seite 121 von 181} {Nächste Seite } ©
Johannes Floehr
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