Peter und Thomas auf SolopfadenSeeed und Die Fantastischen Vier: zwei sehr erfolgreiche deutsche Bands; die einen machen knallenden Reggae-Dancehall, die anderen flotten Sprechgesang. Aber irgendwann wird das auch öde, weswegen die jeweiligen Frontmänner jetzt erstmal Solo unterwegs sind. Peter Fox von den Berlinern Seeed ist dabei zum ersten Mal ohne seine zehn (!) Bandkollegen zu hören, Fanta Vier-Thomas D nahm bereits sein drittes Solo-Projekt auf. Und ich habe mir die aktuellen Langspielplatten mal gekauft und unter die Lupe genommen. Es ist aktuell quasi unmöglich sich ohne das Auftreten von Peter Fox mit Musik zu beschäftigen: im "Musik"fernsehen laufen seine Videos rauf und runter, im Radio werden seine Hits gespielt und auch die großen Zeitschriften widmen ihm mehrseitige Artikel. Was sein Solo-Debut Stadtaffe auszeichnet sind vor allem die dröhnenden Bässe, offensiven Texte und das Orchester, das ihn begleitet. Er singt von Sex ("Der letzte Tag"), Gewalt ("Schwarz zu Blau") und von seinem "Haus am See", leider klingt das aber abwechslungsreicher als es dann letztlich ist. Nur drei, vier Titel sind wirklich stark, der Rest plätschert so dahin. Ist letztlich doch "nur" ein Konzeptalben mit wenigen Tiefen, ohne dabei in luftige Höhen zu geraten. Aber sogar Kanye West gefällt's - und wirklich viel falschen machen kann man mit einem Kauf auch nicht. Auf jeden Fall gefällt mir der Stadtaffe deutlich besser als das letzte Seeed-Album "Next!". Peter Fox - Stadtaffe bei Amazon Ich mag die Fantastischen Vier ja sehr gerne. Die Songs sind meistens sehr fröhlich und haben gewaltiges Ohrwurm-Potential. Klappt das auch bei Thomas D auf seinem aktuellen Album Kennzeichen D? Ja. Zumindest zum Teil. Denn der Thomas hat so einiges zu sagen, gleich achtzehn Songs hat er aufgenommen. Kann etwas viel werden, aber man muss ja nicht alles auf einmal hören - man kann eigentlich nach 2/3 der CD auf Pause drücken, denn da beginnt langsam die "dunkle Seite" der Platte: vorher war die Grundstimmung positiv, jetzt spricht der D dann auch mal etwas weniger euphorisch und das Lächeln im Gesicht verschwindet. Doch das Album hat eine Botschaft: das Leben ist oftmals nicht gerecht und schön, aber im Gesamten etwas Tolles. Lebensbejahend spricht der D dem Hörer zu, spendet Trost und es gibt sicherlich Schlimmeres. Das Leben ist ja auch nicht immer Honigkuchenpferd und Tralala. Schöne Platte.Thomas D - Kennzeichen D bei Amazon {Vorherige Seite} {Seite 120 von 181} {Nächste Seite } ©
Johannes Floehr
'08-09 | freeblog.in
|
HomeStartseiteRSS-Feed ![]() Impressum Wo bin ich hier gelandet? Archiv KategorienFilm, Funk, Print und Co.Fundgrube Fußball ist immer noch wichtig Ichisichisichisich Musik, Musik, Musik Letzte EinträgeDie Karavane zieht weiter...ClickClickDecker und die Piraten Hurra! Oder doch nicht? Lalalalala, Ulysses! Back to Black LinksBILDblogCoffee and TV Fernsehkritik Niggemeier Spreeblick social issues and stuff Ton und Bewegung vREAKY REBELLION Wortvogel MainPlog [signoff] from beep marekmuellev Ahoi Polloi off the record Kleinster Fanclub WhiteTapes super nice! Indiepedia fern gesehen Höllenkühlschrank ui. 49suns Tomte Blog das klienicum |