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Kein alter Hut: The Precious Mings in Köln

15:38, 12.12.2008 Geschrieben in Musik, Musik, Musik | 0 Kommentare | Link
The Precious Mings "Die Mings sind eine sich kontinuierlich entwickelnde Sache, wir touren nie mit der gleichen Band und proben nie, unsere Konzerte bauen also größtenteils auf Panik, was Spaß macht." sagte Boris Ming, eigentlich als Boris Exton (Chikinki) bekannt, in einem Interview mit WhiteTapes. Mit seinem neuen Projekt "The Precious Mings" tingelt der Herr mit dem Hut derzeit durch Deutschland, beim Tourauftakt im Kölner Blue Shell war ich natürlich mit dabei. Kurz vor 21Uhr kamen Daniel (Hallo, Daniel, schöne Grüße! Huhu!) und ich vor dem kleinen "Kult-Club" in Colonge an, vorher wurden aber noch vier alkoholische Mitbringsel in einem nahe gelegenen Busch versteckt. Und dann begann das Warten. Die Bonner von "The Pill" versuchten vergeblich, die Wartezeit der Gäste mit belanglosem 90er-Jahre-Elektro/Pop-Gedudel zu verkürzen, mehr als Höflichkeitsapplaus war da nicht drin. Wenn wir nicht bald das "Fest der Liebe" zelebrieren würden, hätte ich noch ein paar böse Worte über den 25-minütigen Auftritt verloren, aber ich will ja mal nicht so sein. Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt, es gebe keine schlechte Musik, es gebe nur unterschiedliche Musikgeschmäcker. Nun ja, kommen wir mal zum Höhepunkt des Abends, der sogar einen eigenen Absatz bekommt. Aufgepasst:

Blue Shell (Köln)Pünktlich um 22Uhr stieg Boris mit samt Drummer und Bassist auf die kleine Kölner Bühne und eröffnete mit "Quack House" aus dem Album "Everytime I Sell A Record A Kitten Dies". Achso, stimmt, ich müsste da vielleicht noch etwas beichten. Denn wenn der Albumname der Wahrheit entspricht, ist gestern um kurz vor zehn Uhr eine Katze gestorben. Tut mir leid. Aber weiter im Text: Haupt-Ming Boris, der vor dem Auftritt noch kurz Zeit für ein gemeinsames Foto gefunden hatte (nein, ich lade es hier nich hoch, ihr Voyeure!) und sich einen Cocktail genehmigte, war auf der Bühne erwartet wirr und hatte sichtlich Freude an seinem Keyboard. Weniger Spaß brachte ihm die Drum-Machine ("This is Drum-Ming! Welcome him!"), denn die machte ein paar Faxen und leistete erst nach einiger Überzeugungskraft von Papa Ming die gewünschte Arbeit. Über "1 Track Mind" bis hin zum Publikumsfavoriten "Why Fish R gr8" war der bunt-poppige Indie-Elektro-Rock-Mix gepaart mit Boris' humorvollen Ansagen beste Unterhaltung an diesem kalten Donnerstag-Abend. Leider hatten sich optimistisch geschätzt maximal fünfzig Leute im "Blue Shell" eingefunden, glücklicherweise tat das der Spielfreude der drei Briten keinen Abbruch. Und kurz nachdem die Zugabe "A Girl Like You" von Edwyn Collins den letzten Applaus des Abends erntete, machten wir uns auch schon auf Rückweg, durften wir doch unsere letzte Bahn nach Krefeld nicht verpassen.

Gern hätten wir noch mit Boris ein alkoholisches Getränk zu uns genommen, aber vielleicht holen wir das später mal nach, wenn wir erwachsen geworden sind. Apropos alkoholische Getränke: im eingangs erwähnten Gebüsch ließ sich komischerweise nur noch eine einzige Flasche Pils entdecken, die anderen drei Flaschen hatte wohl jemand gestohlen. So ein Ärgernis! Und das so kurz vor Weihnachten!


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