Der Tag, an dem das Kino halbleer stand Ich war dieses Jahr nur dreimal im Kino - gestern inbegriffen. So wunderte ich mich auch darüber, dass das Krefelder Kino-Monopol "Cinemaxx Krefeld" ein wenig umgebaut hatte und man jetzt sogar am Automaten bestellte Karten abholen kann. Toll! Ganz altmodisch stellten wir uns aber an die gute alte Warteschlange und entschieden uns für "Der Tag, an dem die Erde stillstand". Man kann sich darüber wundern, dass "stillstand" zusammengeschrieben ist, aber nun gut. Vielleicht entsprach dieser Titel ja 1951 noch den Vorgaben des Duden, denn in diesem Jahr erschien der Original-Film, der nun neuverfilmt worden ist. Kurz zur Story: Unbekannte Lebewesen kommen auf die Erde, die Menschen haben Angst; Kabumm, Rumms und so weiter.Sogar mir bekannte Schauspieler sind dabei, zum Beispiel Jennifer Connelly und Keanu Reeves, der den Alien "Klaatu" (was für ein bescheuerte Name!) spielt. Oder der gute alte Monty Python-John Cleese, der lustigerweise einen intelligenten Professor und Philosophen spielt, aber leider keine lustigen Witze machen darf. Besonders wichtig für die Handlung ist dann später auch Jaden Smith, Sohn von Will Smith und putzige zehn Jahre alt. Kinder gehen ja sowieso immer, sind ja auch süß. Aber damit nicht nur die Damen was zu gucken haben (Reeves: gutaussehend - Jaden: süüüüß!), gibt es auch Explosionen und die bereits erwähnten "Kabumm" und "Rumms". Zusammen ergibt "Der Tag, an dem die Erde stillstand" dann einen okayen Action-Film. Obwohl der Film gerade erst angelaufen ist und gestern der extrem günstige "Kino-Dienstag" war, war der Kinosaal maximal halb gefüllt. Zum Glück war meine Tüte Popcorn umso voller und in Zusammenarbeit mit Moritz (Hallo, er liest hier mit.) war dann auch der lange Werbeblock ertragbar. Ich bedankte mich mit großzügigen Popcorn-Spenden und einigen politisch nicht korrekten Witzen bei ihm. Viel spannender war der Film dann aber auch nicht. Die Storyline des Streifens ist manchmal extrem wirr und doof, die Tempowechsel sind unstrukturiert und scheinbar wenig durchdacht und gelacht wurde nur, als Angela Merkel kurz im Bild war (hihi). Das Weltuntergangsszenario hat am Ende dann noch ein bisschen mit der Moralkeule geschwungen und weil die so schön zu Weihnachten passt, präsentiere ich hier mal die tolle Moral: Menschen sind böse Geschöpfe und machen alles kaputt, wir sollten alle vielmehr miteinander kuscheln und uns liebhaben, sonst gehen wir auch kaputt. Da ich in doppelter männlicher Begleitung im Kino war, blieb das Schmusen nach dem Film, der mit dem schrecklichen "Vergiftet im Schlaf" von Thomas D im Abpsann irgendwann plötzlich vorbei war, aus. Und so richtig warm sind wir auch mit dem Film nicht geworden. {Vorherige Seite} {Seite 35 von 181} {Nächste Seite } ©
Johannes Floehr
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