HerrSalami.de

BILD.de gibt Abschuss frei

09:23, 14.01.2009 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 1 Kommentare | Link
Irgendein austauschbares Playmate mit großen Brüsten hat sich nackt für die Tierrechtsorganisation "PETA" fotografieren lassen. BILD.de hat bei seiner Nachberichterstattung aber wohl aus Versehen das falsche Verb gewählt:

Screenshot: BILD.de

Ich bin ein Voyeur - lasst mich in Ruhe!

16:43, 11.01.2009 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 2 Kommentare | Link
Bach, ZietlowEs ist schon fast langweilig geworden, über "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" zu schreiben: Jeder tut es, neue Erkenntnisse gibt es selten und dass die Sendung nicht sonderlich anspruchsvoll und authentisch ist, wissen wir auch längst. Nicht neu ist dazu die Erkenntnis, dass die zehn Kandidaten wohl ziemlich pleite und egal geworden sein müssen, um überhaupt ins berühmt-berüchtigte "Dschungel-Camp" zu ziehen. Wissen wir jetzt, wo wir uns schon die vierte Staffel auf RTL antun, doch schon. Wenn sie die Aufmerksamkeit brauchen, dann geben wir sie ihnen doch, wir sind doch alles nette Menschen. Und wenn die weiblichen Kandidaten dann nackt duschen oder baden gehen, freut sich sogar der Voyeur! Ich bin jemand, der sich aus vielen Gründen auf diese Show gefreut hat und sie auch dieses Jahr ausführlich verfolgen wird - wofür ich mich komischerweise immer rechtfertigen muss. Unterschichten-TV für BILD-Leser sei das Programm, tststs. Bin ich wirklich so blöd, wie mich die Klugscheißer halten? Nö.

Loriette LondonDenn es gibt derzeit kaum eine bessere Comedy als eben diese Show. Zum einen das tolle Duo Bach/Zietlow, das ironisch-kritisch mit Zoten, offensichtlichen Wortspielen und Kalauern um sich wirft, sich dabei selbst aber nicht ernst nimmt. So sollte es sein. Und dann noch die Menschen im Camp. Ich sage bewusst "Menschen", weil es eben diese sind, die die Sendung so spannend und unterhaltsam machen: Nichts ist so interessant wie der Mensch. Kennt man die Menschen, die man dann schelmisch beobachtet auch noch entfernt, weil sie irgendwann irgendwo aus irgendeinem Grund mal für ein paar Minuten in der Öffentlichkeit standen, dann macht das erst recht Spaß. Andere garantiert böse und gefährliche Lebewesen wie Spinnen, Schlagen und vielleicht sogar Stirnlappenbasilisken sorgen dann in Kombination mit den _-Promis (bitte Buchstaben einsetzen) für Kurzweil und gute Unterhaltung. Manchmal sind es sogar nur bestimmte Körperteile von Tieren, die im Rampenlicht stehen. Gestern zum Beispiel musste "Loriette London", ehemals Mann, heute, äh, "Frau", unter anderem eine "Penis Colada" trinken.

Das kann mich gewiss geschmacklos, peinlich und ekelhaft finden. Man kann sich aber auch auf das Format einlassen, sich unterhalten lassen und amüsiert froh darüber sein, es nicht nötig zu haben, sich in der Show bloßstellen lassen zu müssen. Besonders spaßig übrigens: Nach der Sendung noch beim Fernsehlexikon vorbeischauen. Die Wortspiele dort haben auch garantiert mehr Biss als manche Schlange im Camp.

TV-Kritik: Abnehmende Menschen, zunehmende Peinlichkeit

23:24, 8.01.2009 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 1 Kommentare | Link
The Biggest Loser: LogoJeder weiß: Dicke Menschen sind lustig. Und nett. Ach ja, und natürlich dick. Kann natürlich nicht so bleiben! Zum Glück gibt es da ja das Fernsehen, puh. ProSieben zeigt ab heute donnerstags um 20:15Uhr in "The Biggest Loser" wie vierzehn dicke Menschen versuchen, dünner zu werden. Versteht mich nicht falsch, eine gute Sache, vor allem aus gesundheitlicher Sicht. In den USA gab es von der Abnehmshow bereits sieben Staffeln und immer konnten die Kandidaten erstaunliche Erfolge erzielen - aber natürlich ist es ProSieben misslungen, eine ernst zu nehmende Dokumentation aus der Abnehmerei zu machen. Aber der Reihe nach.

Präsentiert wird die "Show & Comedy" (ProSieben.de) von Ex-Eiskunstläuferin Katarina Witt, die sogar schon ein Fitness-Buch veröffentlichen ließ und sich so natürlich schon für die Moderation anbietet. Wie das mit den Prominenten in solchen Sendungen aber so ist, bekommen die Kandidaten den Star aber nur selten und falls dann doch, sehr kalt und distanziert zu Gesicht, aber es gibt ja auch wichtigere Dinge zu tun: Abnehmen zum Beispiel. Zuvor werden die Jungs und Mädels aber noch gewogen, Gewinner ist am Ende der Staffel nämlich der- oder diejenige, die am meisten Gewicht verloren hat. Ab und an dürfen die Teilnehmer dann auch noch ein bisschen was von sich geben und da sind ja wirklich ein paar sehr überraschende Einzelschicksale dabei, oho:
"Ich bin schon seit meiner Kindheit so dick und habe schwere Knochen!"
"Dieses Kleidungsstück würde ich gerne mal wieder tragen"
"Ich fühle mich so dick unwohl, alle Menschen starren mich an!"

Ach wirklich? Na dann, weg mit den Männerbusen! Verschwinde, dicker Hintern!

Biggest Loser-Kandidatin DorisAber Puste Schokokuchen: Nur zu zeigen, wie die Dickerchen joggen und Gemüse essen, wäre natürlich viel zu langweilig. Also packt ProSieben die Kandidaten in zwei Teams, zieht ihnen blaue bzw. rote Klamotten an, veranstaltet sportliche Wettkämpfe und schenkt dem Gewinner (oder, frei nach dem Sendungstitel: dem "dicksten Verlierer") auch noch 100.000€. So kann man wenigstens davon ausgehen, dass es zwischendurch noch ein wenig Geldgeilheit und Krawall gibt, denn gerade zum Ende wird es wohl primär um die Knete gehen, Geld macht bekanntermaßen blind. Wie in solchen Shows üblich, wird am Ende jeder Show noch ein/e Teilnehmer/in vom Verliererteam rausgewählt. Heute es hat es Doris getroffen, die an Athrose litt und dementsprechend wenig für das Gesamtergebnis des Teams tun konnte. Tschö Doris, danke, dass ProSieben dich weinend vor einem Millionenpublikum zeigen durfte und jetzt bist du mit deinen Pfunden wieder allein. Super!

Es ist aber nicht die Tatsache, dass es für Unbeteiligte ziemlich wenig unterhaltsam ist, Menschen beim Abnehmen zu beobachten. Wirklich schlimm und beunruhigend ist, wie egal es ProSieben zu sein scheint, wie viel die "Biggest Loser" letztlich auf die Waage bringen: Wie ist es sonst zu erklären, dass jeder Teilnehmer vorher noch in seiner eigenen Wohnung dabei gefilmt wird, wie er haufenweise Dickmacher zu sich nimmt? Gehört dies zu einer seriösen Dokumentation dazu oder reicht es nicht, sie erzählen zu lassen, dass sie gern viel essen? Und wie peinlich-erniedrigend muss es für Teilnehmer Enrico sein, im TV zu sehen, wie die große Gewichtsabnahme des 190kg-Mannes mit "Mr.Boombastic" von Shaggy zelebriert wird?

Überhaupt fällt auf, dass kaum ein Interview und erst recht keine sportliche Tätigkeit ohne laute Musik aus dem Off über den Bildschirm geht. Möchte man den Zuschauer mit dem Charts-Gedudel ablenken? Wäre es nicht viel authentischer, an der ein oder anderen Stelle auf Songs wie "Big Girls" von Mika zu verzichten? Ist es notwendig, künstlich und mutwilig Zickenkriege und Neid herzustellen? Ich weiß ja nicht, wie viel Einfluss ProSieben auf die Werbung während der Sendung hat, aber muss während einer solchen Show wirklich für McDonald's, Cola und Mikrowellen-Currywurst geworben werden? Wissen die Kandidaten nicht, dass der teure Preis für ihre Abnehmkur im TV die öffentliche Bloßstellung und Offenbarung privater Probleme und peinlicher Privatangelegenheiten ist? Muss die Kamera beim fröhlichen Wetthungern wirklich jedes Mal den Zoom anschmeißen, wenn ihr ein Fettpölsterchen vor die Linse springt?

Während der ersten sechs Sendungen verlieren die Teilnehmer insgesamt übrigens rund 400kg, Respekt und Glückwunsch dazu. Und Sie, lieber Zuschauer, können sich mit mir über diese Erfolge freuen - aber bitte ohne diese peinliche Sendung. Dieses TV-Fastfood hat niemand verdient.

Höhöhö, BILD.de!

13:52, 7.01.2009 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 0 Kommentare | Link
Es gibt Nachnamen, die wünscht man niemandem. Schon im Kindergarten wird man veräppelt, geneckt und geärgert. Wahrscheinlich hatte auch das männliche Model, um welches sich dieser Eintrag dreht, keine schöne Kindheit. Traurig übrigens auch, dass er keinen Wikipedia-Eintrag hat - das wird sich aber sicher bald ändern, denn Nico Schwanz zieht ins lustige RTL-"Dschungel"-Camp! Und RTL-Hofberichterstatter BILD.de freut sich bei einem solch tollen Namen natürlich ein paar Löcher in den Boulevard-Bauch: Bescheuerte Wortspiele sind da selbstredend nicht ausgeschlossen:

(Quelle)

(Quelle)

Okay, die zweite Überschrift enthält noch keine Schwanz-Doppeldeutungen, aber dafür hat man im weiteren Textverlauf (nicht ganz unüblich, dafür höchst geschickt) ein paar Mal den Vornamen weggelassen:
[...] Im Dschungel ist er Freiwild für die Damen! Wer schnappt sich wohl den schönen Schwanz? • Topkandidatin ist Giulia Siegel (34): Sie ist schon länger Single – da käme ihr doch der blonde Schwanz gerade recht! [...] Auch Super-Transe Lorenzo (23) hat gute Chancen: Er lässt sich zur Frau umoperieren – ganz abgeschlossen ist seine Geschlechtsumwandlung allerdings noch nicht. Daher kommentiert er den Dschungel-Neuling nur so: „Zum Schwanz sag ich nichts." [...]
(Anm.: Hervorhebungen von mir)
Ach RTL, kommt, gebt es doch zu: Nico Schwanz ist nur dabei, weil er einen so lustigen Nachnamen hat. Haben die Praktikanten im Telefonbuch nicht was Tolleres gefunden? Egal, bei BILD freut man sich natürlich immer über solche Nachnamen. Ist aber auch lustig: Hihi, Schwanz! Wie Penis! Hihihihi!

"Solange man lebt, soll man rauchen!"

01:02, 4.01.2009 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 1 Kommentare | Link
Helmut KörschgenHelmut Körschgen. Welchem Leser dieses egalen Blogs sagt dieser Name etwas? Wohl die wenigsten meiner fünf Stammleser sind in ihrem Leben bisher auf diesen "Schauspieler" gestoßen, der in genau zwei Filmen mitgewirkt hat. Seine einzigen beiden  Filmauftritte in der Mitte der 90er-Jahre tragen die Titel "Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem" und "00Schneider - Jagd auf Nihil Baxter" und vielleicht kommen Sie ja darauf, dass dies zwei (großartige!) Filme von Helge Schneider sind, den ich hier nicht mehr weiter lobpreisen und vergöttern muss, denke ich. Zurück zu Körschgen: Es bedarf sicher einer Erklärung, warum ich die Bezeichnung "Schauspieler" in der dritten Zeile mit Anführungszeichen versehen habe. Dazu muss man erzählen, dass Körschgen die Schauspielkunst nie gelernt hat und ursprünglich als Statist für den "Texas"-Film vorgesehen war, letztlich aber doch viele (komplett improvisierte) Szenen als "Lieutenant Körschgen" zu spielen hatte. Dabei schaut er ab und an fragend in die Kamera, macht Pausen mitten im Satz und, so schreibt Daniel Hein von der Helmut Körschgen-Fanseite,  "jeder perfekt einstudierte und bis ins kleinste geprobte Lieutenant würde neben 00 jämmerlich zugrunde gehen." Und genau dieses eckige, unangepasste Agieren passt perfekt in die Helge-Filme, die sich selbst auch nicht allzu ernst nehmen und so ziemlich alle Normen der Filmkunst ignorieren. Sein prägnantestes Zitat lautet "solange man lebt, soll man rauchen!" und wenn ich rauchen würde, fände ich diesen Spruch bestimmt noch besser als ohnehin schon.

Helmut Körschgen starb 2002 im Alter von 79 Jahren.

Mehr von Helmut Körschgen auf der bereits erwähnten Fanpage helmut-koerschgen.de, inklusive Sprüche, Videos und ganz viel tollem Zeug:


Aus für Schmidt und Oli P.!

18:06, 27.12.2008 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 2 Kommentare | Link
Schmidt und Pocher (v.r.)Traurig, traurig. Der kleine Nachwuchs-Witzemacher Oliver P. aus H. hatte sich letztes Weihnachten so sehr gefreut, dass das Christkind ihm ein Praktikum mit dem großen Harald organisiert hatte. Und jetzt ist alles aus: "ARD-Sendung "Schmidt und Pocher" endet im April"! Olivers Kurzpraktikum verlief gemerell nicht immer ganz so erfolgreich und letztlich sind die beiden wohl am großen Altersunterschied gescheitert. Auch der Sex soll zuletzt nicht immer so aufregend gewesen sein, so wundert es jetzt nur, dass der offizielle Grund der Trennung so formuliert wird: "Schmidt spielt im Duo sein Potential nicht aus." Ja okay, das könnte natürlich ein Grund gewesen sein. Ich behaupte: ein anderer Grund könnte gewesen sein, dass Oliver P. erst gar kein Talent mitgebracht hat. Und während Schmidt jetzt bald wohl wieder alleine Witze machen darf (wo ist eigentlich Manuel Andrack?), stellt sich für Oliver die Frage: Was nun tun? Ist eigentlich noch ein Platz bei "Big Brother" frei? Und hier der Marc Terenzi von der Sarah Connor, der ist doch auch wieder solo? Man darf gespannt sein!

Oh nein: Comeback des Jahres?

15:00, 26.12.2008 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 0 Kommentare | Link
Da hat Bundesligist Energie Cottbus ja einen echten Alt-Internationalen an Land gezogen - ob der Endsieg jetzt ein realistisches Ziel für den Club ist?


[Screenshot: Kicker.de]

Einskommafünfmillioneneuro!

12:20, 21.12.2008 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 2 Kommentare | Link
Schlag den Raab - Foto: ProSiebenUnd er hat den Raab nicht geschlagen. Markus, HNO-Arzt aus dem Ruhrgebiet, hatte gestern Abend auf ProSieben die Chance, 1,5 Millionen Euro (In Worten: Einskommafünfmillioneneuro!) zu gewinnen, aber Metzger Raab war einfach wieder zu stark. Wirklich spannend war es in den knapp viereinhalb Stunden Sendezeit (minus knappe drei Stunden Werbung, Auto-Gewinne und Auftritte von Chart-Musikern) nur selten, was vor allem daran lag, dass der Markus wahrscheinlich nur von den Zuschauern als Kandidat ausgewählt worden ist, weil er ein glatzköpfiger Muskelhaufen ist. Aufgaben, die Feingefühl und Präzision voraussetzen, hatte er sowieso keine Chance. Auch ist er als Kandidat viel zu farblos, von mir aus soll jetzt mal ein Blödelbarde zu "Schlag den Raab" gehen und dort ein bisschen Spökes machen. Raab macht ja auch keine Witze während der Show, dafür ist (wenn überhaupt) Moderator Matthias Opdenhövel zuständig. Über den hier übrigens mal ein paar positive Worte verloren werden sollten: Er ist längst nicht mehr so nervig wie früher und ist vollkommen okay.

Komme ich aber mal wieder zur gestrigen Show: Mein persönliches Highlight war das Koffer-Pack-Spiel. Ich hasse diese Merk-Geschichten, ich bin da viel zu hibbelig für, schließlich kann ich mich auch in der Schule nicht mal fünf Minuten still hinsetzten und mich konzentrieren. Aber Stefan und Markus setzten sich deutlich länger konzentriert auf ihre Sessel und merkten sich, womit sie ihren imaginären Koffer so füllen. Wenn ich mich recht erinnere, waren sie am Ende bei fünfzehn Begriffen, bis Markus dann zum Verhängnis wurde, dass er nur "Vase" statt "Blumenvase" gesagt hatte. Punkte für Raab. Und auch beim letzten (und dreizehnten?) Spiel, dem scheinbar gestern erfundenen "Leitergolf", verlor der Kandidat glücklos. Ich könnte jetzt versuchen das Spiel zu erklären, aber das ist gar nicht so einfach. Interessiere schauen bitte hier nach. Der Leitergolf-Gottt ist ein Arsch, dachte ich mir, als es fast so ausgehen hatte, dass Markus den Spieß vielleicht doch noch umdrehen könnte und letztlich doch verlor. Das Endergebnis hieß dann 72:19 für Raab, der auch Spiele wie "Baggern" oder "BMX" für sich entscheiden konnte.

"Ist doch klar, er ist doch Schalker" meinte gestern ein User im Schalke-Forum, der froh verkündet hatte, dass er seinen HNO-Arzt im TV bestaunen könnte und wisse, dass dieser S04-Fan sei. Aber wenn Kandidat Markus wirklich Schalker ist, dann hätte ich gestern ja gar nicht einschalten müssen. Gegen Schalker gewinnen war schließlich selten leichter als aktuell. Vielleicht tritt zur neuen "Schlag den Raab"-Show im Januar ja mal ein Bayern-Fan an und gewinnt die dann 2 Millionen Euro (Zweimillioneneuro!). Wer will?

Der Tag, an dem das Kino halbleer stand

12:59, 17.12.2008 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 1 Kommentare | Link
Blue Shell (Köln)Ich war dieses Jahr nur dreimal im Kino - gestern inbegriffen. So wunderte ich mich auch darüber, dass das Krefelder Kino-Monopol "Cinemaxx Krefeld" ein wenig umgebaut hatte und man jetzt sogar am Automaten bestellte Karten abholen kann. Toll! Ganz altmodisch stellten wir uns aber an die gute alte Warteschlange und entschieden uns für "Der Tag, an dem die Erde stillstand". Man kann sich darüber wundern, dass "stillstand" zusammengeschrieben ist, aber nun gut. Vielleicht entsprach dieser Titel ja 1951 noch den Vorgaben des Duden, denn in diesem Jahr erschien der Original-Film, der nun neuverfilmt  worden ist. Kurz zur Story: Unbekannte Lebewesen kommen auf die Erde, die Menschen haben Angst; Kabumm, Rumms und so weiter.

Sogar mir bekannte Schauspieler sind dabei, zum Beispiel Jennifer Connelly und Keanu Reeves, der den Alien "Klaatu" (was für ein bescheuerte Name!) spielt. Oder der gute alte Monty Python-John Cleese, der lustigerweise einen intelligenten Professor und Philosophen spielt, aber leider keine lustigen Witze machen darf. Besonders wichtig für die Handlung ist dann später auch Jaden Smith, Sohn von Will Smith und putzige zehn Jahre alt. Kinder gehen ja sowieso immer, sind ja auch süß. Aber damit nicht nur die Damen was zu gucken haben (Reeves: gutaussehend - Jaden: süüüüß!), gibt es auch Explosionen und die bereits erwähnten "Kabumm" und "Rumms". Zusammen ergibt "Der Tag, an dem die Erde stillstand" dann einen okayen Action-Film.

Obwohl der Film gerade erst angelaufen ist und gestern der extrem günstige "Kino-Dienstag" war, war der Kinosaal maximal halb gefüllt. Zum Glück war meine Tüte Popcorn umso voller und in Zusammenarbeit mit Moritz (Hallo, er liest hier mit.) war dann auch der lange Werbeblock ertragbar. Ich bedankte mich mit großzügigen Popcorn-Spenden und einigen politisch nicht korrekten Witzen bei ihm. Viel spannender war der Film dann aber auch nicht. Die Storyline des Streifens ist manchmal extrem wirr und doof, die Tempowechsel sind unstrukturiert und scheinbar wenig durchdacht und gelacht wurde nur, als Angela Merkel kurz im Bild war (hihi). Das Weltuntergangsszenario hat am Ende dann noch ein bisschen mit der Moralkeule geschwungen und weil die so schön zu Weihnachten passt, präsentiere ich hier mal die tolle Moral: Menschen sind böse Geschöpfe und machen alles kaputt, wir sollten alle vielmehr miteinander kuscheln und uns liebhaben, sonst gehen wir auch kaputt.

Da ich in doppelter männlicher Begleitung im Kino war, blieb das Schmusen nach dem Film, der mit dem schrecklichen "Vergiftet im Schlaf" von Thomas D im Abpsann irgendwann plötzlich vorbei war, aus. Und so richtig warm sind wir auch mit dem Film nicht geworden.

He, BCC, was soll das?

10:35, 16.12.2008 Geschrieben in Film, Funk, Print und Co. | 2 Kommentare | Link
Hm, bitte mal hier klicken und die Bildunterschrift beachten. Hm.

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