Hier schreibt der Vini (wenn er nix besseres zu tun hat), was er in Amerika so alles erlebt!

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Mich gibts noch!

Geschrieben von krumi am 24.05.2007 um 09:17 . 3 Kommentare. Link.

Ha, da hat jemand nach nem halben Jahr mal wieder meinen Blog gelesen...solang hab ich ja auch ungefähr nix mehr geschrieben. Tut mir Leid, aber ich war noch nie so ein Tagebuchfan und Schreiben nimmt ja doch immer Zeit weg. Vor allem aber wird das Hochladen der Bilder ne Weile dauern!
Fangen wir mit New York an. Mein erster Eindruck war, dass es sehr europäisch erscheint und voll von Kultur ist. Des Weiteren sind die Stresshormone einfach in der Luft und jeder scheint in Eile zu sein. Die Straßen sind auch außerhalb des Berufsverkehrs mit einem einzigen Strom von Autos gefüllt. Dazwischen schlängeln sich dann ein paar verrückte Radfahrer hindurch und Fußgänger laufen ja förmlich über die Motorhauben. Ein blöder Nebeneffekt ist der ständige Gestank. Es riecht nach allem Möglichen, vor allem aber nach Abgasen, was wahrscheinlich auch der Grund für meine Kopfschmerzen am 3. Tag war. Einmal machte ich den Fehler, Sandalen anzuziehen. Am Abend waren meine Füße von einer klebrigen, schwarzen Schicht bedeckt...
Das lässt es jetzt aber negativer erscheinen, als es eigentlich war. Vor allem hat New York geniale Museen, speziell wenn man in Kunst interessiert ist. Ich bereue sehr, nicht die Zeit gefunden zu haben, ins MoMA zu gehen!
Und dann ist da natürlich die Stadt, wie man sie so aus Reiseführern kennt. Überall Wolkenkratzer, eine bunte Sprachenvielfalt (neben Englisch und Spanisch die ganzen Touristen) und die Freiheitsstatue als Symbol des Oxymorons der USA als Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
Man kann viel reden, wie 9/11 ja so schlimm nicht war (verglichen mit den Opfern des Krieges im Irak stimmt das ja auch), aber wenn man am Ground Zero steht bekommt man erstmal ein Gefühl dafür. Die Türme waren doppelt so hoch wie die Wolkenkratzer rundrum. Verbunden mit dem riesigen Loch ließ mir das schon den Schauer den Rücken runterlaufen und ich konnte die Schreie und rennenden Leute förmlich sehen. Alles in allem war es eine faszinierende Stadt, die ich gern besucht hab, in der ich aber nie Leben wollte. Ich bin eben doch nicht so ein Großstadtmensch... Bilder von New York könnt ihr hier sehen:

New York
Letztes Wochenende war ich auf einem Ausflug auf der Upper Peninsula (Obere Halbinsel Michigans) und habe dort nochmal einen der Großen Seen gesehn (Huronsee). Eine Nacht hab ich im Zedernwald neben dem Wasser allein im Freien geschlafen und bin bei einem wunderschönen Sonnenaufgang aufgewacht. Am Tag danach hatten ein paar Jugendliche die Holzofensauna angefeuert, die ich in drei Gängen genossen hab. Dreimal von der Sauna in den kalten See und dann zu unserer Hütte zurückgeschwommen. Photos dieser Reise werd ich so bald wie möglich noch hochladen. Als Ersatz noch ein paar "Alltagsbilder":
Mai 2007
Ansonsten bleiben mir nun noch 22 Tage übrig, ich hab die letzte richtige Schulwoche vor mir und die Woche danach gibts nur ein paar Final Exams. Im Keramikraum wird schon nicht mehr gebrannt und so musste ich drei ungebrannte Tassen sowie eine große Vase recyceln und die Photodunkelkammer ist ab morgen zu. Schule geht also langsam aber sicher zu Ende. Wie es das Schicksal so will hab ich mich 3 Wochen und 3 Tage vor meinem Flug richtig toll verliebt...c'est la vie! Was will man machen - postitiv denken und die Zeit noch genießen... Bis bald Euer Vini

Schubidabadeh!

Geschrieben von krumi am 1.04.2007 um 09:39 . 10 Kommentare. Link.

Langsam aber sicher hat sich auch hier das Frühlingserwachen eingestellt. Der Wind weht lau und die Schneeglöckchen haben den Krokanten (^^) den Staffelstab übergeben. Somit sind auch meine kleinen Freunde fröhlich am Paaren und Rufen und füllen die Teiche mit Laich. Auch die Schildkröte hat heute mit meiner Hilfe die Winterruhe beendet. Hündin Georgia kriegt zwischendurch als Leckerli eine Insulinspritze und freut sich auch wieder des Lebens. Mich hat letzte Woche ne Erkältung niedergeworfen aber sich nun auch verzogen, sodass ich die Sonne genießen kann. Mein Haar ist immer noch nicht geschrumpft, aber seht selbst:

Maerz2007

Ich ersehne den 21., um mindestens theoretisch im Frühling zu leben!

Geschrieben von krumi am 7.03.2007 um 12:42 . 3 Kommentare. Link.

Meine Gastfamilie ist grade zum Friseur abgedampft, weil die kleine Schwester gern einen 1-Zoll-Haarschnitt hätte. Sie ist nun mal ein Tomboy, wie es hier genannt wird, worunter ein Mädchen zu verstehen ist, das eher typische Jungensachen unternimmt, wenn man das zu Zeiten der berechtigten Emanzipation so sagen darf.
Deshalb kann ich mir es leisten, mir doch mal die Zeit zu nehmen, bissl was zu schreiben.
Derzeit bin ich auf künstlerischen Hochtouren, da ich zwei Kunstklassen (Photography & Jewelry) habe sowie in der siebenten Stunde im Töpferzimmer abhänge. Ich fragte meine Lehrerin, ob ich die Utensilien in der Freistunde nutzen könnte, um mich an die Töpferscheibe zu setzen, an der ich letztes Semester nur einmal gewerkelt hatte. Klar sagte sie, so oft du willst...so komm ich nun mal dazu, mir ne eigene Teetasse zu machen :) (Was nicht heißen soll, dass mir die Pulsnitzer nicht gefällt - ich will sie nur nicht überlasten)
Wie der Titel schon sagt, wart ich sehnlichst auf den Frühling. Nicht zuletzt natürlich mal wieder der Herpetologie wegen. Je eher es hier warm wird, desto mehr Möglichkeiten hab ich, die hiesigen Reptilien und Amphibien zu beobachten und zu photographieren. Ich hatte ja letztes Jahr schon angefangen, Kontakte in der Herpetologenszene zu knüpfen, und bin da jetzt bei den richtigen Leuten gelandet. Ich werde also bei den verschiedensten Projekten mithelfen, in naher Zukunft erstmal hauptsächlich Salamandermonitoring.
Fortsetzung vom 14.3.:
Diese Woche scheint der Frühling schon näher zu kommen: gestern wars plötzlich fast 20ºC warm und blauer Himmel, heute ist der Himmel wolkenbedeckt, dementsprechend ist es bisschen kühler.
Als ob das nicht schon genug wäre hab ich heute und gestern schulfrei.
Jedenfalls war ich da gestern erstmals der Feldherpetologie wegen wieder draußen und hab Zäune repariert, dass die Salamander und Fröschlein nicht auf die Baustelle einer neuen High School wandern - dort befand sich nämlich deren ursprünglicher Teich und ist jetzt von einem hohen Gebäude verschandelt. Also müssen wir die Tierchen zu ihrem Glück zwingen, den neuen Teich zu nutzen. Was wiederum mit einem sehr mitgenommenen Zaun, der natürlich nicht auf der Bauarbeiter Prioritätenliste steht und fein zertrampelt wurde, nicht ganz einfach ist. Wie ich hörte, haben bei euch ja nicht nur die Amphibien schon abgelaicht, sondern die Smaragdeidechsen und Kreuzottern sind auch schon draußen...und ich warte hier noch, bis sich die gleen Griechor ausmährn.
Zu meiner großen Freude ist der Film "Das Leben der Anderen" jetzt hier in die Kinos gekommen, nachdem er einen Oskar als bester fremdsprachiger Film gewonnen hatte. So kam ich dazu, den Film hier weit weg von zuhause endlich auch zu sehen. Zusammen mit meiner Gastschwester und -mutter und natürlich Deutsch mit englischen Untertilteln. Wirklich einer der besten Filme die ich kenne. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass ich, unter anderen Umständen, da immer noch leben könnte. Stattdessen sitz ich jetzt im Land des Klassenfeindes und nur meine Geburtsurkunde erinnert mich noch daran, dass ich aus dieser kleinen Republik komme. Manchmal, zum Beispiel als Grubitz Honeckers Stimme nachgeahmt hat, musste ich laut auflachen - und keiner der Amis um mich rum wusste warum :D
Inzwischen haben sich ne ganze Menge Bildchen angesammelt. Vor ner ganzen Weile wollte ich mich im Schnee suhlen, aber der prüden Amis wegen fand ich es unangebracht, im Badeschlüpfer durch den Garten zu hüpfen - also hab ich mir den Schnee in die Badewanne geholt^^
Hier mal ein Photo wie sich die Erde um meine Füße dreht - oder ich vielmehr die Kamera über den farbbekleckerten Boden der Theaterwerkstatt bewege. Ein Portrait von Hündin Georgia wie sie leibt und lebt.
Sonderlich lange konnte ich nicht warten mich aufs Rad zu schwingen und durch die Schneematschlandschaft zu fahren - und so sah ich ganz schön eingemummelt aus.
Das Dach des Henry Ford Museums zeigte schöne Lichtspiele, etwas anders als die Pfützen auf dem Schulhof.
Die Natur bietet selbstverständlich auch wieder viele schöne Motive und Spiegelungen im Wasser scheinens mir zur Zeit irgendwie angetan zu haben...
Soweit so gut!

Der Monat Januar

Geschrieben von krumi am 7.02.2007 um 10:52 . 1 Kommentare. Link.

Vervollständigt am 16.2.   Weitere Photos sind unter dem im letzten Eintrag angegebenen Link zu finden!
Joa, bei mir ist es grad bitterkalt - gestern warns so um die -19ºC und vorgestern noch kälter. Da die Amieltern das Schulamt verklagen würden, wenn ihre Kinderlein an der Bushaltestelle mit den Zähnen klappern, hatte ich ebenjene zwei Tage schulfrei *freu*
Zeit für einen Blogeintrag hatte ich da natürlich auch nicht, und da manche nach den, naja, paar Tagen ohne Eintrag schon wieder ungeduldig werden ;), muss ich mich nun an einem SCHULTAG (oh wie schlimm) an den Rechner zwingen. *g*
Na gut, Ihr habt ja Recht, es gibt viel zu erzählen - aber das hab ich jetzt garnicht gesagt, will nämlich nicht soviel schreiben :D
Vor ner Weile hatte ich ja das Vergnügen, meinen ollen Kumpel Sepp in Washington (Bundesstaat, nicht Stadt) zu besuchen. Meine Gastmutti hatte mir angeboten, dass ich jederzeit mit ihr mitfliegen kann, wenn sie beruflich im Land unterwegs ist, was mehrmals jährlich vorkommt. Als sie einmal von Seattle sprach, hab ich mir gedacht "Da kennste doch Einen und die Landschaft wolltste auch schon imma ma sehn!"
Zusage meiner Eltern im Heimatländle sowie von Sepps Gastfamilie folgte und nachdem ich der Schule vier Tage abgeluchst hatte, hieß es nur noch Warten. Schon vornweg sei gesagt, dass sich mir der Anblick des anmutigen Vulkans Mt. Rainier eigentlich völlig verwehrte - nur beim Rückflug konnt ich ihn im klitzekleinen Fenster der gegenüberliegenden Flugzeugseite sehn. Wie mich Sepp nach meiner Abreise in sadistischem Ton wissen ließ, klarte der Himmel später natürlich auf und ließ einen bilderbuchhaften Anblick zu. Aber zurück zum Beginn.
Früh halb acht wurden wir in einem schwarzen Nobeltaxi mit komfortablen Ledersitzen (Berufsreise *g*) abgeholt und zum Flughafen Detroit gebracht. Der Tunnel zwischen neuem und alten Teilgebäude ist ungewohnt futuristisch, was was Schönes hat, aber auch das Gefühl erzeugt, man hätte nun nochmal Zeit, über das Leben zu reflechieren, bevor man in den Krematoriumsofen gefahren wird. Bunte Lichter wechseln sich ab und werden von entspannender Musik begleitet. (Nein, ich war nicht auf LSD...)
Dazu habe ich auch ein Video aufgenommen.
Irgendwann, nachdem sich der Kontrolleur über meine homöopathischen Kügelchen gewundert hat, die aber mit Arzt- und Apothekenempfehlung ausreichend deklariert waren, sodass er mir nix anhaben konnte, gings dann auch ins Flugzeug und noch später kamen wir auch unversehrt in Seattle an. Dort währte der Tag noch drei Stunden länger als in Michigan und wir konnten uns einen ersten Eindruck von der Innenstadt beschaffen. Abends sah es dann aus dem Hotelzimmerfenster (13. Stock - ungewöhnlich, wird normalerweise ausgelassen - aber was juckt mich das) recht imposant aus. Am nächsten Morgen waren wir im "The Crumpet Shop" frühstücken, was sehr lecker war. Einmal bezahlen (1,50 oder so) und man konnte sich alle möglichen Tees eingießen so oft man wollte. Das müssen beim Teajunkie Vini mindestens sechs große Becher gewesen sein :) Es gab dort auch Nutella zu kaufen, zu den in Amerika üblichen Preisen - sowas wird hier nicht hergestellt und ist auch eher unüblich.
Besuchen mussten wir natürlich den berühmten Pike's Place Market mit seinem frischen Fisch und frischem Obst&Gemüse und was nicht allem. Vormittags holte mich dann Sepps Gastmutter ab in ihrem roten ollen riesigen Van, der mit mindestens sieben Kindern gefüllt war. Als Überraschung wollten wir Sepp vorzeitig aus der Schule abholen, er musste aber erstmal Essen gehen und hat die Nachricht für nicht so wichtig gehalten. Also habe ich dann erstmal drei Stunden gelesen und auf ihn gewartet...
Abends haben wir uns dann in den Gartenwhirlpool gesetzt, so gemütlich an der frischen Luft und am nächsten Morgen gings dann schon raus in die Wälder. Sepps Gastmutti fragte uns, ob es ein Problem wäre, wenn sie uns an den Snoqualmie Falls absetzt und wir dort dann 6 Stunden Zeit haben. So hatten wir uns das vorgestellt :)
Also haben wir uns dann diese imposanten Wasserfälle angeschaut, die man auf einem 45minütigen Rundweg erreichen sollte. Nun gut, die Zeitangabe war für die amerikanischen "couch potatoes" gedacht, wir waren nach 20min wieder am Ausgangspunkt, wobei wir fürs Umschauen, Photographieren und Orangenessen wahrscheinlich am meisten Zeit gebraucht hatten. Waren also noch 5h und 40min zum Wandern übrig.  Aber wo nur? Aufm Highway?!
Zum Finden eines Lösungsweges haben wir uns erstmal im Souvenirladen Chai (Yogitee) und Muffins geholt und uns auf die Terrasse gesetzt. Nachdem ich die Hälfte meines Muffins gegessen hatte, schaute Sepp den seinen immer noch an und meinte "Sag mal Vini, ist das Schimmel?!"  Nun, in dem Moment konnt ichs dann auch schmecken und hab die Holzplanken weitreichend dekoriert. Der Verkäuferin wars offenbar peinlich, entschuldigt hat sie sich aber nicht. Mit Keksen als Ersatz haben wir uns dann wieder hingesetzt. (Zur Sicherheitsinformation für Omi und Andere: ich habe keine Nachfolgen wie Lebensmittelvergiftung erlitten).
Ohne ersichtlichen Grund - muss weibliche Intuition gewesen sein - stand Sepp auf, schaute sich um und rief: "Ey, Vini, en Weißkopfseeadler!" Nun lag ja die Wahrscheinlichkeit, dass er mich diesmal veräppeln wollte, bei 99% und ich blieb erstmal sitzen. Sein Gesichtsausdruck schien aber doch zu überzeugend und ich stand auf. Da war er - riesige schwarze Schwingen und ein schneeweißer Schwanz - das Wappentier der USA. Sepp berichtete mir dann stolz, der Adler sei ca. 5m über seinem Kopf gemütlich langgeflogen. Manchmal sollte man seinen Freunden eben doch vertrauen...
Anschließend fragten wir die Verkäuferin nach Wanderwegen in der Umgebung. "Hm, also da gibts verschiedene. Links den Highway runter in ungefähr acht Meilen is einer. Oder ihr fahrt rechts, da sind in drei Meilen noch andere Wasserfälle."   "Nee, das bringt uns nicht weiter, wir sind hilflose deutsche Austauschschüler und haben weder Auto noch Führerschein. Und sind nebenbei auch an ernsthaftem Wandern interessiert"
Da musste sie dann nach ein paar Minuten des Überlegens passen. Solchen weltfremden Menschen wie uns war nicht zu helfen.
Also haben wir unsere inneren Wünschelruten angeworfen, die uns dann tatsächlich fast sieben Stunden (Sepps Gastmutti rief zwischendurch an um zu berichten, dass sie anderthalb Stunden später kommt) lang erfolgreich auf Pfaden durch Wald und Flur geführt haben. Die Landschaft war beeindruckend. Bäume waren grün. Mitteleuropäische Bäume sind dagegen braun. Sämtliche Äste waren von einem flauschigen Moosteppich bedeckt und dieser wiederum war von Farn überwachsen. Später kam sogar die Sonne raus. Damit hat der Räucherkäse viel besser geschmeckt (Merke: Wandern mit Sepp und Vini ist gleichzeitig immer mit kulinarischen Erfahrungen verbunden), auch wenn sich die Berge immer noch versteckt hielten.
Für den Abend war geplant, etwas mit Sepps Kumpel Tom zu unternehmen. Wir gingen in ein preiswertes mexikanisches Schnellrestaurant, das eine geschmackvolle moderne Edelstahleinrichtung hatte und hervorragendes Essen bereitzustellen vermochte. Allgemein hatte es eher das Flair einer gemütlichen Familienkneipe. Aber ich will mal nicht so viel übers Essen reden (ach, übrigens hab ich kein Gramm zugenommen!) Bei demselben Kumpel haben wir dann auch übernachtet und "Der letzte Samurai" gesehen. Am nächsten Morgen frühstückten wir in einem leckeren Dorfcafe (ich red schon wieder übers Essen :-x) und haben anschließend allerhand Sachen gemacht, zum Beispiel sahen wir ein Dorfmuseum übern Kohlebergbau und sind in die Berge gefahren, um im Mt. Rainier National Park eine Schneeballschlacht zu veranstalten. Zwischendurch erfuhr Sepp, dass sein frischgebackener kleiner Bruder gesund und munter zur Welt gekommen sei. Da hammer uns alle ganz doll gefreut :)
Unglücklicherweise (diese verdammte Schulpflicht mal wieder) konnte ich am Montag nicht mit Sepp abhängen. Deshalb mussten wir uns schon Sonntag Abend verabschieden.
Am nächsten Tag bekam ich dann Seattle erstmal richtig zu sehen, das mir anfangs grau und langweilig erschien, sich dann aber als Szenestadt mit gemütlichen Cafes, Kunstgalerien, Skulpturenpark, Multi-Kulti und alternativem Flair entpuppte.
Wie bereits erwähnt zeigte sich mir dann auch Mt. Rainier mehr oder weniger.
Soviel zu meinem verspäteten Urlaubsbericht.

Endlich Winter!

Geschrieben von krumi am 16.01.2007 um 07:21 . 2 Kommentare. Link.

Heute kam zu dem Eis auch noch Schnee, Sonne, blauer Himmel und Schulausfall dazu
Da sich die Photos inzwischen bösartig häufen, geb ich Euch einfach mal diesen Link, auf dem Ihr die alle meine Bilder sehen könnt. Viel Spaß!

Eissturm

Geschrieben von krumi am 15.01.2007 um 03:43 . 2 Kommentare. Link.

Aus gegebenem Anlass gibts gleich noch einen Eintrag. Erstmal bin ich heut auf der Couch aufgewacht, nachdem ich, wie an vielen Abenden, bis sonstwann mit meiner Gastmutti gequatscht hatte. Ich war mir natürlich total sicher, dass es noch Nacht ist und ich einfach in mein Bett wechsle, aber draußen wars hell...aus der Küche kamen Klappergeräusche und ich rief leise "Dad?" und er antwortete prompt "Morning. It's 8 o'clock and we have an icestorm. People in the Midwest have a big power outage." Juhu. Großer Stromausfall, aber leider nicht hier. (Ich liebe Stromausfälle. Tut meinem Ego gut, wenn die Zivilisation in die Knie geht ).
Normalerweise schlaf ich am Wochende bis 11 und bin damit immer noch 2-4 Stunden eher munter als Gastschwester Maggie, aber diesmal musst ich natürlich die Kamera schnappen und schon um 8 raus. Hündin Georgia konnte es kaum glauben (Sie wollte erst nicht kommen, aber als ich mit der Leine gewedelt hab, hat sie mich vor Freude fast umgeworfen) und dann gings raus. Vielmehr um es zu sehen als zu photographieren, denn das Licht war in dieser Hinsicht  äußerst miserabel. Trotz alledem hab ich natürlich Massen geschossen. Viele Äste sind heruntergebrochen und Knackgeräusche waren stets im Hintergrund zu hören. *krkrkrkrrrrrrrrrrrrrrrr---klirr*. Das ist auf den Videos, die ich aufgenommen habe, leider nicht zu hören, deshalb stell ich die garnicht erst rein. Jegliche Äste und Zweige sind mit einer fünfmal dickeren Eisschicht ummantelt. Beeren sehen aus wie wunderschöne Murmeln, die verstreut auf Büschen sitzen. Als wäre die ganze Welt in Glas gehüllt.
Jetzt bin ich zu faul, die weiteren Bilder einzutexten: Eisbild 1, Eisbild 2, Eisbild 3.
Hab schon vom Wetterboten Gregor gehört, dass es in Dresden nicht ganz so frostig ist. Der Boden hier ist aber auch maddschebambisch, schließlich war es bis vor ein paar Tagen stets weit über Null. Fehlt nur noch ne Woche Schnee, und dann kanns wieder Frühling werden, wenns nach mir ginge. Bin schon gespannt, wies nächstes Wochenende in Seattle aussieht. Vielleicht kann ich ja Mt. Saint Helens besteigen
Kommt gut übern Winter!

Jahreswechsel

Geschrieben von krumi am 12.01.2007 um 08:29 . 3 Kommentare. Link.

Hallo Ihr Lieben,
juhu, es ist Freitag vor einem verlängerten Wochenende! Am Montag wird Martin Luther King's Geburtstag gefeiert und da ist nationaler Feiertag. Aus gegebenem Anlass hatten wir heute eine Assembly, sozusagen ne Schulversammlung. Das ganze geht 1h lang und ist eine Mischung aus Reden aufgelockert durch Jazzband und Gospelchor. Im Hintergrund wurden Bilder aus der Menschenrechtsbewegung an die Wand geworfen. Dafür waren die Klassen verkürzt und somit wars ein ganz lustiger Tach.
Heute haben wir auch noch das Bühnenbild fertiggestellt. Vati - ich konnte Dich ja verstehen, wenn Du während der Arbeitszeit aus Stress heraus meist leicht genervt warst, wenn ich Dich angerufen hab. Aber nun kann ich es wirklich nachvollziehen. Wenn mir als Crewhead ständig Alle unnötige Fragen stellen, ist es äußerst schwierig, klar zu denken bzw. selbst konzentriert zu arbeiten. Das Leben könnte doch so einfach sein, wenn alle mitdenken würden ;) Das soll aber nicht heißen, dass es keinen Spaß gemacht hat. Wenn man es mit Bühnenbildern für Future Stars der letzten Jahre vergleicht, ist es richtig ausgezeichnet geworden :)   (geschrieben am Freitag dem 12. Jan.)
Gleich nach dem Jahreswechsel, den ich mit vielen Freunden beim Kölner Felix verbracht hatte, sind wir ein paar Tage in den Urlaub gefahren. Erst nach Kentucky und dann nach Cincinnati, Ohio, um den Bruder meines Gastvaters zu besuchen. Kentucky ist nunmal ein paar Schritte südlicher als Michigan, und daher war es dort noch wärmer als hier ohnehin schon. Die Chance hab ich natürlich sofort genutzt und das Klappbett auf den Balkon getragen, um dort zu schlafen. Das hab ich einfach mal wieder gebraucht :)
Direkt neben dem Häuschen war ein Sinkloch, an dessen Boden sich ein Höhleneingang befand.
In die Höhle konnten wir leider nicht rein, weil es am Vortag geregnet hatte und sich recht viel Wasser drin befand. Deshalb konnten wir die indianischen Höhlenmalereien leider nicht sehen :(
Gleich 20min davon entfernt (in den USA gibt man Entfernungen meist in Fahrtstunden an) lag Mammoth Cave National Park, das längste Höhlensystem der Erde. Hammwer natürlich besucht. Der Führer hat zwischendurch mal das Licht ausgeschaltet, was ganz interessant war. Solche Dunkelheit hat man nirgendwo anders. Man bildet sich irgendwie ein, die Hand vorm Gesicht noch sehen zu können, aber da ist einfach absolut kein Licht. Wenn nicht die ganzen rumgackernden Touris rundrum gewesen wären, hätte man auch absolut nix gehört. Außer dem eigenen Puls, was einen angeblich ganz böse verrückt machen kann. In den Wäldern um das Haus hab ich festgestellt, dass die amerikanischen Vögel farbenfroher zu sein scheinen als die europäischen. Naja, versaut bin ich trotzdem, zum Orni werd ich sicher nicht mehr. Höchstens Falkner :)
In Cincinnati steht übrigens das schönste Naturhistorische Museum, das ich je besucht hab, erbaut im Stile der Art Nouveau. Die riesige Eingangshalle des ehemaligen Bahnhofes (Bahnlinien wurden von der Autoindustrie aufgekauft und vernichtet, deshalb gibt es in den USA so wenige Züge) hat die Form eines Halbdomes. Wenn man auf einer Seite des Bogens in die Ecke flüstert, kann das ein Freund auf der anderen Seite hören.

Machts gut!
Mich würde übrigens auch mal interessieren, wer meinen Blog so liest. Deshalb bitte ich Euch mal wie Konni drum, alle einen Kommentar zu hinterlassen. Wenn ich absolut keine Kommentare kriege, hab ich sowieso nicht wirklich Lust, wieder was zu schreiben...

Bilder

Geschrieben von krumi am 27.12.2006 um 03:28 . 2 Kommentare. Link.

Nach langer Zeit und da der Richi so völlig unberechtigt unhöflich war gibts mal wieder was von mir zu hören und zu sehen.
Ich hatte Euch versprochen, Bilder vom Skulpurengießen zu zeigen, womit ich gleich mal beginne:
Während die Bronze im Ofen schmilzt, werden die Formen vorgeglüht, um verbliebenes Wachs rauszubekommen und einen späteren Hitzeschock beim Gießen zu verhindern.  Zwischendurch wird immer mal die Temperatur gemessen und wenn dad Janze heiß jenug is, wird der glühende Topf herausgehoben.
Man setzt ihn in ein Häufchen reinen Sandes und hebt ihn mit einem zweiten Gestell an. Beides ist im Vordergrund zu sehen. Die Formen wurden vorher ebenfalls in Sand gebettet und können nun mit der edlen Flüssigkeit gefüllt werden. Man kann sich dann über dem warmen Fass die Hände wärmen. Später wird die Form abgeschlagen und die Figur sandbestrahlt, Stücke zusammengesetzt, Unreinheiten ausgefeilt und die Skulptur mit einer Art Glasur überzogen. Fertig sieht das dann so aus.
Natürlich hab ich auch wieder einige Naturbilder zu bieten. Ein ausgetrockneter Samenstand des Milkweeds, Schwäne auf dem Third Sister Lake in Sepia (digital hat schon was für sich...) und mal ein fixes Sonnenuntergangsphoto aus dem Auto raus auf der Fahrt nach Traverse City, wo ich wieder die faszinierende und unerzogene Hündin Kelly getroffen habe.
Ich könnte Euch noch viel mehr zeigen, aber will den Bildpiraten nicht so viel bieten. Na gut, weil es Weihnachten war, noch diesen ungewöhnlichen Weihnachtsbaum.
Trotzdem ich keine Hausis mache (Konsequenz: D in Mathe ...mein AreaRep hat bis jetzt noch nicht angerufen) hatte ich vor den Ferien regelrecht Stress, das heißt ich habe die Sonne den ganzen Tag nicht gesehen, außer mal ausm Fenster raus. Früh im Dunkeln in die Schule und nachmittags als Crewhead im Theater erst nach Sonnenuntergang wieder raus. Zum Glück werden die Tage wieder kürzer. Vielleicht schneit es ja auch nochmal, zurzeit sieht es aber eher frühlingshaft aus. Da ist man schon mal in Michigan und dann hat man selbst zu Weihnachten noch keinen dicken Schnee gehabt. Somit auch keinen Snow Day
Meine Freunde und ich haben vor ein/ zwei Monaten eine ukrainische Zigeunerpunkband für uns entdeckt. Zufällig hab ich dann im Internet gesehen, dass Gogol Bordello am 16. 12. in Detroit spielt, was Joshs Geburtstag ist. Dat hab ich ihm gleich berichtet und er hat preiswerte Karten gefunden und seine besten Freunde eingeladen. Auf CD klangen die garnicht sooo besonders (Punk halt...), aber live war es einfach genial. Das beste Konzert meines Lebens!!! Es ging ja sowas von ab. Hab mein Ticket und Band-Tshirt vom Violinisten signieren lassen . Wir waren so gut drauf - und das ganz ohne Drogen (oder hat das Passivrauchen schon gereicht?...).
Jetzt genieß ich grad die Ferien und war heut mit meinen neuen Kletterschuhen in der Halle. Der Schmerz in Händen und Armen tut so gut
Weiß garnicht, warum ich diesmal so viele Smilees verwendet habe. Mir war wohl grad danach
Wünsch Euch allen einen guten Rutsch und Frohe Ostern!
Vini

Thanksgiving

Geschrieben von krumi am 28.11.2006 um 09:03 . 3 Kommentare. Link.

Das Wetter hier scheint absolut verrückt zu spielen. Ich hätte das echt nicht gedacht, obwohl man ja oft genug davon hört, dass es sich hier recht unregelmäßig ändert. Nachdem es letzte Woche a****kalt war, haben wir heute 14 Grad über Null und ich genieße seit gestern wieder das tägliche Radfahren. Auch in Traverse City (Norden der unteren Halbinsel Michigans), wo wir bei den Eltern meines Vaters die Thanksgiving-Holidays verbracht haben, hat es nicht wie die letzten Jahre geschneit, sondern es war fast Badewetter. Leider sind wir nicht ans Seeufer gekommen ;)
Von Truthahn, Cranberries und Kürbis sowie Süßkartoffeln hab ich jetzt erstmal genug, es war sehr lecker und ich hab viel zu viel gegessen. Die Großeltern sind sehr alt, Oma ist auf ständige Hilfe angewiesen, sodass der eigentlich aktive Opa so gut wie nicht mehr aus dem Haus kommt. Er hat aber auch schon ehrenwerte 81 Jahre auf dem Buckel und in meinem Alter im Zweiten Weltkrieg gedient.  Zufällig fand ich ein Stück einer Zigarettenpackung mit dem hässlich-abscheulichen alten Reichsadler drauf, und er erzählte mir, dass er diese einem deutschen Kriegsgefangenen abgehandelt hat. Das besondere daran ist, dass die Zigaretten in der "Richard Greiling KG Dresden" hergestellt wurden. Sachen gibt's...
Neben dem Mittelmeer ist sein Schiff der NAVY auch durch den Pazifik getuckert und hatte den Auftrag, nachzuschauen, wie es mit Nagasaki so aussieht, nachdem die Bombe gefallen war. Er war dort, als der Boden noch heiß war. Bis auf den ehemaligen Straßenverlauf war nichts mehr zu finden, alles verbrannt oder plattgedrückt. Krank, dass die da einfach ma ihre Soldaten zum Nachgucken hingeschickt ham.
Nun ja, ein anderes interessantes Erlebnis war ein Abend mit einem Wolfshund. Er ist ein Viertel Wolf, ein Viertel Husky und halber Boxer, was man ihm aber überhaupt nicht ansieht. Boxer ist echt die letzte Hunderasse, die ich ihn ihm gesehen hätte, das einzige boxige ist ein weißer Brustfleck. Verhalten, Lauf, Schwanzhaltung, Schädelform, Körperstatur war total wölfisch, irgendwie irre. Willsch auma ham sowas ^^.
So, jetzt werd ich mich mal wieder ins Theater begeben und ein paar Bühnengerüste auseinanderbauen. Bis bald!

Schubidubidumbaba

Geschrieben von krumi am 21.11.2006 um 04:25 . 3 Kommentare. Link.

So, ich sitz soeben, man höre und staune, am Rechner und fühle mich grad trotz fortgeschrittnem Abend nach Französischvokabelpauken und im Normalfall nicht anregend wirkendem Rotbuschtee danach, Euch ein paar Lebenszeichen zu schreiben. Der Alltag hat sich nicht so sehr geändert, was aber nicht heißt, dass es zu alltäglich wird, sondern vielmehr, dass es an Ereignissen nichts Sonderliches zu berichten gibt. Der Spuk des von mir und den meisten Theaterzunftangehörigen verachteten Spiels "High School Musical" hat endlich ein Ende, gestern war die letzte Aufführung. Juhuuu! Bei vereinzelten Wanderungen oder eher langen Spaziergängen habe ich mein Photographiesoll endlich wieder erfüllt und am Freitag beim Kupferskulpturengießen noch reichlich erweitert. Es war faszinierend, diesem Vorgehen beiwohnen zu können und den glühenden "Honig" fließen zu sehen. Bilder davon werden sicher noch folgen, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf meines Gastpapas Website. Samstag Abend war ich mit Josh und Callie (des ersteren Freundin) im Kino. Durch Zufall hatten wir an dem Tag alle kuschlig-warme Mäntel im alten Stile an, was uns einen eindrucksvollen Triolook verschaffte. Ich mit meinem allseits bekannten Barett wurde zum Spion aus Havanna, Josh als Vertreter aus Dublin gekürt. Callie war noch viel geheimer und gab ihre Herkunft nicht bekannt. Daweil wisst Ihr ja noch garnicht, dass der Vini einen edlen Teilkaschmir-Mantel besitzt. Das gut gepflegte Kleidungsstück hat er sich im Secondhandshop für dreizehn Dollar besorgt. Ich mutiere zum Schwaben... Der Film, den wir uns angeschaut haben, war wohl (abgesehn von High School Musical) der schlechteste meiner bisherigen Laufbahn. Spaß hatten wir trotzdem. Ein britischer Komiker reist nach Amerika und gibt sich als Kasachstane aus, die in westlichen Ländern sowieso schon verbreiteten Vorurteile über Kasachstan hochhaltend. Offensichtlicher Antisemitismus ist als reine Ironie anzusehen, spätestens nachdem er sich einen Schwarzbären zum Schutz vor Juden besorgt hat und das ihm von jüdischen Gastgebern freundlich angebotene äußerst delikat aussehende Essen aus Angst, vergiftet zu werden, heimlich ausspuckt. Des Nachts flüchtet er dann aus der Pension. Man muss dazu sagen, dass der Film live ist, oder um es zu spezifizieren, auf einer Reise von New York nach Kalifornien unter scherzhafter Einbeziehung Einheimischer gefilmt wurde. Witze sind so primitiv wie in schlechten Versteckte-Kamera-Sendungen. Das Reiseziel Kalifornien wurde spontan ausgewählt, um die im Hotelfernsehen erstmals erblickte Pamela Anderson nach kasachstanischem Ritual zu heiraten. Dass er sie bei einer Autogrammveranstaltung wirklich zum Zwecke einer Scheinentführung in den Sack steckt, hat mich ernsthaft amüsiert. Pamela rennt schreiend aus Angst vor islamischer Terroristenattacke über den Parkplatz. Der arme Verehrer wird von Security Guards zusammengeschlagen. Schockierend sind allerdings Bilder von Amis, die verbal einfach mal die Sau rauslassen. Stupide Südstaatler (Gruß an Leo und Richi) wollen Sklaverei wieder einführen um die Wirtschatft anzukurbeln und unterhalten sich über die störenden Frauenrechte. "Christliche" Gemeinden rotten sich zum Schutz gegen die Muselmänner, die man ja als die Achse des Bösen kennt, geistig zusammen und Rodeozuschauer applaudieren hysterisch, als der Darsteller in von den Amis nicht verstandenem ironischen Ton die Zerstörung irakischen Bodens und den Mord an Frauen, Kindern und auch Männern feiert. Meine eigentliche Gedankenwelt kreist zur Zeit aber vielmehr im lebensphilosophischen Bereich, vorwiegend über die eigene Zukunft und die unseres parasitengepeinigten Planeten, beides steht natürlich in sehr direkter Verbindung zueinander. Kurz: anstatt wie von manchen befürchtet zum zivilisationsverwöhnten Ami formt mich die noch extremere Lebensweise hier eher zum führerscheinvermeidenden Hardcore-Öko. Und das aus reinstem Gewissen. Gründe gibt's genug. Aber mit diesen Fakten will ich Euch jetzt nicht langweilen, die Unverantwortlichkeit unserer Spezies ist ja allgemein bekannt, und jeder muss sich da seinen eigenen Kopf zurechtkneten. Jetzt ist der Beitrag doch etwas lang geworden, was ich zutiefst bedaure. Ich schließe hiermit Report und Filmkritik behufs des Zubettgehens. Gute Nacht!

TätichkAiten! (=Insider)

Geschrieben von krumi am 6.11.2006 um 11:31 . 4 Kommentare. Link.

Vieles ist passiert, wenig hab ich euch erzählt. Warum auch =).
Die Schule läuft so ganz gut, Keramik ist eigentlich die einzige Stunde, die mir Spaß macht.
Ich bin relativ hausaufgabenfaul, da das einfach zu viele sind. Meistens dazu total einfach und zeitaufwendig, dadurch einfach nervig! Ich bin ja nicht hier, um den Nachmittag im stillen Kämmerchen zu verbringen, sondern ich will was lernen. Also bleiben die meisten Hausis erst mal links liegen. Nur so kann mir das Jahr auch was bringen. Schule soweit, dass ich nicht alles vergesse und in die Hosen sacke, aber auch nicht weiter. Wenn ich das zurück in Dresden nur auch so machen könnte. Wahrscheinlich wird sich das dann auch in meinen Noten widerspiegeln. In Keramik hab ich bis jetzt 100%, in US History dagegen müsste es sich um ein 'C' handeln. Who cares. Meistens komme ich erst um sieben nach Hause, da ich recht lang im Theatre Guild verweile bzw. arbeite. Die Farbe lila habe ich jetzt erstmal absolut satt, da wir den Großteil der Bühne damit betupft haben. Das macht meinem nichtvorhandenem School Spirit schwer zu schaffen, Purple Pride ade!
Am Freitag wurde das hochgepriesene Stück "High School Musical" erstmals bei uns aufgeführt. Meine Freunde und ich haben sich der Qual entzogen, dem Stück beizuwohnen. Es ist Disney's, und mir hat es bereits gereicht, den Film mit meiner kleinen Gastschwester anzuschauen. Wenn die Schauspieler während der Proben gesungen haben, fühlten wir uns stets gezwungen, die Tür fest zu schließen und unsere Musik aufzudrehen, da einem die abartig schnulzigen Lieder als Ohrwurm im Kopf stecken bleiben. Trotz allem waren wir am Tag der Premiere da, aber nur kurz, um rauszukriegen, wann und wo die dazugehörige Feier läuft. Sie sollte bei einem ziemlich nervigen Typen zuhause stattfinden. Wir (Josh und ich) gingen also nur, wie bereits geplant, mit ein paar Freundinnen essen. Diese hatten allerding schon Karten für das Vorspiel, und nachdem wir eine Viertelstunde Tee schlürfend im feinen China-Restaurant vergeblich auf Bedienung warteten, bekamen sie Hummeln und wollten vor Hunger schnell zu KFC (eine der vielen Fastfoodhütten) gehen. Der Gedanke daran bereitete uns aufstoßen, also ließen wir die Mädels in ihrem Ford Mustang davonbrauseln und überlegten, was wir machen sollten. Wir riefen Caner (türkisch, sprich: Chanär) an und holten ihn sowie Joshs kleinen Bruder Max ab und gingen indisch essen. Schon der Geruch am Eingang erfüllte uns mit Wohlbehagen und das Essen an sich war auch vom feinsten. Ich aß Ziege in Curry und Koriander zu einem indischen Gewürztee. Wir kosteten alle mal die Reihe rum, wie ich das von zuhause gewohnt bin, und allen hat es gemundet. Wer will denn da zu KFC, zumal uns die Kellnerin den Schülerrabatt von 10% auf 15% erhöht hatte, warum weiß der Fuchs.
Nach einigen Tagen ständigen Frosts gab es dieses Wochenende wieder ein paar schöne Tage. Da kam es doch gerade recht, dass die Lehrer heute (Montag) eine Konferenz hatten und wir der Schule fernbleiben konnten. Schon vor einiger Zeit hatte ich mit dem Leiter der herpetologischen Abteilung im Naturhistorischen Museum einen Termin ausgemacht, und so nutzte ich also das herrliche Wetter, um per Rad zur Uni zu fahren. Der nette Herr hatte sich viel Zeit für mich genommen und zeigte mir mal die Sammlung. Zuerst bekam ich die Bibliothek zu sehen. Die Regale enthielten unter anderem hunderte Ausgaben der Zeitschriften Salamandra und Lacerta (für die Unwissenden: deutsche Fachzeitschriften). Er erklärte mir dann etwas die Lebensläufe einiger großer Herpetologen, die hier gewirkt haben. Anschließend gingen wir in die Aufbewahrungsräume, einer für Reptilien und einer für Amphibien, beide je so groß wie zwei durchschnittliche Klassenräume und gefüllt mit Regalen voller Präparate. Einige Gattungen und Länder traten gehäuft auf, so zum Beispiel Geckos und Salamander aus Madagaskar. Eindrucksvoll waren die Köpfe südamerikanischer Buschmeister, vergleichbar mit der Kopfgröße unserer Miezi. Greg (der nette Mitarbeiter, der mir alles gezeigt hat), beschrieb die Länge der Fänge einfach nur mit den Worten: "pretty sweet...". Gruß an den Exilbrasilianer Konni! Ein paar europäische Arten waren auch zu finden. Besonders haben mich dabei die alten Gläser beeindruckt, wie zum Beispiel Alpensalamander und Kreuzotter aus Deutschland sowie eine Vipera ursinii aus Budapest, zurückdatiert in die frühen Jahre des 20sten Jh. Der Amphibienraum beinhaltete vor allem lustige beinlose Arten. Unter den deutschen Funden befand sich auch eine Art Höhlensalamander aus Regensburg, was mir eher neu war. Vielleicht kann mir da Uwe ja weiterhelfen. Ich glaub, ich hatte schon mal von ausgesetzten Grottenolmen im Harz gehört...aber Regensburg?!
Ich bin eingeladen, die Bibliothek und auch die Sammlung für Projekte zu nutzen. Also wenn ich für das Dresdner Tierkundemuseum mal Schuppenreihen zählen soll - her damit =)
Wenn die Schule damit einverstanden ist, würde er für mich arrangieren, dass ich nächstes Jahr bei den herpetologischen Vorlesungen dabei sein kann. Das wäre zwar während der Schulzeit, aber ist ja eine Art wissenschaftliches Projekt oder wie auch immer man es nennen möchte. An der alternativen Schule hier, Community High School, die meine Gastmutter besucht hat, ist das sogar Pflicht. Ich würde natürlich viel lieber auf diese Schule gehen, aber da kommt man nur hin, wenn Gastgeschwister diese Schule besuchen. Dort sind nur ein paar hundert Schüler, in meiner sind 3000... Aber zurück zum Museum.
Anschließend führte er mich in den Bug Room, den man ja in Dresden auch finden kann. An den Geruch gewöhnt man sich nach 'ner Weile. Die Käferlarven futtern die Kadaverskelette echt ziemlich blank und vor allem zart ab. Feinste Molchileins werden so bewahrt. So ein Schädel der Bitis gabonica sieht schon imposant aus...
Als ich nach Hause kam, hab ich natürlich erst mal...genau, gegessen! Und da das Wetter so schön war, schwang ich mich danach noch mal auf den Radsattel um zu einem nahegelegenen Waldstück mit kleinem See zu fahren. Dort hab ich dann in aller Ruhe ein paar mehr oder wenig interessante Photos geschossen. Ist das die versteinerte Hand eines Steinzeitbabys?! Der Schein trügt, dieser See ist nicht das ideale Naturparadies. In den siebziger Jahren wollte ein hier ansässiger Hersteller von medizinischen Feinfiltern seine Produkte testen und hat dazu einfach mal Dioxine in den See gekippt, um diese dann vorbildlich rauszufiltern. Das ganze ist natürlich schief gelaufen und hat das Grundwasser bis zum Huron River heran auf Dauer vergiftet. Deshalb sollte man in diesem Fluss (aus dem übrigens unser Trinkwasser, das als eines der reinsten in den gesamten USA gilt, stammt) lieber nicht baden. So, jetzt schau ich mal, ob ich Hausaufgaben hab. xD

Wiederaufbau

Geschrieben von krumi am 6.11.2006 um 10:59 . 0 Kommentare. Link.

So. Ich werde jetzt mal den letzten Eintrag zu restaurieren versuchen, indem ich wieder die ganzen Bilder runterrassle. Als erstes der Kölner Felix und ich bevor wir zum Homecoming Dance gefahren wurden. Dann ein Foto von meinem Geburtstags-Dresdner-Quarkkuchen-Essen. Von links nach rechts: Opa Dell, Tante Kim, den komischen Kunden in der Mitte kennt ihr, Schwester Maggie, Cousin Clayton.
Ich habe inzwischen zwei weitere Stabheuschrecken gefunden und hier mal alle drei zusammen auf meinem Bett abgelichtet. Die beiden auf der rechten Seite kämpfen nicht, sie wissen nur nicht, wer wem aus dem Weg gehen soll. Ich habe es inzwischen aufgegeben, der Schildkröte eine unarretierte Plflanze ins Terrarium zu stellen, weil selbiges nach wenigen Minuten so aussieht. Hab mal eine illegale Kopie des schönen Fotos gemacht, das ich als Druck zum Burzeltag bekommen habe. Die folgenden Bilder sind an einem Abend enstanden, an dem ich mit Tad bissl rumexperimentiert habe: Fiona als Osterhase, Vini als Engelchen und als Teufelchen ohne kleines Schäufelchen (das versteht nur der Papu und die Muddi und die Dada und ein Teil der Freundeherde) und ein paar verspukte Bilder, die isch gaaaanz allaihne gemacht happ. Vinigeist eins, zwei, drei und vier.  Zu guter letzt ein saturnähnlicher Ringplanet an der Decke, der von einer Discokugel erzeugt wird.

Mist!

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 01:45 . 0 Kommentare. Link.

Es gibt da ein Problem... alle Datensätze der Blog auf free-blog.in sind verlorengegangen. Glücklicherweise waren manche Seiten noch unter Google zu finden, so auch meine. Die alten Einträge hab ich wieder reinkopiert, allerdings ohne den neuesten Eintrag, ohne Kommentare und ohne Bilderlinks. Wenn ich irgendwann mal Zeit hab, werd ich die Links wieder in die Texte bringen. Bis dahin müsst ihr euch (wie ja bei mir sowieso schon) gedulden.
Der Vini

Nachhausekomming

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:20 . 0 Kommentare. Link.

Ich amüsierte mich heute über Richis Mail, da Homecoming in meiner Pioneer HS gaanz anders gelaufen ist. Hab grad Yellow Umbrella ins iTunes kopiert und kann also mit neuer Motivation einen Blogeintrag schreiben. Fangen wir ganz von vorn an... Gemeinsam mit dem Kölner, Felix, war ich im Second Hand Store shoppen, was richtig lustig war. Dem Vini gefällt shoppen...nicht wirklich, aber man kann 'ne Menge Spaß haben. Letztendlich hatte ich dann einen sehr zufriedenstellenden grüngrauen Anzug gefunden. Insgesamt mit schwaren Lackschuhen für 35$, und es sieht aus wie neu. Es gibt doch tatsächlich Mädels, die über 200$ ausgegeben haben...Frauen! Ich hatte mit Felix und dessen Kumpel einen Verein enttäuschter Junggesellen gegründet, da uns allen dreien die Dates 'ne Woche vor Homecoming gesagt ham, dass sie 'nen anderen Tanzpartner haben. Leider ist dann auch dieser Verein zerfallen, da Felix' Kumpel kurzfristig vom Tod seiner Omi erfahren hatte und zu deren Beerdigung gegangen ist. Zu zweit irgendwo Essen zu gehen kam uns dann doch etwas eigenartig vor, sodass wir schon die ganze Homecomimg-Dinner-Idee in die Ecke geworfen hatten, bis mich dann am Freitag Sarah (keine Angst Mutti, sie hat 'nen Freund) gefragt hat, ob wir denn mit ihrer Gruppe Essen gehen wollen. Mein unsterblicher Optimismus war mal wieder erfolgreich, denn dieses Dinner war perfekt...da Sarah eine Ghanische Austauschschülerin hat, war 'ne ganze Auslandsbrigade mit, und Felix und ich als Repräsentanten der BRD haben nur noch gefehlt. Man hatte also reichlich Gelegenheit zum Quatschen und versuchte gegenseitig der Anderen Namen auszusprechen. Die meisten waren allerdings Asiaten, was zur Folge hatte, dass man aller 30 Sekunden für Gruppenphotos grinsen musste. Die Kellnerin hatte die Bestellung falsch verstanden und uns die doppelte Anzahl Pizzen gebracht. Die vegetarische war echt lecker und hatte einen nicht allzu dicken Boden (wenn ich wiederkomme geh ich als erstes italienische Pizza essen! und danach Flammkuchen!). Somit hatten wir also mehr Pizzen zum selben Preis. Danach hat uns dann meine Hostmum in die Schule gebracht. Anfangs waren wir etwas gelangweilt, aber man trifft dann irgendwann seine Freunde und hat Spaß. Es gab zwei verschiedene Tanzflächen - eine in der Cafeteria mit der ganzen billigen Techno- und HipHop-"Musik" und eine im Hallway mit Jazzband. Ratet mal, wo ich mich aufgehalten habe...Am Anfang haben wir natürlich mal in die Cafeteria geschaut, wo alle Regeln von Richis Schule gebrochen worden wären. Von wegen kein Front-zu-Rücken-Tanzen. Im Allgemeinen gelten hier die Kleiderordnungen, von denen man uns auf der VBT berichtet hatte, nirgendwo. Ausschnitte kann man schon als nicht verdeckt bezeichnen, um mal ein Beispiel anzubringen. Das ist echt kein schöner Anblick mehr. Jedenfalls sagte dann Felix nach 'ner Weile: "Komm, lass uns zurück zur Jazzband gehen!" "Yo, das wollt ich die ganze Zeit schon, aber warum denn so plötzlich?!" "Na siehst du nicht, was dort in der Ecke wo ich immer Mittag esse abgeht?!" "Nee, aber ich kann's mir denken..." - Felix isst ab jetzt woanders. Früher ist man ja zum Bunde-Düde-Mach'n (sächsische Rdensarten werden auch im selben Dialekt geschrieben)  wenigstens noch ins Auto gegangen, heute treibt's der Ami auf der Tanzfläche. Und es scheint nicht zu stören, dass die Lehrer Aufsicht halten. Genausowenig finden es die Lehrer abnormal. Nun ja. Ich wurde von Freunden schon im Voraus 'gewarnt'. Meine Freunde hier sind aber auch Freunde guter Musik und wir haben den Rest des Abends zu Jazz tanzend verbracht. Alles in allem war es ein buntes, glitzerndes amerikanisches Erlebnis wie aus dem Bilderbuch, das man einfach mal gesehen haben muss, wenn man hier ist. Meine Kamera hatte ich absichtlich nicht mit, schließlich hab ich hier asiatische Freunde. Ich werde also bestimmt bald Photos vom piekfein gekleideten Vini und Freunden liefern können! Morgen wird dann in der Cafeteria wieder das Essen ausgegeben. Guten Appetit!
 Frohe Ostern, Euer Vini


Geschrieben: 03:11, 15.10.2006 

Endlich Photos!

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:19 . 0 Kommentare. Link.

Ich hatte immer das Problem, dass bei mir die Funktionsleiste, in der man u.a. Bilder einfügen kann, nicht angezeigt wurde. Heut bin ich dann auf die Idee gekommen, dass das am Internetbrowser liegt. Es funktionierte weder mit Safari, noch mit Internet Explorer oder Netscape, aber mit - - - Mozilla! Damit bin ich jetzt also in der Lage, euch ganz viele Bilder zu zeigen. Die rassel ich einfach in chronologischer Reihenfolge runter. Fangen wir mit den Wolken auf dem Hinflug an, hier mal mit Tragfläche. Darauffolgend, klaro, das erste Zusammentreffen mit der Familie bei der Ankunft in Detroit. Dann, zuhause angekommen, mein Eidechsen-Ersatzreptil namens Trevor. Später war ich mal im Botanischen Garten, daher stammt dieses Bild einer Sukkulentenblüte sowie dieses Suchbild: es sind mehr Lebende Steine als ihr denkt! Hier mal eine Raupe des allseits bekannten Monarchfalters. In der Umgebung von Ann Arbor gibt es relativ viele Sumpfgebiete, in denen ich vielleicht nach dem Winter auch mal Schnappschildkroeten zu (nicht ins) Gesicht bekommen kann. Kommen wir zum Norden der Lower Peninsula (Unteren Halbinsel) Michigans. Die Sleeping Bear Dunes mit dem Lake Michigan im Hintergrund. Wie schon erwähnt habe ich Weißwedelhirsche gesichtet und die selbe Gruppe wenige Minuten spaeter nochmal im Wald erspäht. Des weiteren fand ich dort noch einen Gugg-gugg und die Mutterpflanze der Monarchfalterlarven, das sogenannte Milkweed. Lower und Upper Peninsula sind durch eine Brücke verbunden, die ziemlich imposant aussieht. Zuhause hab mal ich die Djembe gestimmt. Mit der Familie war ich zwischendurch ma auf einer Art Dorffest, auf dem ich mich mit Felix, einem anderen deutschen YFUler, über ein paar amerikanische Besonderheiten amüsiert hab, z.B. dieses abartige Gesöff und dieses Schild, auf dem beruhigenderweise von Blumen die Rede ist. Dabei hab ich euch ja noch garnicht die ganze Familie vorgestellt: es fehlt noch der Schweinehund Georgia! Beim Paddeln gestern auf dem Huron River hab ich Photos en masse geschossen. Darunter ein schicker weißer Reiher und die Laubfärbung, von der es einige verschiedene Bilder gibt. Bei so klarem Wetter sieht man das Ganze auch mal umgekehrt. Die Tiere, wie dieser Graureiher, lassen einen ganz nah ran. Ja und dann hab ich ja auch noch eine Stabheuschrecke gefunden, die ich nach der Häutung photographiert hab. Hier mal auf meiner Hand. Zu guter letzt ein Bild vom Doppeltrommler Vini und demselben mit Gastschwester Fiona als Katze und Vogelscheuche. Kindisch sein mach Spaß! So, das sollte erstmal reichen.


Geschrieben: 01:55, 9.10.2006 

jaja

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:16 . 0 Kommentare. Link.

Hach ja...je mehr man sich hier einlebt, desto fauler wird man, den anderen zu berichten, was denn so los ist. Was einem von ehemaligen Austauschschülern prophezeit wurde, erlebt man am eigenen Leib - Europa ist weit, weit weg. Man merkt das ja nicht nur an meinen sporadischen Meldungen, anderen geht es genauso. Vor allem Leo, wobei ich das bei ihm schon wieder etwas extrem finde (Hallo, Leo, ich will ma wieder was von dir hören!). Ich fühl mich hier jedenfalls mehr und mehr eingebunden. Der Theaterclub macht sehr viel Spaß. Auch wenn wir in der Paint Crew bisher eher weniger gepinselt als vielmehr gerupft und sortiert haben- bunte Magazine in Seiten zerreißen und nach Farben einordnen. Damit wird dann mal der Großteil des Sets beklebt, so pappmacheeartig. Die Leute dort sind ziemlich lustig, vor allem Josh, mit dem ich recht viele Interessen teile. Er klettert gern, und das trotz des Umstandes, dass es in Michigan keine bekletterbaren Berge oder Felsen gibt...nur Haltestellen zum Klimmzug machen und eine Kletterhalle, die ziemlich gut sein soll (aber teuer). Am Donnerstag werd ich mit ihm da hingehen. Er ist dort ziemlich oft, weniger um hohe Wände zu erklettern als vielmehr zum Bouldering, worunter man das kraftzehrende Herumkraxeln in höhlenartigen Kunstfelsen versteht. Der Kanunachmittag mit dem Ecology Club ist ins Wasser gefallen - wie das in Michigan halt so ist war am nächsten Tag strahlender Sonnenschein. Wir werden aber erst morgen einen neuen Trefftermin vereinbaren. Der Musikgeschmack in der Malerzunft des Theaters wird auch mit mir geteilt. Ich wurde gefragt, welche Musikrichtung ich am meisten mag. Hab wieder mal meine Standardantwort "Almost everything but HipHop" aus dem Ärmel gezogen, worauf ein lautes "Yahoooo!" ertönte und man Rolling Stones einlegte. Natürlich sollte ich dann auch mal deutsche Musik mitbringen, am besten wäre Punk oder Ähnliches. Dabei fiel mir auf, dass ich da ein paar Bands lang nicht mehr gehört habe. Naja, und jetzt hab ich amerikanische Hosen- und Ärzte-Fans rangezogen....Meistens antworte ich auf die Frage, was die denn da grade singen, "Nonsense"... Ist ja auch häufig so, besonders bei Farin :D Ja, ansonsten gibt's natürlich viel Neues, viel Interessantes, aber nix zu erzählen. Wie immer. Das würde viiiiel zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Sagt euch einfach, dass es mir gut geht. Und wenn ihr mich nicht leiden könnt, dann sagt euch, dass es mir mies geht (was aber nicht stimmt! Bätsch!). Bleibt mir nur noch übrig, allen lieben Leuten viele gute Sachen zu wünschen, den andern Austauschern viele schicke Erlebnisse und dem Denker unter portugiesischer Herbstsonne gute Ideen. Euer Vini

Geschrieben: 04:13, 4.10.2006 

Erneuerung

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:15 . 0 Kommentare. Link.

An meine Frosch- und Slamanderfreunde: Ich habe die damals gesichteten Amphibien im Nachhinein bestimmt und deren Artnamen im Eintrag "Viel passiert" ergänzt. Und ich muss hier mal meinen Freund Jojo würdigen, der soeben in dem von ihm betreuten Biotop eine für rund 30 Jahre verschollene Art wiederentdeckt hat: die Glattnatter! Sein Freund Vini war ganz aus dem Häuschen, als er das gehört hat, da wir eine solche Beobachtung ja schon lang herbeisehnten.

Geschrieben: 21:14, 23.9.2006 

schubidu

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:14 . 0 Kommentare. Link.

Haaaaallo, jetzt geht's endlich weiter! (wer diese Begrüßung affig findet, lese den Kommentar meiner Eltern zum letzten Eintrag) Lange Zeit ist vergangen seit meinem letzten Lebenszeichen. Ich fang am besten vom 16. 9. zu erzählen an. Da war nämlich YFU-Orientation Day. Uns wurden nochmal alle Formalien, Regeln und Tipps vorgelesen, die wir auf der VBT bereits gelernt hatten. Erstmal wurde wir in Gruppen entsprechend der Herkunft eingeteilt: "Germany, Rest of Europe, Japan - - ehm - no - - Asia in general and South +Middle America". Deutsche waren einfach mit Abstand am meisten vertreten. Der wichtige Part an der Sache waren die Pausen, in denen man sich mit Austauschschülern aus der Welt unterhalten konnte (natürlich nur YFU, nicht AFS oder, noch schlimmer, EF... ;) ) und nette Leute vom Hinflug wiedertraf. Es war interessant, einem Mexikaner zuzuhören. Er hat sich aufgeregt, dass er hier nicht Auto fahren darf. In Mexiko wäre er schließlich schon mit 12 Jahren gefahren. "Was?!" fragten Paul (aus Berlin) und ich, "dort kann man schon mit 12 die Fleppen machen?". "No drivers license" sagte er. "Da gibt man dem Bullen 5 Kröten und fährt weiter. Polizisten, die nicht korrupt sind, werden ziemlich schnell von Banden erschossen. Oder kriegen gar keinen Job." Er hat dann Paul davon abgeraten, unbedingt mal Mexiko besuchen zu wollen... Des Weiteren bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es gar nicht so schwer ist, englischsprachige Bücher zu lesen. Hab mir in der Bibliothek neben herpetologischer Bestimmungsliteratur zwei Bücher geliehen, die ich in zu Hause bereits in der deutschen Übersetzung gelesen habe: "Shadow Mountains" (auf Deutsch hat es den kitschigen Namen "Der Ruf der Wolfsfrau") von Renee Askins sowie "Never Cry Wolf" ("Ein Sommer mit Wölfen") von Farley Mowat. Beim Stöbern im Regal "Reptilien" dachte ich, ich hab 'ne kleine Halluzination, stand da doch das Buch "Turtles, Tortoises and Terrapins", eine Übersetzung eines Buches von...Fritz Jürgen Obst! (das verstehen jetzt die wenigsten, aber die, die's verstehen, können ihm ja mal liebe Grüße ausrichten). Allerdings komm' ich so gut wie nie zum Lesen. Genauso wie zu anderen schönen Dingen wie Schläge zeugen, Wanderungen unternehmen und und und...Damit sind wir schon bei der Schule. Unter täglich 2h Hausaufgaben komm' ich nicht weg! Meinen zu simplen Mathekurs hab ich in den fortgeschrittenen Algebrakurs getauscht. Der scheint so ziemlich das Richtige zu sein, da ich Algebra nochmal festigen will, bevor's ins mathematisch-naturwissenschaftliche Profil der MANOS geht. In Environmental Science haben wir die Ehre, eine 25 bugs beinhaltende Insektenkollektion anzufertigen. Da muss man sich beeilen, wenn die Kanadagänse schon auf dem Schulhof grasen, um nach Süden zu ziehen. (an Greg und Jojo: es sind die Kanadas, nicht die Nonnen! Falls ihr euch erinnert... Hab mir in der Bibo auch "Nomaden der Lüfte" auf DVD ausgeliehen *freu*) - der Herbst kommt bestimmt. Ich hab jetzt aber schon 22 zusammen. Leider noch keine Gottesanbeterin oder Stabschrecke gefunden. Die sind hier heimisch! Unsere Lehrerin hat doch Tatsache eine Mantis gefangen *neidischguck*. Wenigstens nimmt sie sie nicht nach Hause, sondern lässt sie zum Beobachten im Klassenraum Grillen fressen. Insekten mit Aceton vergasen ist irgendwie nicht so meins. Tiere töten nur zum Angucken...vor allem wenn die dicke Hummel nach 4h im Giftglas beim Aufpinnen zu zappeln beginnt! Das ist einfach nur bitter. Am Abend vor dem ersten Test in US History war ich zu müde zum effektiven Lernen und hab mir schon Sorgen gemacht. Aber umsonst! Wir dürfen selbstverständlich unsere Aufzeichnungen verwenden und der Lehrerin Fragen stellen. Nach dem dritten Mal, das ich den Vokabeltest in Französisch wiederholen sollte, hab ich endlich kapiert, wie man das macht! Zuhause 20 Vokabeln auf ein separates Blatt schreiben, die man nicht so genau weiß und am nächsten Tag die englischen Entsprechungen hinkritzeln. Man macht sich also seinen eigenen Test (woher soll die Lehrerin wissen, ob man das Verb "connaitre" kennt oder nicht). Was gibt's sonst noch so aus der Schule zu berichten - ich bin in drei Clubs. Mittwoch in der Mittagspause Ecology Club. Recycling in der Schule einführen und Kanutour auf dem Huron River machen (steht noch bevor). Donnerstags in der Mittagspause French Club. Sehr lustige Truppe. Es gibt immer Original Orangina aus Frankreich importiert. Ich wurde gefragt, ob ich im Winter mit nach Paris kommen will. Das wär garantiert Spaß pur. Aber ich hab keinen Bock, viermal einen Atlantikflug durchzumachen! Immer mal wenn er will trifft sich der Theater Club. Ich werde das Bühnenbild bemalen. Neben den alljährlichen T-Shirts, Pullover, Boxershorts und langärmigen Shirts im Theater Guild Style gibt's dieses Jahr auch.... - - genau - - .... Kniestrümpfe!!! School Spirit!!! Mit der Gastfamilie hatte ich natürlich auch Spaß. Der Gastpapa hatte eine Ausstellungseröffnung auf seinem College ('ne Stunde Autofahrt weg von hier). Da standen die Skulpturen stimmungsvoll beleuchtet in einem Ausstellungsraum, die sonst im Haus verteilt sind und der Künstler persönlich beantwortete fein im Anzug gekleidet alle Fragen. Der Vini natürlich auch. Was ist denn anders in Deutschland als hier?! Ich liebe diese Allgemeinfragen, zu denen man 'ne Stunde quatschen könnte... Meine Gastschwester Maggie unterhielt sich derweil mit der Musikprofessorin und durfte dann (ich durfte sogar mit) auf einer italienischen [sehr sehr teuren, ich sag den Preis des Datenschutzes wegen lieber nicht] Geige aus dem 18. Jahrhundert spielen o_O. Die Professorin war begeistert und wollte nicht so recht glauben, dass Maggie erst seit Januar Violine spielt (das wollt' ich damals bei meiner Ankunft auch nicht). Nach 2h war die Sache dann vorbei und Tad freute sich, endlich seinen "monkey suit" ausziehen zu dürfen. Vorvorgestern war Tante Kim mit uns in einem botanischen Garten, der die letzte Präriefläche Michigans beinhaltet. Sehr imposant, zwischen mannshohem Gras zu stehen. Mit dabei war eine ältere Freundin der Familie, die eine lange Zeit in einem amerikanischen Militärlager in Deutschland verbracht hat. Das ist nicht die einzige Deutschsprachige, die ich hier getroffen hab. Die Mutter der Freundin Fiona meiner Gastschwester Fiona heißt Elke :) und kommt aus Gelsenkirchen (Frik! Ich hab keinen Georg Kreisler mit!). Keine Angst, wir haben Englisch gesprochen. Sie konnte garnicht verstehen, dass ich das Sprudelwasser nicht vermisse.... Mutti Elke aus Dresden hat mich versaut. ;) Vorgestern hab ich zu Hause angerufen, um meinem Schwesterherz zum Geburzeldach zu gratulieren und hab sie grade noch vorm Einschlafen erwischt. Die Gäste waren alle schon weg. Deshalb hiermit ein lausiger digitaler Geburtstagsgruß an Onkel Schnack! Dasselbe gilt für LiLaLockenLeo! So, heut Abend schau'n wir uns eventuell Good Bye Lenin mit englischen Untertiteln an. Das war's erstmal. Macht's gut!

Geschrieben: 23:20, 22.9.2006 

Was sich so angesammelt hat

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:13 . 0 Kommentare. Link.

Falls ihr euch wundert, wieso hier plötzlich Umlaute, ß und Großschreibung auftauchen, will ich das Rätsel lüften: der Konstantin hatte mal wieder nix zu tun und hat diesen Job für mich erledigt. Jetzt bin ich wohl oder übel gezwungen, die Sache fortzuführen ;) Da Leo sich ja so über den amerikanischen Humor im Radio gefreut hat, kann ich ja hier mal einen Hinweis des Nachbarn weiterleiten: wenn man auf www.google.com "great french victories" eingibt und den Button "I'm feeling lucky" oder "Auf gut Glück" anklickt, stößt man auf interessante Tatsachen...

Geschrieben: 03:46, 10.9.2006 

Viel passiert

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:11 . 0 Kommentare. Link.

Nachdem ich mich ne Weile nicht gemeldet hab, will ich hier zuerst mal meinen herpetologisch interessierten Freunden von den ersten Funden berichten. Die fallen zwar nicht so groß aus, ich war aber auch nur ne Viertelstunde unterwegs. Im black pond forest konnte ich massen grasfroschgroße Frösche (Wood Frog (Rana sylvatica)) sehen und auch fangen. Des weiteren sah ich drei Ochsenfrösche, ungefähr doppelte Teichfroschgröße. Sehr faszinierend. Es offenbarte sich mir auch die erste Schlange: ein Jungtier der eastern garter snake (thamnophis s. sirtalis), die hier die häufigste Art ist und in ihrer Färbung sehr variieren kann. Unter Rinden- und Holzstücken entdeckte ich dann noch zwei schlanke Salamander derselben Art (Red-backed Salamander (Plethodon cinereus)) mit zwei roten Längsstreifen auf schwarzem Grund. Total hübsch. Das beste an der Sache ist, dass ich, da es ein ungeplanter Ausflug war, meine Kamera zu Hause liegen hatte (mit zu Hause ist hier das Haus meiner Gastfamilie gemeint). Auf einer kurzen Wanderung in der Nähe von traverse city (wer nicht weiß, wo das ist, nutze google maps oder Ähnliches), wo die Eltern meines Gastvaters wohnen, stieß ich auf drei Weißwedelhirsche bzw. einen Hirsch mit zwei Kühen, die mich sehr nah heranließen. Es sieht sehr lustig aus, wenn bei der Flucht die hellen weißen Schwänze durch den Wald hüpfen. Am darauffolgenden Tag waren wir auf den sleeping bear dunes, einer imposanten Sanddünenlandschaft am lake michigan. Eine Meile kommt einem auf vielen großen Dünen länger vor als rund 1,6 km... auch der See selbst ist faszinierend. Wasser bis hinter den Horizont, bei Wind wellen wie an der ostsee - aber wenn man dann ins wasser geht, ist echt garnicht salzig...dafür aaaaaarschkalt und klar, wirklich mit einem Tessiner Bergsee vergleichbar. Eine indianische Legende besagt, dass die Landzunge, auf der wir uns dort befanden, eine bei der Überquerung des Sees verstorbene Bärin ist und die zwei vorgelagerten Inseln ihre Jungen, die im See ertrunken sind. Die Bärin selbst hatte die Schwimmdistanz zwar geschafft, ist dann aber am Ufer aus Kummer über den Tod ihrer geliebten Kinder für immer eingeschlafen. Daher der Name des Nationalparks. In der Nähe des ebenfalls ländlichen Hauses meiner "Großeltern mütterlicherseits" bin ich auch ein bisschen rumgewandelt und hab dabei Graureiher, eine andere, kleine, bräunliche Reiherart, Bussarde, einen Fischadlerähnlichen Greif, hickory (der Baum, aus dem die Schlagzeugsticks gemacht werden), Essigbäume und kanadische Goldrute, die ich hier als einheimische pflanze für schön empfinde, sowie milkweed, ein Gewächs mit großen schotenartigen Früchten, die mit einer michigen Flüssigkeit gefüllt sind und aus deren Fasern die Indianer Seile flochten, bewundern können. Der abgekühlte Aufguss aus den weinroten Blüten des Essigbaumes ergibt ein leckeres, limoartiges Getränk. Man darf sie allerdings nicht vorher waschen, da der Geschmack außen anhaftet. In Jojos Buch, das ich förmlich gefressen hab (Danke!), konnte ich außerdem lesen, dass Goldrute das weltweit beste und in seiner Wirkung ein unübertroffenes Mittel bei sämtlichen Nierenproblemen ist. Aber ich schweife ab... Was hab ich denn sonst noch erlebt - Ja, ich bin in die Achule gekommen. Harhar. so ziemlich alle Lehrer, ausgenommen der Kunstlehrer, haben als allererstes Begrüßungs- und Belehrungstexte ausgegeben. Den Rekord hält die Biolehrerin mit 39 zu beachtenden Regeln und vielen Bemerkungen, ein sehr belustigendes Handout! Trotzdem kann ich mich über keinen Lehrer beklagen. Sie geben alle ihre E-Mail-Adressen und Telephonnummern an und wiederholen tausendmal, dass man sich bei auch nur den klitzekleinsten Schwierigkeiten und Fragen an sie wenden soll, weil doch der Erfolg der Schüler das Wichtigste im Leben einer Lehrkraft ist. Und das meinen die ehrlich, es ist nicht dahergeschwafelt. Kommt mir zumindest so vor. Als ich die Englischlehrerin fragte, ob ich einen Lesetext mit den amerikanischen Schülern unbekannten Vokabeln der Englischen Sprache nach dem Unterricht mit nach Hause nehmen darf, um sie in Ruhe ins Deutsche zu übersetzen, hat sie sich gefreut, wie toll das doch ist. Am lustigsten find ich aber den Französischunterricht. In Deutsch denken und in zwei Fremdsprachen labern ist echt krass. Das verstehen ist aber noch lustiger. Die lehrerin springt, logischerweise, ständig zwischen Englisch und Französisch hin und her, wie das eine deutsche Lehrkraft mit Deutsch und Französisch tun würde. Als ursprüngliche Französin spricht sie dann auch noch einen französischen Akzent, sodass ich manchmal nicht so ganz weiß, ob das nun grad ein englischer oder französischer Satz war und in welche Übersetzungsschublade ich ihn stecken soll. Trotzdem bin ich aber mit meinem mittelmäßig bis durchschnittlichen 3-Jahres-Französisch so ziemlich der beste in der "Stufe 4 fortgeschritten". Den amis gehen Fremdsprachen aus europäischer Sicht gesehen am Arsch vorbei... algebra ist bis jetzt ziemlich simpel, grade so die grenze zum ermüdend einfachen. ich bin aber ganz froh darüber, nochmal der Übung halber Gleichungen und Funktionen tanzen zu lassen. Außerdem kann es ja immer schwerer werden. In der Matheklasse ist auch ein Afrikaner aus Guinea. Da er nur Französisch spricht, hat mich die Lehrerin gebeten, für ihn zu dolmetschen (*ablach*). Netter Kerl. Er ist mit seinen Eltern für zwei Monate hier, weil diese hier arbeiten. Am ersten Tag nach der Schule hab ich gleich erstmal den Rückfahrschulbus verpasst. Manche werden sich jetzt ein "Typisch Vini" denken, aber nach dem Unterricht ist auf den Gängen ein Betrieb wie auf 'ner Demo. Da ich von der e-Halle zur a-Halle, wo mein locker ist, und danach wieder zurück zur d-Halle, wo die Busse stehen, watscheln muss, sind fünfzehn Minuten echt wenig. Da sah ich nur noch die typischen gelben Schulbusse davonbrummeln Ich hab mich aber dann sogar mit den öffentlichen Bussen durch die mir noch fremde Stadt gefunden. In den kareeförmigen amerikanischen Städten sieht echt alles gleich aus...
Das war's erstmal - lasst euch alle drücken - der Vini


Geschrieben: 02:23, 7.9.2006

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