Hier schreibt der Vini (wenn er nix besseres zu tun hat), was er in Amerika so alles erlebt!

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Essen

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:10 . 0 Kommentare. Link.

Heute war ich zum ersten Mal Eisessen! Hier kann man alles erstmal kosten, bevor man's kauft, sehr gute Verbesserung des Kapitalismus. Die Sorte 'bear foot brownie' fand ich sehr lecker, also bestellte ich doch glatt eine Kugel davon und eine Kugel Schokolade. Haha, diese naiven Deutschen. Dass mir keine Mini-Eiscafe-Lösch-Kugel gereicht werden würde war mir klar, da die Verkäuferin eine italienische Eisschaufel in der Hand hatte. Als sie dann aber wie ein Scarabäus eine, naja, über tennisballgroße Kugel zusammenrollte, in die Waffel drückte und mit dem Schokoeis genauso verfuhr, wurde mir langsam mulmig. Dann hatte ich das Kaliber in der Hand. Mein Arm wurde schwer. Alle Amis rundrum grinsten. Ja, jetzt weiss ich, wieso ihr so fett seid. Ich war ziemlich stolz auf mich, als ich die Hälfte dieser Portion geschafft hatte. Eigentlich wäre damit das bevorstehende Abendbrot und das morgige Frühstück gedeckt. Das Problem an der Sache ist nur, dass ice cream auf Dauer nicht satt macht... die Schwester meiner Gastmutter, mit der wir da unterwegs waren, erklärte mir dann, dass sie auf dem Rückweg immer durch den Park laufen, um im dortigen Mülleimer das überflüssige Eis zu entsorgen. Photos davon kann ich euch leider nicht bieten, aber ihr hättet mich hinter dem Eisberg sowieso nichts gesehn... Vorher waren wir im Botanischen Garten der Universität, die einfach nur riesig ist. Der Garten ist echt schick, wenn ich mal ausspannen will, werd ich mit dem Rad hierher fahren. Es gibt einen duftenden Kräutergarten, lange Spaziergehwege durch die Sammlung (europäische Pflanzen sind hier Attraktion) und ein schönes Gewächshaus. Das wichtigste darin ist natürlich die Kakteenabteilung. Na jojo, deine Madagaskarpalme ist im vergleich zu der blühenden, über zwei Meter hohen hier gar nichts. Fast hätt ich's vergessen: Am Eingang wird man darüber informiert, dass es keine Seltenheit ist, im Park auf eine massasauga, die hiesige Klapperschlangenart (sistrurus c. catenatus), zu stossen. Harharhar. Ich hab aber keine gesehen. Dafür massig Schildkröten, die hier neben Schlangen den größten Teil der Herpetofauna ausmachen. Es wäre natürlich noch massig zu erzählen, aber ich will nich die ganze Zeit am Rechner hocken, das kapselt nur ab. Das Jahr ist jedenfalls (bis jetzt) einfach nur 'ne geile Sache. Anders läßt sich's nicht beschreiben. Es ist, wie Konni schon beschrieb, wie ein zweites Leben, wie ein Neuanfang in einer anderen Welt.

Geschrieben: 01:55, 1.9.2006

Schule

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:07 . 0 Kommentare. Link.

Ich war heut früh zum Registrieren in der Schule, die am 5.9. beginnen wird. Alle sind sehr nett hier, jede Sekretärin ruft einem "you are welcome" zu und wer kann, begrüsst einen mit ein paar deutschen Brocken. Mein Schließfach ist in der a-Halle, sämtlicher Unterricht aber in der c,d und e-Halle. In einer Schule, die 3000 Schüler fasst, ist das ein ganz schönes Gerenne. Die Räume von dritter und vierter Stunde sind nebeneinander, in der Pause dazwischen ist aber lunchtime... Das ist jetzt mein Stundenplan: Photographie werde ich im nächsten Semester belegen. Bin soweit zufrieden, Problem ist nur, dass die schwersten Fächer die letzten sind: 1. ecological science, 2. ceramics&sculpture, 3. us history, 4. french 4ac (höchste stufe fortgeschritten, die Amis hamm's nich so mit den Fremdsprachen), 5. modern readings (Lesen neuzeitlicher englischer Literatur) und 6. algebra.

Geschrieben: 01:25, 1.9.2006

Endlich da!

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:06 . 0 Kommentare. Link.

Jo! Am besten beginn ich mit dem Hinflug... Gleich nach der Ankunft in Washington DC bekamen wir etwas vom Organisationstalent von yfu usa zu spüren. Für die knapp 40 Schüler, die zum Hotel gebracht werden mussten, stand ein Auto mit 5 Sitzen zur Verfügung. Jede Fuhre dauerte rund vierzig Minuten... wie schon erwähnt, gab's dann dort fettsche Pizza mit Softdrinks jeder Art. Lecker! Dann wurde uns mitgeteilt, dass wir fünf Uhr in der Lobby zu erscheinen haben und 4:15 geweckt würden. ich wurde 6:10 durch ein Klopfen an der Tür geweckt. Stellt euch vor, der Bummelvini stand bereits 6:13 mit Sack und Pack am Shuttle! Rekordzeit (allerdings ohne Zähneputzen)! Beim Check-in wurde ich von einem Schalter an den anderen geschickt, was nicht leicht war mit 50kg Gepäck. Dann ging's ins in ein 40-Personen-Flugzeug, aber erst nach einer Stunde Verspätung. In sonem kleenen Ding fühlt man sich den Wolken und der Höhe an sich viel näher. Nach der Landung in Detroit (ein kleiner, schäbiger Flughafen) wurde ich von einer winkenden Familie begrüsst und umarmt. Auf der Fahrt nach Hause beschwerte sich der Vater über die miserablen Straßen in Michigan (er war letztes Jahr in Deutschland und weiss, wie gute Straßen aussehen ^^ ). Dann wurde ich von Jenny (meiner Gastmutter) gefragt, welche Musikrichtung ich präferiere. Nach einer umfassenden Erläuterung meines Musikgeschmacks, die zu dem Punkt kam, dass ich so ziemlich alles ausser Hip-Hop und schlechten Techno mag, kam ein zustimmendes Nicken. Man schaltete einen der gigavielen Radiosender ein, der in dem Falle ausschliesslich Reggae und Dub spielte. YES! Zu Hause bekomme ich auch ab und zu "greenday" zu hören ("I don't wanna be an american idiot..."), was eigentlich viel über die liberale Einstellung in Ann Arbor aussagt. Man stößt hier ab und zu auf präsidentenfeindliche Aufkleber wie "frodo failed - bush has the ring", hier gibt es viel Grün und ich stieß gleich am ersten Tag auf eine Kröte =) . In der Innenstadt hat es (^^) eine recht große Kaufhalle, etwas kleiner als Kaufland, in der ausschließlich Biowaren, die größtenteils aus der Region stammen, feilgeboten werden. Zusätzlich dazu war heute farmer's market mit regionalen Produkten. Vorbildlich! Die bisherigen Mahlzeiten waren auch sehr ansprechend - Mozzarella mit Tomaten und Basilikum aus dem Garten, abends Pasta mit selbstgemachtem Pesto und frischem Salat. Ist ja wie zu Hause hier! Gut, heut Mittag gab's Hamburger, aber selbst frisch zubereitet, mit Vollkornbrötchen, die hier ähnlich malzig wie in Skandinavien schmecken, ist das sogar regelrecht delikat. In meinem Zimmer wohnt, wie bereits gesagt, eine wüstenbewohnende Dosenschildkröte und nebenan ein juveniler Leopardgecko. Alles vorbildlich mit UVB-Strahlern *freu* . Der Gastvater Tad ist, wie die gesamte Familie, total sympathisch und nett. Er hat hier ein kleines Atelier, in dem er Skulpturen aus einem Gemisch aus Bronze und Silizium gießt. Er scheint jeden Morgen joggen zu gehen, ich hab nur noch nix davon mitbekommen, weil er das heute schon fünf Uhr tat... die Gastmutti (Jennifer) ist auch total lieb. Die Schwestern sind ziemliche Gegensätze im Charakter. Maggie (12) ist eher ausgeglichen, Fiona(9) dagegen ist ständig aktiv und strotzt vor Selbstbewusstsein. Vorhin saß sie neben mir und hatte nix zu tun, was sie mit den Worten "bored, bored, bored - that's what I am" verdeutlichte. Auf die Frage hin, was in ihrem Leben nicht langweilig ist, antwortete sie "you!". Schönes Kompliment. wenn Fiona etwas rumnervt, reagiert die Familie meist mit ironischen Kommentaren darauf. Gefällt mir. Die Zikaden draußen klingen, als würde jemand eine Taschenkreissäge benutzen, echt krank. Bin mal gespannt, was ich noch so an faunistischen Erlebnissen zu Gesicht bekomme. Es soll hier in den Tümpeln rundherum schicke Schnappschildkröten geben *ggg* . Im Keller steht ein uraltes Pearl-Schlagzeug ohne Hihat (80er jahre), dass Tad mal für Fiona von irgendnem Freund gekriegt hat. Wenn ich einen Drumkey zum Stimmen besorgt hab, werd ich mal bisschen dran üben (dafür genügt's). Des Weiteren wurde für mich eine Djembe vom Cousin geliehen. Morgen will der 16jährige Nachbarssohn mich kennenlernen und mit mir rumhängen. Wird bestimmt lustig, freu mich schon drauf! Also dann, man sieht sich. *g*

Geschrieben: 02:00, 27.8.2006 

Ankunft

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:05 . 0 Kommentare. Link.

So, ich bin nach 8,5 Stunden Transatlantikflug gut in Washington DC angekommen und sitz grad in der Hotellobby, um diesen Eintrag zu schreiben. Dabei muss ich mich erstmal an die beknackte Amitastatur gewöhnen...
Als wir den amerikanischen Kontinent erreichten, flogen wir erstmal über die schärenartige Landschaft Labradors, dann die Ostküste entlang und schliesslich über die Bonzenvillen vor Washington und New York mit ihren Tennisplatzgroßen Privatpools.
Bei unserer Ankunft hier in Washington waren's doch glatt mal 32°C, obwohl die Sonne eigentlich nicht viel geschienen hat.
Jetzt geh ich mal schön ins Bettchen, mir ist ein wenig schlecht von der fetttriefenden (@Konni: Wort mit 3 "t") real american pizza mit coke...
Morgen früh hab ich die Ehre, 4:15 aufzustehen und dann 8:20 nach Detroit zu fliegen (alles Ortszeit).


Geschrieben: 03:31, 25.8.2006

Am Anfang kommt der Flug

Geschrieben von krumi am 2.11.2006 um 12:04 . 0 Kommentare. Link.

Der erste mehr oder weniger sinnvolle Eintrag auf dieser Seite kommt sicher irgendwann nach meiner Landung in den Vereinigten Staaten.
Meine Reise wird am 24.8. beginnen, vorausgesetzt, ich kann alle Sicherheitskontrollen ungehindert passieren. Wer weiß, was man alles nicht mitnehmen darf...


Geschrieben: 03:24, 23.8.2006 

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