... Shanghai! Aber nicht auf diesen Seiten (free blog-in ist mir nicht mehr geheuer, zu viele Ausfälle in der Vergangenheit). Wer aus unerfindlichen Gründen auf dieser Seite landet, hier geht's weiter:
http://laoshi-nihao.jimdo.com/

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Liebe Free-Blogger!
Falls auch ihr Angst habt, dass eure mühsam erstellten Blogs und Einträge demnächst im Daten-Nirwana verschwinden... Ich habe folgendes Programm benutzt, um eine Sicherung des gesamten Blogs (alle Einträge, das Design usw.) auf meinem Computer zu erstellen:
Ich benutze das kostenlose Programm schon eine ganze Weile (nicht erst seit dem mysteriösen Verschwinden unseres Administrators) und es funktioniert. Ob man allerdings die gesicherte Website auf einen anderen Weblog-Server übertragen kann, habe ich noch nicht ausprobiert.
Falls jemand das Programm installieren möchte, Fragen, Probleme oder Anregungen hat - Kommentar hinterlassen :)
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Danke für den Tip. ^^
Ich selber weiss nicht, ob ich irgendwas mit meinem alten Blog mache. Ich habe auch keine Einträge rübergeholt in den Neuen ( http://suiblogged.blogspot.com/ ). Ich hab einfach normal weitergemacht und in meinen alten Einträgen schnöse ich eh nicht mehr.
Es ist aber eh nur Laberei drin ^^
Wenn ich jetzt ein Reisetagebuch, wie deines hätte. Würde ich auch Himmel und Hölle in Bewegung setzen um die Einträge zu erhalten.
Liebe Grüsse,
Jessi
immer wenn ich was neues ausprobier
lauf ich wie barfuß über Glas
doch ich fühl mich federleicht
weil es sich fast immer lohnt
und so erscheint, dass nichts so bleibt wie's ist
fast schon wie gewohnt
Clueso - Barfuß
Dies wird wohl mein letzter Eintrag. Morgen Nachmittag steige ich in den Flieger nach Deutschland und werde gegen halb neun Uhr abends deutscher Zeit in Hamburg landen. Die letzten Tage waren so, wie ich es mir gewünscht hatte. Ich freue mich auf zu Hause, aber gleichzeitig fühlt es sich so unwirklich an, dass ich in etwas mehr als 24 Stunden tausende Kilometer von Beijing (Shanghai, China, meinen Freunden hier…) entfernt sein werde. Dieser abrupte Wechsel wird sicher nicht ganz leicht, aber zumindest falle ich nicht ins Leere, ich sehe meine Liebsten wieder, ich nehme mein Studium wieder auf, ich komme etwas zur Ruhe und verarbeite das, was ich glaube, im vergangenen Jahr gelernt zu haben… Ich habe in kurzer Zeit so viele neue Eindrücke bekommen und bin stolz, dass ich es durchgezogen habe, es hat sich absolut gelohnt. Nicht zuletzt habe ich enorm viel über dieses Land erfahren, das mir vorher fremd war – die Menschen, die Kultur, (ein bisschen) die Sprache.
zai jian - Auf Wiedersehen! ![]()
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Dein Blog war toll, spannend und interessant und ich hoffe, dass du Zuhause dem Bloggen treu bleiben wirst und uns mit den Banalitäten eines schnöden Studentenalltags langweilst ^^
Ein neues Leben, ein neuer Alltag, ein neuer Blog.
Überleg es dir, ich würde dir treu bleiben ;-)
Ansonsten wünsche ich dir eine ruhige Heimfahrt und ein entspanntes Ankommen.
Liebe Grüsse,
Jessi
In diesem Sinne: Gute Reise! (... oder so ähnlich :-) )
Schöne Grüße aus der östlichen Nachbarstadt!
M.
([1] Übersetzung: http://tinyurl.com/38mcp75)
Und auch ganz lieben Dank an dich, Löwenmann *g* Aber es müsste heißen, "wo bu xiang mai zhe ge ditan"... Google irrt ;)
Liebe Grüsse und Willkommen zu Hause
Jessi
Ich sehe Peking mit anderen Augen. Doch es hat sich nichts verändert, also hat sich meine Perspektive wohl verändert. Von allen Städten, die ich in China bis jetzt besucht habe, erscheint mir Peking bzw. die Luft hier mit Abstand am dreckigsten. Gleichzeitig freue ich mich, dass die Leute so nett und entspannt sind, wie ich sie in Erinnerung habe. Sie gehen langsamer und lächeln einen öfter an, was ich in Shanghai vermisst habe. Heute Abend fahre ich nach Wudaokou, das Ausgehviertel im Norden der Stadt, und treffe einige der Leute von meiner alten Uni. Ich werde meine letzten Tage in China genießen!
![]()

Nektarinen mit Gkücksbotschaft
o~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~[Nachtrag]~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~o

Ong, Ling Ling, Ich und Luis

Mhm lecker - beim Koreaner

Die Spielkinder gehören nicht zu mir :-p


Entweder humorvoll oder ehrlich - das Bier war jedenfalls kalt

Ob eine Schnecke für nen Pizza-Lieferservice wohl das passende Maskottchen ist?
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Ich habe nun erfolgreich den Endpunkt meiner Route erreicht: meine "alte Heimat" Beijing. Am letzten Tag in Xi'an habe ich noch das ungefähr coolste unternommen, was Xi'an zu bieten hat außer der Terrakottaarmee - Fahrradfahren auf der alten Stadtmauer, 14 km in 1,5 Stunden.




Dann ging es auf zum Flughafen. Wie nicht anders zu erwarten, hatte das Flugzeug eine Stunde Verspätung und ist allen ernstes zwischen gelandet, in einem Kaff namens Zhong Wei irgendwo auf der Strecke. Alle Passagiere (alte + neue) raus aus dem Flugzeug, eine halbe Stunde später wieder hinein. Ich bin also mitten in der Nacht in Beijing gelandet und habe den falschen Shuttlebus erwischt, der in einen anderen Stadtteil fuhr, als ich wollte. Zum Glück bin ich an einen unheimlichen netten Taxifahrer geraten, der mit dem Hostel telefoniert hat um herauszufinden, wo ich eigentlich hin muss. So habe ich Beijing in Erinnerung ![]()
Leider ist dieses Hostel die abgefuckteste Absteige meiner gesamten Reise, wenn ich das mal so direkt sagen darf. Es liegt im hippen Kunstviertel 798, und das ist das einzig positive, das mir bis jetzt aufgefallen ist. Das hier ist nicht mehr als eine alte Industriehalle, darüber hinaus ist es dreckig, voller Mücken und für die Klimaanlage, die in allen anderen Hostels ausnahmslos umsonst war, soll man hier 10 Yuan pro Nacht blechen. Die Betten sind verdammt hart und unbequem. Ach ja, nicht zu vergessen, dass meine Reservierung irgendwie falsch angekommen ist und der Angestellte mich in der nächsten Nacht allein in ein Zimmer mit einem Mexikaner stecken will. Davon bin ich irgendwie nicht so begeistert, also bereite ich mich innerlich schon mal auf eine Diskussion vor (heute Nacht war ich zu fertig, um zu widersprechen). Ich bin froh, dass ich aus Vorsicht nur zwei Nächte gebucht habe und morgen früh also wieder verschwinden kann... Im Sinne Oscar Wildes: Das war kein Irrtum, sondern eine Erfahrung ![]()
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Und es hat sich doch alles irgendwie gefügt. Ich bin gestern ohne Probleme mit dem Shuttlebus zum Flughafen gekommen, aber leider hatte der Flug eine Stunde Verspätung. Das heißt, dass ich erst nachts um halb zwei am Hostel in Xi'an angekommen bin - das war allerdings kein Problem. Dann bin ich trotz meines friedlichen Temperaments ungemütlich geworden, weil ich plötzlich ein ganz anderes Bett nehmen sollte, als ich gebucht habe - Sechsbett-Zimmer statt Vierbett-Zimmer und mixed-Dorm (Männer und Frauen) anstatt Female-Dorm. Um die Uhrzeit war ich aber nicht wirklich in einer guten Position, um zu verhandeln. Zähneknirschend habe ich mich deshalb gefügt und war dann erleichtert - Es waren drei Mädels und zwei Jungs im Zimmer, alles Chinesen. Chinesische Männer sind größtenteils sehr respektvoll und zuvorkommend gegenüber Frauen, aber vor allem machen sie nicht viel Lärm. Ich hatte nämlich schon befürchtet, in einem Zimmer mit einer grölenden Horde Bier trinkender Engländer/Amerikaner etc. zu landen.
Heute morgen ging es dann auf zur Terrakottaarmee im Mausoleum des ersten chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi, für die Xi'an berühmt ist. Unser "englischsprachiger" Reiseführer konnte zwar tatsächlich Englisch sprechen, aber sein Akzent war selbst für einen Chinesen zum fürchten. Zuerst hat er uns durch einen Handwerksbetrieb geführt, in der unter anderem kleine und größere Repliken der Armee aus demselben Ton hergestellt werden. Natürlich konnte man diese auch käuflich erwerben, und diesmal habe ich mich auch zu einem Souvenir erweichen lassen, einen kleinen Krieger für umgerechnet 10 Euro.



Einer von den Jungs wohnt ab jetzt bei mir

Die Kleine übt schon mal für später
Auf dem Weg zur echten Tonarmee habe ich erfahren, dass ich unsere Bundeskanzlerin mit meinem Aufenthalt in Xi'an nur um zwei Tage verpasst habe. Unser Reiseführer hat es sich nicht nehmen lassen, das immer wieder zu betonen, als er erfahren hat, dass ich aus Deutschland bin.

Die echte Tonarmee

Die meisten der Krieger stehen, es gibt aber auch einige, die auf dem Boden knien. Wenn man diese von der Seite betrachtet, bilden sie den Umriss der Provinz Shanxi, in der Xi'an liegt. Und nachdem unser Tourguide uns das anhand einer knieenden Statue erklärt hat, zeigt er auf deren Hinterteil und meint, dort sind wir bzw. Xi'an. Ich fand das extrem erheiternd 
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Hm heute habe ich mein Toleranzlimit definitiv erreicht, Reisekoller... Heute morgen nicht ausgeschlafen, weil die Mädels aus meinem Zimmer um 6 Uhr aufgebrochen sind. Zu Essen hatte ich auch nichts, also los in die Shoppingmall und mir ein chinesisches Frühstück einverleibt (Hähnchen, Ei, Reis, Gemüse) - wie immer unter genauer Beobachtung aller anwesenden Chinesen. Ich bin es ja gewohnt und normalerweise stört es mich nicht übermäßig, aber heute... Erst habe ich erfahren, dass ich in Beijing vielleicht doch nicht im Wohnheim meiner alten Uni übernachten kann, weil dort gerade eine Veranstaltung stattfindet. Dann fliege ich heute nach Xi'an und übermorgen weiter nach Beijing, also gleich zum Flughafen, in Xi'an spät abends noch mit dem Taxi das Hostel finden, am nächsten Tag zurück zum Flughafen, in Beijing ein Hostel finden... Uähh kein Bock. Was zu einem "perfekten" Tag dann noch fehlt, sind die üblichen "Hellooo", "Schau mal, ein Ausländer" und natürlich das angestarrt Werden. Selbst die Kinder gehen mir heute auf die Nerven, Grmpf. Ich zieh mir einfach nen Sack über den Kopf, mehr Privatsphäre ist grad nicht drin.
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nimen hao,
so wie ich es mir vorgenommen habe, bin ich heute allein losgezogen, erst einmal zum "Solitary Beauty Peak". Dabei handelt es sich um eine alte Prinzenresidenz, in deren Mitte ein großer Felsen aufragt, von dem man die ganze Stadt überblicken kann. Ich habe den öffentlichen Bus genommen und den Park auch tatsächlich gefunden. Wie zu erwarten gab es auch Dutzende von Reisegruppen, die von ihren Reiseleitern durch die verschiedenen Gebäude getrieben wurden. Ich habe mir den Spaß gemacht, mich mal zu dieser, mal zu jener Reisegruppe zu gesellen und so zu tun, als ob ich ganz genau verstehe, worum es geht. Die haben vielleicht blöd geguckt ![]()
Das Highlight der ganzen Unternehmung war natürlich, auf den Peak zu klettern. Es war ziemlich bewölkt, aber man kann trotzdem gut sehen, in welch eine außergewöhnliche Landschaft Guilin gebettet ist.


Danach bin ich am Fluss entlang zum "Seven Star Cave Park" gelaufen. Auf der Karte sah er vielversprechend aus, weil er mitten in der Berglandschaft liegt.

Aufgrund seiner Größe hatte ich auch endlich mal ein bisschen Ruhe. Nach dem zwanzigsten "Hellooo!" grüßt man zwar immer noch freundlich zurück, denkt aber schon Boah, halt die Fresse. Es gab wenigstens einen Lichtblick: Ein kleines Mädchen meinte danach zu ihrem Vater, "laowai hai keyi", oder zumindest war es das, was ich verstanden hab - Ausländer sind ganz in Ordnung. Wieder etwas für die Völkerverständigung getan.
Das tolle war, dass man auf einige der Hügel im Park auch über Treppen hinaufsteigen konnte. Dort habe ich das hier entdeckt:

Die Affen will ich sehen! Da dachte ich so bei mir, die Affen und ich haben doch etwas gemeinsam: Wir versuchen im Wald so weit wie möglich von den anderen Menschen wegzukommen. Also bin ich einen Berg hinauf gestiegen, auf dem außer mir wirklich niemand war. Da habe ich mich wirklich ein bisschen wie im Urwald gefühlt und bin auf der Suche nach den Affen durchs Unterholz geschlichen. Den Nieselregen, der inzwischen eingesetzt hatte, fand ich ganz erfrischend - bis unvermittelt das Gewitter mit Sturzregen, Blitz und Donner losgebrochen ist. Ich muss nicht erwähnen, dass ich nass bis auf die Knochen war, nachdem ich den Berg wieder hinuntergestolpert und in den Bus zurück gestiegen bin. Und Affen habe ich nicht gesehen (bis auf ein Eichhörnchen, dass ich zuerst für einen gehalten habe).

Kurz bevor das Gewitter losbricht...
Um sieben Uhr habe ich dann noch einmal mit Yulin und ihrer Familie in einem kleinen Straßenlokal mit Miniaturtischen- und Stühlen zu Abend gegessen. Danach sind sie und ich noch einmal zum Fluss gegangen, weil es dort eine flache Stelle gibt, an der man barfuss auf die andere Seite gehen kann.
Auf dem Rückweg hatten wir dann eine sehr unangenehme Begegnung, zum Glück ohne Folgen. Wir sind so eingehakt nebeneinander her gegangen, und aus irgendeinem Grund habe ich mich - instinktmäßig? - umgedreht. Genau hinter uns ging ein Mann, der in dem Moment versucht hat, den Reissverschluss meines Rucksacks zu öffnen. Meine Reaktion war nicht gerade klug in der Situation, aber es war total reflexartig - ich hab dem Typen eine runtergehauen. Er hat sich weggedreht und ist schnell weitergegangen, und ich war völlig perplex und sprachlos bzw. ich habs auch mit der Angst zu tun bekommen. Er drehte nämlich plötzlich um, und ich dachte schon, jetzt gibts Ärger - stattdessen ging er noch einmal an uns vorbei, schaute herausfordernd und packte sich mit einer Hand in den Schritt. Das fand ich dermaßen absurd, dass ich ihn nur blöd angestarrt habe. "Ein Dieb, ein Dieb!" o.ä. zu rufen wäre wohl nageliegend gewesen. Dazu war ich aber einfach zu verblüfft, nachdem ich festgestellt hatte, dass er den Rucksack nicht einmal aufbekommen hat. Eine gute Erfahrung in gewisser Weise, denn ab jetzt werde ich noch mehr auf meine Sachen aufpassen als sowieso schon.

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Gestern Morgen, nachdem ich nochmal etwas im Park von Yangshuo spazieren gegangen bin, habe ich die Stadt wieder verlassen, um mit dem Bus nach Guilin zurückzufahren.

Eine abgeschiedene Gasse

Endlich mal ein ruhiges Plätzchen

Auch ein ruhiges Plätzchen... Die Uhr geht übrigens nicht richtig ;)

Wäsche waschen am Fluss

Meine Gefühle waren sehr gemischt - was sicher auch der einsetzenden Erschöpfung nach fast zehn Tagen Reise geschuldet ist. Yangshuo kam mir so schizophren vor. Einerseits die schöne Natur, die ordentlich gepflasterte Innenstadt und sauberen Hotels, und wenn man über die Stadtgrenze hinaus fährt sieht man die dreckigen Baracken, in denen die Menschen leben und Kinder, die davor im Müll spielen. Durch den Tourismus geht es den Leuten eigentlich relativ gesehen gut – es gibt Strom und Wasser, und viele haben ein Moped. Aber je mehr Geld man mit den Touristen machen kann, desto mehr Leute kommen aus den umliegenden Dörfern ins Stadtgebiet. Deshalb profitieren nur einige wirklich davon bzw. es besteht harte Konkurrenz. Es kotzt mich aber persönlich an, wenn ich als Besucher durch diese Straßen laufe und in den Augen jedes Chinesen die Dollarzeichen klingeln sehe – was wiederum nachvollziehbar ist. Sollte ich ein schlechtes Gewissen haben, weil ich als reicher westlicher Urlauber da bin und diese Leute trotz harter Arbeit einen viel geringeren als ich haben? Oder ein gutes Gewissen, weil ich mein Geld da lasse und somit das wirtschaftliche Wachstum der Region ankurbele? Nur so ein paar Gedanken.
In Guilin angekommen, habe ich dummerweise denselben Fehler noch einmal gemacht – mich mit Yulin und ihrem Cousin in ein Touristenboot gesetzt, um mich zum Elefantenfussfelsen bringen zu lassen. Die beiden sind nun zufällig am selben Tag zurück nach Guilin gefahren wie ich und haben mich sofort gefragt, ob ich mitkommen möchte. Da ich noch keinen Plan hatte, was ich in Guilin sehen will, habe ich zugesagt. Der Felsen ist das Wahrzeichen von Guilin und soll einen Elefanten beim Wassertrinken darstellen. Das Boot hatte eine Aussichtsplattform, auf die sich alle Chinesen gleichzeitig gequetscht haben, um ein Foto von sich mit dem Felsen im Hintergrund zu machen – und dann wieder unter Deck zu verschwinden.


Ich habe mir fest vorgenommen, ab jetzt wieder so zu verfahren wie in Hong Kong. Ich habe mir im Hostel eine Karte von Guilin gekauft und werde heute allein losziehen, um mir in aller Ruhe die Stadt anzuschauen, mit dem öffentlichen Bus oder Taxi.
Für Xi’an habe ich allerdings schon eine Tour zur Terrakotta-Armee gebucht – da diese außerhalb der Stadt liegt, ist das klüger.
P.S.: Dass ich so viele Einträge kurz hintereinander poste, ist der Tatsache geschuldet, dass die Website des Blogs in 80 % der Fälle nicht funktioniert, bzw. abends (bei euch mittags) überhaupt nicht… Nach mehr als zwei Wochen, in denen es jetzt schon so ist, sollte man das Problem doch mal behoben haben (oder mal ne Stellungnahme dazu abgeben), oder? Würde ich Geld für meinen Account bezahlen, würde ich jetzt schon ganz schön mit den Zähnen knirschen ^^
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Gestern Morgen bin ich also frisch und munter zur Bootsfahrt auf den Li Fluss aufgebrochen. Außer mir gab es nur einen anderen Ausländer, auch ein Deutscher, wie ich später festgestellt habe. Wenn man den Fluss hinunterfährt, kann man besonders gut die vielen bizarren Steinformationen bewundern. Einige von diesen Hügeln haben sehr kreative Namen verpasst bekommen – ich weiß nicht, ob das einfach eine Tradition der Einheimischen ist oder den Touristen zuliebe gemacht wurde. Mein Favorit ist der „lao ren shou ping guo“-Berg. Das bedeutet, „ein alter Mann beobachtet einen Apfel“. Dann gäbe es da noch den Hühnerkäfig-Hügel, die „Schildkröte, die einen Berg erklimmt“ und das „Kamel, das den Fluss überquert“. Um ehrlich zu sein, habe ich keinen von diesen Bergen anhand des Namens erkannt – entweder habe ich zu wenig Fantasie oder die Chinesen zu viel.

Dies sind nicht irgendwelche Berge - das Panorama ist auf der Rückseite des 20-Yuan-Scheins abgebildet
Auf den Bambusbooten, auf denen wir den Fluss befahren haben, war für jeweils vier Personen Platz. Ich saß mit einer chinesischen Familie zusammen, eine Mutter, ihre Tochter und der Neffe. Das Mädchen hat den schönen Namen Yulin, was „Regenwald“ bedeutet, und ist 18 Jahre alt. Wir haben uns sofort ganz gut verstanden, und da ihr Englisch tatsächlich noch schlechter ist als mein Chinesisch (oder sie das zumindest geglaubt hat) haben wir uns überwiegend auf Chinesisch unterhalten, gut für mich.



Irgendwann habe ich ein paar Worte mit dem anderen Ausländer gewechselt, um festzustellen, dass er auch Deutscher ist. Seine ersten Worte waren, „Ich hätte nicht gedacht, dass es hier so scheiße ist“. Er meinte damit, dass es so viele Boote und Menschen auf dem Fluss gibt. Ich denke, er hat sich Yangshuo viel abgeschiedener und weniger touristisch vorgestellt. Als er mir aber erzählt hat, dass er nur ein paar Tage in China ist und kein Wort Chinesisch spricht… Da habe ich ihn gefragt, wie er denn gedachte, in den „nicht touristischen“, abgelegenen Gebieten zurechtzukommen. Auf den Einwand wusste er auch nicht so direkt etwas zu sagen.
Ich habe mich am Ende der Tour mit dem chinesischen Geschwisterpaar für den Nachmittag verabredet. Die beiden wollten eine Tropfsteinhöhle sehen, also bin ich mitgegangen – obwohl ich mir schon vorstellen konnte, dass es wieder eine totale Massenveranstaltung werden würde. Aber, allein reisen schön und gut, doch ich habe auch gern Gesellschaft, wenn ich etwas unternehme.
Wir haben uns mit dutzenden von Leuten zusammen durch die Höhle gequetscht, aber man muss sagen, dass es auch eine sehr beeindruckende Tropfsteinhöhle gewesen ist. Nicht, dass ich schon so viele Tropfsteinhöhlen gesehen hätte, das war die zweite… Einige Formationen hatten wieder lustige (oder bedeutungsvolle) Namen – so wie zum Beispiel „der Buddha, der gerade eine Lektion gibt“.


Dieses Gebilde heißt "Chinesische Mauer" - finde ich einleuchtend



Um fünf Uhr waren wir wieder in Yangshuo. Die beiden sind zu ihrem Hotel gegangen und ich an den Fluss, um noch eine halbe Stunde draußen zu sitzen, bevor ich ins Hostel zurückgehe und mich endlich mal ausruhe. Zufällig bin ich dann aber mit einem chinesischen Mädchen ins Gespräch gekommen, die in meiner Nähe am Wasser saß. Kurz danach hat sich noch ein anderes chinesisches Mädchen dazugesetzt, weil sie unsere Unterhaltung gehört hat. So hatten wir alle etwas davon: Ich hatte Gesellschaft und die beiden Chinesinnen jemanden, mit dem sie Englisch sprechen konnten.
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Wie einfach das geht. Man quatscht und schon hat man eine Reisegruppe gefunden ^^
Hier wäre das fast unvorstellbar.
Wenn hier ein Chinese ganz alleine auf einem Rheindampfer sitzt, dann würde er dort auch alleine sitzen bleiben. Keiner käme auf die Idee den anzuquatschen um ihn hinterher noch auf eine neue Tour einzuladen.
Schade! Deshalb finde ich es immer so toll, wenn du gleich akzeptiert wirst.
Das du dann auch noch ihre Sprache sprichst, macht die Sache nur umso leichter.
Schöne Bilder übrigens. Ich finde es ja immer etwas komisch, wenn man aus einer Tropfsteinhöhle so ein buntes Ding macht, aber es sieht trotzdem sehr schön aus.
Liebe Grüsse,
Jessi
Aber richtige Freunde zu finden ist hier auch nicht einfacher als anderswo. Für mich dann sogar noch schwieriger, weil ich automatisch denke: Redet der/die jetzt nur gern mit mir, weil ich ne blonde Ausländerin bin? Trotzdem habe ich auch den Eindruck, dass die Chinesen irgendwie geselliger sind als z.B. die Deutschen. Man sieht überall Grüppchen und Gruppen auf der Straße sitzen, die palavern, Karten spielen usw. - in jeder Altersgruppe.
Mir ist dieser Höhlenjahrmarkt eigentlich auch zu viel, aber für die Chinesen gibt es nur zwei Wege: Beleuchtung in allen Farben des Regenbogens oder gar keine *g*

