Ich höre doch die Klagen über die Hitzewelle in Deutschland bis hierher, aber keine Sorge: Mir geht es auch nicht besser. Vielleicht ein bisschen, weil die Räume hier mit Klimaanlagen bestückt sind, hehe. Doch draußen zerfließt man bei 36 Grad und 95 % Luftfeuchtigkeit.
Ich habe mich gestern mit zwei Deutschstudenten zum Mittagessen getroffen, und recht spontan hat es heftig angefangen zu gewittern. Trotzdem sind wir unserem Plan gemäß nach dem Essen in den "Blumen-, Fisch-, Vogel- und Insektenmarkt" gegangen. Weil dieser sich draußen befindet und nur notdürftig überdacht ist, waren wir praktisch die einzigen Besucher, während die Händler das schlechte Wetter abgewartet haben. Der Markt hat die typischen engen Gassen und es gibt dort alle Arten von Tieren zu kaufen, auch Katzen, Kaninchen und andere Fellträger. Besonders zahlreich sind aber die beliebten chinesischen Singvögel und zirpenden Grillen gewesen.
Über die Haltungsbedingungen der Tiere muss ich wohl nicht viel sagen - so ein Tiermarkt, den es in vielen chinesischen Städten gibt, ist nichts für zart Besaitete. Besonders die Vögel, die auf engstem Raum eingepfercht waren und deren Käfige in dunklen, feuchten Ecken standen, haben mir leid getan...


Xia und Jin mit den Beos

Singvogel-Küken


Fische, Frösche, Schildkröten, Reptilien, Krabben...

Eine Krebsart mit blauem Rumpf und nur einer voll ausgebildeten Schere - noch nie vorher gesehen. Kommt von der Insel Hainan.

Leguane


Wie die Chinesen gern sagen: mei banfa (wörtlich: (es gibt) keine Methode). Es ist eben so, da ist nichts zu machen.
[4] Kommentare
Ist das gemeint mit, "so einfach funktioniert die Welt" ;)?

