In Xi'an - oder am A**** von Shanxi
Verfasst am 19.07.2010 um 05:31 PM Uhr in Unterwegs

Und es hat sich doch alles irgendwie gefügt. Ich bin gestern ohne Probleme mit dem Shuttlebus zum Flughafen gekommen, aber leider hatte der Flug eine Stunde Verspätung. Das heißt, dass ich erst nachts um halb zwei am Hostel in Xi'an angekommen bin - das war allerdings kein Problem. Dann bin ich trotz meines friedlichen Temperaments ungemütlich geworden, weil ich plötzlich ein ganz anderes Bett nehmen sollte, als ich gebucht habe - Sechsbett-Zimmer statt Vierbett-Zimmer und mixed-Dorm (Männer und Frauen) anstatt Female-Dorm. Um die Uhrzeit war ich aber nicht wirklich in einer guten Position, um zu verhandeln. Zähneknirschend habe ich mich deshalb gefügt und war dann erleichtert - Es waren drei Mädels und zwei Jungs im Zimmer, alles Chinesen. Chinesische Männer sind größtenteils sehr respektvoll und zuvorkommend gegenüber Frauen, aber vor allem machen sie nicht viel Lärm. Ich hatte nämlich schon befürchtet, in einem Zimmer mit einer grölenden Horde Bier trinkender Engländer/Amerikaner etc. zu landen.

Heute morgen ging es dann auf zur Terrakottaarmee im Mausoleum des ersten chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi, für die Xi'an berühmt ist. Unser "englischsprachiger" Reiseführer konnte zwar tatsächlich Englisch sprechen, aber sein Akzent war selbst für einen Chinesen zum fürchten. Zuerst hat er uns durch einen Handwerksbetrieb geführt, in der unter anderem kleine und größere Repliken der Armee aus demselben Ton hergestellt werden. Natürlich konnte man diese auch käuflich erwerben, und diesmal habe ich mich auch zu einem Souvenir erweichen lassen, einen kleinen Krieger für umgerechnet 10 Euro.

Einer von den Jungs wohnt ab jetzt bei mir

Die Kleine übt schon mal für später

Auf dem Weg zur echten Tonarmee habe ich erfahren, dass ich unsere Bundeskanzlerin mit meinem Aufenthalt in Xi'an nur um zwei Tage verpasst habe. Unser Reiseführer hat es sich nicht nehmen lassen, das immer wieder zu betonen, als er erfahren hat, dass ich aus Deutschland bin.

Die echte Tonarmee

Die meisten der Krieger stehen, es gibt aber auch einige, die auf dem Boden knien. Wenn man diese von der Seite betrachtet, bilden sie den Umriss der Provinz Shanxi, in der Xi'an liegt. Und nachdem unser Tourguide uns das anhand einer knieenden Statue erklärt hat, zeigt er auf deren Hinterteil und meint, dort sind wir bzw. Xi'an. Ich fand das extrem erheiternd 
 

 

 



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