Ich habe nun erfolgreich den Endpunkt meiner Route erreicht: meine "alte Heimat" Beijing. Am letzten Tag in Xi'an habe ich noch das ungefähr coolste unternommen, was Xi'an zu bieten hat außer der Terrakottaarmee - Fahrradfahren auf der alten Stadtmauer, 14 km in 1,5 Stunden.




Dann ging es auf zum Flughafen. Wie nicht anders zu erwarten, hatte das Flugzeug eine Stunde Verspätung und ist allen ernstes zwischen gelandet, in einem Kaff namens Zhong Wei irgendwo auf der Strecke. Alle Passagiere (alte + neue) raus aus dem Flugzeug, eine halbe Stunde später wieder hinein. Ich bin also mitten in der Nacht in Beijing gelandet und habe den falschen Shuttlebus erwischt, der in einen anderen Stadtteil fuhr, als ich wollte. Zum Glück bin ich an einen unheimlichen netten Taxifahrer geraten, der mit dem Hostel telefoniert hat um herauszufinden, wo ich eigentlich hin muss. So habe ich Beijing in Erinnerung ![]()
Leider ist dieses Hostel die abgefuckteste Absteige meiner gesamten Reise, wenn ich das mal so direkt sagen darf. Es liegt im hippen Kunstviertel 798, und das ist das einzig positive, das mir bis jetzt aufgefallen ist. Das hier ist nicht mehr als eine alte Industriehalle, darüber hinaus ist es dreckig, voller Mücken und für die Klimaanlage, die in allen anderen Hostels ausnahmslos umsonst war, soll man hier 10 Yuan pro Nacht blechen. Die Betten sind verdammt hart und unbequem. Ach ja, nicht zu vergessen, dass meine Reservierung irgendwie falsch angekommen ist und der Angestellte mich in der nächsten Nacht allein in ein Zimmer mit einem Mexikaner stecken will. Davon bin ich irgendwie nicht so begeistert, also bereite ich mich innerlich schon mal auf eine Diskussion vor (heute Nacht war ich zu fertig, um zu widersprechen). Ich bin froh, dass ich aus Vorsicht nur zwei Nächte gebucht habe und morgen früh also wieder verschwinden kann... Im Sinne Oscar Wildes: Das war kein Irrtum, sondern eine Erfahrung ![]()
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