Noch ein Grund, zu weinen, wenn ich China Ende Juli verlasse:

Ich habe Bohnen-Popcorn entdeckt (kein Bohnen-Eis, aber nahe dran!). Macht absolut süchtig. Wenn die Packung erst einmal offen ist, wird sie in zehn Minuten leer…
P.S.: Ich habe heute die Verlängerung meines Visums beantragt und kann es in einer Woche abholen. Es ist dann bis zum 30. Juli gültig. Reisepläne für den Juli sind in Arbeit.
[0] Kommentare
Es gibt ja das Klischee, dass Chinesen alles essen. Selbst die Chinesen denken das von sich. Es existiert tatsächlich folgender Spruch:
dì shàng de chú le zhuōzi, tián shàng de chú le fēijī, shénme dōu chī.
Ich beschränke mich lieber auf Altbekanntes, zum Beispiel Reis. Ich esse wirklich so gut wie jeden Tag Reis, weil der hier einfach viel besser schmeckt als in Deutschland und es unendlich viele Varianten gibt.
Das beispielsweise sind in Blätter eingeschlagene Reisklumpen mit Fleischfüllung. Unglaublich klebrig, wenn man sie auspackt, und ein bisschen bitter schmecken sie, aber gut. Man kann sie an jeder Straßenecke kaufen, eine Portion kostet zwei Yuan.

Und noch etwas zu essen:

Sieht wie eine Banane in Tonnenform aus. Das Fruchtfleisch hat aber einen Stich ins rosafarbene/orange und sie schmeckt nicht so süß wie unsere Bananen.
[0] Kommentare
Okay, alles was ich gelesen habe, ist „Cheese“ – aber die Comic-Schokoladenstücke auf der Verpackung hätten mich misstrauisch machen können. Das ist tatsächlich „Käse“ mit Schokoladengeschmack. Wobei ich nicht weiß, wie man dann Käse definieren soll, weil diese Masse weder die Konsistenz noch die Farbe und erst recht nicht den Geschmack von Käse hat. Doch das schlimmste ist: Ich habe trotzdem etwas davon auf Brot gegessen. Guten Appetit.

[5] Kommentare
Sieht zumindest genauso künstlich aus wie der Käse aus der Sprühflasche, den die Amis so lieben.
Gibts den vieleicht auch in Erdbeer?
Na dann guten Hunger.
nimen hao...
Ich weiß nicht, wann es passiert ist, aber irgendwann in der vergangenen Woche habe ich mal wieder schlecht gespeist... Heute war es dann so unangenehm, dass ich zum Arzt gegangen bin, begleitet von zwei lieben Freundinnen (eine davon Chinesin, was wichtig war wegen der Sprachbarriere). Es ist eine Lebensmittelinfektion, wie ich schon vermutet hatte. Deshalb habe ich erstmal eine Infusion mit Medizin bekommen und Antibotika – zum Glück weiß ich, dass ich gegen Penizillin allergisch bin und der Arzt konnte überraschenderweise sehr gut Englisch sprechen. Ich bin auch schnell dran gekommen, aber erst, nachdem wir endlos hin und her gelaufen sind, um Formulare auszufüllen, Testergebnisse abzuholen – in einem chinesischen Krankenhaus muss man offenbar alles selbst machen. So hat die ganze Prozedur über vier Stunden gedauert, aber jetzt geht es mir wenigstens besser. Wirklich blöd, dass morgen Weihnachten ist, denn für mich gibt es erstmal nur Reissuppe.
Und was habe ich daraus gelernt? – Da kann man nichts machen. Weiß ja noch nicht mal, welches Essen/Wasser der Übeltäter war.
[2] Kommentare
Hab ein schönes Multikulti-Fest und geniess einfach die Tage...wenn es dir wieder besser geht.
Alles Liebe, Jessi
vielen Dank für deine Genesungswünsche :)
Hab ein schönes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage! VlG

[0] Kommentare
nimen hao!
Gleichzeitig bekomme ich schon langsam Sehnsucht nach etwas Vertrautem. Da kam es gerade recht, dass Ling Ling und ihre Cousine Lina heute abend gern beim Italiener Essen gehen wollten. Lina kommt lustigerweise aus Hohhot in der Inneren Mongolei – wo wir nächste Woche hinreisen werden. Sie spricht es auch richtig aus, nicht Ho – Hot, sondern eher Ho-He-Hot-He. Klingt ungefähr so, als ob jemand ein Niesen unterdrückt ;)
Wenn nicht mal der wilde Germ die Suppe mit Crisp Skin will, dann will ich sie auch net ^^
[0] Kommentare
Das gibt es unter anderem in einem chinesischen Supermarkt zu kaufen:

Getrocknete Garnelen, frische Froschschenkel ... und verpuppte Raupen

Wer da nicht Appetit bekommt ;)
[0] Kommentare
Hm, was hatte ich geschrieben von wegen Essen bestellen und sich auskennen...? Gestern beschlossen wir, mit unseren Bekanntschaften aus dem Wohnheim Peking-Ente essen zu gehen. Der Kellner im Restaurant erklärte uns aber, dass sie die nicht hätten. Nach einem Blick in die Speisekarte entdeckten wir aber etwas, das genau wie Ente aussah und wo auch Ente („kăoyā“) darunter stand. Was kann man da bitte falsch machen?
Als der bestellte Ententopf kam, waren wir auch guter Dinge, weil darin auch viele kleine Kartoffeln schwammen, die sehr lecker schmeckten. Eher misstrauisch waren wir jedoch angesichts des halben Entenkopfes, der in der Brühe lag – ohne Schnabel. Aber so ist das nun einmal in China. Die Ernüchterung kam, als wir nach Fleisch suchten... Das, was auf dem Bild wie Fleisch ausgesehen hatte, waren beinahe nur Knochen mit etwas Fett und Haut daran. Langsam wurde uns klar, dass in dem Topf nur zwei Teile der Ente lagen, der Kopf und der Hals. Alles andere fehlte. Unsere Beschwerde darüber scheiterte an der Sprachbarriere, obwohl wir uns relativ deutlich ausdrückten („Das ist nicht gut!“). Immerhin hatten wir noch unseren Spaß dabei, uns vor dem halben Entenkopf zu gruseln :)[0] Kommentare
Es gibt hier im Wohnheim keine Möglichkeit zu kochen. Also geht man Essen - am besten mit jemandem, der ein bisschen Chinesisch kann, oder man bestellt sich ein Gericht, von dem man ungefähr weiß, was drin ist und wie man es isst. Dann kommt es auch nicht zu solchen Zwischenfällen wie meinem ersten Hotpot-Essen... Wir sind zu dritt in ein Restaurant gegangen, und haben erst beim Bestellen gemerkt, dass es wohl ein Huoguo (Hotpot) Restaurant sein musste. Es gab also nichts anderes, und wir hatten unsere Bestellung schon aufgegeben... Zitat aus meinem Reiseführer:
"Die Esser sitzen um einen Topf mit brodelnder Brühe herum und fischen sich die kurz gegarten, hauchdünnen Fleischscheiben, Kohlblätter, Pilze und Doufu aus der Brühe, löschen sie in einer Schale mit kalter Soße kurz ab und verzehren sie dann."
Nach fünf Minuten Essen waren wir alle vollkommen erschöpft und haben nebenbei den Hotpot mit Speiseresten eingesaut. Der Hotpot ist, wie der Name schon sagt, unglaublich heiß (durch die brennenden Kohlen im Inneren). Das Behältnis mit Brühe ist relativ schmal, so dass man als Ungeübter Mühe hat, die Zutaten mit Stäbchen heil hineinzubugsieren. Wenn sie aber mit der Wand des Hotpot in Berührung kamen, sind sie sofort festgebacken. Die vorbeikommende Bedienung hat nur gelacht und den Kopf geschüttelt - erklären, wie es richtig geht, konnte uns dort niemand. So haben wir die Brühe mit allen möglichen Zutaten vollgestopft und diese viel zu lange im heißen Wasser gelassen. Außerdem hatten wir Nudeln bestellt, die eine gefühlte Länge von zehn Metern hatten - es schien unmöglich, diese am Stück in den Pot hinein und dann wieder hinauszubekommen, wenn man irgendwelche Tischmanieren beachten wollte. Mit einem gewissen Fatalismus haben wir also die Zutaten auf dem halben Tisch verteilt und dann gegessen - und uns am Ende vorgenommen, das nächste Mal mit einem Chinakundigen Huohuo essen zu gehen ;)

[0] Kommentare
Am Nachmittag haben wir eine große Einkaufsstraße besucht, zu der auch ein "chinesisches Viertel" für Touristen gehörte. Die Hauptattraktion waren definitiv die lebendigen Skorpione am Spieß - ja, auf dem Bild sieht man es natürlich nicht, aber sie haben wie wild gezappelt ;)

[0] Kommentare

