"Ich sehe nicht aus wie ein Seehund!"
Verfasst am 21.06.2010 um 08:03 PM Uhr in Lernen

Ein Zeugnis davon, dass ich wirklich fleißig war:

Aufsatz zur Bildergeschichte, von mir geschrieben und von S. korrigiert. 



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Gregor Samsa zu Besuch
Verfasst am 20.06.2010 um 01:50 PM Uhr in Lernen

Könnt ihr euch noch an die „Vater und Sohn“-Bildergeschichten aus dem Deutschunterricht erinnern? Die kann man auch in China käuflich erwerben. Mein Tandempartner hat sich ein Buch davon angeschafft und jetzt versucht er jedes Mal, ein oder zwei Geschichten zu erzählen. Eine fand ich ganz besonders niedlich:

 

Die werde ich vorbereiten und dann morgen, wenn wir uns wieder zum Lernen treffen, auf Chinesisch erzählen. Zu den Vokabeln, die ich noch nachschauen muss, gehören Seehund und Bart 

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Das Klima in Shanghai wird zunehmend unangenehm… Extrem hohe Luftfeuchtigkeit und dazu über dreißig Grad. Das könnte ich ja noch akzeptieren. Aber meine Küche wird jetzt in der Nacht von einer riesigen Kakerlake (und einigen ihrer Kinder) bewacht, und das geht gar nicht - uäh! Meine Mitbewohnerin und ich haben schon gemutmaßt, dass es die Wiedergeburt von jemandem ist, der etwas Schlimmes angestellt hat. Wer weiß, Mao vielleicht.

 



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Ich kenne
die Comics, allerdings nicht aus dem Unterricht.
Früher gab es so ein kleines Heftchen, das Jojo hieß. Ich weiss nur nicht mehr ob die beim Optiker rumlagen, oder in der Apotheke. Auf jeden Fall waren da immer die Vater/Sohn Comics drin. Ich hab die sehr geliebt als KInd ^^

Wegen deiner Kakerlaken-Küche muss ich gleich an Joes Apartment denken ^^
Kennst du den Film mit den sprechenden Kakerlaken?




~ Geschrieben von Sui am 20.06.2010 um 03:42 PM Uhr


jupp
ich hab von dem Film gehört, ihn aber nicht gesehen... Vielleicht sollte ich das tun, um zu lernen, wie man Kakerlaken domptiert XD

~ Geschrieben von Mieke85 am 21.06.2010 um 08:21 PM Uhr







Ein Buch sehen und lesen brauchen
Verfasst am 12.06.2010 um 01:27 PM Uhr in Lernen

Warum ist es für Fremdsprachenlehrer vorteilhaft, ein bisschen etwas von der Sprache zu verstehen, welche die Schüler sprechen? Die Antwort darauf ist nicht auf meinem Mist gewachsen, womit ich sagen will, dass die Erkenntnis nicht neu oder innovativ ist. Aber ich freue mich, wenn ich Interferenz in der Praxis selbst mal erlebe. Zum Beispiel benutzen meine Schüler das Wort „brauchen“ ständig als Hilfsverb: Ich brauche einen Brief schreiben. Das liegt vielleicht daran, dass brauchen mit xuyao übersetzt wird. In manchen Sätzen stimmt diese Übersetzung, in anderen nicht, weil xuyao im Chinesischen als Hilfsverb verwendet werden kann. Es ist einfacher zu erklären, warum es falsch ist, wenn man versteht, warum sie es falsch machen.

Manchmal sieht es einfacher aus, als es ist, zum Beispiel der Fehler: „Ich sehe ein Buch“, wenn eigentlich gemeint ist, „Ich lese ein Buch“. Das liegt an den unterschiedlichen Bedeutungen von „lesen“ und „sehen“; die deutschen und chinesischen Wörter passen da irgendwie nicht zusammen. „kan“ heißt eigentlich sehen, aber „kan shu“ heißt „Ein Buch lesen“. Wenn man es umgekehrt versucht: „Ich sehe ein Buch“ heißt es auf Chinesisch aber „wo kanjian shu“. „Lesen“ heißt „du“ oder „nian“, aber im Sinne von „laut lesen“. Achja, „nianshu“ kann auch studieren heißen oder, mit einer anderen Betonung, „sich einen Text einprägen“. Und, wer ist jetzt nicht verwirrt?

Nochmal übersichtlicher, so wie ich es verstehe (falls das nicht stimmt, bitte korrigieren). Und im Zweifel einfach übergehen 

kan – hinschauen

►"kan shu“ – Ein Buch lesen

kanjian – sehen (transitiv)

►„ni kanjian wode shu ma?“ – „Hast du mein Buch gesehen?“

du/nian – lesen/laut lesen/sich einen Text einprägen

►„du/nian shu“ – Ein Buch lesen / laut vorlesen

shu – mit erstem Ton: Buch; mit zweitem Ton: bekannt/vertraut; mit viertem Ton: Baum

So sagt meine Chinesischlehrerin oft, „du shengci“ (die neuen Wörter laut vorlesen) und auch „nian shu kewen“ (sich den Text einprägen/ durch lesen vertraut machen).
 


 



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Ein ganz kleines bisschen Chinesisch
Verfasst am 18.05.2010 um 12:52 PM Uhr in Lernen

Quälend langsam – aber immerhin – verbessert sich auch mein Chinesisch, denke ich. Aus irgendeinem Grund habe ich hier in Shanghai die Motivation gefunden, regelmäßig Zeichen schreiben zu üben und merke, dass ich auch immer mehr lesen kann. Das Chinesisch-Lehrbuch, das im Unterricht verwendet wird, erklärt außerdem die Grammatik ganz gut. Manchmal denke ich aber, etwas verstanden zu haben und dann stellt sich heraus, dass ich doch falsch liege. Das liegt zum Teil daran auch, dass das Buch Chinesisch-Englisch übersetzt ist. Zum Beispiel kam dort der Ausdruck "cheng" vor, der hinter einem Verb steht und eine Veränderung impliziert. Könnt ihr euch darunter etwas vorstellen? Ich jedenfalls erst einmal nicht. Als Beispiele waren "xie cheng" (xie - schreiben) und "shuo cheng" (shuo - sagen) genannt. Es hat eine längere Diskussion mit meinem Sprachpartner gebraucht, bis mir aufgegangen ist, dass die Bedeutung so ähnlich ist wie "umformulieren" und "umschreiben", also etwas anders ausdrücken, als es ursprünglich gewesen ist. Am Ende habe ich noch einen ganz anderen Satz mit "cheng" gelernt, den ich euch nicht vorenthalten möchte:

"wo ba ta da de bu cheng ren yang"

- Ich schlage ihn so, als ob er kein Mensch wäre ^^

Ich habe noch etwas Interessantes erfahren, als mein Sprachpartner mich nämlich gefragt hat, wie sehr sich in Deutschland „Frauensprache“ von „Männersprache“ unterscheidet. Nach kurzer Besinnung auf meine Abi- / Studienzeit, wo das Thema auch behandelt wurde, meinte ich: Die Unterschiede sind eher milieubedingt und weniger geschlechtsspezifisch. In China, hat er mir dann erklärt, sei das noch anders: Wenn Männer zum Beispiel sagen würden, „wo dou ting bu dong“ (Ich verstehe überhaupt nichts), sagen Frauen eher, „wo yi dian dian ting bu dong a“ („Ich verstehe das ein kleines bisschen nicht, ha“). Die Tatsache, dass er bei der Imitation der Frauensprache seine Stimme gehoben, gelacht und den Kopf geschüttelt hat, verstärkte bei mir den Eindruck: So werden Frauen einfach nicht ernst genommen. Andererseits: Im Intensiv-Sprachkurs wurde mir beigebracht, dass man „yi dian/ you dianr“ (ein bisschen) und „yi xia“ (kurz/ ein wenig) im Chinesischen oft benutzt. Als ich ihm das erzählt habe, kommt wie aus der Pistole geschossen: „War dein Lehrer eine Frau?“ Touché. 



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Die Hälfte des Himmels
Verfasst am 4.05.2010 um 05:08 PM Uhr in Lernen

Ich sitze gerade im Uni-Cafe, umspült von dem wohlklingenden Gesäusel chinesischer Gespräche… Das klingt vielleicht doof, aber ich finde es wirklich entspannend. Bis auf ein paar Wortfetzen verstehe ich nichts, aber durch die Töne klingt das Ganze für mich fast wie Musik (und nicht etwa, als ob man mit Wattebällchen im Mund spricht).

Ich gebe mir schon wirklich Mühe, mehr zu verstehen. Gestern habe ich mich wieder mit meinem Tandempartner/Kumpel getroffen und wir haben über einige Phrasen aus meinem „Chinese Idiomatic Phrases“ Buch diskutiert. Da tauchte unter anderem ein Ausdruck aus einem berühmten Zitat Maos auf, „banbiantian“, was übersetzt „ die Hälfte des Himmels“ heißt und sich auf die Rolle der Frauen in einer Gesellschaft bezieht. In meinem westlichen Verständnis bedeutet es Gleichberechtigung, aber so richtig überzeugt war ich nicht. Aber S. meinte, dass es im modernen China tatsächlich so sei. Da habe ich ihn auf eine Beobachtung von mir hingewiesen, dass es nämlich scheinbar keine weiblichen chinesischen Polizisten gibt, nur männliche. Er meinte daraufhin ganz verdutzt, dass „die Hälfte des Himmels“ zwar bedeutet, dass Frauen genauso wichtig seien wie Männer, aber nicht die gleichen Aufgaben übernehmen könnten. Da musste ich doch lachen: Die Frauen sollen also mal schön auf ihrer Seite des Himmels bleiben… Weitere Diskussionen zu dem Thema habe ich mir dann gespart.

P.S.: Ich bin wieder gesund Jetzt kann ich euch auch ein bisschen um das k-k-kalte Maiwetter in Deutschland bemitleiden. Ein bisschen.

 

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Vielleicht noch ein kleiner Nachtrag dazu, womit ich meine Zeit in den letzten paar (unterrichtsfreien) Tagen verbracht habe: Ein Schriftstück korrigieren mit dem Hauptthema "Aus der Geschichte lernen. Historische Lehren aus der gesellschaftlichen Umstrukturierung Deutschlands Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts“. Ich habe es heimlich für mich aber schon um-betitelt in: "Beim Korrigieren lernen. Was ich alles versäumt habe, als ich Ende des 20. Jahrhunderts im Geschichtsunterricht nicht aufpasste". Inzwischen bin ich fast soweit, es interessant zu finden. Grandios. Oder, wie jemand anderes es gern formuliert: Ein Traum :)

 



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ich glaub, ich kenn die frau!
und das mit dem wattebäuschchen erinnert mich auch an was. hehe ;-)

~ Geschrieben von Epiny am 6.05.2010 um 05:00 AM Uhr


Gut,
vielleicht erinnere ich dich noch häufiger dran *g*

~ Geschrieben von Mieke85 am 8.05.2010 um 11:09 AM Uhr







Lehrerin oder Studentin?
Verfasst am 10.04.2010 um 09:45 AM Uhr in Lernen

nimen hao,
 
die letzte Woche war recht anstrengend, aber gut. Ich habe für drei Klassen Unterricht a vier Schulstunden vorbereitet, und obwohl es Vorgaben in Gestalt eines Lehrbuches gibt, war das doch eine ziemliche Arbeit. Dafür hat es größtenteils sehr Spaß gemacht – je besser ich eine Aufgabe vorbereitet habe, desto mehr 

Außerdem habe ich an zwei Abendkursen Chinesisch teilgenommen, beides Mittelstufenkurse. Das Niveau war nicht so hoch, wie ich erwartet habe, deshalb habe ich in den schwierigeren Kurs gewechselt. Ich denke, dass der wirklich etwas bringen wird, weil die Lehrerin sehr viel Wert auf mündliche Kommunikation legt.

Ich habe mich auch zweimal mit meinem Tandempartner Chinesisch-Deutsch getroffen. Es ist wirklich interessant, sich mal auf einem höheren sprachlichen Niveau mit einem Chinesen auszutauschen. Leider habe ich ihm einen Riesenschreck eingejagt, als ich erwähnt habe, dass ich ja an der Tongji Deutsch unterrichte – ich war der Meinung, er wüsste das. Er war völlig perplex und meinte, dass er dachte, ich würde bloß am Institut studieren, nicht selbst unterrichten. Es gehöre sich für einen chinesischen Studenten nicht, sich mit einer Lehrerin zu treffen, er habe dafür viel zu viel Respekt vor Lehrern usw… Er war wirklich geschockt. Bis zum Ende unseres Treffens habe ich ihn zum Glück davon überzeugen können, dass ich eigentlich keine Lehrerin sei, sondern bezahlte Praktikantin und dass wir auf derselben Stufe stehen, da ich in Deutschland ja auch studiere. Er hat aber noch mehrmals gefragt, ob ich WIRKLICH keine Lehrerin sei. Das sind so die Fallstricke des interkulturellen Austauschs…

Ich habe jetzt auch noch einen Nebenjob als Privatlehrerin… Eine Mitarbeiterin einer deutschen Stiftung, die schon sehr gut Deutsch spricht, möchte ihre Ausdrucksweise verbessern. Das Treffen mit ihr hat Spaß gemacht, weil sie hochmotiviert ist. Anders als Schüler und Studenten hört sie wirklich die ganze Zeit genau zu und stellt viele Fragen.

Aber jetzt ist endlich Wochenende und ich habe, oh Wunder, tatsächlich Probleme mich zu bremsen und es ruhig angehen zu lassen… Mein Plan ist, auf jeden Fall noch chinesische Zeichen schreiben zu üben. Davon abgesehen will ich endlich mal auf die Suche nach einem Kleidermarkt gehen. Davon gab es in Beijing so viele, dass ich es mir gar nicht vorstellen konnte, dass es hier anders sein könne. Aber irgendwie habe ich noch keinen gesehen. Zum Glück gibt es in meinem Lonely Planet einen Einkaufstipp – ich bin gespannt, ob man in Shanghai genauso niedrig feilschen kann wie in Beijing…


 
 

Fakten

  1. Tongji Universität heißt deutsche Universität. Eigentlich heißt „deutsch“ auf Chinesisch deyu, aber „Tongji“ bzw. „Dongji“ klingt für Chinesen wie „Deutsch“ ^^
  2. hongjiu (hong=rot, jiu=Wein) ist zwar Rotwein, aber Baijiu (Bai=weiß) ist NICHT Weißwein, sondern Schnaps (zur Wirkung von Baijiu: siehe auch Eintrag in diesem Blog von Oktober, Unterwegs in der inneren Mongolei )

 



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Zwischen zwei Zwetschgenzweigen...
Verfasst am 6.01.2010 um 12:21 AM Uhr in Lernen

nimen hao!

In der kommenden Woche werde ich meinen Chinesischkurs abschließen und lerne deshalb fleißig Vokabeln, um die Prüfung zu bestehen. Vielleicht auch deshalb, weil mein HotSpot Shield nicht mehr funktioniert und ich deshalb nicht auf youtube etc. zugreifen kann – jetzt bitte keine Kritik von wegen Zensur, Terrorstaat o.ä. Die chinesische Regierung will nur mein bestes, bestimmt. Es ist jedenfalls Zeit, mal wieder Perlen der Weisheit zu verstreuen...
Abgesehen von den vier Tönen, die man richtig aussprechen muss, gibt es im Chinesischen eine ganze Menge Wörter, die mit den Lauten s, sh, c, ch, q, z, zh und x beginnen. Die feinen Betonungsunterschiede sind dabei sehr wichtig, da sich viele Wörter nur durch den Anlaut unterscheiden (shi, si, zhi, zi,...). Das heißt, üben, üben, üben... Apropos, ich habe meinen absoluten Lieblingssatz entdeckt:
 
我们是骑自行车的, 他坐公共汽车来。
Wŏmen shì qí zìxíngchē de, tā zuò gōnggòngqíchē lái.
 
Dermaßen viele dieser verteufelt schweren Anlaute in einem Satz, ausgezeichnet. Wenn ich nicht Angst hätte, meine Zunge zu verschlucken, würde ich ihn den ganzen Tag vor mich hinmurmeln. Nagut, ich hätte aufgrund des Speichelflugs innerhalb kürzester Zeit keine Freunde mehr. Jedenfalls keine nicht-chinesischen Freunde. Die Chinesen kümmert es nicht, die rotzen ja eh an jedem möglichen Ort auf den Boden (an jedem). Aber ich schweife ab... Ich könnte noch verraten, was mein Satz heißt... „Wir fahren mit dem Fahrrad, er kommt mit dem Bus.“ Und nun, noch ein Ausdruck, den ich gerne höre... xiàn zài xià kè. Der Unterricht ist jetzt beendet.



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Das Beste ist ja
wie alle (ich) Unwissenden immer auf diese Wörter starren und sie gedanklich versuchen auszusprechen.
tschi, tschä, schi, scho, tschun, tschakkalakka.

Ich werde von nun an auch keine Links mehr in den Kommentaren packen, da du sie nun eh nicht mehr gucken kannst uuuund ich drück dir für die Prüfung mächtig die Daumen.
Wenn du netterweise noch einen Beitrag kommen lässt, in dem dann das genaue Datum der Prüfung steht, muss ich nicht Gefahr laufen, mir abgestorbene Daumen zu holen, weil ich sie die komplette Woche durchgedrückt habe ^^

Liebe Grüsse, Jessi

~ Geschrieben von Sui am 6.01.2010 um 02:29 AM Uhr


;)
...eine Freundin meinte mal zu mir, Chinesisch klingt, als ob man einen Wattebausch im Mund hätte. Aber das hilft jetzt nicht wirklich weiter, oder ;)?

Meine Prüfungen sind nächste Woche Mittwoch, Donnerstag und Freitag - Daumenkrampf vorprogrammiert! Aber Danke für das Angebot :-p

~ Geschrieben von Mieke85 am 6.01.2010 um 06:18 PM Uhr


Na Prima
denn Dienstag hätte ich sowieso keine Zeit, aber Mittwoch, Donnerstag und Freitag dürfte zu schaffen sein ^^

Ganze drei Tage.....wähhhh. Klingt stressig.

~ Geschrieben von Sui am 6.01.2010 um 11:12 PM Uhr







Just married
Verfasst am 18.11.2009 um 02:44 PM Uhr in Lernen

 

Meine Chinesischklasse hat heute einen schönen neuen Ausdruck gelernt: 结婚(jié hūn), was heiraten heißt. Unsere Lehrerin hat also die Zeichen an die Tafel geschrieben – und damit war für uns die Diskussionsrunde eröffnet. Sie ist sehr geduldig und nimmt sich Zeit, wenn wir Fragen haben – auch wenn sie ansonsten eine strikte Verfechterin der bewährten chinesischen Unterrichtsmethode („Listen & Repeat“) ist. Wir nutzen also des Öfteren die Gelegenheit, in der letzten Unterrichtsstunde etwas vom Thema abzulenken... Alika fängt an (sinngemäß übersetzt): „Wie sagt man, er heiratet sie oder sie heiraten?“ Die geduldige Lehrerin schreibt es an die Tafel. „Und wie fragt man jemanden, ob er einen heiraten will?“ Auch das wird angeschrieben.

Spätestens jetzt muss Kouame auch etwas sagen. Er ist einer von acht Afrikanern in unserer Klasse, kommt von der Elfenbeinküste und hat definitiv einen kleinen Schatten. Ich vermute, dass er hyperaktiv ist, da er ständig unruhig vor und zurück wippt, aufspringt und aus dem Klassenraum rennt wie ein Viertklässler. Ganz sicher ist er aber Alkoholiker – ein Bekannter wohnt neben ihm im gleichen Stockwerk und ist Kouame damit näher, als ihm lieb ist.

Er meldet sich also zu Wort und fragt erneut – als ob es nicht schon an der Tafel stünde – wie man jemanden fragt, ob er einen heiraten will. Die Lehrerin versteht nicht, wohl weil sie sich so viel Begriffsstutzigkeit nicht vorstellen kann.

Kouame holt aus: „Ich komme nach China und lerne eine Chinesin kennen, die sehr hübsch ist. Und ich finde sie toll. Was sage ich dann?“

Antwort: „Du sagst ihr, dass du sie magst und sehr hübsch findest.“

– „Nein, ich meine, wenn ich sie heiraten will!“ –

„Man fragt eine Frau in China nicht sofort, ob sie einen heiraten will, das gehört sich nicht. Außerdem weiß ich, dass du schon verheiratet bist.“

„Na und?“

In China ist es per Gesetz verboten, mehrere Frauen zu heiraten.“

„In meinem Heimatland nicht. Wir dürfen bis zu vier Frauen heiraten. Nicht alle auf einmal, aber Montag Anni, Dienstag Erika... Das geht.“



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^^
Hat er denn seine Antwort noch bekommen, der Gute? *ömmel*

~ Geschrieben von Sui am 19.11.2009 um 12:37 AM Uhr


oh man
Bei nur 4 Frauen, kann man ja gar nicht eine Woche durchgehend heiraten, dass ist ja mal langweilig;)

~ Geschrieben von Neamoon am 19.11.2009 um 11:56 AM Uhr


Man muss ja
nicht gleich heiraten, die restlichen Wochentage kann man zum Kennenlernen neuer Kandidatinnen nutzen ^^

Die Lehrerin meinte irgendwann, dass man jetzt mit dem Unterricht weitermachen sollte... Zumal die Antwort ja schon an der Tafel stand XD

~ Geschrieben von Mieke85 am 19.11.2009 um 04:56 PM Uhr


heiraten
aber das mit dem heiraten geht wirklich in china schneller als in deutschland (das scheiden allerdings auch). die phrase heisst wohl TAN LIAN AI, was soviel heißt wie sich in eine beziehung begeben oder ueber ernste absichten sprechen. tja, und der naechste schritt ist dann die papiere unterschreiben. und schon ist man JIEN HUN.

~ Geschrieben von mmf4 am 15.04.2010 um 02:54 AM Uhr







Mo Li Hua(ahhh!)
Verfasst am 12.11.2009 um 12:42 PM Uhr in Lernen

 

Ganz ehrlich, wenn ich jetzt noch einmal die Melodie von Mò Lì Huā höre, dann schreie ich. Eigentlich ein schönes traditionelles chinesisches Musikstück – aber es wird einfach zu oft verwurstet. Zum Beispiel als Einspieler bei jeder einzelnen Lektion meines „Listen Situational Chinese“-Unterrichts... Die Prüfung ist morgen.

Bis dahin also:

„hăo yī duō mò li huā, hăo yī duō mò li huāaahahaaah!“

 

 



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John ist ein Idiot.
Verfasst am 8.11.2009 um 12:11 AM Uhr in Lernen

Ich weiß, dass das ein vernichtendes Urteil ist – doch ich mache solche Aussagen nicht unbedacht. Hier der Beweis, dass John... wie soll man sagen... nicht der hellste Stern am Himmel ist:

Chinesisch für Anfänger, Lektion 15
- John fragt Li Danian nach dem Datum
 
John:  Welcher Tag ist heute?
     Li:  Heute ist der fünfte Oktober.
John:  Welcher Wochentag?
     Li:  Samstag.
John:  Welcher Tag war gestern?
     Li:  Gestern war der vierte Oktober.
John:  Und morgen?
     Li:  Morgen ist Sonntag, der sechste Oktober.
 
 
Spätestens nach der dritten Frage hätte ich John an Li’s Stelle eine runtergehauen – es sei denn, John ist vier Jahre alt.
So viel auch zur „realitätsnahen Lernumgebung“. Und das ist noch gar nichts! Mein absoluter Favorit (bis jetzt) ist folgender Dialog:
 

Chinesisch für Anfänger, Lektion 21

- Gao Kai und seine Frau Wang Lan gehen in den Park und treffen dort einen alten Mann mit zwei Kindern. Sie finden die beiden Kinder sehr süß und sprechen sie an.

 

Wang und Gao: Hallo, ihr Kleinen!

Mädchen: Hallo Onkel, Hallo Tante!

Wang: Wie alt bist du?

Mädchen: Ich bin sieben.

Gao (zum alten Mann): Sie ist wirklich groß!

Wang: Wie groß ist sie?

Alter Mann: Sie ist einen Meter groß.

Gao: Ist das ihr kleiner Bruder? Wie alt ist er?

Alter Mann: Er ist drei.

Wang: Er ist wirklich fett, wie viel wiegt er?

Alter Mann: Ungefähr zwanzig Kilo.

 

(...)
 
 
Behauptet ruhig, meine Fantasie würde mit mir durchgehen... Aber entweder ist das die chinesische Version von „Hänsel und Gretel“ („Hänsel, streck deine Finger heraus, damit ich fühle, ob du bald fett bist“) – oder Gao Kai und Wang Lan sind in Wahrheit Menschenhändler. Ich möchte ja gern glauben, dass der Großvater nicht weiß, mit wem er es zu tun hat – aber völlig davon überzeugt bin ich nicht ^^
 

 



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Vieleicht
sind sie aber auch nur Ernährungsberater, die auf neue Kunden hoffen ^^
Gerade heraus statt drum herum. Das hätte ich auch gerne mal zu zwei Ex-Bekannten gesagt: "Mensch, ist euer Kind vieleicht hässlich, kriegt ihr es noch umgetauscht?" Dann hätte ich wenigstens nicht lügen müssen, denn dieses Kind war wirklich hässlich. (nein, ich bin kein Kinderhasser und ich weiss, dass es nichts dafür kann, aber manche Leute sollten ihren Genpol lieber für sich behalten)

Und du kannst die Schrift wirklich lesen?
Wie lange lernst du schon?

Hut ab ^^

~ Geschrieben von Sui am 9.11.2009 um 04:33 PM Uhr


Das erinnert mich...
...an die "Arschlochkinder" bei Michael Mittermeier (http://www.youtube.com/watch?v=8nqsk7nffvY). Ist zwar nicht politisch korrekt, aber jeder weiß, was gemeint ist *g*

Ich kann das wirklich lesen - habe schon vor einem Jahr in Deutschand angefangen mit Chinesisch. Ich fühle mich aber im täglichen Leben hier immer noch wie eine Analphabetin...

~ Geschrieben von Mieke85 am 9.11.2009 um 08:57 PM Uhr


Oh man,
der Mittermeier hat mir aus der Seele geredet und den Punkt genau getroffen. Zu geil, kannte ich noch gar nicht ^^

~ Geschrieben von Sui am 10.11.2009 um 04:45 PM Uhr








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