Was reimt sich auf Englisch

Geschrieben von Schduf am 31.05.2007 um 20:18 . 0 Kommentare. Link.
Oh, stop those
sewing guns,
only
leaving corpses.
 
The Allied forces
chewing gums
lonely
in the desert.

The "NO WAR"
in the wealthy city
it's away too far
it doesn't help

(-what a pity...).

Ein Tag

Geschrieben von Schduf am 28.05.2007 um 23:54 . 0 Kommentare. Link.
Ein Esel, wer Schlimmes denkt
Regen folgt auf April
ich weiß nicht, wer das so lenkt,
da der
Sonnenbrand bestimmt keinen Schnupfen will.

Nass-verregnet, es spritzt das Auto
die armen Menschen aus dem
Straßengraben heraus voll, so,
dass sie die Welt nicht mehr
                                             verstehn'.

Nass-geschwitzt torkelnd/tanzend
aus der Soundmachine hinaus
mit Bierfahne aus dem Mund heraus
der Magen nichts anderes mehr kennt
                                            (und rebelliert.)
Und bis zum Mittag verpennt
so wunderbar. dass man für'n Rest des Tages
auch mehr schlafend als geistig-wach da ist.
                              

P.S.: I proudly present to you the incredible mix of a blog entry and poetry. Ta - Da.        

Verstärkter Gebrauch der Tab-Taste!

Geschrieben von Schduf am 28.05.2007 um 23:48 . 0 Kommentare. Link.
Nachtwald

Nachtmoos und
                Wolkenzaar
verschwinden und
            winden

Wurm zu Vogel zu
Baum zuviel Geäst

ein Reh, verletzt
Fetzen, Laub

/

Jedes Abendrot
ist am Morgen
                         tot.

P.S.: Ich bin mal wieder da und schreibe
(bis mir was Besseres einfällt) was auf.

Die Leiden des Türstehers

Geschrieben von Schduf am 14.04.2007 um 19:02 . 3 Kommentare. Link.
Seit zwei Stunden
in der Kälte stehen
macht mir nichts aus

hmm, hmmm....

Aber mein Partner ist
nicht gesprächig, ich glaub
er ist ne hohle Nuss

hmm, hmmm...

Diese pubertierenden Kinder
was tragen die für Klamotten?
Wär ich der Vater,
gäbs was auf die Rübe!

Aber ich bin
nur der Türsteher
und habe meine Anweisungen.

hmm, hmmm...

Meine Freundin ist weg,
geht jetzt in nen anderen Club.
hmmm--
Wollte sie damals nur umsonst rein
mal kurz aufs Klo?

War da nicht mehr?
Da war doch mehr?!

hmm, hmmm....

Ich glaub, ich guck mal böse
es sagt eh keiner Guten Abend.
Schaut nicht so ängstlich,  nicht so zögerlich

hmm, hmmm...

Ich bin eigentlich auch
eher zurückhaltend.
Mein Chef sieht
das ganz anders

hmm, hmmm...

Dabei ist doch der DJ
der viel größere Idiot.

Geschrieben von Schduf am 4.02.2007 um 19:04 . 0 Kommentare. Link.

9.8.2005

 

Wir dürfen

in den Himmel blicken

den Wolken folgen

Gebete, Hymnen ein Lächeln schicken,

Gedanken bauen

das Blau schauen

Dürfen dies alles

und merken es kaum.

 

 

11.12.2005

 

Parana!na!noia

 

Kennst du sie?                                                             Sie wissen doch    

sie wohnen in                                                               nicht, wer sie selbst:

toten                                                                                                               

Winkeln und Ecken                                                  aber ich weiß

da, wo dein Blick

eben nicht hinreicht                                                           wieder sie.

 

Du kennst sie.

Sie wohnen in

Geräuschen, (un)vermutet,

leise und laut, zwischen

Getöse und Stille

Überall.

 

Sie kennen dich.

Wir alle

Doch sind wir

sind sie nicht.

 

Sie kennen die Wälder

sowie die Stadt  

sehen oder nicht?

wollen oder nicht...

 

Sie kennen so lang

schon jeden wie wir sie,

niemand ändert sich da.

 

Ich kenne sie.

Sie lieben, mich

zu verfolgen.

 

Sie wissen

wo, nicht ich

 

8.1.2006

 

EVEN I

 

Oh, no! It’s so amazing:

These city lights in the dark

at the end of an open landscape or

at the end of town

from a hill…

 

They are not everywhere

they are were people

are.

Everyone in the world

Has one light

(at least!) and everybody

who is ready

and who is not

holds up his light:

That’s quite philosophical

really

not yet.

 

People sometimes criticize

The many, many lights:

It’s a human’s world

So it is electronical light

(almost) everywhere!

 

Some people, -times

see a beauty

in the light,

Maybe addicted to the city

 

Selbst ich ehm

EVEN I

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15(?).1.2006

American (Ex-)Press

 (nicht abgeschickte Geschichte für Kurzgeschichtenwettbewerb des General-Anzeigers „Pegasus“, Thema „Sieger und Verlierer“)

 

„Streichen! Streichen!!“ Innerlich zerbrach der Redakteur fast, doch er musste die Anweisungen geben. Und zusehen, dass sie ausgeführt wurden. „Es bleibt beinahe nichts übrig, aus dem Reiseführer wird ein Reise-Heft!“ wagte einer einzuwenden. „Es wird keinen Reiseführer mehr geben! Wie könnten wir diese Art Propaganda zulassen. Raus mit den „berühmten Moscheen“!“ Der Urlaub vor acht Jahren, er hatte wunderbare Bauwerke von träumerisch fremder Schönheit bestaunen dürfen. „Und die Stadtrundfahrten?“ –„Raus damit!“ Nachts der Blick über die flachen Häuserdächer in die untergehende Sonne. Bummeln über die Märkte. „Was ist damit?“, der Redakteur zeigte auf eine lange Textpassage, schnell und willkürlich, sie war ihm ins Auge gefallen. „Darin geht es um...die Menschen. Die Gastfreundlichkeit dieses Volkes!“ Er schloss die Augen und senkte den Kopf, behielt einen strengen Ausdruck im Gesicht. Alle machten sich still an Korrekturarbeiten. Dann drückte er auf den Knopf, seine Hand war ruhig, doch seine Stimme zitterte. Freunde der Familie.

„Sergeant! Befehle ausgeführt.“ (Er ließ sich in den Stuhl fallen.)

 

 


18.2.2006

 

(Was) Berechtigt (Sie) ?

 

„Unverschämtheit!“

 

 -Wie bitte?

 

 „Ja ganz Recht, ich finde das unverschämt von ihnen!“

 

-Tja, Herr...  

 

„Eppsbrück!“

 

-Tja, Herr Eppsbrück, wissen Sie...eigentlich wie spät es ist?!

 

 „Noch nicht zu spät. Früh genug, um sich noch bei den richtigen Leuten beschweren zu können!“

 

-Nun, das mag ja sein, Herr Eppsbrück, aber das können wir momentan nicht

berücksichtigen, tut uns nicht leid. Wir haben fest vorgeschriebene Zeiten, Sie werden

sich da wohl auch einordnen können, ja?

 

„Ihre Zeiten sind mir ziemlich egal! Die bieten mir doch gar keine reellen Möglichkeiten, Kritik mitzuteilen. Und das wissen sie doch, jetzt verarschen Sie mich mal für einen Moment nicht!“

 

-Nein, also, so wirklich nicht. So wirklich nicht! Was soll das denn bitte? Was

erwarten Sie? Gehör? Das man ihnen „ein Sprachrohr gibt“? Jetzt verarschen Sie mich mal bitte nicht, sehr geehrter Herr Eppsbrück!

„Ich möchte kein Sprachrohr haben. Ich möchte meine Ruhe, und die auch genießen können! Muss ich mich auch noch rechtfertigen, gibt’s das, lächerlich.“

 

-  Also, wie gesagt, ich weiß nicht, was Sie genau jetzt überhaupt, denn das ist wirklich-

 

„Unverschämtheit!“

 

-...

„Sag ich doch, ist ja so.“

 

- Also jetzt reicht’ s, das war’s, gehen Sie jetzt bitte, ja?!

 

„Was erwart ich denn? Ja zuviel, hm? Tss...“

 

- Raus. Verschwinden Sie, los! Da, zur Tür!

 

„...was sollt ich auch noch hier?“

           

 

-         Aach.

-          

„...“

 

-Jetzt seien Sie doch nicht... Kommen Sie zurück!

            Herr Eppsbrück! Ich weiß doch.

 

 

 



Juni (?) 2006

 

absurd

Die folgende Frau gibt willkürlich Antworten. Aber weder ist sie besonders alt oder senil. Im Gegenteil, sie ist erst Ende 20.

Es ist keine auffällige Person im Verhalten und Aussehen. Sähe man sie, sähe man sie nicht allzu lang und interessiert an. Schon gar nicht sähe man ihr hinterher oder Ähnliches. Nicht, dass sie hässlich wäre, freundlich oder unfreundlich dreinschauen würde: Ihr Gesicht –ein Allerweltsgesicht- zeigt keine besonderen Regungen. Dessen Ausdruckskraft aber lässt es dennoch stark und bestimmt wirken.

Doch um das Gesicht dieser Person geht es gar nicht so sehr. Ihr Äußeres und Auftreten sind auch so durchschnittlich-normal, dass es darum (das Äußere und Auftreten) auch nicht gehen kann, wenn man sich fragt:

Was ist so außergewöhnlich an dieser gewöhnlichen Frau?

Ein Blick, ein Ohr auf ein Gespräch mit einem Herrn, der billigen Schmuck teuer verkauft, wird vielleicht Aufschluss geben können über die Eigenart dieser Frau.

 

Verkäufer: Gute Frau, wollen Sie sich nicht ein paar meiner Ringe anschauen?! Oh diese Hände, lassen Sie mich sehen, da habe ich doch... ja: ein genau passendes Stück. Bitte. Sehen Sie ihn sich an: Sterling Silber mit Bernsteinveredelung –eine Zierde wenn ich so sagen darf!

 

Frau: Dies ist nicht mein Haus! Oh, Es tut mir sehr leid. Ja, gerne würde ich Sie führen, durch jeden Raum aber: es ist nicht mein Haus! Ich kenne die Räume nicht!

                       

Verkäufer: Wie..?! Ah, nein, eheh, keine Immobilien. Aber schauen Sie doch nur! Probieren Sie nur an, ein wunderbares Gefühl, so ein Schatz an ihrem Finger! Einmalig. Und wie gesagt: Als wäre er nur für Sie gemacht! So etwas findet doch selten zusammen, was für eine Gelegenheit!!

 

Frau:             Verstehen Sie doch: Gern würde ich ihnen alles zeigen, aber wie...? Ich kenne dieses Haus nicht! Das hilft doch niemandem von uns weiter...

 

Verkäufer: Hm. Sie bleiben hart, was? Ich kenne diesen Laden, es ist meiner. Aber Sie, als Frau, Frauen können nicht genug Ringe besitzen, das geht, das ist hübsch! Wie dieser hier...

 

Frau:    Nein, tut mir wirklich leid. Aber der Makler wird doch bald kommen, der kann ihnen weiterhelfen? Der führt Sie dann herum, na?

 

Verkäufer: Gut. Verstanden. Sie möchten keines dieser Prachtstücke ihr eigen nennen? Dann viel Glück noch bei der Haussuche. Ich sag nur: mit einem neuen Ring... neues Haus, neuer Schmuck, ganz neu, wie klingt das?

 

Frau:    Ach, jetzt tun Sie mir aber wirklich leid. Soll ich ihnen vielleicht von meinem Haus mal erzählen? Erfahrungswerte austauschen ist immer noch das Beste, oder?

 

Verkäufer: Also...danke. Wie gesagt: Viel Glück und viel Spaß noch bei der Hausschau. Ich     muss mich jetzt wirklich um mein Geschäft kümmern. Danke!

 

Frau:    Na dann... Also der Flur verläuft durch das ganze Parterre, sechs Türen zweigen davon ab. Hinter zweien sind Toiletten, so was ist wichtig. Dann ein Esszimmer, auch wichtig. Sollte ich im Flur essen? (Nein, also noch ein zweites, gleich schräg gegenüber.) Dann noch ein Zugang zur Küche, neben Esszimmer 1...

 

Verkäufer: Entschuldigung, aber was erzählen Sie denn da...?

 

Frau:    ... die letzte Tür geht zum Wohnzimmer. Gut, wohnen tue ich im ganzen Haus, ja, hah,  aber dort, im Wohnzimmer, nun, „lässt sich’s eben wohnen“....

 

Verkäufer: Tja, wissen Sie, ich will nicht unfreundlich sein...

 

Frau:                Dann noch die Treppe nach oben, ganz hinten. Am Boden übrigens roter bis orangener       Teppich. Passend zum Pissgelb der Wände.

 

Verkäufer:   ...aber könnten Sie jetzt bitte gehen

 

Frau:    Licht? Licht kommt von einem „Straßenzug“ an der Decke, wissen Sie, solche

Schienen, die sich durch alle Räume des Erdgeschosses ziehen.

 

Verk.:             Verlassen Sie jetzt dieses Geschäft! Ich weiß, ich habe Sie angequatscht, dass Sie hereinkommen, Sie wollen nichts kaufen, OK. Aber jetzt ist’s gut, ja?

 

Frau:    Hm? Was sonst? Reicht ihnen nicht, was? Dann gibt’s noch die Vorhänge, ....

 

Verk.: Fred, hilf mir mal gerade, die gute Dame hier auf die Straße zu befördern.

 

Frau:    Von den Möbeln habe ich noch nicht erzählt?! Natürlich alles von....

 

Verk.: Es reicht, verschwinden Sie! Ich kann nicht mehr, was soll das? Sie sind doch... ach gehen Sie, los, hier ist die Tür, raus da, halt auf, Fred! Mach schon!

 

Frau:    Möbel, tja, nicht jedermanns Spezialgebiet. Aber zum Beispiel Ikea, wer braucht da zum Aufbauen zu Hause schon von Fach zu sein...?

 

Verk.: RAUS! Boh, irre Schrulle. Was für Wurstfinger.

 

 Tür ist geschlossen, die Frau steht wieder auf der Straße

 und gähnt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 zwischen Juli und September 2006

 

„Sehen Sie die Tür ?“  -„Ja, sehe ich, wieso?“

„Sie können mich auch gut verstehen?“ –„Jaja, deutlich.“

„Gut. Gehen Sie doch mal rein, oder?“ –„Was? Wieso?“

„Ach keine Angst, Sie-“ –Hab’ ich nicht! Nie gehabt!“

„...sehen Sie. Dann können Sie doch mal hineingehen...?“ –„Ja. Ja, egal, ok, ich geh mal rein.“

„Hah! Hab’ ich’s gewusst, Sie sind so einer!“ –„Was?“

 

Er ging durch die Türe, mit einer Mischung aus Neugierde und Trotz. Außerdem war es die einzige Möglichkeit, dem aufdringlichen Menschen mit Hut, der ihn angesprochen hatte, zu entkommen.

Wie? Da war doch was... keine Stimmen, kein Geräusch. Aber was war es...? Er versuchte angestrengt hinzuhören, spürte wie sich seine Ohren leicht auf- und auf der Suche nach Hörbarem ausrichteten.

Doch da war nichts. Der Ton, den er hoffte zu hören, um seinen Verstand beruhigen zu können, vielleicht auch nur, um sich zu orientieren, blieb aus. Eine solche Unregelmäßigkeit brachte ihn aus dem Konzept. Wurde ihm da schwindelig? Als hätte er die Dunkelheit, die den Raum (war es einer?) einfing, erst jetzt bemerkt, suchte er nun tastend nach einem Halt. Unwillkürlich machte er einen Schritt zurück, griff nach der Türklinke.

Wieso hörte er nicht einmal das Geräusch seiner Schuhe auf dem Boden? Es musste ein Geräusch gegeben haben, so still wie es doch war in diesem ihm unbekannten, beklemmend finsterem Raum.

Nun hatte er den Türgriff in der Hand. Aber wollte er wieder hinaus? Dieser Raum kam ihm zwar seltsam vor, die Dunkelheit und Stille beunruhigten ihn. Er kam sich vor wie ein Eindringling. Und seltsamerweise aber auch wie auf einer Bühne, obwohl er doch wahrscheinlich allein und unbeobachtet war. Dieses Gefühl, diese Spannung, dass jemand im nächsten Moment Scheinwerfer anstellen würde, die ihn anstrahlen und so wie das betäubte Opfer in Schreckstarre bannen würden, wurde er nicht los, so lange er in dem Raum war.

Jeder Schritt konnte unter Beobachtung stehen. Diese Kreatur mit Hut vor der Tür (oder hinter der Tür), lauschte sie hinein in den Raum, hatte er spezielle Technik, die er einsetzte, um ihn zu beobachten, Apparate, Gläser? Aber was wollte er hören, es war doch nichts da, kein Klang? Und was wollte er sehen, ihn, wie er da stand und angestrengt versuchte sich zurecht zu finden in der ungewohnten Dunkelheit?

Er wäre gerne raus gegangen, ihn zu verdreschen. Aber es wäre dumm gewesen, dieser Mensch hätte womöglich noch gelacht dabei, seltsam war er in seiner Art.

Nerven behalten, sagte er sich, ruhig bleiben, dann findet sich schon eine Lösung. Es würde sich schon zeigen, wer die längere Geduld hätte. Vielleicht würde der Kerl draußen irgendwann einfach die Türe aufreißen und hineinrufen: „So, das reicht jetzt, kommen Sie mal wieder raus da!“ Er würde leicht wütend sein. Ihm würde das glatt gefallen und er war froh einen Gedanken gefasst zu haben, der ihn nicht nur beruhigen sondern auch erheitern konnte: Einen Moment lang dachte er sogar, dass der Mensch vor der Tür in diesem Raum wohnen würde und auch aufgewachsen wäre und deswegen so seltsam war. In einem Akt von Rache und Unzufriedenheit, gemischt mit einer verkorksten Kindheit, versuchte er nun andere in diesem Raum zu quälen, sein Leiden zu mildern indem er zusah wie andere litten.

Bei diesem Gedanken stieß er scharf die Luft zwischen den Zähnen aus, was eigentlich ein kurzes, scharfes Zischen hätte erzeugen müssen. Aber da war nichts. Je angestrengter er versuchte beim wiederholten Luftausstoßen etwas zu hören, desto stärker wurde nur ein Druck auf seinen Ohren. Aber da war auch kein Pfeifen, dass den Druck begleitete, kein (permanentes) Summen. Nur der Druck.

Nun kam auch noch ein leichtes Schwindelgefühl hinzu, oder kam dieses Gefühl wie gerade aus einer Achterbahn gestiegen zu sein, erst durch den Druck in seinen Gehörgängen? Sein Kopf schmerzte, ein Prickeln durchlief seinen Körper vom Hals bis zum Magen.

Er wollte hören, langsam wurde er nervös..


13(?).9.06

 

Wenn wir an Bindfäden

 gezogen würden durchs Leben

 

Mal schnell, mal langsam

 wie mal gut, mal schlecht ist.

 

Es sollte glatt gehen

 dann grüßt man „Guten Tag“.

Kann auch schlecht gehen

  wird weggezogen, von wen man nicht mag.

 

Wenn wir an Bindfäden...

  wen sucht man dann?

Fädenzieher auf Erden, wen,

der alles kann,

 oder wen (wo-)anders?

 

Mal laufen zwei

 direkt nebeneinander

Damit nicht jeder allein

 sich ziehen lassen muss im Fadendurcheinander!

 

Wenn wir an Bindfäden...

 müssten sich manchmal

Knoten ergeben, die

 die Fäden beschweren.

 

Doch, wenn man weiß

 wer eine glückliche Hand

Beim Knotenlösen beweist

  und Schweres erleichtern kann...

            Liebe

 

Nichts hilft besser: vergessen

 hilft, dass Leinen nicht mehr schwer sind

Wenn wir an Bindfäden gezogen:

Die Länge wär nicht gemessen!


21.9.06

 

Wie durch eine Röhre

schiebt sich die Essenz,

das unterbewusst bewusste

am (an meinem) inneren Auge vorbei.

 

Unterlegt durch Stille,

oder Musik, die gefällt;

in Variationen und

phantastisch sind die Bilder gezeichnet.

 

Da ist die Person

und die; und der

Gegenstand, der

sie ausmacht.

 

Es ist eine Gestalt

fremd und freundlich

distanziert bis aufdringlich

Aber nicht sinnlich.

 

Töne, langsam

 Stille fließt

(versucht,

   alles zu bedecken)

langsam in mich und ich in sie.

 

Bis der Verstand ruhig ist

 arbeitet die Erinnerung,

überarbeitet Alles, überschreibt auch gern

unterhält sich mit Ungedachtem.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Aus meinem Schultimer, September/ Okotber 2006            

An F.

 

Und da: Stille.

Lässt mich vergessen

 Nicht Schlafen, Trinken, Essen

mehr

(und wenn), denn es ist

wie schwebend,

schwerelos lebend

 ohne all das, der Rest.

 

Ich gehe auf

Ich gebe auf:

 all den Zwang

 

Ich suche nicht

 da ich bei dir finden kann.

 


28.10.2006    18:35 Uhr

 

20:15

Was passiert da?

Was wird uns vorgespielt,

warum genau dann?

 

Viertel nach acht

New York: Nachmittag

Moskau: Schon 22 Uhr

Sydney: 22 Uhr

    am nächsten Abend

 

Magische Uhrzeit

Sonntagabend

Verstellt uns die Zeituhr, 20:30 Uhr

In der Werbepause: 20:45 Uhr

 

Apropos Werbung                      20:46 Uhr

Gerade lang genug um:

 Kein Zeitungsartikel              20:52 Uhr

 Kein Nachrichtenüberblick

und wenn: eine halbe Stunde

macht es zunichte.                       21:15 Uhr

 


29.10.2006

Eine Stunde, danke, Winter, genommen (Zeitumstellung)

           

                                                                                                Kommentar/Erlätuerung/

Hintergrund                                           

Charlotte                                 

so rot wie    Charlotten

so rot

Wir fahren weit                                                                        Schauspiel und                       

hinaus                                                                                                  Faszination

du kehrst zurück

mir den Rücken

zugewandt

 

Es dröhnt                                                                                 die Nacht             

Und pfeift nicht.                                                                            danach

 

Verwerfe es,                                                                            Sehnsucht,

mich in deine                                                                            sich sehen (treffen!)

empfangenden Arme                                                               -Hoffen

und umschließe auch dich

 

Es gibt

Nur dieses                                                                               Selbstmotivation!

Eine: was, weiß ich                                                                   Aufbruch

Nicht, aber wann: JETZT

 

Schon begreife ich

- schon befreit mich:                                                                Begreifen                   

das es geschieht                                                                                                                und   Befreien.                         

- das es geschieht!

 

 

 

 


23.11., 7:17 (früh)

 

Morgen so dunkel

Wir lassen Rolladen

   Wieder herab

Speichel, tausendfach gesiebt,

nichts neues ergibt.

Der Schmerz, das Erleben, nur langsam vergehend.

 

Neues kommt,

wenn der Regen geht;

bitterer Earl Grey

wechselt mit

süßem Tee an Ingwer.

 

 

Aus den letzten Jahren

Geschrieben von Schduf am 4.02.2007 um 18:58 . 1 Kommentare. Link.
ich stelle hiermit verfasste Prosa, Gedichte und Sonstiges aus dem letzten und vorletzten Jahr zur freien Leseverfügung.

Nach dem Sturm

Geschrieben von Schduf am 19.01.2007 um 22:42 . 0 Kommentare. Link.
Man kann wieder
die Fenster öffnen,
auf die Straße
oder in den Wald gehen
(ohne Medienverwarnung):
Der Sturm ist vorbei.

Er zieht den Regen nach sich.
Hinterlässt eine
schneidend klare Luft.
Wie eine offene Wunde
die aber kaum noch
einen Schmerz auslöst.

TripHop und Lyrik

Geschrieben von Schduf am 10.12.2006 um 20:14 . 3 Kommentare. Link.

Wir wohnen in
entfernt voneinander,
zwei Dimensionen.

will ich nach
dir greifen!
weiche ich zurück?

Ein Kometensturm dazwischen
der Schweif als
bannender Goldreif
fährt durch mein Gewissen..

Sachter Schritt,
eine Fingerspitze nur
genügte, weckte das pur
überdimensionale Gefühl.


...inspiriert von Björks "Venus as a boy" in meinen Kopfhörern brachte ich das in einem leicht schläfrigen doch hochkonzentriertem Zustand zu papier.
Nach einem turbulenten und kaleidoskopigen Samstag ist Sonntag wirklich der beste Tag Gedanken zu Worten zu verdichten. Zitat ich Ende.

Ich schlafe nicht. Ich weine.

Geschrieben von Schduf am 6.12.2006 um 21:51 . 0 Kommentare. Link.
(Ein Tag, wie kein andrer: ich merke es und schüttle mich.)


Du lächelst im Schlaf

ich sitze da
und erwache und schaue
und ich stoppe

und ich frage
nicht nach Denken
Hoffen oder Glauben.

Ich warte
und wache  dich anzuschaun
und frage mich warum

ich wache
und ich frage mich,
wie er ist
dein Traum.

"Wucht der Leidenschaft"

Geschrieben von Schduf am 6.12.2006 um 21:43 . 0 Kommentare. Link.
Schlafende Augen

Zwei, die fragen, die
mehr als tausend Farben sagen:
du kannst es nicht erraten.

Atem, Stille versiegen
in Schönheit so bebend

Hin, im Schlaf einbetten;
himmlisch-golden strahlt jedes Haar,
bedeckt meine Lider, so warm und sacht

wie Sonne, einem Sommer gestohlen.



ich komme aus dem bus
und dreh mich um
und weiß partout nicht wieso
sehe sie an und dann
(weiß ich)
fährt der bus.

Hallo- Willkommen!

Geschrieben von Schduf am 4.12.2006 um 22:27 . 0 Kommentare. Link.
Hallo auch! Ich konfrontiere dich nun einfach mal mit etwas, was entscheidend zur Entstehung dieses Blogs beigetragen hat.


20:15 Uhr

Die Fernsehwelt meditiert,
hält im Sekundentakt inne,
in des Fernsehfilms Sinne:
der Vorspann hats suggeriert.

Oh süßer Klang... zzp
"Du alte Sau!" -zzp
...sanfter Wellengang zzp
"...ich dich verhau'!" zzm

Alle Rekorder marsch!
Video, DVD, muss programmieren
darf nicht verpassen, das
was ich nicht seh.


Dieses lyrische Ding hat einen Freund auf die Idee gebracht, mich zum Bloggen zu (ver)führen. Das spricht nicht nur für mein Gedicht, sondern vor allem für diesen Freund, Pseudonym AdolfEinstein (siehe Linkliste): danke dir!
Von nun an wird gebloggt. Mal sehen bis wann...


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