LINKSvsISLAM

13.01.2009 - ANTIZIONISTISCHER AUFMARSCH IN MZ

Antizionistischer Aufmarsch in MZ: Ausschreitungen gegen israelsolidarische Menschen

Gemeinsame Pressemitteilung der Antifaschismus-AG an der Uni Mainz und des AK Antifa Mainz:

* Antisemitische Parolen auf „Friedensdemo“ in Mainz und Ausschreitungen gegen israelsolidarische Menschen
* Kaufhof verhängt Hausverbot gegen schutzsuchende Menschen
* Polizei Mainz hält Fahne des jüdischen Staates für eine Provokation

Bei einer Demonstration der so genannten „Mainzer Initiative für Frieden in Gaza“ am gestrigen Samstag, den 10. Januar 2009, wurden Plakate und Transparente mit antisemitischem und holocaustrelativierendem Inhalt gezeigt. Außerdem kam es zu antisemitischen Ausschreitungen und Drohungen gegen Menschen, die mit Fahnen ihre Solidarität zu Israel bekundeten. "Diese Demonstration stand nicht für den Frieden, sondern für den Terror der Hamas.“, sagt Thilo Henke, Sprecher der Antifaschismus-AG an der Uni Mainz.

Die auf der Demonstration gezeigten Transparente und gerufenen Slogans machten allein Israel für die Situation im Gazastreifen verantwortlich. Auf einem Plakat wurde eine Israelfahne mit einer Hakenkreuzfahne gleichgesetzt, außerdem wurde der holocaustrelativierende Slogan „Soll Gaza Auschwitz werden?“ gezeigt. Ein anderes Plakat zierte das Statement: „Israel trinkt das Blut unserer Kinder“. Dazu Thilo Henke: „Auch vor klassischem Antisemitismus wurde nicht zurückgeschreckt. Der angeblich jüdische Durst nach Kinderblut war schon im Mittelalter Vorwand für Pogrome.“

Als israelsolidarische Menschen in der Nähe des Kaufhofes in der Bauhofstraße Israelfahnen zeigten, um dem anti-israelischen Aufmarsch eine andere Position entgegen zu setzen, kam es zu antisemitischen Ausschreitungen. Mit Rufen wie „Ihr Judenschweine!“ und geballten Fäusten stürmten einige wildgewordene Demoteilnehmer in Richtung der Gruppe mit den Israelfahnen. Diese flohen nach Augenzeugenberichten in das Kaufhof-Gebäude.

Wie Augenzeugen weiter berichten, wurden daraufhin einige Personen im Geschäft vom Sicherheitspersonal aufgegriffen und beschuldigt, eine Schlägerei provoziert zu haben. Die Polizei nahm die Personalien auf und erteilte Platzverweis, so die Beschuldigten. Das Kaufhof-Personal erteilte umgehend ein einjähriges bundesweites Hausverbot und soll dies mit den Worten „So Leute wie euch brauchen wir hier nicht“ kommentiert haben.
Besonders interessant erscheint diese Maßnahme vor dem Hintergrund der Arisierung des Kaufhauses Tietz 1933 und seiner Umbenennung in Westdeutsche Kaufhof AG. „Juden oder Menschen, die vor antisemitischen Übergriffen Schutz suchen, sind in den Geschäften der Firma Kaufhof offensichtlich nach wie vor unerwünscht.“ folgert Christian Struck, Sprecher des AK Antifa Mainz.

Skandalös ist auch das Verhalten der Mainzer Polizei. Während er gegen die anti-israelische Demonstration offenbar nichts einzuwenden hat, äußerte Polizeisprecher Kai Süßenbach gegenüber dem SWR die Ansicht, dass die israelsolidarische Aktion - das Zeigen der Fahne des jüdischen Staates! - eine „Provokation“ darstellen würde, da die Beteiligten keine Israelis waren. „Es ist ein Skandal, dass die Mainzer Polizei anscheinend nur Israelis das Recht auf Israelsolidarität zugesteht. Die eigentliche Provokation ist die Demonstration, auf der antisemitische Äußerungen die Regel waren und der fehlende Schutz der Polizei für den israelsolidarischen Protest,“ so Thilo Henke.

Link:
http://mainz.antifa.net/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=157&Itemid=1

Gestapomethoden der Duisburger Polizei
Eine Israelfahne wurde gewaltsam entfernt, eine Tür wurde gewaltsam aufgebrochen, Hausfriedensbruch des Israelfahnenträgers. Später wurde er seines Balkones verwiesen, alles auf Verlangen eines gewalttätigen Naziaufmarsches der Muslime (Veranstalter die Mili Görus Gemeinde - eine radikalnational-islamischer Verein). Israel-Fahne
Forum zur Polizei NRW/Duisburg - Leserbriefe:
http://www.polizei-nrw.de/duisburg/forum/forum/sonstiges.html?forumaction=show_topic&id=1610

Auf Pi-news.net:

http://www.pi-news.net/2009/01/polizeisprecher-bewohner-wollte-nur-provozieren/#more-36738


Weitere Kundgebungen: http://www.kundgebung-essen.blogspot.com/
Aktionen jedweder Art gegen die Polizei Duisburg sind Willkommen! Wehret den Anfängen!

Beschwerden über die Gestapo Duisburg können auch hier abgegeben werden:
https://service.polizei.nrw.de/egovernment/service/beschwerde.php

Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.

         Ignazio Silone (1900 – 1978)

Kommentare (6) :: Kommentar hinterlassen :: Link

8.01.2009 - ÖFFENTLICHE AKTION GEGEN ANTISEMITISMUS & ISLAM

Pro-Israel-Demo in Düsseldorf 2006

Stuttgart

Diese Mahnwache veranstaltet die Deutsch-Israelische Gesellschaft Stuttgart gemeinsam mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs und dem Denkendorfer Kreis für christlich-jüdische Begegnung e.V. Die Mahnwache soll ein stilles, aber vielleicht desto eindrucksvolleres Zeichen der Verbundenheit setzen mit Israel, das zur Zeit einen ihm aufgezwungenen Kampf um den Schutz seiner Zivilbevölkerung vor Raketenterror führen muss.

Motto: “Wir verstehen Israel!”
Termin: Donnerstag, 8. Januar von 15.30 bis 16.30 Uhr
Ort: Stuttgart-Stadtmitte, Büchsenstraße/Ecke Kronprinzenstraße
Veranstalter: Deutsch-Israelische Gesellschaft - Arbeitsgemeinschaft Stuttgart und Mittlerer Neckar, Vorsitzender: Franz-Hellmut Schürholz, www.dig-stuttgart.net, [email protected]

München

Zeit zum Handeln - Zeit, Israel zu unterstützen - Zeit zu sagen, wer die Hamas ist: eine Terrororganisation - Höchste Zeit, Medienberichte richtig zu stellen. Israel kämpft gegen einen jahrelangen, beispiellosen Raketenterror. Israel kämpft auch unseren Kampf. Die Teilnahme an der Kundgebung ist eine Frage von persönlichem Charakter und politischem Verstand.

Motto: “Zeit zum Handeln”
Termin: Sonntag, den 11. Januar, 12 Uhr
Ort: München, Marienplatz
Veranstalter: Am Echad, I LIKE ISRAEL e.V., [email protected]

Hamburg

Auch in Hamburg soll eine Israel-Solidaritäts-Veranstaltung geplant sein. Veranstalter sind die Jüdische Gemeinde Pinneberg und die Deutsch Israelische Gesellschaft Hamburg. Nähere Infos liegen uns leider noch nicht vor.

Gegendemo Bremen zu Islamofaschismus

9.Januar 2009, 15 Uhr

Bremer Marktplatz

Störaktionen jeder Art ist willkommen!


ANTIFASCHISMUS und seine wahre Bedeutung:

Der Antifaschismus ist eine politische Bewegung gegen den Faschismus und mögliche faschistische Entwicklungen. Ursprünglich in den 1920er-Jahren in Italien entstanden, übertrugen Kommunisten den Begriff bald auch auf die Bekämpfung weiterer rechtsgerichteter Diktaturen, darunter der Nationalsozialismus. In unserem Falle, ist es der Islam - in seiner an "Rechtsextremismus" anlehnenden Faschismusstruktur.


FREIHEITSKAMPF NACH ROSA LUXEMBURG unter:

http://www.dieterwunderlich.de/Rosa_Luxemburg.htm


Kommentare (0) :: Kommentar hinterlassen :: Link

20.10.2008 - WARUM LINKSvsISLAM?

Warum gibt es LINKSvsISLAM

Es ist erschreckend, was sich zur Zeit überall wegen des Israelkrieges an Antisemitismus breit macht, allen voran unter muslimischen Mitbürgern. Und es gibt keine weitreichende Bewegung aus dem linken Spektrum. Es kann nicht sein, daß den Rechten das Feld in dieser Sache überlassen werden kann, zwecks Wahlkampfgewinnung. Wir, die Linke muß selbst Flagge zeigen und zu sich selbst kommen.

Mittlerweile stehe ich dem Islam sehr konträr entgegen. Ich habe viel über den Islam gelesen und erfahren. Zudem habe ich mich sehr mit dem Israel-Palästinakonflikt beschäftigt und sehe Not mich auf die Seite Israels zu stellen. Zum einen, weil die Medien überall auf der Welt ein sehr einseitiges antiisraelisches Bild zeichnen, was nicht die Fakten enthält, welche mir als real erscheinen. Zum anderen unterstütze ich weder eine terroristische Hamasbewegung, welche Kinder und Frauen als Schutzschilde für ihre Kriegspropaganda benutzt, um ein falsches Bild in der Weltöffentlichkeit zu erzeugen.

Die Hassparolen, welche an Nazis erinnern, welche überall durch die Straßen Europas, auch Deutschland hallen, sollten eigentlich, ganz besonders den Deutschen, ein Warnsignal sein. Geschichte darf sich nicht wiederholen, es kann nicht sein das, wie geschehen, wieder Juden verfolgt, getötet und diskriminiert werden. UND DAS IN DEUTSCHLAND!!!

Nein, sage ich dazu und erkläre mich mit einem großen Teil der linken SZene nicht mit solidarisch gegenüber Palästinensern, welche zum größten Teil selbst die Hamasbewegung gewählt haben. Sie dürfen sich darüber nicht beschweren, wenn sie Israel angreifen und viele Opfer auf Israels Seiten verursacht haben, lange bevor Israel zum Gegenschlag ausgeholt hat.

Leider besteht die ANTIFA  aus Mitläufern und legt keinen Wert auf einen sachlichen & geschichtlichen Zusammenhang, um genügend differenzieren zu können oder die Ursache klar zu benennen.

Auch erschreckend, daß der Islam konträr zum Marxismus steht. Angesichts der islamischen Bedrohung, nicht nur gegenüber den Juden, auch Homosexuellen und anderen Schwachen, ist der Islam nicht kompatibel mit einem sozialistischem Weltbild in Einklang zu bringen. Die obere Herrschaft Deutschlands ist derweil zu einem Diktat des Proletariats geworden. Sie unterdrückt, befiehlt und nutzt die Arbeitskraft der Menschen für seine ideologischen Zwecke auf Basis einer EU-Diktatur. Der MArxismus unterstütz aber die Arbeitsklasse und nicht die EU-Politbanausen. Die Heuschrecken müssen ebenso bekämpft werden, wie der Störfaktor "Islam", der keinerlei Anpassung an den Sozialismus erkennen läßt. Zudem ist die islamische Ideologie auf Rassismus, Faschismus, und Ungleichheit aufgebaut. Ungleichheit gegenüber Ungläubigen. Er ist auch nicht mit Menschenrechten verbindlich und gehört von daher bekämpft.

DIE BEFREIUNGSBEWEGUNG
http://de.wikipedia.org/wiki/Befreiungsbewegung
Die Befreiungsbewegung sieht vor den Islam zu stoppen. Mit Aktionen in kleinen Gruppen, z.B. antiislamische Bannern an Autobahnen, künstlerische Aktionsgruppen "Sozialismus in Gefahr" oder "Sozialismus funktioniert nur ohne Islam", "gegen islamischen Faschismus", usw. Es werden bewegende Aktionen hin und wieder, von Zeit zu Zeit,  durchgeführt werden müssen.  BIs zur Zermürbung der oberen politischen Klasse und des Islam in seinem Kern. Gewalt schließt sich nicht aus, denn Muslime sind meist aggressive Gestalten und bewaffnet.

BEGRIFFSERKLÄRUNG ANTIFA:
ANTIFA heißt, daß echter Widerstand stattfinden muß. Keine Solidarität mit einem Islam, der konträr sein islamisch-fundamentales Weltbild etablieren will. Keine Chance den Nazis, egal um welche es sich handelt! Der Islam fördert keine Weltgemeinschaft sozialistischem Sinne und bezieht seine Philosophie rein aus seinem religiösem Fundament heraus, was nur zu religiösem Eifer und Faschismus führt. Dies macht sich bereits in unserer Gesellschaft mehr als deutlich und ist vergleichbar mit der Kirche früherer Zeiten. Deshalb "Stoppt den Islam"!

Leider gibt es keine sogenannten marxistischen Studentenverbindungen, die sich diesem heiklem Thema widmen und die Konsequenzen ziehen, weswegen Seiten wie www.pi-news.net, akte-islam.de. und vor allem das Forum http://gegen-islamisierung.info/ sich als Bewegung herauskristallisiert haben und stellvertretend als Bewegung im Kampf gegen die Islamisierung sind.




Kommentare (1) :: Kommentar hinterlassen :: Link

6.08.2008 - ÜBER MARXISMUS

Marxismus  Diskussionsforum   +BLOG

Marx und Engels sind die Begründer des "Marxismus";  Marx übernahm von Hegel die dialektische Methode und Geschichtsauffassung  und entwickelte seine Theorie unter Abwendung von Hegels Idealismus zum "dialektischen und historischen Materialismus".

>> Marx-Engels-Forum, Berlin

Wir/Die "Marxisten" haben die Welt nur verändert, aber es kommt darauf an, sie zu verbessern. (msr2008)

Der Marxismus ist eine philosophische, historisch-politische und ökonomische Gesellschaftstheorie mit wissenschaftlichem Anspruch. Er geht auf die Schriften von Karl Marx (1818–1883) und Friedrich Engels (1820–1895) zurück. Im weiteren Sinne werden alle Personen und Denkrichtungen, die sich auf ihr Schaffen berufen, dem Marxismus zugerechnet.

Überblick

Der Terminus Marxismus wurde zunächst von politischen Gegnern abwertend verwendet. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde er von den Anhängern selbst meliorativ übernommen. Marx selbst sagte, er sei kein Marxist, und bevorzugte für seine Theorie den Begriff „Wissenschaftlicher Sozialismus“. Damit grenzte er sich von anderen Staats- und Gesellschaftsentwürfen ab, die er dem Utopischen Sozialismus oder dem Anarchismus zuordnete. Er warf diesen Vorläufern und Zeitgenossen vor, eine gerechte und den Idealen der Französischen Revolution verpflichtete Gesellschaft nur zu „erträumen“, ohne die Bedingungen für ihre Verwirklichung wissenschaftlich zu erforschen und sie mit praktikablen Erfolgsaussichten anzustreben.

Marx und Engels lehnten nationalistische Konzepte ab. Gegenüber dem nationalstaatlichen Denken vieler Zeitgenossen vertraten sie internationalistische Positionen.

Sie setzten sich mit verschiedenen Denktraditionen „wissenschaftlich-kritisch“ auseinander, die Grundgedanken von Marx wurden erst nach seinem Tod systematisiert. Ihre Einordnung in eine konsistente Theorie steht unter einem doppelten Vorbehalt:

Marx verstand sein Werk zunächst als ständig überprüf- und revidierbare Analyse der jeweiligen Verhältnisse und als eine daraus abgeleitete Zukunftsprognose. 
Engels wollte die Theorie in allgemeinverständlicher Form verbreiten und trug damit nach manchen Sichtweisen auch zu ihrer Schematisierung und Vulgarisierung bei. [1] 
Marxismus versteht sich als theoretisches und praxisorientiertes System und als Weltanschauung. Die marxistische Theorie kann zum besseren Verständnis in verschiedene Kernbereiche unterschieden werden, die jedoch bei Marx und Engels untrennbar miteinander verflochten sind:

Theorie/Philosophie

Der Marxismus ist eine humanistisch geprägte philosophische Lehre und strebt die Emanzipation des Menschen an. Erkenntnis- und wissenschaftstheoretisch ist der Marxismus von zwei wesentlichen Elementen geprägt: Von der Dialektik Hegels und vom erkenntnistheoretischen Materialismus (Feuerbach), der im Gegensatz zum Idealismus alle Ideen, Vorstellungen, Gedanken, Empfindungen usw. als Manifestationen der komplexen, insbesondere gesellschaftlichen Realität und Machtverhältnisse, die sich "in letzter Instanz" aus den jeweils historisch-geographischen Produktionsverhältnissen und materiellen Gegebenheiten entwickeln. Marx übernahm das materialistische Weltbild, und fügte aus dem Werk Hegels die Dialektik und den damit verbundenen Gedanken ständiger Entwicklung hinzu. Er überwand somit die Sichtweise früherer Materialisten, die die Welt als unveränderlich verstanden.

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern. - Marx, Thesen über Feuerbach. MEW, Band 3, Seite 533 ff. 1845 (1888 Überarbeitung Engels)

Nach der Hegelschen Dialektik ist das Abbild der Welt im tätigen Begreifen ihrer Zusammenhänge von aufeinander bezogenen Gegensätzen - Thesen und Antithesen - geprägt, die sich gegenseitig im dialektischen Dreischritt zu Synthesen vorwärtsentwickeln. Diese Synthesen treiben die „objektive Wirklichkeit“ voran und „bestimmen“ damit die Zukunft, bis diese keine Widersprüche mehr enthält und im Begriff des „Absoluten“ „aufgehoben“ ist. Für den idealistischen Philosophen ist dieser Fortschritt, der die materielle Welt insgesamt durchwirkt, ein Produkt des menschlichen Geistes, der im Begreifen seiner selbst mit dem absoluten „Weltgeist“ identisch wird.

Marx betrachtet die Hegelsche Dialektik aus Sicht des Materialismus: Er stellt sie „vom Kopf auf die Füße“ und postuliert, dass sich die objektive Wirklichkeit aus ihrer materiellen Existenz und deren Entwicklung erklären lässt [2] und nicht als Verwirklichung einer göttlichen absoluten Idee oder als Produkt des menschlichen Denkens. Daher versteht sich der Marxismus auch als eine atheistische Lehre.

Meine dialektische Methode ist der Grundlage nach von der Hegelschen nicht nur verschieden, sondern ihr direktes Gegenteil. Für Hegel ist der Denkprozeß, den er sogar unter dem Namen Idee in ein selbständiges Subjekt verwandelt, der Demiurg des wirklichen, das nur seine äußere Erscheinung bildet. Bei mir ist umgekehrt das Ideelle nichts andres als das im Menschenkopf umgesetzte und übersetzte Materielle. - Marx, „Das Kapital“, Nachwort zur zweiten Auflage 

Das Universum wird wie in der universalhistorischen Philosophie Hegels als eine Totalität, also als objektiv zusammenhängendes Ganzes gesehen. Aber Marx versteht die im Idealismus bloß geistigen Gegensätze als Ausdruck und Abbild realer, materieller Gegensätze: Auch diese hängen gegenseitig voneinander ab und befinden sich in einer ständigen Bewegung wechselseitiger Beeinflussung. Diese ist insgesamt aufsteigend, d.h. sie verläuft im Ganzen [3] vom Einfachen zum Komplexen und durchläuft dabei bestimmte Ebenen, denen bestimmte qualitative Veränderungen entsprechen, so dass sie die Entwicklung vorantreiben.

Eine objektive Realität existiert nach dieser Sichtweise auch außerhalb und unabhängig des menschlichen Bewusstseins in den materiellen Bewegungen, auf die jedoch die Menschen (selbst ein Teil des Materiellen) bewusst zurückwirken. Dies bedeutet aber keineswegs, dass die Menschen ihre Umwelt objektiv richtig erfassen; Marx und Engels wollen gerade der ideologischen Selbsttäuschung [dem falschen Bewusstsein von der Umwelt, daher der Problematik der Subjekt-Objekt-Spaltung], entkommen:

Das richtige Verständnis der Bewegungsgesetze von Phänomenen und Ereignissen kann daher immer nur von der Analyse der Praxis ausgehen und nie von einer idealistischen „Schrulle“, da diese letztere ein Phänomen nicht aus seinen materiellen Ursprüngen [4] herleiten kann. 

Nicht in der geträumten Unabhängigkeit von den Naturgesetzen [5] liegt die Freiheit, sondern in der Erkenntnis dieser Gesetze, und in der damit gegebnen Möglichkeit, sie planmäßig zu bestimmten Zwecken wirken zu lassen. -
Engels, Anti-Dühring 

Damit ist auch bereits das Verhältnis von Abstraktem und Konkretem angesprochen (aus der Praxis abstrakte Schlüsse ziehen, aus den abstrakten Schlüssen wieder konkrete Praxis entwickeln): 

Das Konkrete ist konkret, weil es die Zusammenfassung vieler Bestimmungen ist, also Einheit des Mannigfaltigen. Im Denken erscheint es daher als Prozeß der Zusammenfassung, als Resultat, nicht als Ausgangspunkt, obgleich es der wirkliche Ausgangspunkt und daher auch der Ausgangspunkt der Anschauung und der Vorstellung ist. Im ersten Weg wurde die volle Vorstellung zu abstrakter Bestimmung verflüchtigt; im zweiten führen die abstrakten Bestimmungen zur Reproduktion des Konkreten im Weg des Denkens. [6] 

Prüfstein für die Richtigkeit von Annahmen oder Theorien [= Relative Wahrheit] ist dann wiederum die eigene Praxis, in der sich die Theorie als richtig oder falsch erweist. 

Die Frage, ob dem menschlichen Denken gegenständliche Wahrheit zukomme - ist keine Frage der Theorie, sondern eine praktische Frage. In der Praxis muß der Mensch die Wahrheit ... seines Denkens beweisen. - Marx, 2. These über Feuerbach 

Diese Überprüfung ist notwendig, da das Bewusstsein des Menschen immer durch seine Interaktionen mit der Umwelt, dem Sein, bestimmt wird. 

Diese Annahme erfährt ihre stärkste Wirkung, wenn man über zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen Überlegungen anstellt; in diesem Sinne wird jeglichem Utopismus eine Absage erteilt. [7] Nach einer materialistischen Weltanschauung muss „die Produktion und Reproduktion des wirklichen Lebens“ das „bestimmende Moment in der Geschichte“ [8], die Arbeit daher eine zentrale Kategorie für das Individuum selbst und die gesellschaftliche Entwicklung sein. Daher werden alle Gesellschaftsordnungen maßgebend durch ökonomische Bewegungsgesetze bestimmt:

In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens gehen die Menschen bestimmte, notwendige, von ihrem Willen unabhängige Verhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Entwicklungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Gesamtheit dieser Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt und welcher bestimmte gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen. Die Produktionsweise des materiellen Lebens bedingt den sozialen, politischen und geistigen Lebensprozeß überhaupt. Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt. - Zur Kritik der Politischen Ökonomie. Vorwort. MEW 13, S. 9, 1859. 

Die Konsequenz dieser Sichtweise ist eine umfassende Kritik an Religion, Recht und Moral. Diese begreift Marx als Produkte der betreffenden materiellen Verhältnisse, deren Wandel auch sie unterworfen sind. Religion, Recht und Moral hätten also nicht die universelle Gültigkeit, die sie beanspruchen.

Historischer Materialismus

Das (gesellschaftliche) Sein bestimmt das Bewusstsein [9]: Die wirtschaftlichen Produktionsverhältnisse bilden nach Marx die Grundlage der Gesellschaft, der bestimmte kulturelle und geistige Ausdrucksformen entsprechen, und die Staatsform, den so genannten Überbau, bestimmen. Der Inhalt dieser historisch-materialistischen Geschichtstheorie lässt sich in vier Punkten zusammenfassen:

- Die konkrete Art der Produktion bestimmt die konkrete Form der entsprechenden Gesellschaft. 

- Die Menschheitsgeschichte wird maßgebend von Klassenkämpfen bestimmt, die zwangsläufig zu Revolutionen führen und die Entwicklung der Gesellschaft bestimmen. Die Staatsformen von der Antike bis zum modernen Nationalstaat sind für Marx Ergebnis solcher Kämpfe. 

- Der letzte Akt soll dann der Übergang vom Kapitalismus - über ein Zwischenstadium des Sozialismus - zur klassenlosen Gesellschaft im Kommunismus sein und ist auch Gegenstand der marxschen Revolutionstheorie. 

- Die Menschheitsgeschichte stellt sich daher im ganzen als eine Entwicklung vom klassenlosen Urkommunismus über eine Reihe von Klassengesellschaften hin zum klassenlosen Kommunismus auf einer höheren Entwicklungsstufe dar.

Politische Ökonomie (Kapitalismusanalyse)

Nachdem mit dem dialektischen Materialismus eine erkenntnistheoretische Position entwickelt wurde, und mit dem Historischen Materialismus eine allgemeine Geschichts- und Gesellschaftstheorie, war Marx seiner Analyse der gegenwärtigen, konkreten Gesellschaft bedeutend näher gekommen. Der nächste notwendige Schritt war nun für ihn, die ökonomischen Bewegungsgesetze in kapitalistischen Gesellschaften zu studieren, da nach der Theorie des historischen Materialismus die Produktionsweise einer Gesellschaft bedeutend für ihre Entwicklung ist. Herzstück seines Werks ist die „Kritik der politischen Ökonomie“ in den drei Bänden des „Kapitals“. Die Gesetzmäßigkeiten der Ausbeutung im herrschenden Kapitalismus, die Entstehung der modernen Klassengesellschaft und der Konzentrationsprozess des Kapitals werden sowohl mikro- wie makroökonomisch differenziert analysiert. Dabei griff Marx auf Vorarbeiten der Nationalökonomie, z.B. von Adam Smith und David Ricardo, zurück. Werttheorie, Verelendungs- und Krisentheorie sind wichtige Bestandteile dieser Analyse.

Geschichte

Das von Marx und Engels entworfene Theoriegebäude war und ist Bezugspunkt für verschiedenste politische und wissenschaftliche Denkrichtungen.

Praktische Anwendung fand der Marxismus zuerst in der Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts, vor allem der deutschen Sozialdemokratie, welche die Theorien von Marx und Engels zur Grundlage ihrer ersten Programme und Mitgliederschulungen machte. Sodann entwickelte Lenin im Anschluss an Marx seine Imperialismustheorie, die nach der Oktoberrevolution 1917, zusammen mit den Ideen von Marx und Engels, zur neuen Staatsideologie der Sowjetunion wurde.

Dieser Marxismus-Leninismus bestimmte den so genannten real existierenden Sozialismus nach 1945 in weiten Teilen der Welt, vor allem in Ost- und Mitteleuropa, und wirkte auch mit starken Einfluss auf China, Kuba, Nordkorea, oder Vietnam. Ob und wie weit dieser sich noch aus den Grundideen der „Klassiker“ herleiten lässt oder eine „Fehlentwicklung“ darstellt, ist eine der umstrittensten Fragen innerhalb der marxistischen Theoriebildung. Die praktische Politik dieser Länder wird insbesondere in Nordkorea bis heute vom Stalinismus beherrscht. Heute wird das Gulag-Regime weitgehend als totalitäres System eingeordnet und von fast allen Marxisten abgelehnt.

Gegen die unterschiedlichen Ideologien von Lenin, Stalin und Mao beansprucht auch der Trotzkismus mit seiner Theorie der „permanenten Revolution“ das wahre Erbe von Marx.

In Abgrenzung zu Stalinismus und Faschismus entstanden seit den frühen 1930er Jahren die Arbeiten der Frankfurter Schule, die versuchten, die Ideen von Marx auf die veränderten politisch-ökonomischen Bedingungen der Moderne anzuwenden und teils mit der Psychoanalyse zu verbinden.

Aus den Befreiungsbewegungen in der „Dritten Welt“ entwickelten sich oftmals politische Systeme, wie zum Beispiel die heute noch bestehenden Systeme Chinas (früher Maoismus), Vietnams oder Kubas.

In den 1960er Jahren entstanden besonders im Zusammenhang mit der weltweiten Studentenbewegung, den westeuropäischen Arbeiterstreiks und den so genannten Befreiungsbewegungen in der „Dritten Welt“ verschiedene Formen des Neomarxismus, des Eurokommunismus (insbesondere des Operaismus) und des demokratischen Sozialismus.

Geschichte marxistischer Organisationen

siehe: Kommunistische Partei

Die Schriften von Karl Marx und Friedrich Engels sind bis heute theoretisches Gerüst für verschiedene Organisationen und Parteien in allen Teilen der Welt.

In vielen Staaten Europas formierten sich erst kleinere Organisationen und daraus später, Parteien, deren Geschichte Parallelen aufweist. Mit Aufkommen des Nationalsozialismus wurden viele Organisationen aufgelöst und in den Widerstand gedrängt, nach 1945 befanden sich marxistische Organisationen vor allem in einer Auseinandersetzung mit der pluralistischen Demokratie des Westens und der Sozialdemokratie auf der einen Seite, und dem „Realsozialismus“ und der KPdSU auf der anderen. Der Zerfall der Sowjetunion führte oftmals zu einer inhaltlichen Neuausrichtung marxistischer Organisationen und Parteien.

Marxistische Theoretiker und Politiker 

Hauptartikel: Liste marxistischer Theoretiker und Politiker

Unter Marxismus firmieren inzwischen sehr verschiedene Strömungen, die teilweise nur noch entfernt mit dem Fundament der Werke von Marx und Engels verbunden sind. Diese wurden wiederum durch verschiedene marxistische Theoretiker vertreten und weiterentwickelt, die sich von unterschiedlichen Denkansätzen her seinem vielschichtigen Werk genähert und eine eigene Strömung des Marxismus begründet oder vorhandene Strömungen nachhaltig beeinflusst haben.

Am stärksten innerhalb der universitären Wissenschaft verankert ist der Marxismus zurzeit in den Vereinigten Staaten.[10]

Kommentare (0) :: Kommentar hinterlassen :: Link

Über mich

Der Blog richtet sich gegen Faschismus aller ideologischen-religiösen Richtungen, darunter in erster Linie gegen den Islam.

«  September 2021  »
MonDieMitDonFreSamSon
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930 

Letzte Einträge

ANTIZIONISTISCHER AUFMARSCH IN MZ
ÖFFENTLICHE AKTION GEGEN ANTISEMITISMUS & ISLAM
WARUM LINKSvsISLAM?
ÜBER MARXISMUS

Links

Home
Profile
Archiv
Freunde
pi-bewegung
antinazi - islamische bedrohung
akte islam
gegen-islamisierung
pro-israel
aipac pro israel-america's
hagalil
daniel pipes
aviva-berlin
indymedia-antifa
bremen.antifa
antifa.net
antifa-gaming
jungewelt
trend.infopartisan
Pi interview mit welt
arouet8 islamischer Faschismus & europäische Linke
Mainz Antifa
Sosigis - Eigenkritik der Antifa
Kundgebung-Essen

Freunde