Die Welt, wie ich sie sehe und niemals verstehen werde

Sonntag 6 Mai 2007 - Wiederkehrende Träume / Die Stadt

Geschrieben in Träume
Kennt ihr das? Ihr wacht mitten in der Nacht aus einem Traum auf, fragt euch, was zum Henker, das grade eben war und legt euch wieder schlafen. Manchmal will man weiter träumen, manchmal will man den Traum aber auch einfach nur wieder vergessen. Hat man Glück, träumt man anschließend von etwas schönerem/friedlicherem oder gar nichts, jedenfalls nichts an das man sich am nächsten morgen erinnert.
Es gibt aber auch so Tage an denen man aufwacht und der Traum einen den ganzen Tag über beschäftigt.

So geht es mir jede Nacht...

Ich schätze das es vor ungefähr 2 Jahren angefangen hatte, die Nächte wurden unruhig, die Träume fingen an und ich wachte regemlässig morgens oder mitten in der Nacht Schweißgebadet auf, manchmal sogar schreiend, letzteres zum Glück seltener. Wer schonmal schreiend aus einem Traum erwacht ist, weiss wie unangenehm das sein kann.

Es dauerte eine weile bis ich angefangen habe zu bemerken das die Träume im Zusammenhang miteinander standen, so seltsam es vielleicht auch klingen mag. Ich rede nicht von Träumen die sich einfach wiederholen oder ähnlich zueinander sind, meine träume setzen sich vielmehr fort.

Es ist sehr schwer das geträumte in Worte zu fassen, dennoch will ich versuchen es wenigstens grob zusammen zu fassen.

Der Mittelpunkt dieser Träume ist eine Stadt, eine Stadt mit Bizarren Wolkenkratzern die dicht aneinanderstehen und so gigantisch sind das sie die Wolken auf Halber Höhe durchbrechen. In östlicher Richtung liegt Wasser, ob es ein See, ein Fluss oder ein Meer ist kann ich nicht sagen. Nördlich und Westlich der Stadt liegt einöde soweit das Auge reicht. Was sich im Süden befindet habe ich entweder nie gesehen oder wieder vergessen. In einem der Träume sah ich diese Stadt aus der Entfernung, Düster wirkt sie mit Ihren Riesen Wolkenkratzern die sich in den Rötliche-Schwarzen Himmel erstrecken. Ich meine sogar das die Stadt auf engstem Raum "gebaut" wurde, so eng das es jeder realistischen Architektur wiedersprechen täte.

Meine, ich nenne sie mal, "Besuche" in dieser Stadt sind Zeitverschoben, das heisst wenn ich einmal von ihr Träume und ein paar tage, manchmal auch Wochen, später wieder von Ihr träume, ist in dieser Stadt die zeit weitergelaufen.  Ich sah die Stadt  zu anfangs sehr futuristisch und Glanzvoll, Farbenprächtig war sie und die Menschen die Dort lebten waren glücklich, ich war gerne da und habe sehr gerne von Ihr geträumt. Es gab dort sogar mir Vertraute Menschen, ob es Leute sind die ich aus meinem echtem Umfeld kenne, kann ich mit Sicherheit nicht sagen. 

Mit der Zeit wurden die Träume aber immer Düsterer und Bedrohlicher, es kam mir sogar so vor als würde etwas großes anstehen auf das sich diese Träume hinarbeiten. Die einst so glanzvolle Stadt verfiel immer mehr von Besuch zu Besuch. Die Wolkenkratzer fingen an brüchig zu werden und die Bevölkerung lebte in einer mir nicht erklärbaren angst, die aber auch ich deutlich spüren konnte. Mit der zeit und einigen Träumen später lernte ich das es einen "Feind" gab der diese Stadt bedrohte.  Ein Feind der kein Gesicht und keinen Körper hatte, der aber ständig dort ist.

Ich sah diese Stadt in meinen weiteren "Besuchen" im Krieg und Terror gegen einen Feind der kein Gesicht hat. Die Menschen dort starben, flüchteten oder kämpften verzweifelt in der Stadt die fast nur noch eine Große Ruine war. Selbst meine "Freunde" dort kämpften erbittert, das einzigste was ich meistens nur tun konnte, war zu zusehen.. wie es in Träumen halt meistens ist.

Das letzte mal als ich die Stadt in einem Traum sah war der Krieg vorbei, der Sogenannte "Feind" hatte die schlimmste von Menschen jemals entwickelte Waffe auf die Stadt fallen lassen, die Atombombe. Die Welt lebte in einem Nuklearen Winter und ich sah mich wie ich zusammen mit hunderten, vielleicht sogar tausenden anderen, entlang an Zuggleisen, einen weg nach Norden suchten. Asche regnete vom Himmel, gemischt mit dreckigem Schnee und irgendwo inmitten der ganzen Flüchtlinge sah ich sogar meine "Freunde" die ich in meinem Traum für tot gehalten hatte...


Es ist noch nicht lange her das ich den letzten Traum dieser Art hatte.. und der nächste wird kommen, genauso wie die restlichen meiner Träume... aber auf diese möchte ich hier nicht eingehen.. jedenfalls noch nicht.  ..eile mit weile...

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Freitag 11 Mai 2007 - Stadt

Geschrieben von Kelyra
Diese Stadt mit ihren Wolkenkratzern, futuristischem Aussehen, merkwürdigen Eigenschaften und vertrauten Bewohnern ist auch mir bekannt... Und ich träume desöfteren von ihr und frage mich den Tag nach der Nacht, was das sollte und habe ein .. sagen wir beängstigendes Gefühl.
Interessant, was du schreibst, vor allem, weil es mir so bekannt vor kommt und ich merke, dass auch andere Menschen so etwas "haben".
Liebe Grüsse.
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Freitag 11 Mai 2007 - RE: Stadt

Geschrieben von Proximo
Dieses beängstigende Gefühl das du beschreibst, das kenne ich nur zu gut.

Interessant finde ich das es wohl doch noch mehr Menschen da draußen gibt die solche träume haben und dieses erlebnis sogar ihren Alltag beeinflusst, jedenfalls tut es das bei mir sehr oft.

Interessieren würde es mich was du selber träumst wenn du von einer Stadt wie dieser träumst. Wenn du möchtest, schreibe mich ruhig mal an und vielleicht können wir uns ja einfach mal austauschen über diese Träume.

Lieben Gruß
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Über mich

Ich bin ein 26 Jahre altes, männliches Wesen und versuche mich durch den alltäglichen Wahnsinn meiner Mitmenschen durch zuschlagen. Andere würden mich als Lebenslustigen Menschen bezeichnen... ich selber würde mich als jemanden der Depressiv ist und eine Maske trägt bezeichnen...

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