Gasprom will Gift in Ostsee spülen
geschrieben am 1.03.2008 um 04:43 in der Kategorie
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Für das Ökosystem ds Baltischen Meeres könnte die geplante Ostseepipeline zu ener massive Belastung werden.

Im Jahr 2001 ist vorgesehen 2,3 Milliarden Liter einer Lösung aus giftigem Glutaraldehyd in die Ostsee zu pumpen. Solche Pläne seien den deutschen Behörden grundsätzlich bekannt, so Sylvia Kotting-Uhl (Grüne Bundestagsabgeordnete). Glutaraldehyd wird als Bakterienkiller verwendet und hat insbesondere auf Wasser Organismen eine stark giftige Wirkung.
Nord Stream, ein Konsortium vom russichen Energiekonzern Gasprom, will diese oben genannte Chemiekalie verwenden, um ihre Pipeline-Innenseiten zu säubern.


In dem vom Bundesumweltministerium verfassten Papier heißt es, Fauna und Flora in der Ostsee seien ohnehin schon stark durch die Schadstoffe belastet.
Aus meiner Sicht ist diese Art der Argumentation, bzw. der Stellungnahme äußerst! fragwürdig und bedarf einer tiefergehenden Analyse. Den bereits kritischen Zustand als eine Art "Freifahrts-Schein" für eine folgenden gravierende Verschlechtung von Flora & Fauna zu sehen ruft nicht zu Unrecht kritische Stimmen hervor! In diesem Kontext forderte Kotting-Uhl die Bundesregierung auf, die Einleitung von Glutaraldehyd in die Ostsee in jedem Falle zu verbieten.
Im Aufsitzgremium von Nord Stream prüfe man aber auch alternative zur Giftlauge.

Die Entscheidung ist offiziell noch nicht getroffen, die Reaktion des Umweltministeriums jedoch, ist aus meiner Sicht kritisch zu beurteilen.

Dennis Gürtler

Entnomme Inhalte über Gasprom/Nord Stream, sowie weitere Fakten aus: Der Spiegel 9 / 2008. S. 15