New Orleans - Teil 1

22:55, 6.05.2009. Von Pinguin

Vergangenen Freitag, nachdem ich meine letzte Klausur endlich hinter mich gebracht hatte, machten wir - das waren die üblichen Verdächtigen Martin, Frederik und ich, zusammen mit einem weiteren Kumpel Magnus - uns auf den Weg nach New Orleans. Dank unseres zuverlässigen Kamels (das, nachdem es mal kurzzeitig streikte, nach einer kleineren Frischzellenkur wieder zu alter Form aufläuft) waren die 470 Meilen auch kein Problem. Einzig Magnus litt wohl noch etwas unter den Folgen des Vorabends, was dann auch mal zu einem ungeplanten Zwischenstopp führte ... :-). Gegen Abend kamen wir dann in unserem Hotel im French Quarter an. Nachdem unsere Sachen verstaut waren, gings auf die Burbon Street - quasi der Partymeile. Laut, bunt, stinkend, und voller Menschen. Allerdings waren dort eher die Touristenkneipen, wirkliche Jazz-Läden, wie ich sie mir erhofft hatte, fanden sich auf der Straße nur spärlich.


Etwas ungewohnt in dem sonst so vorgeblich prüden Land waren die leichtbekleideten Damen, die vor den Gentlemen's Clubs versuchten Gäste anzulocken. Ebenso ungewohnt war, dass man dort auf der Straße trinken durfte - aber auch schön, dass es mal wieder erlaubt war :-). Aber ob man's dann gleich so übertreiben muss wie die zwei, die wir dort gesehen haben ...? Das Bier wird doch nur schaal :-)


Auch unsere Freunde von der Polizei ließen sich natürlich in der - für Autos abends gesperrten - Burbon Street blicken, auch hoch zu Rosse. Am darauffolgenden Abend sollte es sich zeigen, dass sie wohl ihre Pferde nicht so ganz im Griff haben - ich ging dann doch mal lieber schnell zur Seite als das Pferd auf mich zukam ...


Am Samstag ließen Magnus und ich uns das New Orleans Jazz and Heritage Festival nicht entgehen - wenn sich schon die Gelgenheit bietet wenn wir gerade mal in New Orleans sind. Was soll ich sagen, es war einfach klasse! Den ganzen Tag genialstes Wetter, warm, aber nicht durchgehend sonnig sondern teils bewölkt, also einfach perfekt. Auf dem weitläufigen Festivalgelände waren mehrere Bühnen verteilt, zudem gab es einige Zelte (Blues, Jazz, Gospel) und jede Menge Verkaufsstände. Auch einige Handwerker zeigten was sie konnten. Musikalisch erwähnenswert sind wohl die Konzerte von Kings of Leon, Cowboy Mouth und Jon Bon Jovi, die wir hauptsächlich gesehen haben. Bei vielen anderen war uns mehr oder weniger nur ein kurzer Blick vergönnt. Aber das Festival-Feeling hab ich echt schon lange wieder vermisst :-). Nervig nur, dass die Amis natürlich alle ihre Campingstühle dabeihatten, nimmt nur viel Platz weg. Hier einfach mal unsortiert und unkommentiert ein paar Eindrücke dazu.









Außerdem erinnerte mich folgender Anblick wieder daran, dass das Dosenpfand in Deutschland doch irgendwo sein Gutes hat.

Auch für Abkühlung war gesorgt - war echt angenehm, man sollte nur lieber nicht nach Wasser- und Stromverbrauch fragen :-) Auf dem Bild links ist leider nur schlecht zu erkennen, dass der Ventilator auch Wasserstaub versprüht hat.

 
Nachdem uns Frederik und Martin dankenswerterweise am Vormittag noch zum Festivalgelände hingefahren haben, entschieden wir uns den Weg zurück zu Fuß zurückzulegen. Waren auch nur ca. 2 Meilen zu laufen, ging also. So sahen wir auch noch ein bißchen mehr von New Orleans. Eine Stadt mit einigen schönen Gebäuden.

Unsere Entscheidung zu Laufen stellten wir dann allerdings nochmal in Frage, als wir an einer Kirche vorbeikamen, an der außen folgendes Schild angebracht ist:

Falls es schlecht zu lesen ist, die Aufschrift auf dem Schild ist: Psalm 46, "God is our hope and strenght, a very present help in trouble." Murder Victims, 2009, und danach eine Liste mit Namen, wobei bei den meisten in der letzten Zeile "Shot" stand.

Von uns wollte keiner was :-). Unser Rückweg führte uns wieder über die Burbon Street, wo wir unter anderem auch an einem kleinen Vodoo-Laden vorbeikamen. Die Südstaaten haben schon ihren eigenen Charme ;-).


Zurück im Hotel und wieder frischgemacht trafen wir uns mit einigen anderen GeorgiaTech-Studenten zum Seafood Essen, bevor es abends dann wieder auf die Bourbon Street ging.

So, und über Sonntag und Montag berichte ich dann ein andermal ;-). Gute Nacht!
 

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Kommentare

  1. Kein Bier vor vier. von (Ulf)

    "Das Bier wird doch nur schaal :-)"
    ==> Wovon redest du? Auf der Flasche steht "Bud Lite".