Weihachtsrundtrip - Tag 8

10:45, 11.03.2009. Von Pinguin

Nachdem es am Vorabend bzw. in der Nacht erstmal kein heißes Wasser mehr gab, war die Situation am nächsten Morgen umgekehrt: es gab kein kaltes Wasser. Selbst im Toiletten-Spülkasten war warmes Wasser ... Immer mal wieder was Neues.

Nach dieser morgendlichen Überraschung begaben wir uns zum (etwas improvisierten) Frühstück in die Hotellobby. Es gab Kaffee und Muffins sowie ein bißchen Cereals, aber Tische gab es nicht, sondern nur die üblichen Sitzgelegenheiten in der Hotellobby. Nach diesem mehr oder weniger gelungenen Start in den Tag machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Hostel, in dem wir die kommenden zwei Nächte verbringen sollten. Als wir ankamen war dort High-Life mit den Auscheckenden, und wir konnten nur unser Gepäck abliefern. Danach machten wir uns auf den Weg noch einige fehlende Attraktionen abzuklappern, wie z.B. das Flat-Iron Building


sowie weitere nette Gebäude, an denen wir vorbeikamen.


Die Photos sind übrigens (was die Farben angeht) nicht nachbearbeitet, es herrschte also tatsächlich strahlender Sonnenschein und blauer Himmel :-). Nächste Station war dann der Central Park. Auf dem Weg dorthin wollte wohl jemand sichergehen, dass man nicht versucht mit dem Kopf durch die Wand zu rennen.


Mitten in der Großstadt fand sich dann ein schöner Park, in dem tatsächlich sowas wie Ruhe von der Großstadthektik geboten ist. Nennt sich übrigens "Central Park" :-)




Mila erinnerte uns dann noch unserer Herkunft, indem sie ein deutsches Sprichwort versinnbildlichte.

Weiter gings zum "Imagine" Mosaik an den Strawberry Fields, das zur Erinnerung an John Lennon im Central Park angebracht wurde.

Unweit davon befindet sich auch das Dakota Building, vor dessen Türe John Lennon erschossen wurde, und in dem seine Frau Yoko Ono immer noch ein Apartment besitzt.

Trotz der Sonne war es immer noch frostig kalt, so dass uns Hunger und der Drang nach Wärme zu einem nahegelegenen Subways führte. Dank mitgeführtem Navi war es auch kein Problem dieses zu finden. Nach dem Essen versuchte ich erneut Larry, meinen Advisor, zu erreichen, der in der Upper West Side nur ein paar Straßen weiter seine Wohnung hatte, und siehe da er war daheim. So statteten wir ihm einen Besuch in seiner schönen Wohnung mitsamt Wintergarten und Dachterrasse ab. Mila und Ulf durften damit somit Larry und seine Frau kennenlernen. Larry gab uns dann noch ein paar Tipps was wir noch anschaun könnten. Wieder auf Betriebstemperatur machten wir uns auf zur Cathedral of St. John the Divine, eine sehr imposante Kathedrale.



Danach gingen wir zurück ins Hostel, wo wir den weiteren Abend planten. Wir beschlossen in einem Restaurant in Harlem Essen zu gehen - eine Empfehlung des "Lonely Planet". Ulf wollte unbedingt davor noch einen Abstecher in die Bronx machen, damit er auf seinem NY Trip auch wirklich jeden Stadtteil abklapptert. So gings vor dem Abendessen nochmal mit der Subway in Richtung Bronx. Beim Umsteigen gehörten natürlich stilecht die Ratten im Gleisbett mit dazu ... :-) Ulf konnte seine Photos machen, und wir fuhren zurück nach Harlem, wo ein sehr leckeres Abendessen auf uns wartete. Ich genoß Lamm mit Kartoffelbrei, seeeehr lecker! Das Fleisch war richtig zart, ließ sich allein mit der Gabel zerteilen, war dabei aber richtig saftig ... *schwärm*.

Nach dem Essen gings zurück ins Hostel, wo wir auf unseren spanischen Zimmergenossen trafen, und Mila von Ulf und mir genötigt wurde ihre Spanischkenntnisse unter Beweis zu stellen, was sie auch in vortrefflicher Art und Weise tat :-)

Weihachtsrundtrip - Tag 7 (Silvester, Teil 2)

14:45, 9.03.2009. Von Pinguin

Nachdem wir alle drei einigermaßen erholt und wieder auf normaler Temperatur angekommen waren, galt es zu entscheiden was wir an Silvester machen wollten. Im wesentlichen standen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: der Ball-Drop am Times Square, oder Feuerwerk im Central Park. Wir einigten uns darauf erstmal zu probieren wie weit wir in Richtung Times Square vordringen könnten, wobei klar war, dass wir keine Chance mehr hätten auf den Times Square selbst zu gelangen, und falls das nichts wird dann weiter zum Central Park zu fahren. Als wir dann an der Kreuzung 6th Ave und W 42nd St vorbeiliefen, konnten wir tatsächlich den Ball sehen.


So entschlossen wir uns auf der Kreuzung zu bleiben. Im Laufe der Zeit gesellten sich immer mehr Leute zu uns, wobei wir das Glück hatten vorne an der Straße zu stehen und so relativ freie Sicht hatten.


Dick eingepackt trotzen wir der Kälte, die der guten Laune keinen Abbruch tat (na ja, zumindest solange die Gefahr bestand, dass Photos gemacht wurden :-))



Irgendwann war's dann mal so weit, der "Ball" fing an zu "droppen" (man verzeihe mir die Anglizismen), bis er ganz unten angekommen war, dann ging er aus, noch ein bißchen Feuerwerk, und dann ... ja dann war 2009 ...



Inzwischen gut durchgefroren machten wir uns kurz darauf wieder auf den Weg in unser Hotel. Dank der amerikanischen Gesetze konnten wir leider auch nichtmal auf der Straße anstoßen, da der öffentliche Alkohol-Konsum ja verboten ist. Letztlich ein einmaliges Erlebnis, einmal im Leben kann man den Ball drop gesehen haben - aber das reicht dann auch :-).

Zurück im Hotel wollte ich mir noch eine schöne warme Dusche gönnen um wieder einigermaßen auf Temperatur zu kommen. Anfangs klappte das auch recht gut, bis ich komplett eingeseift unter der Dusche stand - dann war das warme Wasser aus ... der perfekte Start ins neue Jahr :-)

Tax Return

14:32, 9.03.2009. Von Pinguin

Gerade eben hab ich die amerikanische Steuererklärung hinter mich gebracht. Und wofür? Damit mir von den $4.16, die an Steuern einbehalten wurden, $4.00 zurückgezahlt werden. Leider kann ich in den Formularen keine Cent-Beträge eintragen. Jetzt rechnen wir mal, ungefähr 2 Stunden Zeitaufwand und zwei Briefmarken zu je $0.42 (State und Federal Tax Return gehen getrennt) - yeah, that's absolutely worth it! :-) (und ja, ich hätte gerne darauf verzichtet und den USA die $4.00 geschenkt, aber leider ließ mir der Staat hier keine Wahl ...)

Weihachtsrundtrip - Tag 7 (Silvester)

13:05, 8.03.2009. Von Pinguin

Guten Morgen (oder Mittag ;-)) Atlanta,
guten Abend Deutschland,
gute Nacht Japan,
und willkommen zum 100. Blog-Eintrag :-)

nachdem mir in der heutigen Nacht wieder eine Stunde geklaut wurde, ist es hier doch schon etwas später als es eigentlich sein sollte, aber dafür ist ja Sonntag und den Tag vertrödel ich heute eh nur :-). We der aufmerksame Leser gemerkt hat, hat mein Gedächtnis mir schonmal einen Streich gespielt im Bezug auf Staten bzw. Ellis Island - hoffen wir mal, dass es mich diesmal nicht mehr so im Stich lässt :-).

Willkommen im zweiten Tag in New York. Natürlich stand auch heute wieder Sightseeing an, wobei wir uns erstmal auf den Weg zu unserem Hotel machten, wo wir die nächste Nacht verbringen sollten, um dort unser Gepäck abzuladen. Zunächst wäre da natürlich ein Blick auf das Empire State Building - links einmal original, und rechts einmal in schönerem Wetter.

 

EDIT: Es ist natürlich nur der Eingang links gemeint, das Bild im Hintergrund ist nicht das Empire State Building wie man leicht erkennt (es sei denn Martin und Frederik haben die Spitze abgesägt ... :-)). Aber Bilder vom Empire State Building sind ja auch langweilig, die hat ja jeder ... das Vordach wo "Empire State Building" draufsteht jedoch ... :-)

Faszinierend was man mit ein bißchen Bildbearbeitung so erreichen kann, aber leider hat das live nicht so ganz geklappt, so dass wir uns mit dem tristen Wetter abfinden mussten. Weiter gehts mit ein paar unsortierten Eindrücken ...



... bis wir dann schließlich am Rockefeller Center ankamen. Vorm Rockefeller Center gab es eine weitere der New Yorker Traditionen zu bestaunen - die Eislauffläche am Rockefeller Center :-).


Das öffentlich zugängliche Innenleben des Rockefeller Centers bestand hauptsächlich aus diversen Geschäften, also nichts weiter spektakuläres. Für die Fahrt auf die Aussichtsplatform wären $20.00 fällig geworden, um einen Ausblick über das diesige NY zu haben - wir entschieden uns dann dagegen. Im Inneren fand sich noch ein Zitat von Charles A. Lindbergh:

Science, Freedom, Beauty, Adventure.
What more could you ask of life.
Aviation combined all the elements I loved.
Danach machten wir uns auf den Weg zur wohl berühmtesten Straßen in NY. Ach ja, hatte ich erwähnt, dass das Wetter ziemlich kalt war?


Auf dem Broadway statteten wir erstmal dem M&M Store einen Besuch ab.



Weiter den Broadway hinab kamen wir zum must-have-NY-Photomotiv, dem Times Square.

Was bleibt zu sagen außer: bunt, schrill, viel los ... Die ersten Leute reservierten sich auch schonmal ihre Plätze für den Abend.

Vom Broadway bzw. Times Square aus gings weiter vorbei (bzw. durch) die Grand Central Station,

in Richtung United Nations. Mila stellte auf dem Weg dorthin richtigerweiße fest, dass es wenig Gründe gibt woher man Worte wie "Pflugscharen" in Englisch kennt, einer davon ist wohl das folgende Zitat, das unweit der UN in Stein gehauen war:
They shall beat their swords into plowshares, and their spears into pruning hooks. Nation shall not lift up sword against nation, neither shall they learn war any more. (Isaiah)
Hier nun das eigentliche UN Gebäude. Rechts das Verwaltungsgebäude mit den ganzen Büros, als das Gebäude in dem die meiste Arbeit gemacht wird, links unten schließt sich dann das Gebäude mit der Assembly Hall und dem öffentlichen Besucherbereich an.

Normalerweise stehen die ganzen Flaggenmasten nicht nur so zur Zierde in der Gegend herum, sondern es werden die Flaggen sämtlicher Mitglieder gehisst. Allerdings wurde dank des diesigen Wetters an dem Tag darauf verzichtet, wie wir später auf der Führung durch die UN erfahren durften. Mit Betreten der UN verließen wir übrigens das amerikanische Staatsgebiet.


Bevor wir ins eigentliche Gebäude rein durften, wurden wir erstmal einem vorgelagerten Zelt einem Sicherheitscheck unterzogen. Irritierend fand ich, dass die selben Sicherheitschecks, sprich Metalldetektoren und Röntgengeräte, auch im Gebäude zu finden waren, dort aber stillgelegt. Mir scheint, aus Sicherheitsgründen war es ihnen doch lieber die Besucher vom Betreten durchzuchecken ... Zu Beginn der Führung konnten wir nochmal den ganzen UN-Komplex im Modell bestaunen - links die Assembly Hall, rechts das Verwaltungsgebäude.


Themen der Ausstellungen in den Räumen der UN auf dem Weg zur Assembly Hall waren unter anderem der Holocaust, die Menschenrechte, Entwaffnung und Kindersoldaten. Ein Künstler verwandelte auch eine AK-47 in eine Saiteninstrument.


 
Schließlich gelangten wir auch in die General Assembly Hall, also dem Sitzungssaal.

Damit keiner zu kurz kommt, wird die Sitzordnung übrigens in regelmäßigem Turnus neu ausgelost. Bzw. was heißt ausgelost, es wird gelost welches Land am ersten Tisch sitzen darf, und von dort ab gehts dann entsprechend der offiziellen Namensreihenfolge aufsteigend bis man bei Z ankommt, danach gehts bei A weiter. Wie man auch sieht, sind hinter einem Tisch immer zwei Sitzreihen angeordnet - die blauen Stühle sind für die jeweiligen Berater. Jedes Land kann drei offizielle Vertreter schicken, die von drei Beratern begleitet werden. Genauere Info findet man sicher auf Wikipedia oder sonstwo :-). Insgesamt werden die Sitzungen in die 6 offiziellen Sprachen der UN übersetzt - Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch. Ulf hat die technischen Details in seinem Blog genauer beschrieben. Aber auch wenn die UN an sich nicht US Territorium ist, herrscht doch auch hier Ordnung.


Die durchaus sehr erlebenswürdige Führung ging dann noch ein paar Stationen weiter, bevor wir wieder zum Ausgangspunkt zurückkehrten. Nachdem ich gerade merk wie lang der Blogeintrag schon wieder wird, spar ich mir mal weitere Bilder, die gibts dann wenn ich wieder in Deutschland zurück bin :-). Als wir die UN verließen, schneite es.


Wir machten uns dann mit der Subway ...

auf den Weg zurück in unser Hotel, wo wir eincheckten und uns es in unserem Zimmer gemütlich machten, etwas erholten und vor allem Wärme tankten.

An der Stelle soll's mal genug gewesen sein für diesen den Blogeintrag, über unser Abendprogramm kommt dann in einem späteren :-).

Weihachtsrundtrip - Tag 6

15:38, 3.03.2009. Von Pinguin

Bevor ich jetzt in den sechsten Tag richtig einsteige, erstmal noch ein Nachtrag zum vorigen Eintrag: wie Mila dankenswerterweise richtig bemerkt hat, hieß die Band "DeLeon". Weitere Infos gibts auf deren Homepage oder auch in Ulfs Blog, der bemerkenswerterweise den ganzen Urlaubstrip schon verblogt hat. Ich werds aber erst lesen, wenn ich auch so weit bin - sonst passierts mir nur, dass ich unbewußt einfach nur seine Berichte übersetz, was irgendwie langweilig wäre. Sprich, wenn ich was vermassle und Ulf hats anders berichtet, dürft ihr mich gerne darauf hinweisen :-)

Am sechsten Tag unseres Rundtrips brachen wir unsere Zelte in Washington ab und machten uns auf den Weg nach New York. Dank ausgeliehenem Navi war dies auch kein Problem. Vor New York legten wir allerdings noch einen kurzen Zwischenstop in Newark, DE, ein. Dort luden wir alles, was wir in New York nicht brauchten, bei Ulf ab und lernten auch seine Vermieter kennen. Nachdem wir entsprechend umgepackt hatten, damit wir nicht mehr als nötig mitschleppten, galt es zu entscheiden ob wir uns mit dem Zug oder doch mit dem Auto auf den Weg nach New York machen sollten. Letztlich haben wir uns für die wohl stressfreiste und kostengünstigste Alternative entschieden. So fuhren wir bis nach Iselin, NJ, wo wir auf den Zug umstiegen, der uns in ca. 50 Minuten zur New Yorker Penn Station brachte. Das Auto konnten wir dabei in der Park and Ride Anlage in Iselin stehen lassen - sicher angenehmer als in New York einen Parkplatz zu suchen. Im Zug wurden uns dann unsere Tickets abgenommen, dafür wurde an unseren Sitz eine Karte geklemmt, in die in irgendeiner Art Codierung Abfahrts- und Zielort eingelocht wurden.


In New York angekommen besorgten wir uns erstmal das Wochenticket für die Metro - auch für die wenigen Tage die wir in NY waren, hat sich das absolut gelohnt! Mit der Metro gings dann weiter zu unserem Hostel in Brooklyn. Brooklyn präsentierte sich dann mit seinem ganz eigenen Charme.



Das Hostel - New York Loft Hostel genannt - war in einer alten Fabrikhalle untergebracht. Wie man es von einem Loft eben erwartet, waren die Decken ziemlich hoch und auch das Zimmer recht weitläufig. Vom Platzangebot her war's somit auch kein Problem, dass wir im 14 (oder warens sogar 18?) Betten Dorm untergekommen sind. Auch die Küche war recht modern, und am nächsten Morgen gab es ein geniales Frühstück - aber wir wollen ja dem hoffentlich bald folgenden Bericht des nächsten Tages nicht vorgreifen.

Nachdem wir uns mehr oder weniger eingerichtet hatten, machten wir uns in guter Tradition wie auch schon in Washington am ersten Abend auf den Weg um einige der Sehenswürdigkeiten zu betrachten. Ach ja, hab ich schon erwähnt, dass es in Brooklyn tolle Graffitis gibt? :-)


Mit der Metro gings dann nach Manhattan. Unser erster Stop war die Trinity Church an der Wall Street, danach gings weiter zum New York Stock Exchange.


Weiter gings am Bullen vorbei, der sich leider aufgrund der Horden von Menschen um ihn herum schlecht hat fotographieren lassen, zum Ufer. Gerade noch rechtzeitig kamen wir dort an um Lady Liberty im Sonnenuntergang ablichten zu können.


Danach verließen wir den festen Boden für kurze Zeit und machten uns mit der (kostenlosen) Fähre auf den Weg nach Ellis Staten (Danke an Ulf für die Korrektur!) Island. Von der Fähre aus gabs einen tollen Blick auf die abendliche Skyline von Manhattan und auch auf Lady Liberty, allerdings machte das Schwanken des Schiffs jegliche Photoversuche zunichte. Vorbei an Ground Zero, dem Woolworth Building


und der New York City Hall

suchten wir uns unseren Weg ans Ufer zwischen Brooklyn und Manhattan Bridge. Toll find ich ja die Fahrzeuge der New Yorker Polizei, und im Stadtverkehr sind die sicher auch praktisch, aber wirklich autoritätseinflößend sind die nicht ...


Auf dem Weg fand sich dann nochmal eine etwas kuriose Ausschilderung für den rollstuhlgerechten Zugang zu einem Gebäude ...


Die Interpretation wird dem Leser überlassen :-). Am Wasser angekommen machten Ulf und ich noch fleißig Photos von den Brücken. Mila war zwar weniger begeistert davon, was ich aufgrund der Kälte auch irgendwie nachvollziehen kann (zugegeben es war verdammt kalt, vor allem verglichen mit den Temperaturen, die wir in Washington hatten), aber ich denke es hat sich gelohnt :-).



Danach gings quer durch Chinatown zurück zur nächsten Metrostation und von dort aus ins Hostel (zumindest hab ich keine Photos mehr die meinem Gedächtnis etwas anderes sagen würden).

So, und für mich wirds jetzt Zeit fürs Bett. Gute Nacht bzw. Guten Morgen Deutschland :-)

Weihnachtsrundtrip - Tag 5 (Teil 2)

01:03, 20.02.2009. Von Pinguin

Wie im letzten Eintrag zu unserem Weihnachtsrundtrip angekündigt gabs ja noch ein Abendprogramm am fünften Tag, unserem letzten in Washington. Wir trafen uns mit andern Hostelbewohnern und unserem Volunteer in der Lobby des Hostels, von wo wir uns auf den Weg zum John F. Kennedy Center for the Performing Arts machten. Netterweise gab es einen kostenlosen Shuttlebus von der nächstgelegenen U-Bahn-Haltestelle zum Kennedy Center. Die imposante Eingangshalle brauchte sich sicher nicht zu verstecken.


Durch diese Halle hindurch gings zur Bühne, auf der ein kostenloses Konzert einer Band aus New York geboten werden sollte. Leider kann ich mich weder an den Namen der Band noch an die Musikrichtung erinnern - es war etwas moderner und etwas alternativer. War nichtsdestotrotz ganz unterhaltsam.






Danach nutzten wir die Chance von der weitläufigen Terrasse den Blick über das nächtliche Washington zu genießen. Anschließend trennten wir uns von der Gruppe und gingen nach Georgetown, einem schönen Viertel in denen viele kleinere Geschäfte und Kneipen zu finden sind. Wir liefen durch die Straßen, nahmen uns (unter Mißachtung von Milas Protesten :-)) die Zeit Photos zu machen, und endeten dann schließlich in einem Starbucks. Dort kamen wir mit unseren Tischnachbarn ins Gespräch, unter anderem einem Herrn, der durch Altenheime tourt und dort die Leute mit Musik unterhält. Er meinte, dabei könne man ganz gut verdienen - nun ja, wem's gefällt :-). Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg zurück zu unserem Hostel, da wir ja am nächsten Morgen weiter wollten. Wann ich darüber berichten kann, weiß ich allerdings auch noch nicht :-)





Weihnachtsrundtrip - Tag 5

23:05, 8.02.2009. Von Pinguin

... nach längerer Pause hier nun der fünfte Teil des Weihnachtsrundtrips, womit dann auch schon fast Halbzeit angesagt ist. Gleichzeitig ist das auch unser letzter Tag in Washington. Und dieser begann früh - sehr früh. Leider ist in Washington das Parken auf der Straße nur am Wochenende erlaubt, Montag morgen müssen die Autos weg. So durften wir - Mila hat mich begleitet, denn vier Augen sehen mehr Parkgelegenheiten als zwei - früh morgens gegen in etwa 7:30 Uhr (oder wars doch noch früher?) zum Auto bewegen. Nachdem wir dann das Auto in einer nahegelegenen Tiefgarage abgestellt haben, gings zurück zum Hostel in der Hoffnung auf ein gutes Frühstück. Leider blieb es bei der Hoffnung - wo am Vortag noch ein relativ reichhaltiges Angebot vorhanden war, herrschte heute (also an dem Tag halt) relative Leere. Etwas Milch gab es noch, so bunte Ringe, und das wars. Ach halt, ja, Kaffee gabs ja auch noch, der Milas Meinung nach etwas rötlich aussah - manchmal ist es echt gut eine Farbschwäche zu haben, da macht man sich über sowas keine Gedanken :-).

Nach dem Frühstück gingen wir drei dann zum Spy Museum. Dank Photographieverbot gibts mal wieder nur die Fassade zu sehen.


Im modern aufgemachten Museum durften wir uns zuerst einmal eine Cover-Identität aussuchen, bevor es zum Missions-Briefing ging. Danach gings ins eigentliche Museum, in dem Wanzen, versteckte Waffen, Lockpicking-Tools und vieles andere mehr gezeigt wurden. Auch einige Taktiken wurden vorgestellt, wie man untertaucht, wie man observiert, usw. Auch wurde z.B. dargestellt, wie verschiedene Staaten ihre Botschaften beim Bau gegenseitig verwanzt haben. Ein hochinteressantes Museum in dem auch einige ziemlich überraschende Fakten zu finden waren, und auch Dinge die man vielleicht nicht unbedingt wissen will - so zum Beispiel die vermutete Zahl an internationalen Spionen, die in Washington so unterwegs sind (ich weiß die Zahl nicht mehr, aber das waren einige ...). Wir hatten unseren Spaß, und am Ausgang gabs dann auch noch einen Museums-Shop, in dem einige witzige Souvenirs angeboten wurden. Wie ich leider zu spät erfahren hab, gabs wohl auch ein paar durchsichtige Spielkarten, denen man aber trotzdem nur von einer Seite den jeweiligen Wert angesehen hat ... schade. Als wir den Shop verließen wurde mir die guten Seiten am frühen Aufstehen deutlich - die Schlange vorm Museum war doch auf einmal sehr lang. Wir dagegen konnten morgens ohne Anstehen rein.

Nach dem Spy Museum machten wir uns auf den Weg zum Supreme Court. Auch dort hieß es zuerst wieder einmal Anstehen. Praktischerweise wurden wir von einer Polizistin (es gibt btw. eine eigene Supreme Court Police, genauso wie es eine Capitol Police gibt) darauf hingewiesen, dass wir auch den Nebeneingang nutzen könnten, so dass es sich mit Anstehen dann doch sehr in Grenzen hielt. Im Supreme Court hatten wir die Gelegenheit einen Blick in den Sitzungssaal zu erhaschen.


Ach halt, das war ja ein Modell des ehemaligen Sitzungssaals im Capitol. Um den aktuellen zu sehen mussten wir ja erst noch ins Obergeschoss. Das gestaltete sich dann auch als etwas schwieriger: als ich oben ankam, fragte ein Beamter noch, wer denn seinen großen Rucksack bei einer Tour im Sitzungssaal vergessen hätte. An sich hätte uns auch klar sein müssen, was als nächstes kommt ... wir wurden gebeten, entweder wieder ins Untergeschoss zu gehen oder das Gebäude zu verlassen. Nach einer Weile wurde der ominöse Rucksack wohl entfernt und wir durften wieder nach oben, so dass ich endlich zu meinem Photo kam. Da wir nicht mehr als eine Stunde auf die nächste Führung warten wollten, durften wir allerdings nur bis an die Eingangstüre.


Danach sahen wir noch einen Film über den Supreme Court, bevor wir uns auf den Weg machten um zu etwas Essbarem zu kommen. Übrigens, wir hatten tolles Wetter :-)


Dank Navi fanden wir auch problemlos den nächstgelegenen Subway. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch an dem US Kongress vorbei, wo mir unweit davon dieser Laden auffiel ...


Auf dem Weg zur National Mall begegnete uns dann wieder mal eines der zahlreichen Eichhörnchen.

 
Von unserem ursprüngliches Ziel, dem Besuch des Air and Space Museum, sind wir dann doch ziemlich schnell abgekommen als wir die Schlange davor gesehen haben. Also gingen wir weiter die National Mall hoch, nur um feststellen zu müssen, dass es auch beim Museum of American History nicht viel besser aussieht. Probiert haben wir es dann trotzdem, sind auch reingekommen, aber Spaß gemacht hat es aufgrund der Menschenmassen echt nicht. So entschieden wir uns dann nach recht kurzer Zeit dafür doch lieber weiterzugehen und dem Old Post Office einen Besuch abzustatten. Das Old Post Office wurde zu einer Art Einkaufszentrum umgewandelt mit Cafes und Geschäften etc. Wir nutzten die Chance vom Turm des Gebäudes aus den Blick über die Stadt zu genießen.


Danach gings zum Hostel zurück, bevor wir uns zum Abendprogramm aufmachten. Und womit wir unseren letzten Abend in Washington verbracht haben, das erzähl ich euch nach der nächsten Maus ... äh oder so ähnlich, heute jedenfalls nicht mehr weil ich meinen Schlaf brauch :-) Gute Nacht!

Weihnachtsrundtrip - Tag 4

15:19, 29.01.2009. Von Pinguin

Nach unserer ersten Nacht im Hostel erwartete uns am nächsten Morgen erstmal ein ausgiebiges Frühstück. Orangensaft, Kaffee, Cornflakes, Bagels mit Butter oder Cream Cheese, Obstsalat (aus der Dose, aber was soll's), und ich hab bestimmt noch was vergessen - was will man mehr, vor allem in einem Hostel? :-) Der Tag fängt also schonmal sehr gut an.

Für den Tag hatten wir uns dann noch die verbleibenden Sehenswürdigkeiten und Monumente vorgenommen, unter anderem den Soldatenfriedhof in Arlington. Auf dem Weg kamen wir auch nochmal am Weißen Haus vorbei, und es bestätigte sich irgendwie das was ich schon gestern angedeutet hatte - nachts sind die Gebäude doch schöner.


Auf unserem Weg lag auch das Vietnam Veterans Memorial, das meiner Meinung nach ziemlich interessant gestaltet ist. Von der "Rückseite" ist fast nichts zu erkennen, dort erhebt sich einfach ein Grashügel. Auf der anderen Seite ist ein Weg mehr oder weniger in den Boden eingegraben, der sich vom Beginn des Memorials langsam absenkt, wodurch die Gedenkwand höher wird; zum anderen Ende des Memorials hin geht der Weg wieder "nach oben", der Abstand zwischen Weg und Oberkante der Wand wird also wieder kleiner bis die beiden ineinander übergehen. Fand ich überraschend, da ich nur Filmaufnahmen kannte, wo das Memorial höher als ein Mensch war, und ich erwartete daher eher eine Wand mit gleichbleibender Höhe. Kommt leider im Bild nicht ganz so deutlich rüber.


Am Memorial stand auch ein Weihnachtsbaum - dank Ulf hab ich auch ein Bild davon :-)


Nach einem längeren Spaziergang, in dem wir auch den Potomac River überquerten, erreichten wir Arlington. Neben einem Besucherparkplats gabs am Eingang auch ein Besucherzentrum mit Souvenierladen - letzteres vielleicht etwas komisch für einen Friedhof, aber wenn man sich der Dimensionen und des Besucheransturms bewußt wird, dann doch irgendwie nicht mehr ganz so fernliegend. Auf dem Weg zu den Kennedy-Gräbern fand ich erstmal die schiere Masse an Grabsteinen, alle fein säuberlich in Reih und Glied angeordnet, die irgendwie nur auf einer "Wiese" verteilt sind, erschütternd. Das Photo zeigt nur einen kleinen Ausschnitt, nur ein Grabfeld. Das Bild wiederholt sich auf dem Friedhof wieder und wieder - andere Grabsteine gibt es wohl nur für höhergestellte militärische Ränge und dann auch wieder nur in speziellen Grabfeldern.


In der Nähe der Grabstelle von John F. Kennedy fanden sich einige seiner Zitate in Stein eingraviert, unter anderem auch
And so my fellow Americans ask not what your country can do for you, as what you can do for your country. My fellow citizens of the world, ask not what America will do for you, but what together we can do for the freedom of man.
Weise Worte, wie man sie zumindest in den letzten 8 Jahren von einem US-Präsidenten nicht gehört hat ... Die ewige Flamme an seiner Grabstelle, wo John F. Kennedy mit seiner Frau und zwei seiner Kinder bestattet sind, gehört dann denke ich doch auch wieder zu den bekannteren Bildern:


Hier noch ein Bild aus den angesprochenen Grabfeldern, in denen etwas größere Grabsteine stehen:

Auf der Rückseite des Arlington Memorial Amphitheater, in dem neben Staatsbegräbnissen auch Gedenkfeiern abgehalten werden, befand sich das "Tomb of the Unknowns", besser bekannt als "Grab des unbekannten Soldaten".


Auf dem Weg dorthin wurden wir nochmal eindringlich um ein würdiges Verhalten gebeten:

Am Grab selbst steht seit (laut Wikipedia) 1937 durchgehend eine Wache. Leider konnten wir keine Wachablösung sehen, da diese im Winter nur jede Stunde stattfindet. Dafür konnten wir das Prozedere beobachten, wie die Wache das Grab abschreitet. Auch hierfür existieren genaue Regeln - 21 Schritte, dann Drehung, 21 Sekunden Pause, Drehung, 21 Schritte zurück, Drehung, 21 Sekunden Pause, Drehung, und von vorn das ganze (oder so ähnlich - Details kann wer mag bei Bedarf bei Wikipedia nachlesen). Die Zahl 21 kommt übrigens von den 21 shot gun salute, der dem US Präsidenten zuteil wird, und symbolisiert daher die höchste Ehre, die der Staat jemandem zukommen lässt.


Unter dem großen Sarkophag liegt der Unbekannte Soldat aus dem ersten Weltkrieg, links derjenige aus dem zweiten und rechts derjenige aus dem Koreakrieg. Unter der mittleren Marmorplatte lag ein unbekannter Soldat aus dem Vietnamkrieg bis er anhand seiner DNA identifiziert wurde. Seitdem steht diese Grabstelle leer.

Auf dem Weg zurück mussten wir uns noch beeilen rechtzeitig zum Netherland Carillon zu kommen. So fiel der Besuch im Women in Military Service Monument recht kurz aus und wir mussten auf Photos verzichten. Das Netherland Carillon ist ein Glockenspiel, das den USA von den Niederlanden gestiftet wurde als Dank für die Hilfe während des und nach dem zweiten Weltkrieg. Sonntags um 12 wird dort "Star Spangled Banner" gespielt, gefolgt von der Nationalhymne der Niederlande und dem US Nationalmarsch.


Gleich nebendran findet man das Iwo Jima Memorial - ein weiteres der ziemlich bekannten Denkmäler:


Damit wir etwas Zeit sparen können und nicht den ganzen Weg zurücklaufen mussten, entschieden wir uns mal den öffentlichen Personennahverkehr in Washington auszuprobieren. Ein gut funktionierender Public Transit ist wirklich etwas, das ich hier in Atlanta vermisse. Ohne Auto wärs hier teilweise echt anstrengend in der Gegend herumzukommen. Ulf nutzte den Weg in den Untergrund dann auch für eine kurze Pause.

Zurück in der Stadt entschieden wir uns zu einem Besuch im National Musem of the American Indian. Da es zu den Museen des Smithsonian Institute gehört, war der Eintritt frei. Was soll ich sagen außer: ein sehr modern und sehr ansprechend gestaltetes Museum, in dem es sicher viel Wissen aber auch sehr viel einfach nur für die Augen gab. Die einzelnen Bereiche wurden dabei von den jeweiligen Stämmen selbst gestaltet. Die folgenden Fotos einfach mal unkomentiert:





(manchmal hab ich das Gefühl, ich sollte einfach irgendwie ein Fotoalbum erstellen, das machts einfacher wenn ich eh nix zu den Bildern zu sagen hab :-))

Nach dem Rundgang durchs Museum probierten wir noch die Cafeteria im Erdgeschoss aus, in der klassische Gerichte der Native Americans angeboten wurden. Leider weiß ich nicht mehr, was ich da gerade verspeist habe, aber lecker wars :-).

Danach liefen wir die National Mall hinunter in Richtung Kapitol. Einen beeindruckenden Anblick boten dabei die tiefhängenden dunklen Wolken - ob man das irgendwie als Zeichen deuten sollte?


Vorbei am Capitol und Supreme Court gings zur Union Station, dem großen historischen Bahnhof in Washington:

Mila ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen, sich mit dem damaligen President-Elect und jetzigen Presidenten ablichten zu lassen. Ich find, sie lässt ihn ganz schön platt aussehen neben sich - oder was denkt ihr? ;-)

Als nächstes gings zurück zum Hostel, wo wir uns in der Lobby mit andern trafen um ein kostenloses Klassikkonzert in der (wenn mich nicht alles täuscht) National Gallery of Art anzuhören. Auf dem Weg dorthin kamen wir auch an dem Haus, in dem Lincoln starb, vorbei. Dieses liegt gegenüber des Ford's Theater, in dem der Anschlag auf Lincoln verübt wurde.


Leider waren wir etwas spät dran für das Konzert, so dass wir nur noch einen Sitzplatz in einem Vorraum bekamen. So konnten wir zwar die Musik hören aber das Orchester nicht sehen. Auch wenn es toll anzuhören war, fehlte doch etwas die richtige Atmosphäre, und so entschieden wir uns in der Pause zu gehen, schließlich stand am nächsten Tag auch wieder volles Programm an.

Weihnachtsrundtrip - Tag 3

19:40, 27.01.2009. Von Pinguin

So, da sin' 'mer wieder - krank im Bett zu liegen hat auch Vorteile, so kann man schon bloggen :-)

Bekanntermaßen haben wir ja die Nacht bei Matt in der Nähe von Charleston verbracht. Während Mila es sich im Zimmer der (ausgezogenen) Tochter bequem machen durfte, verteilten Ulf und ich uns auf die Sofas in den Wohnzimmern. War wirklich gemütlich! Nach und nach haben wir uns dann auch alle aus dem Bett gequält und erstmal ausgiebig gefrühstückt.

Im Uhrzeigersinn: ich (;-)), Matt, Matts Vater, Mila, Matts Mutter, Ulf (außerhalb des Bildausschnitts, direkt hinter der Kamera)

Nachdem wir's dann irgendwann nochmal geschafft haben aufzustehen und uns ins Auto zu bewegen, galt es noch neue Scheibenwischer und Kühlflüssigkeit zu besorgen. Zum Glück gabs in dem kleinen Kaff einen Autozubehörteilehandel. Die nächsten Stunden bestanden dann nur noch aus Autofahrt, was auch ganz nett war, aber relativ wenig interessante Geschichten hergibt :). Gegen Abend kamen wir dann in unserem Hostel in Washington an. Entgegen der ursprünglichen Planung hatten wir dann glücklicherweise auch ein gemeinsames Zimmer mit noch 5 anderen und eben nicht m/w getrennt. Danach gings in die Stadt, wir wollten gleich mal einen Teil der ganzen Sehenswürdigkeiten ablaufen. Mila wollte dann auch gleich nochmal daheim anrufen und durchgeben, dass wir gut angekommen sind - aber es ging wohl keiner dran ...


Zielstrebig und zielsicher ("Moment Leute, wenn mich nicht alles täuscht, dann sind wir gerade vor ...") führte uns Ulf auch schon zu unserem ersten Etappenziel.


Falls noch nicht so ganz klar sein sollte wo das war, lassen sich hoffentlich die letzten Verwirrungen mit dem nächsten Photo ausräumen:


Weiter gings vorbei an der Corcoran Gallery of Art (nein, muss man nicht kennen, ich fand nur das Bild nett)

Auf der Rückseite des Weißen Haus stand der National Christmas Tree, drumherum noch die ganzen kleinen, pro Bundesstaat einer.



Wir haben uns natürlich nicht angestellt um vorne an den Bäumen vorbeizulaufen - war uns viel zu stressig. Weiter gings zum Washington Monument

 Vorbei am World War II Memorial gings weiter entlang des Reflecting Pool zum Lincoln Memorial. Mila ließ sich leider nicht überzeugen, als Jenny eine Szene aus Forrest Gump nachzuspielen - aber verständlich, sie hatte einfach nicht das richtige Kleid dabei ;-).


Vom Lincoln Memorial gabs dann auch nochmal einen schönen Blick auf das Washington Monument:


Beim Korean War Memorial fand sich eine interessante Inschrift:
Our nation honors her sons and daughters who answered the call to defend a country they never knew and a people they never met.

1950 - Korea - 1953

Weiter gings vorbei am Roosevelt zum Jefferson Memorial.


Von dort aus gings dann zurück in Richtung Hostel. Wer mag kann sich auch gerne unsere komplette Route bei Google Maps anschaun. Temperaturmäßig war's echt angenehm, aber für den ersten Abend wars dann doch einiges an Lauferei. Allerdings muss ich sagen es hat sich echt gelohnt - wie sich in den kommenden Tagen zeigen sollte sind die ganzen Denkmäler nachts deutlich schöner als tagsüber.Auf dem Weg zurück sind wir dann noch an einem schönen Gebäude vorbeigekommen, von dem ich leider nicht mehr weiß was es war. Ulf, Mila, wisst ihr das noch? :-)



Weihnachtsrundtrip - Tag 2

19:34, 18.01.2009. Von Pinguin

Willkommen und guten Morgen zum zweiten Tag unseres Weihnachtsrundtripps,

wir befinden uns gerade in einem Comfort Inn am Rande von Nashville, und es wird Zeit zum Aufstehen. Ulf als Frühaufsteher ist wohl schon längst beim Frühstück. Wohin führt meinst der erste Weg nach dem Aufstehen? Gewöhnlich ins Bad. Okay, Problem - Bad abgeschlossen, und keiner drin ... *hmpf* Dank der tollen amerikanischen Technik ist es möglich das Bad abzuschließen und dann ins Schloss fallen zu lassen, ohne dass jemand drin ist. An was denkt Pingu natürlich als erstes? Ulf anrufen, anmotzen, danach Rezeption anrufen, dass die die Türe öffnen (vielleicht auch in umgekehrter Reihenfolge). Glücklicherweise stellte sich aber heraus, dass man mit einem ausreichend kleinen Schlüssel die Türe auch von außen öffnen kann:

Photos by Ulf

Der Morgen ist also gerettet. Nach dem Frühstück stellt sich dann heraus, dass Ulf auch schon vor einer verschlossenen Badtüre stand ... mhm, vielleicht wars doch gut, obigen Plan erstmal nicht in die Tat umzusetzen :-).

Da Nashville ja bekanntlich die Stadt der Country-Musik ist, und wir auch noch etwas Zeit hatten bevor wir uns auf den Weg nach Charleston machen mussten, ging's in die Country Hall of Fame.

Auch wenn Ulf und mir die meisten Namen nicht wirklich viel sagten, die Ausstellung war toll gemacht!


Es gab auch etwas altertümliche Tontechnik zu bestaunen - verglichen mit den heutigen Mischpulten sieht das doch etwas spartanisch aus, aber es hat wohl auch damals seinen Job erfüllt :-).


Auch der King hat natürlich seinen Platz in der Country Hall of Fame gefunden:


Mit leichter Verspätung machten wir uns dann auf den Weg, der uns erstmal zum nächstgelegenen Walmart führte, wo wir Öl besorgen wollten. Leider machte uns der "Black Friday", ein Tag nach Weihnachten an dem viele Geschäfte mit Rabatten werben, einen Strich durch die Rechnung - zumindest was unsere Zeitplanung anging. Sprich, wahnsinnig viel los, und natürlich haben wir an der Kasse dann auch noch das Glück, dass eine alte Oma meint sie müsste reklamieren weil sie denkt, die Wäsche, die sie kauft, wäre günstiger ausgeschrieben als jetzt eingetippt war (es ging um ein paar Dollar). Die Kassiererin hat sich gut Zeit gelassen das zu überprüfen, ist letztlich dann auch noch in die Abteilung gelaufen und nach einer Ewigkeit wiedergekommen um festzustellen, dass sie doch den richtigen Preis hatte und die Oma falsch lag. Klasse ... insgesamt haben wir ca. eine halbe Stunde an dieser Kasse verbracht - eine wertvolle halbe Stunde, die uns am Ende fehlen sollte (Mila, ich hab dir ja gesagt, wir konnten nix dafür ;-)). Die Fahrt verlief ansonsten recht entspannt, viel Landschaft wie man das ländliche Amerika halt so aus Filmen kennt:



In Charleston (WV) selbst gabs nicht wirklich viel zu fotographieren - selbst wenn es das gäbe, hätten wir ja keine Zeit gehabt, da Mila am Flughafen wartete. Daher gibts nur ein (leider auch etwas) unscharfes Bild aus dem Auto heraus.


Angekommen am Flughafen bin ich erstmal quer durch den ganzen (!) Flughafen gelaufen, bevor ich Mila gefunden habe (und ja, mir ist völlig bewußt, dass hier vermutlich der Kommentar auftauchen wird "selbst schuld wenn man zuerst im Abflugbereich sucht" - hey, der Flughafen war halt so unübersichtlich und wir haben halt draußen am Abflugbereich angehalten). Nachdem Mila und Gepäck verstaut waren, durften wir auf der Fahrt zu Matt (wo wir einmal übernachteten) bewundern, was die Transport Security Agency (TSA) aus Geschenken macht:


Meine Geschenke haben es übrigens unbeschadet überstanden - vielleicht hat die TSA die einfach nicht gefunden ;-). Den Abend haben wir dann bei Matt und seiner Family verbracht, ein gemütlicher Abend, und mit zwei Tagen Verspätung gabs dann auch für mich durch das eingeflogene Christkind eine Bescherung, stilecht natürlich mit einem echten Weihnachtsbaum im Raum. :-)

Das war's mit dem zweiten Tag. Heute abend sehn wir das Dublin Philharmonic Orchestra, das auf dem Campus ein Konzert gibt. Freu mich schon drauf!