Dedicated to Cpt. Jenks

23:25, 5.05.2008. Von medicaster

In der Stunde bitterster Not, mein Captain, halte ich um euer Wort an, als dann es mir Mut und Stärke verleihe im Momente der engsten Bedrängnis auf dem Schlachtfelde, so ziehen wir in den Krieg, nun denn zu Ross und zu Pferde, Lanzen brechend und Knochen berstend siecht dahin der süße Tod.

Das Leben...

17:08, 30.03.2008. Von medicaster

"Aber das Leben ist traurig und feierlich. Wir werden in eine wunderschöne Welt gelassen, treffen uns hier, stellen uns einander vor - und gehen zusammen ein Weilchen weiter. Dann verlieren wir einander und verschwinden ebenso plötzlich und unerklärlich, wie wir gekommen sind." - Jostein Gaarder

Irrungen.Wirrungen.

15:25, 24.03.2008. Von medicaster

"Und ich habe […] gefunden, dass Missverständnisse und Trägheit vielleicht mehr Irrungen in der Welt machen als List und Bosheit." - Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werther - Am 4. Mai 1771

Wahrheit? Irrtum!

21:00, 18.03.2008. Von medicaster

"Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer." - Gustave Le Bon

Amor vincit omnia

10:16, 6.02.2008. Von medicaster

Nie will ich mein Leid verneinen, Das Ich mit der Menschheit trage. Einst wird es mich mit ihr einen. Bis zum Ende aller Tage. - Unbekannt

In spe

11:43, 2.01.2008. Von medicaster

"In dem Gedanken des Werdens liegt die unerschöpfliche, immer trostreiche Besserungsmöglichkeit des Menschen." - Paul Ernst, Erdachte Gespräche

Unglück in Gedanken

17:08, 12.11.2007. Von medicaster

"Viel Leid und viel Unglück entstehen, wenn Du jeden Gedanken, der dir durch den Kopf geht, für die Wahrheit hältst. Situationen machen nicht unglücklich. Sie mögen physische Schmerzen verursachen, aber sie machen nicht unglücklich. Deine Gedanken machen dich unglücklich. Deine Interpretation, die Geschichten, die du selbst dazu erfindest, machen dich unglücklich."

- Eckhart Tolle, "Stille spricht"

Autopoetrie

21:36, 12.07.2007. Von medicaster

Erbe und Erziehung -
Nähe.
Distanz.
Kälte.
Friede sei am Küchentisch
Eine dunkle Seite im Leben.
Schluss jetzt!
Das ist ungerecht.

Am Tor des Unheils-
Klein geschreddert.

Was mache ich hier?
Bleiben oder gehen?
Fernweh.
Im Rausch der Entdeckung
Eine Utopie muss her!

Mit der Macht der Worte-
Der Traumfänger
Unterwegs mit einem Bündel Träume
Am Rand der Träume.
Aus der Traum?

Eine kleine Insel im Atlantik.

Tausend kleine Schritte
Die Legende und die Wirklchkeit -
Die freundliche Mitte.

Leises Herzrasen -
Auf der Zielgeraden
Mit unermüdlich guter Laune
Im rauem Leben angekommen.

Angriff aus der Provinz
Der Entschluss bis zum Ende zu kämpfen.
Furcht und Sieg.
Ich spreche nicht von Scheitern.

Das Ende der Schwere -
Geld macht nich schlau.
Am Ende ist das Wort.



Ode an die Locken

22:06, 27.06.2007. Von medicaster

Sanft fließen sie dahin, wie ein ruhiger Strom,
Tief steht die Sonne, verleiht Ihnen Glanz,
Gleich mattschimmernder Seide.

Mal fallen Sie dir leicht ins weiche Gesicht,
Umspielen Wange und Mund, bis -
Du Sie mit einem Streiche zähmst.

Sie rufen, Sie schreien, frei wollen Sie sein!
Der Regen führt den Schlag gegen den Bann,
Sie drehen sich, Sie sprengen ihre Fesseln.

Sie tanzen, Sie wirbeln und kreisen,
Eine Piorette, ein Helix ,  Spiralen -
Eigendynamik bestimmt den Strom.

Der benetzende Regen zeigt,
Was in Ihnen immer schlummerte,
Den tempramentvollen Tanz.

Ihr Sieg scheint nah und greifbar,
Doch das Zepter schlägt hart dort,
Wo des Regens Macht versiegt.

Gebrochen wird Lauf, der Tanz erstirbt,
Die Musik - sie verstummt.
Wo fließt er, der Strom?

Wer ihn sucht, wird ihn nicht finden,
Denn das, was ihn ausmacht,
Das steckt in ihm selbst verborgen.

Was er nicht nach außen kehrt,
Findet sich nur im Innern,
Ist es also hoffnungslos?

Nun, man spicht davon, dass -
wenn der Strom erneut entfacht,
Sein Temprament stets nur kurz verweilt.

Vergieße also keine Träne über etwas,
Das dir nur für kurz versiegt, denn -
Es kehrt wieder, auch wenn das Finden
Ganz allein und nur dir obliegt.

Enjoy Capitalism

22:48, 14.06.2007. Von medicaster

"Alles, was du liest und hörst und trägst und im Fernsehen siehst, ist ein Produkt, das dich um jeden deiner dreckigen Dollars anbettelt."



Geld regiert die Welt, diesen Spruch kennt wohl jeder von uns, aber viel wichtiger als "Money makes the world go round" ist meiner Meinung nach die Frage: Regiert Geld uns?
Und wie es das tut. Es ist eine simple logische Konsequenz, dass man in einer kapitalistisch organisierten Gesellschaft Geld braucht, um am leben zu bleiben, sich die kleinen Dinge des Alltags zu kaufen oder auch manchmal die Großen.
Nun mag man über das Kapital - die Industriellen haben viel, die Arbeiter wenig - Kommunismus, Sozialismus denken was man will, auch ich, eher links geneigt, werde wohl kaum Fahnen-schwingend durch die Straßen ziehen und die große Weltrevolution verkünden.
Ich habe großen Respekt vor den Theorien sozialistischer und kommunistischer Denker und übe Kritik an ihrer Umsetzung, die meist mit den Theorien nicht mehr viel gemein hatten, das Projekt "Alle sind gleich" im Sozialismus und Kommunismus ist vorerst gescheitert, hat aber meiner Meinung nach sicher noch nicht ausgedient, aber das soll hier nicht Gegenstand des Eintrags sein.

Geld regiert also unseren Alltag. Wie sehr das Geld und damit automatisch der Konsum in unser Leben Einzug hält ist von Person zu Person sehr unterschiedlich und hat mit Weltanschauung, Persönlichkeit und vielleicht auch etwas mit Bescheidenheit, aber auch Gier zu tun.
Jeder hat also seine völlig eigene Einstellung zum Thema Geld und das ist auch gut so., auch wenn wir alle auf der selben Basis vom Geld abhängig sind, bleibt ein Spielraum für individuelle Standpunkte und Sichtweisen.
Genauso, wie jeder mit dem Thema Geld an sich individuell umgeht, geht auch jeder mit Geld verschieden um, der eine versteht es zu horten, der andere zu verwalten, wieder ein ander mit vollen Händen auszugeben.
Worauf will ich hinaus? Natürlich auf einen "Ideologienkonflikt", der sich weit unter dem Nieveau von Kapitalismus vs. Anti-Kapitalismus abspielt, nämlich auf rein persönlicher Ebene.

Wenn es also nicht um das Für und Wider des Geldes geht, dann doch um den Umgang damit, Stichwort hierfür ist der Konsum.  Konsum meint in erster Linie nichts anderes als den Verbrauch von Gütern, also das was am Ende des Prozesses steht, den man mit Ausgeben von Geld einleitet.
Hier greift jetzt wieder eine Reihe individueller Faktoren. Ich will das ganze am Beispiel von mir selbst fortführen.

Ich bin kein Mensch, der Geld häuft um des Geldes Willen, im Gegenteil. Wenn es etwas gibt, was ich mir wünsche, so spare ich darauf, gibt es soetwas nicht, dann gibt es für mich keinen Grund zusätzliches Geld zu erwirtschaften.
Ich verstehe es mit vorhandenem Geld umzugehen und dieses so zu verwalten, dass ich damit auskomme, das ist meist kein Leben im Überfluss, eher im Gegenteil, sondern mehr nach dem Credo: Arm, aber glücklich.
Dabei stellt sich mir die Frage, ob es wirklich "arm, aber glücklich" heißt und nicht viel eher "arm und gerade deswegen glücklich". Natürlich steht "arm" hier in keiner Beziehung zu wahrer Armut, wie zB in der 3. Welt, ich benutze es hier eher als einen Begriff, der in Relation steht.

Wie wirkt sich diese "Armut" denn nun aus? Ganz einfach, weniger oder gezielter Konsum. Es gibt Dinge, die ich mir leisten möchte, weil ich sie zu brauchen meine, dazu gehört meine wöchtenliche Ausgabe "Die Zeit", auch Literatur anderer Art steht dabei hoch im Kurs. Hingegen bin ich kein Freund maßlosen Konsumierens oder etwa überschwänglichem Kaufens ohne Sinn und Verstand.
Ich kaufe meist nur das, was ich mir zuvor vorgenommen habe zu kaufen oder zumindest suchte.
Nicht mehr, eher weniger.

Das führt natürlich dazu, dass ein Anhäufen von Geld in Form von Kapital in meinem Denken zielorientiert und nich Selbstzweck ist.
Dementsprechend sind auch Phasen der Arbeit und des gelegentlichen Verkaufs von Dingen zur Aufbesserung des Budgetplans gekoppelt an ein Ziel, was natürlich nicht heißt, dass mein Wirtschaften stets nur ein Nullsummenspiel sein muss. Das Geld, was zur Verfügung steht, wird stets adequat verwaltet und je nach Bedarf eingesetzt.

Hier reiben sich nun geld-ideologische Ansichten. Oft schon bekomme ich zu hören "Such dir doch einen Job" oder "Von nichts kommt nichts". Eine Diskussion ist im Grunde immer die Folge.
Das Problem liegt im unterschiedlichen Denken und Wirtschaften. In meinem Wirtschaftsmodell ist die Beschaffung von Kapital auf kurze Sicht eher problematisch,  da dies eine Planung und Arbeit oder andere Geldquellen verlangt. Das mag sicher in vielen Augen ein  Angriffspunkt meines Denkens sein:
"Würdest du kontinuierlich arbeiten, hättest du stets Geld."
Das ist sicher richtig, aber das widerspricht meiner Auffassung vom Umgang mit Geld, denn ich glaube, dass ein ständiger Geldfluss korrumpiert und zum Konsum verleitet. Wer Geld hat, gibt es aus, das sagt der Markt, das will die Werbung und das tut der Konsument am Ende.

Selbst wenn ich vom erarbeiteten Geld etwas überbehielte, trotz Konsum, wäre mir das nicht recht.
Denn ich will nicht konsumieren, wenn ich es kann, sondern wenn ich es will und auch wenn das auf meine Art längere Zeit in Anspruch nehmen kann, ist es mir so immernoch lieber.

Das mag schwer zu verstehen sein, ist aber mein Denken und ich respektieren jedes andere Denken im Umgang mit Geld, sofern man mich nicht missionarisch zu belehren versucht, das ist wahrlich ein wunder Punkt, der mir wirklich Unbehagen bereitet, da ich mir mein Bild vom Geld längst gemacht habe und keine Belehrungen brauche.

Wie ich bereits sagte, bin ich der Meinung, dass Geld korrumpiert und zwar im Kleinen wie im Großen, im Sinne von Bestechung und auch im Sinne vom von mir beschriebenen Konsum.
Wer also mit weniger Mitteln einen Markt wie unseren betritt, der weiss zu differenzieren und formuliert seine wahren Wünsche und kauft das, was er braucht, nicht, was die Werbung ihn zu brauchen meinen macht.

Die Macht des Geldes, der Werbung und des Marktes wird meiner Meinung nach unterschätzt oder verklärt, manchmal auch ignoriert, ich wehre mich gegen den Kapitalismus auf meine eigene Art.
Ich will auch gut leben und ich tue das, ich bin glücklich mit den Dingen, die ich mir leisten kann, ich brauche niemanden, der mir sagt, was ich mir leisten können muss, denn wer solche Doktrinen meint aufstellen zu müssen, ist bei mir falsch und wirkt aus meiner Sicht nicht nur belehrend, sondern auch zu einem gewissen Teil auch demagogisch.

Der geneigte Leser fühle sich aufgerufen zu einer Äußerung.
mfg

Ideensturz

23:34, 13.06.2007. Von medicaster

Es ist Mittwoch. Nachmittag - ein Blick auf den Schreibtisch verrät Arbeit, als ob der Tag nicht schon aufnahmeintensiv genug gewesen wäre. Ich verschaffe mir einen kurzen Überblick und beginne.
"Bestimme die Wahrscheinlichkeitsverteilung..." und "Examine the interaction of the students..." und "Analysieren sie die Darstellung!".


Bestimme!     Interpretiere!     Erörtere!
Analysiere!     Referriere!        Erschließe!
Vergleiche!     Beurteile!         Bewerte!


STOP!

Das kann Kant mit seinem Kategorischen Imerpativ nicht gemeint haben.
Operatoren nennen sich diese, wie sie vorziehe zu nennen - garstigen Geißeln, im Fachjargon.
Ich lehne mich zurück, soweit es der Stuhl hergibt, einmal durchatmen. Die Luft ist  kalt und doch irgendwie schwül.  Einmal kurz die Augen schließen. Sie brennen.  Ein Blick auf die Uhr, sie schlägt fünf. Der Blick aus dem Fenster prophezeit Regen. Der Hund müsste raus, vielleicht bringt Regen in Kombination mit  frischer Luft einen klaren Kopf. Kann keinen Gedanken fassen. Und dann tatsächlich. Auf einem nach frisch gemähten Gras riechendem Feld, der Hund tollt herum, fällt mir nach einigem auf und ab gehen ein  passender Ansatz  für meine  Mathematikhausaufgabe ein.
Schlimm genug nicht einmal hier draußen kurz verschont zu bleiben.
Ich  betrachte einen  herunterhängenden Ast und ungewollt kommen mir Stichworte wie "Citratzyklus", "Glykolyse", "Nahrungskette", "Produzenten erster Ordnung" und ähnliches in den Sinn, schrecklich.
Zurück am Schreibtisch, der kleine Exkurs tat gut, die Mathelösung geht auf, der Gipfel des Berges an Arbeit  wird ein wenig kleiner.
Häufig auftretendes Augenreiben lässt mich schon eine fortgeschrittene Stunde vermuten und ich sollte recht behalten. Der erneute Blick auf die Uhr weckt Gedanken an ein frühes, lustloses Aufstehen.
Ein flüchtigs Gähnen, wieder Augenreiben, man könnte meinen ich sei müde, doch wenn ich mich ins Bett legen würde, läge ich sicher noch lange wach und könnte kein Auge zudrücken, ich kenne mich doch. Morgen früh ist es dann wieder das selbe Spiel. Wie fast jeden Morgen. Schlecht geschlafen, schlecht gelaunt, aber raus muss man trotzdem, versuchen wach zu werden und etwas Energie zu schöpfen.

Aus Protest gegen die Normen und Operatoren bleibt diese Eröterung ohne Fazit und Schluss. Weiteres denke sich der geneigte Leser.

Wettentspannen

20:00, 12.06.2007. Von medicaster

Was am Ende noch bleibt

21:04, 19.05.2007. Von medicaster

Ein Nachruf

Es kommt und geht. Manchmal bleibt es länger und manchmal ist es auch nur von kurzer Dauer.
Mal schleicht es unbemerkt heran und zersetzt mit unaufhaltsamer Beständigkeit jede Ordnung, ein anderes Mal tut es selbiges einem abrupten Einschlag gleich.
Am Ende ist es stets der gleiche Prozess. Wer kommt, wer geht, erscheint einem recht willkürlich und man fragt sich: War es einfach nur Glück, dass ich es nicht war? Gleich einer Schützenreihe, wer fällt und wer weiter voranstürmt ist reiner Zufall, so scheint es.
So lichten sich jedoch die Reihen und die Schlinge des Unbehagens und Zweifelns wird immer enger.

Es gibt Momente, da denkt man sich, man könne Zusammenhänge erklären, das ist jedoch nicht immer der Fall und schon steht man vor der bereits erwähnten Frage der Willkür oder gibt es doch eine Konstante in diesem desaströsen Prozess? Es kann doch nicht sein, dass soziale Strukturen sich ohne Gründe auflösen, gibt es also vorhersehbare Indikatoren? Die Vermutung liegt nahe, dass es irgendwie ein lenkendes Bewusstsein gibt, dass diesen Prozess trägt, diesen auszumachen fällt jedoch schwer.

Bleibt das Gefühl der Selektion, das "Überleben" in der Herde, das man sich nicht erklären kann und einfach nur gutheißt, aber ist das berechtigt? Wer weiss. Die Präsenz im großen Ganzen darf meiner Meinung nicht zum Selbstzweck werden.
Wo sind jene Momente der trauten Geselligkeit, im Guten und Schlechten? Argwohn und Elitarismus kann doch nicht das Produkt dessen sein, aber vielleicht sein Ausgang? Fragen.

An diesem Punkt angekommen sehnt man sich zurück, wohlmöglich ist die Vergangenheit kaschiert und wirkt nicht so verzwickt, wie sie wirklich einst war und macht sie der Gegenwart gegenüber attraktiver - das passiert bei Rückblicken, aber ich frage mich trotzdem, ob es nicht bessere Zeiten gab.

Ist das Gruppenempfinden nacher doch am charakterlichen Pluralismus gescheitert? Und wenn ja, was sagt das über uns aus? Jede Menge wie ich finde, denn wenn es tatsächlich einen Grund gegeben hat für das Zerbrechen einer einstigen Koalition von Menschen eines Schlags, dann ist dieser auch noch immer präsent und in der Lage jederzeit wieder für eine weitere personelle Selektion zu sorgen.

Daher meine Nachruf an gesellige Abende in einem bayrischen Dorf,  Erinnerungen an den kroatischen Gewitterhimmel, zusammen am Steg in nachdenklichem Schweigen versunken, aber dennoch geistig verbunden, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen und ergänzen.

"Was am Ende bleibt" ist ungewiss. Als Überlebender segle ich nun weiter und ich sehe zwar nicht kommen, was die Zukunft bringt, jedoch habe ich eine Ahnung oder eher Vermutung.

"Machten wir uns auf den Weg, auf einem Geisterschiff, das irgendwann untergeht" ist die Antwort von Madsen darauf in "Piraten", wenn das das Schicksal und das Ende dieses Prozesses ist, dann wird es früher oder später wirklich Zeit für einen Nachruf.

In diesem Sinne, Bon voyage!


Nachtrag:
Ich habe das Umfeld mal beschrieben, als sei es ein Gefecht und dass man als Einheit dasteht, verglichen mit dem Gefühl, was ich nun beschrieben habe ist es nun natürlich so, dass es nichtig wird, wenn jeder für sich, getroffen und allein, auf diesem Schlachtfeld verreckt.

Ode an Thüringen

18:38, 19.05.2007. Von medicaster

Globalization goes Lenin

19:12, 4.05.2007. Von medicaster


McLenins's, auch die Globalisierung macht nicht vor ehrwürdigen Mythen und großen Köpfen halt. Um den Erfolg des kapitalistischen McDonald's-Prinzips auch in den ehemaligen Ostblockstaaten (gefunden in Prag von Mareike) zu sichern, hat man sich einer anderen Galleonsfigur angenommen, als den aus der Werbung bekannten quirligen Ronald McDonald.
Lasst euch nicht exproprieren und durch die Propaganda blenden, Proletarier dieser Welt, vereinigt euch (zum Burger mampfen bei Mäces), Grüße
Genosse Autor.

In cervisia veritas

22:07, 3.05.2007. Von medicaster

In cervisia veritas - karo's und vlo's Kroatenbier
Karo's und vlo's Kroatenbier ( 7,49 Kuna das Sixpack etwa 1€ umgerechnet ), das beste kroatische Bier, was ich im ganzen Urlaub finden konnte zu einem Spottpreis

Die Latein Kolumne

19:06, 2.05.2007. Von medicaster

Vorwort (oder: Wie alles begann und was dann geschah...)

Es begann alles mit einer verhängnisvollen Entscheidung zwischen zwei gleichwertigen Übeln, damals, man verteilte gelbe Zettel zur Profilierung der Schülerschaft, plumpe Massenabfertigungs-Zusammenstellungen von Fächern, frei von jedweder Individualität,  sollte die Fachkombination des Abiturs bestimmen. Ein einzelnes Kreuz aus der naiven Feder meines jungen Ichs sollte über die quälenden Ereignisse jener geschilderten Nachmittage meines Lebens entscheiden...

Die profilbedingten Umstände erzwangen die Wahl  zwischen zwei Semstern der herrlichen lateinischen Sprache oder zwei Semestern des atmeberaubenden Physikums. Der geneigte Leser mag der Wortwahl des Autors die schier unendliche Begeisterung für beide Optionen entnehmen, so nahm das Schicksal seinen Lauf und zu Beginn des 12. Schuljahres, frisch und motiviert aus den Sommerferien, schritt man neuen Mutes zur Tat, da waren sie, die letzten Semester vor dem großen Torschluss, was für ein tolles Gefühl. Ich bin da, jetzt geht's los, spucken wir in die Hände, Tschaka, ab geht die Post, Horrido - Pustekuchen. Pustekuchen? Naja nicht ganz, es gibt ein Leben neben der Schule, das sich durchaus günstig entwickelte, die Fächer pendelten ein und nun in der Mitte des zweiten Semesters ein Resúme.

Es läuft alles gut, bis auf (und wär hätte das geahnt!) die hölle auf Erden, die Lateinstunden.
Einst war ich Feuer und Flamme für dieses Fach, glatter Einser-Schüler, ich konnte ganze Vokabelbände auswendig und verschlang die Übersetzungen geradezu, was war geschehen?
Herr Kunibert* war geschehen, nicht nur, dass die mangelhafte Stundenlogistik in Kombination mit Latein den schönen Ausschlaf-Freitag des Autors verbaute, nein das reichte nicht, wird man nun methodisch terrorisiert, diese Kolumne soll ein Versuch sein all die Geschehnisse zu verarbeiten.

Wenn nicht anders genannt stammen alle Berichte aus den Mittwochsstunden (8./9.)
* Name vom Autor geändert

1. Kolumne - Das Fragment Latinum

Wohlan hochgeschätzte Freunde der staubigen Floskeln, ja, ich meine die lingua Latina - Ausgang ältester Philosophie (neben dem Griechischen), Grundlage der römischen Republik und seines Rechtssystems, ganz großes Tennis.
Wer sich also erfreut, belanglose, tausende Jahre alte Steintafeln oder - ein jüngeres Beispiel - Abschriften von längst vergessenen Mönchen (mit lauter Fehlern) zu übersetzen, ist herzlich willkommen!
Nur zuviel versprechen sollte sich der geneigte Interessent der staubigen "Sprache" nicht, wenn er die ersten übersetzten Zeilen liest und sich wundert, dass der römische Alltag mindestens genauso aufregend war wie der eigene, nämlich garnicht.
Denn wer versucht sein eigenes Leben aufzuhellen - sei es aufgrund von Wissensdurst oder wegen erhoffter Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit dem Latinum - hat schon verloren, jedenfalls mit Latein.
Die Leiden, die der Körper ertragen muss: Langeweile, psychologischer Terror und das Gefühl der bewussten Zeitverschwendung, werden von seinem feindlichem Konterpart noch verstärkt: dem Lehrkörper.
Wer jemals die Möglichkeit hatte ein Irrenhaus von Innen zu sehen, wünscht sich sehnsüchtig dorthin zurück und selbst die immerwiederkehrneden Proteste betreffend Guantanamo-Bay lassen einen nur hämisch schmunzeln.
Wenn der Lehrkörper es während seiner ermüdend ausschweifenden Vorträge schafft, unter sekündlichem Wechseln der Oktavlage, die Kapillargefäße in meinem Schädel so in Wallung zu bringen, dass nicht an Einschlafen zu denken ist, wenn einen das Gefühl überkommt, als ob das gesamte römische Heer zum Angriff marschiert - im eigenen Kopf.
Genrell ist die Gefühlswelt auf höchst angespanntem Niveau, während solcher Stunden schmerzvoller Berieselung. Von meinem Platz aus, von dem aus ich diese Zeilen verfasst hatte, konnte ich die grünen, sonnenbeschienen Bäume unter dem blauen Maihimmel sehen.
Von schräg rechts drischt der personifizierte Horror, Wahnsinn mit Methode, der verbalisierte Schwachsinn ein und draußen wartet die Freiheit, das Grün, das Blau, die Wärme der Sonne auf dem Gesicht, der Wind im Haar, das rege Treiben eines mittelgroßen Provinzdorfes rauscht im Hintergrund, Vogelgezwitscher, aber nein, die Uhr sagt, dass die Legionen noch ein Weilchen marschieren werden...

(Nächste Woche geht's vielleicht weiter, abwarten!)

Anmerkung:
Rechtschreib- und Gramatikfehler sind gewollt und dienen der Belustigung sowie sprachlicher Herausforderung und Anregung der Kreativität des Lesers.

Das Streben nach...

18:58, 18.04.2007. Von medicaster

Ein Abriss vom Leben,
Ein Fetzen vom glück,
das Stückchen Segen.

So sehr gebangt
und beinah verzweifelt.
Vielleicht zuviel verlangt?

Hier beginnt ein neues Leben,
enthusiastisch ausgerufen,
ein neuer Lauf, ein neues Streben.

Es ist das Streben  nach dem Glück,
gesucht an vielen Orten - doch vergebens,
lenkt es trotzdem weiter mein Geschick.

Wird man es denn jemals finden,
jenes angestrebte, hohe Glück?
Nun, dies gilt es zu ergründen.

Person of the Week

13:56, 5.04.2007. Von medicaster

Timetable

15:52, 3.04.2007. Von medicaster

Diese Flugzeuge
Zwischen Boston und Düsseldorf
Entscheidungen aussprechen
ist Sache der Nilpferde.
Ich ziehe vor, Salatblätter auf ein
Sandwich zu legen und
unrecht zu behalten.

Günter Eich  (1907-1972)