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Geschrieben von Miriam am 9 September 2009 um 14:09 . 0 Kommentare. Link.

RWE, EnBW und Co.! Eure Azubi-Demo gestern war LÄCHERLICH! Wir zeigen euch, wie´s geht!

Geschrieben von Miriam am 5 September 2009 um 15:58 . 0 Kommentare. Link.

in Berlin- unter 50.000 anderen Demonstranten!!!!

05.09.09

7.00h Regen. Der große Tag beginnt mit Regen. Muss das sein? Polizisten kontrollieren wie angekündigt die Fahrzeuge. Eine Mistgabel wird zunächst konfisziert, dann aber doch zurückgegeben. Der Aufwand mit der Asservatenkammer und der Rückgabe war wohl doch zu groß. (Ich hab noch nicht berichtet, dass zwei Schafe inklusive Schäferin den Treck begleiten. Da muss auch mal ausgemistet werden).

Interview Schäferin
Jagdhund Arne

 

12.00h Vor dem Hauptbahnhof :Der Große Augenblick: Sind schon Menschenmassen da, wenn wir um die Ecke biegen?? Nein,. eine Stunde vor Beginn ist die Menge noch mehr als überschaubar. Mir rutscht das Herz in die Hose. Doch dann strömen sie herbei. Auf dem Bahnhofsplatz bilden sich große Ansammlungen der unterschiedlichen Gruppierungen. BUND, IPPNW, Greenpeace, Gewerkschaften, Autonome, Grüne, Linke und SPD. Und ganz viele einzelne Grüppchen mit witzigen Plakaten und Aufklebern. Ohne angeben zu wollen,  aber der „grüne Block“ ist meiner Meinung nach mit Abstand der größte.

Dann setzt sich der Zug in Bewegung. Ich bleibe am Rand stehen, um auf meine Kreistagskollegin Petra Brüel-Sasse zu warten. Der bunte Zug will nicht enden. Erst nach einer ¾-Stunde geht ihr Teil der Demo an mir vorbei. Ich bekomme die erste Schätzung der Teilnehmerzahl gesimst: über 50.000!!!  Wahnsinn, das habe ich nicht zu hoffen gewagt. Die Ankündigung den Atomausstieg wieder aufzuweichen hat uns die  größte Anti-Atom-Demonstration seit 1986 (und da war Tschernobyl) beschert. Ich freue mich wahnsinnig. Alle sind aufgekratzt. Tausend bekannte Gesichter sind da. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg stellt  Tausende der Teilnehmer.

 

Die Redebeiträge beginnen, zwischendurch Musik von den Ohrbooten und anderen:  Vertreter von BUND, dem Bundesverband für Erneuerbare Energien, von Greenpeace Finnland, der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg und anderen sprechen.  Konsens aller: Eine andere Energiepolitik ist nicht nur möglich, sondern dringend nötig. Aufforderung an die Teilnehmer: „Atomkraft muss abgewählt werden.“ Wobei einige auch dafür werben, den „Ausstieg selber zu machen“, sich nicht auf Politik zu verlassen. Also den Stromanbieter zu wechseln. Ich finde auch, dass das der erste Schritt jedes einzelnen sein sollte. Ich habe schon viele Stromwechselparty mit veranstaltet, aber das schließt sich doch nicht aus, sein Kreuz bei einer Partei zu machen, die den Ausstieg will.

 

Viele Redner rufen zwischendurch: „Atomkraft?“ Die Masse antwortet wie aus einem Mund: „Nein-  Danke“

Wir haben ein überdeutliches Zeichen für  den Ausstieg aus der Atomkraft gesetzt. Jetzt muss der 27.09.09 zeigen,  wer die Energiepolitik der Republik gestalten darf. Wird der Atomkonsens aufgekündigt, wird dies nur der Anfang neuer Großdemonstrationen gewesen sein. Dann ist der gesellschaftliche Frieden der Republik bedroht. Die neusten Emnid-Umfragen haben ja gezeigt: Hier stehen heute Zehntausende, die die Mehrheit der Gesellschaft vertreten: 59% sind für die Beibehaltung des Atomausstiegs. EnBW, RWE, E.on und Vattenfall: Eure Azubi-Demo mit 1000 bezahlten Demonstranten in Biblis gestern  war LÄCHERLICH!!

 

Lasst uns ein Wunder sein.

Geschrieben von Miriam am 4 September 2009 um 15:52 . 0 Kommentare. Link.

17.00h Wir treffen an unserem letzten Rastplatz ein. Eine wunderschöne Wiese vor den Toren Berlins. Alle suchen sich einen schönen Stellplatz, ein "Familienbild" wird gemacht: Alle, die den Wochen-Treck mitgemacht haben, drängen sich auf und vor der Bühne. (Die Bühne heißt hier MMKW, die Abkürzung für Mobiler-Musik-Kampf-Wagen). Einer fängt an "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin" zu skandieren und alle stimmen ein. Fast schon stationreif. Trotzdem auch  ein wehmütiger Moment, morgen abend geht jeder wieder seiner Wege.... Doch dann kommen sie! Der schnelle Treck, der heute morgen in Lüchow gestartet ist, rollt ein. Wir bereiten ihnen einen grandiosen Empfang, alle jubeln und klatschen, Fahnen werden geschwengt. 240 Trecker stoßen zu uns und eine Riesenfeier steigt. Alle haben sich viel zu erzählen.  

MMKW
Pyramide
Empfang des zweiten Trecks
Bauernküche
Wi wulln de Schiet nich hemm!!!
Trecker fahren ein...

 

Wir hören noch eine  Rede von Greenpeace-Atomexperten Mathias Edler, die vieles auf den Punkt bringt:  "1500 Azubis der Energiekonzerne wurden heute zu einer Pro-Atom- Demo nach Biblis gekarrt. Ihre Tickets wurden bezahlt. Wir haben unseren Diesel selber bezahlt. Wir sind freiwillig hier."

Morgen früh um 7.30h will die Polizei nochmal alle Trecker  "in Augenschein nehmen". Soll´n sie doch kontrollieren so viel sie wollen. Hier werden sie nichts finden. 

So viele Menschen haben diesen Treck vorbereitet, in endlosen Abstimmungen das Prozedere des morgigen Tags geklärt. Haben hunderte von Euros für den Treck hierher ausgegeben. Alles, damit der Atomwahnsinn in diesem Land ein Ende hat: Die Atombefürworter nehmen in Kauf, dass beim Uranabbau ganze Landstriche verseucht werden, die Menschen dort an Krebs erkranken, sie nehmen in Kauf, dass es immer wieder zu einer Katastrophe wie in Tschernobyl kommen kann, sie nehmen in Kauf, dass Kinder, die in der Nähe von AKWs leben, eher an Leukämie und anderen Krebsarten erkranken, sie nehmen die Proliferation in Kauf, also die Gefahr des Baus von Atombomben und sie nehmen in Kauf, dass nachfolgende Generationen mit unserem Atommüll leben müssen. Das muss ein Ende haben. Wir müssen viele sein morgen am Brandenburger Tor. Kommt und lasst uns ein Wunder sein. Alle müssen wissen: Die Mehrheit in diesem Land will den Ausstieg aus der Atomkraft. Und die Mehrheit will ein sicheres Endlager für den Atommüll. Das heißt: Gorleben muss endlich vom Tisch!!!

 

 

 

Morsleben -Genthien- Potsdam

Geschrieben von Miriam am 4 September 2009 um 14:01 . 0 Kommentare. Link.

04.09.09

Bei Sonnenschein geht`s weiter von Genthien aus Richtung Potsdam. Tausende Birnenbäume säumen die Straßen. Endlich hat Stop-and-Go mal einen Vorteil.Wir versorgen uns mit den leckersten Birnen, die ich seit Jahren gegessen habe, queren die Havel. Kein Wunder, dass das Gedicht von Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland hier  entstanden ist. Auch hier überall Menschen, die winken. Eine Schulklasse, viele alle Menschen lehnen aus ihren Fenstern. Kleine Grüppchen diskutieren am Straßenrand. Jetzt beginnt die Kundgebung in Potsdam.

Kundgebung in Potsdam
Potsdam
Kartoffeln schälen in der Volxküche

03.09.09

Die Diskussionen um den Polizeiansatz halten an. In der BILD-Zeitung von heute ist ein weiteres Foto von demjenigen Beamten, der die Waffe zweimal gezogen hatte: Darauf faßte er einer Frau von der Clowns-Army an den Hals. Außerdem existiert ein Video, das den ganzen Vorgang mit der Waffe zeigt. Ich hoffe wirklich, dass dieser Mann abgezogen worden ist.

In Magdeburg noch eine Kundgebung auf dem Domplatz. Unsere Trecker werden bei der Einfahrt alle einzeln kontrolliert- alles verzögert sich. Als Polizisten die gelben "Atommüllfässer" abklopfen , muss ich lachen. herrlich wie genau hier kontrolliert wird. Wenn in Gorleben die Castoren anrollen und die Aufsichtsbehörde die Strahlenakivität messen soll, benutzt sie die Meßgeräte der Atomlobby, weil sie zu geizig sind, eigene anzuschaffen. Schon verrückt wie die Prioritäten bei der staatlichen Kontrolle hier liegen.

 

Rebecca Harms wird auf ihrem Trecker kontrolliert

Durch die ganze Verzögerung sind wir erst um 22.30h in Genthien am Rastplatz. Liegt aber sehr schön im Wald. Übrigens Rebecca Harms, unsere grüne Europa-Abgeordnete, berichtet mit Videos auf Ihrer Homepage von der Treck. www.rebecca-harms.de

 

 

Was liegt noch in der ASSE ?

Geschrieben von Miriam am 3 September 2009 um 23:57 . 0 Kommentare. Link.

  

Bloggen...

3.9.09

12.00h
Wir verlassen Morsleben. Das Atommüllendlager, das wie die ASSE einzustürzen droht. Hier leigt nicht nur Atommüll aus der DDR, sondern eine gewisse Angela Merkel ließ als Umweltministerin auch noch Atommüll aus der BRD einlagern- trotz gegenteiliger fachlicher Gutachten. Heute war es sehr anstrengend hier: Die Situation eskalierte mehrmals. Protestierer rüttelten am Werkstor. Pfefferspray wurde eingesetzt, die Hunde hinter dem Zaun losgelassen. Einige Demonstranten wurden durch den Zaun gebissen. Wasser musste herangeschafft werden, damit alle, die Pfefferspray oder CS-Gas abbekommen haben, sich die Augen ausspülen konnten. Die Wasserhähne auf dem Gelände waren (absichtlich?) ausgestellt worden.
Der negative Höhepunkt: Ein Polizist zieht seine Waffe und richtet sie direkt auf einen Landwirt. Alle sind entsetzt. Ich fordere die Polizisten auf, diesen Mann abzuziehen, stattdessen wird er nochmal an der aufgebrachten Menge vorbei geschickt. Glücklicherweise wird er in Ruhe gelassen. Der Einsatzleiter ist immer sonst wo und nie zu erreichen. Alle sind froh als es weiter geht.
 
Radler Treck 1979
Transparent in Morsleben
Radlertross
verletzte Demonstrantin
Polizist mit gezogener Pistole

Unsere Demosanitäterin versorgt einen Polizeibeamten, der durch den Tränengaseinsatz seiner eigenen Kollegen verletzt wurde, während uns die Wasserhähne zum Augenausspülen abgedreht wurden!

am Tor von Morsleben
Hund...noch angeleint
Clowns in Morsleben

 

02.09.09

Heute ein ganz normaler Landtags-Arbeitstag zwischendurch: Besuchskommission, Sozialausschuss, Psychiatrieausschuss…Mittags noch mal in die Pressekonferenz der BI Lüchow-Dannenberg geschaut. BI-Pressesprecher Wolfgang Ehmke interviewt Prof. Dr. Dieter Ortlam , ein Hydrogeologe, der 1966-1997 Bediensteter des Landes Niedersachsen war; und nun von seinen Erkenntnissen über Gorleben berichtet. „Ich und meine Kollegen haben mit dem Kopf geschüttelt, als Ministerpräsident Albrecht 1977 Gorleben als möglichen Standort für ein Endlager benannte.“ Ortlam hat 1968 die so genannte „Gorlebener Rinne“ entdeckt. Eine 300-400m tiefe Verritzung des Salzstocks…(Oh, jetzt spielt die Band „Der Traum ist aus“ von den Scherben. Wie schöööön.) Laut Ortlam ist schon seit den 60ern bekannt, dass durch den DGH-Effekt Salzwasser nach oben strömt. Die genaue physikalische Erklärung spare ich mir jetzt. Hat was mit dem Tauchgleichgewicht von Flüssigkeiten zu tun, das bei Bohrungen gestört wird.

Heute morgen wurde übrigens noch ein banner auf dem ASSE-Schacht gehisst. „Schluss mit dem Atomdreck- contrAtom“

 

01.09.09 abends

Das war´s mit der Sonne: Unser erstes Gewitter. Das Bühnenprogramm mit Chor-Einlage findet noch statt, dann redet Udo Dettmann, einer der EHRENAMTLICHEN ASSE-Aufklärer, einer derjenigen, die Kühns Bundesverdienstkreuz wirklich verdient hätten. Udo fragt: „ Bei Tritium und bei Plutonium haben wir schon herausgefunden, dass das x-fache der angeblichen Menge eingelagert war. Was erwartet uns noch in der ASSE?“. Der Rest der Diskussionsrunden findet unter Regenplanen statt. Wir campieren auf einen freien Feld 800m von der ASSE entfernt. Unter der Plane der Bauern ist es definitiv wärmer als bei der Volxküche, Aus riesigen Eintöpfen steigt der Dampf, Knut Hose erzählt vom Treck vor 30 Jahren. Damals sind nur 15 Trecker in Gorleben losgefahren. Diesmal 120. Alle treibt eine Frage um: „Wie viele werden wir in Berlin?“ Damals passierte in der Treck-Woche ja noch der Atom-Unfall in Harrisburg in den USA . Der schlimmste Unfall in einem AKW vor Tschernobyl. Wer weiß das heute eigentlich noch?

22.30h

Ich muss nach Hannover. Morgen sind zwei Ausschusssitzungen. Nachts höre ich noch am Telefon, dass Einige das ASSE-Werksgelände gestürmt haben. Jungbauern und Veganer-

Frauen in der ersten Reihe. Es kommt zu Gerangel. Wachhunde kläffen. Es gibt zwei Festnahmen. Doch dann wird eingelenkt: Man zieht sich mit den Treckern zurück, dafür werden die beiden Festgesetzen laufengelassen.

Hab ich schon erwähnt, dass heute der schlimmste Tag für die ca. 30 Radfahrer war: Entweder Gegenwind auf freiem Feld oder Bergetappe. Respekt, Leute. Und dann noch die Freak-Mobile. Sehen sehr cool aus, aber das ein oder andere räuchert doch schon ganz schön. Hinter den ehemaligen UPS sollte man nicht herradeln.

 

da hat Perikles Recht....

 

 

 

Wolfenbüttel & Sickte

Geschrieben von Miriam am 1 September 2009 um 09:59 . 0 Kommentare. Link.

01.09.09

Mittagshitze auf dem Schlossplatz in Wolfenbüttel. Ein neuer Tag, ein neuer Gedenkstein...Die Wolfenbüttler freuen sich über den Besuch. Die Vernetzung der Anti-Atom-Standorte hat Jahrzehnte auf sich warten lassen. Jetzt der große Treck, der den Bogen schlägt zwischen allen Atom-Problemzonen hier im Norden. 

ein neuer Gedenkstein
der Platz in Wolfenbüttel

In Sickte wartet ein buntes Nachmittagsprogramm auf uns: Selbstgebackener Kuchen und dazu eine herrliche Modenschau : Das Modell "Strahlung", das Modell "Atommüll", eine herrliche Idee...und dann noch eine Schülerband der Haupt- und Realschule Sickte.

besondere MODElle
Modenschau
Schülerband der Haupt- und Realschule Sickte

Alle hier eint eine Sorge: Wie soll es weiter gehen mit der ASSE. Wasser im Salzbergwerk: Der größte anzunehmende Unfall in einem Atommüllendlager. Denn das ist ASSE II, kein Forschungsbergwerk, sondern eine wilde Müllkippe. Vor einem Jahr wollte Ministerpräsident Wulff bei Anne Will der Republik noch weismachen, dass es sich lediglich um "radioaktive Krankenhausabfälle" handelt. Jetzt ist klar; es lagern mindestens 28 Kilogramm Plutonium in der ASSE. Ein Millionstel Gramm tötet einen Menschen!  Der ASSE-Untersuchungsausschuß im niedersächsischen LAndtag soll nun klären, was genau eingelagert wurde und wer die Verantwortung dafür trägt. Mein persönlicher Wunsch. Endlagerpapst Prof. Klaus Kühn, der als Geologe die ASSE gesundgebetet hat, und für seine "Verdienste in der Endlagerforschung" das Bundesverdienstkreuz gekriegt hat, soll Anstand zeigen und das Verdienstkreuz zurückgeben...Nun die letzten Kilometer bis zur ASSE, in Dettum stehen vor jedem Haus Menschen und winken.

 

"Alle Vernunft geht vom Volke aus"

Geschrieben von Miriam am 1 September 2009 um 09:46 . 0 Kommentare. Link.

31.08.09 bis in die Nacht

Atompolitischer Feierabend: Der FC Germania hatte auf seinen Fußballplatz eingeladen. Eine herrlich Mischung an Menschen, Freaks und Fußballer, singen und tanzen...Das ganze Dorf ist da. Der Bürgermeister spricht zum Volk, heißt alle willkommen. Der Entertainer bringt einen Elvis-Hit nach dem anderen. Der Widerstand gegen Schacht Konrad, wo mal wieder ein altes Bergwerk kurzerhand zum Atomendlager gemacht wurde, hat hier Geschichte . Schon 1982 kamen 12.000 Menschen zur Demo hierher. Kein Wunder, wieder einmal ein Atomlager, das nach Bergrecht verhandelt wurde.

Fest beim FC Germania

 

01.09.09

Immer noch nur 2 Duschen... Haben aber eine Badestelle 500m vom Platz entfernt entdeckt: Heute gibt es also einen Morgenbad im Mittellland-Kanal. Hört sich schlimm an, war aber herrliches Wasser. Hoffe, die Industriefabriken im Hintergrund leiten nichts Dramatisches ein...Dann noch eine Morgenbad für die Seele. Pastor Westphal sprich von der Bühne einen Reise-Segen. Besonders schön seine Variation des Grundgesetzes: „Bei Ihnen im Wendland gilt ja: Alle Vernunft geht vom Volke aus.“ sehr schön, jetzt geht’s weiter Richtung ASSE II in Wolfenbüttel.

beim ersten Morgentee...
Segnung am Morgen: "alle Vernunft geht vom Volke aus"...

11.00h

Ungeplanter Zwischenstopp. Die Bauern blockieren den Kreisel vor dem Werkgelände zum Einlagerungsschacht Konrad. Nichts geht mehr. Die LKWs können nicht vom Werksgelände fahren. Hitzige Diskussionen zwischen jungen Aktivisten und dem Werksschutz. "Euch sollte man alle vergasen" schallt den Protestierern entgegen.  

 

 

Treck-Montag...Start in eine ungewöhnliche Arbeitswoche...

Geschrieben von Miriam am 31 August 2009 um 09:08 . 0 Kommentare. Link.

 31.09.09

Morgens 7.30h, 2 Duschen für über hundert Leute ist vielleicht doch ein
bißchen wenig.... So lange die Sonne scheint, geht alles....Plenum in der
Morgensonne... Noch ein paar Gorleben-Plakate auf den Bus gekleistert...und los
geht´s zum Rathaus in Salzgitter-Lebenstedt...

 Greenpeace Anhänger, Braunschweig
Miriam und Rebecca
 Miriam und Rebecca
Gerald Heere
 Gerald Heere
 Miriam und Rebecca mit Grünen aus Brome
Christian Meyer in Salzgitter

Grüne Salzgitter

Grüner Asse-Anhänger, Braunschweig
Strahlenmaske, Braunschweig

 

Mittagspause bei VW:

Besuch bei VW-Salzgitter. Der Betriebsratsvorsitzende spricht zur Menge. Man wolle Schulter an Schulter mit der Anti-Atombewegung streiten, ein goldener Motor wird den „Wendlandbauern“ von  den „Motorenbauern“ überreicht. Dann folgt noch etwas Parteienschimpfe, die für meinen Geschmack etwas zu einseitig ausfällt. Egal, die Metaller haben auch die Nase voll von den Risiken und wollen , dass die Kosten der Atomkraft nicht mehr auf die Allgemeinheit abgewälzt werden. Richtig so! Eine Stunde später revanchieren sich die Wendländer mit einem monumentalen Gedenkstein, der oben auf der Brücke über den Mittellandkanal platziert wird. Aufschrift: Strahlend-Giftig-Ewig. (Auf dem Foto sieht man übrigens im Hintergrund Schacht Konrad, das Eisenerzbergwerk für nicht Wärme entwickelnden Atommüll.)

bei VW Salzgitter
bei VW in Salzgitter
VW Salzgitter
VW Salzgitter
Martin Donat auf Vespa
Martin Donat auf einer Vespa

 

Dann alle wieder zum Lagerplatz auf`s Stoppelfeld. Ganz schön heiß und staubig inzwischen. Doch Rettung naht: Ein Eiswagen rollt über`n Acker! Mit Vanille-Haselnuß und Schoko schreibt es sich gleich viel besser...Und auf geht’s zum nächsten Schulterschluss: Die Kirchengemeinde lädt zum Kaffeetrinken in den Gemeindesaal von Salzgitter-Bleckenstedt. Schließlich geht’s um die Bewahrung der Schöpfung. 

Miriam Staudte

 

 

 

30.08.2009 Gorleben-Treck-Tag 1

Geschrieben von Miriam am 30 August 2009 um 09:19 . 0 Kommentare. Link.

 

Miriam bloggt
Miriam bloggt in ihrem Bus

 

 

 Es geht los!!  Zwar nicht stilecht im Trecker, der hat gestern noch den Geist aufgegeben, sondern im VW-Bus: Ist aber eigentlich auch praktischer. Außerdem zählt Treckerfahren auch nicht gerade zu meinen Schlüsselqualifikationen und „ Grüne fährt Trecker in den Graben“ wäre auch nicht gerade meine liebste, erste  Überschrift gewesen. Heute morgen ging es überpünktlich los in Reddebeitz: Die Radfahrer (einer sogar aus Adendorf) standen an der Spitze und scharrten mit den Hufen. In Brome der erste Zwischenstopp. Grüne Kommunalos freuen sich über den ungewohnten Rummel. Die Eisdiele macht das Geschäft des Jahres. In Wendhausen stießen die Lüneburger und Uelzener dazu. Jetzt verliert man den Überblick...Wir rollen gerade durch Braunschweig, ein wunderbares Gefühl: Überall an der Straße stehen Menschen und winken. Vor dem so genannten „Schloss“ standen bestimmt 2000 Leute. Gigantisch: Robin Wood hat ein Riiiesen-Transparent an der Fassade des Schlosses gehisst. Die Stimmung ist gigantisch. In Menschen johlen in der Abendsonne....Der DGB-Redner will keine Wahlempfehlung geben, aber warnt vor Parteien, die für Laufzeitverlängerungen votieren. Weiß eh jeder, wer gemeint ist. Unter Applaus satteln alle auf und reihen sich wieder in den Konvoi ein. So viele rote Ampeln wie heute hab ich noch nie überfahren: Das ist das schöne am Konvoi-Fahren: Alle Ampeln sind gesperrt: Die Atomkraft-Gegner haben heute Vorfahrt! Jetzt geht’s raus aus der Stadt. In einer Kurve sehe ich zu ersten Mal FAST den ganzen Treck: Bestimmt 3 Kilometer lang! In jedem Ort stoßen neue  Fahrzeuge dazu: Trecker, Fahrräder, Wohnmobile, Vespas,  wir sind eine Stunde im Zeitverzug, aber das stört keinen. Wir sind im ASSE-Land. Die Menschen haben alle gelbe A`s dabei. A für Asse und für Aufpassen. So kann es noch eine Woche weiter gehen. Ich freue mich auf die nächsten Tage. BERLIN WIR KOMMEN! 

Treckstart
Miriam Staudte und Michael Pelke vor dem Start des Trecks
Grüner Asse-Anhänger
Rebecca Harms und Stefan Wenzel
Lukas und Bastian, Mitarbeiter der grünen Bundestagsfraktion, wünschen eine gute Reise
Niemals aufgeben!!!
Atomkraft? Nein Danke!
 Abendsonne am Schacht Konrad
 Abendstimmung am Schacht Konrad

 

  30.09.09 Abendsonne am Schacht Konrad... Schöne Stimmung, aber es wird dunkel
und alle wollen zum Übernachtungsplatz. Kurze Kundgebung also und weiter geht´s
zu RAstplatz. Oh, wie gemütlich: ein frisch abgemähtes Stoppelfeld. Egal, alle
bauen ihre LAger auf, die VolXküche reicht noch warmes, vegetarisches Essen,
eine Wohltat nach dem langen Tag.. Beste Geschichte beim Abendessen: Die Veganer
haben der Bäuerlichen Notgemeinschaft schriftlich mitgeteilt, dass Teller, von
denen Fleisch gegessen wurde, nicht im Spülbecken der VolXküche abgewaschen
werden dürfen: Wörtlich "das WAsser würde kontaminiert" werden...;-)...und so
wird´s gemacht. Wir sitzen noch in gemütlicher Runde. Einge gucken mit einem
Beamer Wahlergebnisse auf dem Stoppelfeld. Geschafft. Grüne in allen Landtagen
vertreten- auch im Osten! Super. Und eine Ohrfeige für die CDU, recht so. Warum
hat eigentlich noch niemand eine Parodie auf das CDU-Plakat gemacht: Statt
"CDU-Wir haben die Kraft"  besser "CDU: Wir haben die ATOM-Kraft".

Grüne Salzgitter
Christian Meyer
Christian Meyer in Salzgitter
Gedenkstein beim Schacht Konrad
Gedenkstein beim Schacht Konrad

Rastplatz am Schacht Konrad

Blick auf den Rastplatz am Schacht Konrad

 

"Miriam unterwegs"

Geschrieben von Miriam am 26 August 2009 um 14:20 . 0 Kommentare. Link.

Auf diesem Blog gibt es künftig Bilder und Kurznachrichten von vor Ort.

Zum Beispiel vom Anti-Atom-Treck.

Samstag, den 29.8.09 startet der Treck in Gorleben, um am 5.9.09 in Berlin einzutreffen. Vor 30 Jahren startete der 1. Gorleben-Treck nach Hannover- über 100.000 Menschen nahmen an der größten Anti-Atom Demonstration der Bundesrepublik teil. Ministerpräsident Albrecht ließ daraufhin die Pläne für ein Nukleares Entsorgungszentrum in Gorleben fallen. Laßt uns diesen Treck zu einem historischen Ereignis machen! Es ist an der Zeit, dass endlich auch die Endlagerpläne in Gorleben fallen gelassen werden.

 Gorleben soll leben!

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