Es wird alles nur noch schlimmer
geschrieben am 29.10.2010 um 19:54 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Ihr müsst in eurer wichtigsten Vorlesung schon wieder auf der Treppe sitzen? Ihr habt keinen Platz mehr in eurem Lieblingsseminar bekommen? Ihr müsst 4 Monate auf die Korrektur eurer Prüfung warten?

Solche Szenarien kommen uns, den Passauer Studierenden, leider ziemlich bekannt vor. Wir regen uns täglich darüber auf, wir halten die Zustände für unerträglich.

Aber nein! Diese Zustände sind himmlich, denn es könnte bald noch viel schlimmer kommen. Weniger Fachpersonal, weniger Tutorien, noch vollere Veranstaltungen, noch längere Korrekturzeiten, mehr Studiengebühren - das alles könnte schon bald auf uns zukommen. Wer daran Schuld ist?
Nein, mal nicht die Unileitung, sondern ein landesweiter Beschluss der bayrischen Bildungspolitiker. So muss die Uni Passau wohl bald 214 000 Euro einsparen, wenn nicht noch mehr.

Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen!

Was genau uns da bevorsteht und was wir dagegen tun können, erfahren wir alle am Mittwoch den 3.11. um 20 Uhr im HS5. Lasst uns zahlreich erscheinen, es geht um unser Studium!



Wahlaufruf
geschrieben am 12.06.2010 um 16:29 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Auch wenn der weltweite Bildungsstreik nicht mehr ganz so präsent ist wie letztes Jahr, erinnern wir uns doch immer noch an eine unserer Hauptforderungen: Mehr studentische Mitbestimmung. Hier gibt es viele Dinge, die dringend mal überdacht werden sollte. Deshalb lasst  uns dafür sorgen, dass das bald getan wird. Ob es nun um den nicht ausreichenden Einfluss des Konvents, die Verfasste Studierendenschaft oder den 2. studentischen Senator geht, der noch immer auf sich warten lässt. Es ist an der Zeit unseren Zielen ein Stück näher zu kommen.

Klar, dafür gehen wir auf die Straße, dafür starten wir Aktionen und verschaffen uns Aufmerksamkeit. Aber hey! Wozu haben wir denn eine Studierendenvertretung? An alle Erst. und Zweitsemestler: diese Vertretung in Form des Konvents und Senators wurde gewählt bevor ihr an der Uni wart? Kein Problem!
Jetzt ist eure Chance das zu ändern. Am Dienstag den 15.6. gibt es wieder Hochschulwahlen. Ihr wollt wissen wie das Wahlsystem unserer Uni eigentlich funktioniert oder wer alles zur Wahl steht? Dann werft doch mal einen Blick auf die Uniseite: http://www.students.uni-passau.de/14.html

Also nutzt euer Recht zur Mitsprache und kommt alle am Dienstag in die Mensa um die Hochschulgruppe eurer Wahl zu unterstützen. Denn auch wenn der Spruch zugegebenermaßen ziemlich alt ist, ist er doch noch immer sehr wahr: Jede Stimme zählt! Lasst uns unsere Uni ein Stück demokratischer machen.

Ihr wollt noch mehr Infos? Kleiner Tipp: Haltet in den nächsten Tagen auf dem Campus mal die Augen offen. Es dürfte von Infoständen nur so wimmeln.



"Bildung krepiert, wenn Dummheit regiert!"
geschrieben am 9.06.2010 um 19:33 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Heute sind wir, eine Gruppe Passauer Protestierender, endlich wieder auf die Straße gegangen. Gegen 12.30 Uhr ging es los quer durch die Stadt und wieder zurück zur Uni.

Der ein oder andere Zweifler im Vorfeld konnte sich ein Lächeln vielleicht nicht verkneifen. Denn ja, diesmal war es kleiner als die letzte, atemberaubende Demo im November 2009. und ja, es endete nicht in einer Besetzung, wie das letzte Mal. Aber was macht das schon?

Wir, die Passauer Protestierenden, haben endlich wieder unsere Klagen nach draußen getragen. Denn wir waren laut. Wir sind aufgefallen, das ist nicht zu bestreiten. In der Fußgängerzone war es ja nicht zu überhören: "Bildung krepiert, wenn Dummheit regiert!" Wir haben den Passauer Bürgern
und auch den Studierenden unserer Universität deutlich gezeigt, dass wir uns nicht mit ein paar kleinen Versprechen besänftigen lassen. Dass es noch immer vieles gibt, das uns nicht passt. Dass wir noch immer das Gefühl haben, um unsere Bildung betrogen zu werden.

Denn es gibt nun mal einiges, das über unsere Unigrenzen hinaus geht. Es gibt viele Veränderungen, die nur gemacht werden können, wenn wir, die Protestierenden bayern-, deutschland- und weltweit zusammen arbeiten. Das ist es, was hinter der heutigen Demo stand. Ein bundesweiter Tag des Bildungsstreiks.
Passau war dabei und wird es auch weiterhin sein.



Aufruf zur Demo am 9.6.2010
geschrieben am 5.06.2010 um 16:32 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Es ist wieder soweit!

Letztes Jahr haben wir Passauer die Stadt zum Beben gebracht! Wir haben demonstriert, besetzt und mit vielen anderen Aktionen auf uns aufmerksam gemacht.
(Hier ein Video von der Besetzung: http://www.youtube.com/watch?v=7ktc5pasef0 )
Und wir haben einiges erreicht. So wurde zB die Anwesenheitspflicht abgeschafft.

Doch das ist nicht genug! Noch immer müssen wir in einem verschulten Studium unter der hohen Prüfungsdichte leiden. Noch immer gibt es Probleme bei der Anerkennung von Leistungen, die im Ausland oder an einer anderen deutschen Universität erbracht wurden. Noch immer haben Wirtschaftsunternehmen in den Hochschulgremien (zB Hochschulrat) wie auch in unserem Studierendenalltag einen erheblichen Einfluss. Noch immer haben wir Studierende kaum Mitspracherechte. (Der versprochene 2.Senator lässt auf sich warten.) Noch immer zahlen wir hohe Studiengebühren.

Deshalb lasst uns zeigen, dass wir noch nicht aufgegeben haben.

AM 9.6. UM 12 UHR BILDUNGSSTREIKDEMO AUF DEM MENSAVORPLATZ!!

Kommt alle vorbei, denn nur gemeinsam können wir uns Gehör verschaffen und tatsächlich etwas verändern.

Es gilt noch immer:

"Wir sind viele, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!"



Der Bildungsstreik 2010 steht vor der Tür
geschrieben am 2.06.2010 um 18:12 in der Kategorie
Kommentare: [7] | Schreib einen Kommentar

"Selbstverwirklichung oder Karriereleiter?" Unter diesem Motto fand gestern die Podiumsdiskussion mit Vertretern von CSU, Linke, Grüne und SPD statt. Tatsächlich war die Diskussion ziemlich aufschlussreich. Klar, die Uni sollte Wissen vermitteln, auf das Berufsleben vorbereiten und Selbstverwirklichung ermöglichen. Da waren sich alle einig. Unterschiede gab es trotzdem viele. Was bedeutet zum Beispiel Selbstverwirklichung? Gehört da auch dazu, zweimal den Studiengang zu wechseln? Noch interessanter: Was bedeutete Erfolg? Bloßer Reichtum, bloße Karriere oder kann eine Erkenntinis (die aber kein Geld bringt) auch schone ein Erfolg sein? Das alles sind Diskussionen, die schon lange ausstehen. Gestern wurden sie zumindest einmal angesprochen und haben damit uns, den Passauer Protestierenden, allerlei Denkanstöße gegeben.

So sind wir nun mit Ideen und Anregungen gewappnet für die diesjährigen Proteste. Denn der 9.6. und damit die bundesweite Bildungsstreikdemo ist nicht mehr weit. Der Bildungsstreik 2010 kann beginnen. Das muss natürlich geplant werden. Deshalb findet morgen am Donnerstag den 3.6. ein dringend
notwendiges Bildungsstreiktreffen statt. Ort und Zeit wird noch bekannt gegeben. Lasst uns unser Comeback planen.



Wem gehört die Uni?
geschrieben am 1.06.2010 um 13:46 in der Kategorie
Kommentare: [5] | Schreib einen Kommentar

Zumindest technisch gesehen geht die Universität Passau ja doch mit der Zeit. Seit einigen Monaten schon hat auch sie einen eigenen Internet Blog.
Als ich vorhin mal wieder gelangweilt durch die Ankündigungen und Renovierungs-Nachrichten scrollte stieß ich auf einen Eintrag des studentischen Senators mit dem Titel "Hier werden Karrieren gemacht?" Was mich dabei überraschte? Das Fragezeichen.

Schnell stellte sich heraus, dass auch dieser Beitrag in erster Linie eine Ankündigung war. Und zwar wirbt der Autot für die heute stattfindende Podiumsdiskussion zum Thema "Die unternehmerische Uni". Klar habe ich die zugegebenermaßen eher unauffälligen Plakate des AsTA-SprecherInnenrats
am Rande wahrgenommen. Doch jetzt erst ist mir klar geworden, worum es heute geht: Um nicht weniger, als die Frage was Studium sein sollte.
Eine Diskussion die schon lange aussteht. Also kommt vorbei und diskutiert mit.

Ein paar Anregungen im Vorraus gefälligst? Schaut einfach mal hier rein: http://blog.uni-passau.de/2010/05/21/hier-werden-karrieren-gemacht/#respond



Bolognaprozess morgen! "Schluss mit dem Schavansinn"
geschrieben am 16.05.2010 um 21:55 in der Kategorie
Kommentare: [1] | Schreib einen Kommentar

Die bundesweiten Bildungsproteste zeigen Wirkung. Morgen, am Montag den 17.5., lädt unsere Bildungsminiterin Schavan 16 europäische Minister zum Bolognagipfel nach Berlin ein. Es soll sich endlich etwas ändern.

Allerdings entpuppt sich das Treffen, das doch auf den ersten Blick wie ein Funken Hoffnung aussieht, bei genaueren hinsehen zu großen Teilen als Show. So wurde eigentlich gefordert, dass der Gipfel zu 50% aus Studierenden bestehen soll. Das wurde aber von Frau Schavan nicht berücksichtig. Stattdessen hat sie Vertreter von Audi, VW und Siemens eingeladen. Da hat uns wohl jemand ganz schön missverstanden. Auch ein Positionspapier, das nicht allzu viele Veränderungen vorsieht, soll schon vorbereitet sein.

Aus all diesen Gründen gibt es in Berlin zeitgleich einen Gegengipfel (http://gegengipfel.blogspot.com/). Als Parole haben sich die Veranstalter den Satz "Schluss mit dem Schavansinn" ausgesucht. Unter diesem Motto sollen Alternativvorschläge für Bildung an Hochschulen erarbeitet und der Bolognagipfel live übertragen und diskutiert werden.

Nichtsdestotrotz können wir hoffen, dass sich der Bolognagipfel vielleicht doch noch zum guten wendet und etwas ändert. Wer weiß, was sich die Minister diesmal ausgedacht haben. Uns, hier in Passau, bleibt, sofern wir nicht nach Berlin reisen wollen, zuerst nichts außer die Augen offen zu halten und das Ganze kritisch zu verfolgen. Aber schon bald geht es ja auch bei uns weiter, nämlich mit dem 1. Treffen der Arbeitsgruppe mit Präsident Schweitzer morgen und der Berichterstattung und Diskussion dieses Treffens am Donnerstag den 20.5. um 21 Uhr im Innsteg-Café. Wr sehen uns dort.



1.Bildungsstreik Treffen im neuen Semester - Was wurde besprochen?
geschrieben am 8.05.2010 um 17:15 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Der Passauer Bildungsstreik lebt! Das hat das erste Treffen von uns, der Passauer Protestierenden, bewiesen. Letzten Donnerstag um 21 Uhr war es soweit. Nach so langer Zeit ging es endlich wieder los. Es wurde diskutiert und kritisiert, geplant und gehofft. So vieles steht noch offen, so viele
Termine sind in der nächsten Zeit wichtig.

Deshalb das dringenste zuerst: Unser Universitätspräsident Prof. Schweitzer hat uns einmal, lange vor
den Winter-Semesterferien, eine Arbeitsgruppe angekündigt, die sich um die Umsetzung der Uniweiten Forderungen kümmern soll. Und tatsächlich - wir haben es kaum noch für möglich gehalten - wird sich diese Arbeitsgruppe bald das erste Mal treffen. Am 17.5. versammeln sich Professoren, Unileitung und auch ein Vertreter der Bildungsstreik Gruppe um über Punkte wie Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen oder die freiwillige Prüfungswiederholung zu sprechen. Es gibt vieles, dass verbessert werden kann und muss. Wie das am Ende aussehen wird, steht in den Sternen. Am 17.5. geht es vor allem erst einmal darum einen Zeitplan aufzustellen. Natürlich wird von den Ergebnissen dieses Treffens nichts verheimlicht. Alle Intressenten treffen sich am Donnerstag den 20.5. um 21 Uhr im Innsteg Café, wo von dem Treffen berichtet und darüber diskutiert wird.

Doch damit nicht genug. Am 25.5. findet ein Europäischer Bildungskongress in Bochum (http://www.educationcongress.eu) statt, zu dem alle Studierenden herzlich eingeladen sind. Auch aus Passau wird wohl der ein oder andere vor Ort sein. Denn solch ein Ereigniss ist die perfekte Gelegenheit um die Bewegung zu vernetzen und neue Ideen und Eindrücke zu sammeln. Wer Interesse hat mit zu fahren, melden sich einfach unter [email protected].

Natürlich wird der Kongress und auch unsere vereinten Passauer Kräfte besonders dazu genutzt werden die größte Bildungsstreik Aktion dieses Semesters vorzubereiten: Die bundesweite
Bildungsstreik-Demo am 9.Juni
. Es geht wieder los!



Achtung! Nächstes Treffen: 6. Mai 2010 21 Uhr Innsteg Café
geschrieben am 27.04.2010 um 16:57 in der Kategorie
Kommentare: [4] | Schreib einen Kommentar

Willhelm von Humboldt hat einmal, vor vielen Jahren, sein Bildungsideal formuliert. Er sprach dabei von Selbstbestimmung, von einer individuellen  Studienausrichtung, von autonomem Lernen, Weltenbürgern und einer Unabhängigkeit von der Wirtschaft.                                                                       Heute werden diese Ideale durch den Bologna Prozess Stück für Stück untergraben. Durch Vorschriften beim Studienverlauf, einer ungeheuren Prüfungsdichte, Schranken und Hindernisse bei einem
Auslandsaufenthalt. Durch Fristen, Bürokratie, Studiengebühren, Leistungsdruck und vielem mehr.

Das waren nur einige der Dinge gegen die wir, die Passauer Protestierenden, letztes Semester auf die Straße gegangen sind. Wir haben diskutiert und Beschlüsse gefasst, haben Aktionen gestartet und uns Gehör geschafft. Das war notwendig und richtig! Denn es hat sich einiges gebessert. So wurden zum
Beispiel die Anwesenheitspflichten (zumindest in der Therorie) abgeschafft.

Doch von den einstigen Bildungsidealen ist die Universität noch immer weit entfernt! Deswegen geht der weltweite Bildungsstreik in die nächste Runde. Am 22. April sind mehrere tausende Studierende in Bonn, Aachen, Köln und Marburg auf die Straßen gegangen um gegen die Verschulung des Studiums und Budgetsenkungen zu kämpfen. Um der Welt zu zeigen, dass der Bildungsstreik nicht zuende ist. Sondern das er sich erneut erhebt, vielleicht sogar noch stärker und lauter als je zuvor!                           Nicht nur in Deutschland auch in Puerto Rico, Senegal, Spanien, USA, Finnland, Indonesien und Großbritannien kam es in diesem Monat erneut zu Aktionen von Bildungsstreikenden.

Die Welt macht sich auf eine neue, heftige Welle des globalen Bildungsstreiks bereit. Denn diese Welle wird kommen! Lassen wir Passau nicht zugucken, sondern dabei sein!

Wir haben es schon einmal geschafft all die Skeptiker zu erstaunen. Wir können es wieder schaffen! Mehr noch: Diesmal können wir sie sogar überzeugen! Überzeugen, dass es sich lohnt zu kämpfen.

An alle Passauer Protestierfreudigen oder einfach Freunde einer besseren Bildung:                                 Die Wiedervereinigung und Wiederbelebung des Passauer Bildungsstreikes steht vor der Tür. Wie soll es jetzt konkret weiter gehen? Das ist die Frage, um die es sich bei unsere ersten Treffen im neuen
Semester am 6.Mai um 21 Uhr im Innsteg-Café
drehen wird. Seid dabei und bestimmt mit, wie unsere Universität in Zukunft aussehen soll.



Bildungsstreik weltweit März 2010 - was bisher geschah
geschrieben am 10.03.2010 um 12:43 in der Kategorie
Kommentare: [1] | Schreib einen Kommentar

Sogar in diesem noch so jungen Monat, hat sich überall auf der Welt bereits einiges getan:

Am 1.März protestierten über 200 Studierende und Angestellte in Westminster und stürmten ein Treffen von Ministern.
Die Regensburger Studierenden haben nun auch das Verwaltungsgebäude ihrer Universität besetzt.

Am 3.März gab es eine Demonstartion in London, der sich über 200 Studierende anschlossen.
In Sussex, Groß Britannien besetzten die Studierende ein Univeritätsgebäude. Die Polizei, bewaffnet mit Hunden und Pfeffersprays, wurde eingesetzt und zwei Studierende wurden verhaftet. Die Studierenden räumten noch am selben Tag das Gebäude.

Am 4.März haben Studierende in Johannesburg, Süd Afrika, den Eingang ihrer Uni blockiert, woraufhin die Polizei sie mit Wasserwerfen vertrieb.
Dieser Tag war außerdem der "National Day of Action und Defense of Public Education" in den USA. In diesem Rahmen kam es im ganzen Land zu zahlreichen Protesten.

Am 5.März haben mehr als 1000 Studierende an der Bildungsstreik Demo in Regensburg eilgenommen.

Am 6.März protestierten mehr als 8000 Eltern, Lehrer und Studierende in Glasgow gegen Kürzungen in den Schulen.

Das ist alles so viel und so furchtbar weit weg? Keine Angst, ich halte euch auf den Laufenden.



Bildungsstreik weltweit 2010 - was bisher geschah
geschrieben am 3.03.2010 um 17:22 in der Kategorie
Kommentare: [1] | Schreib einen Kommentar

Auch dieses Jahr gab es hier in Passau schon das Ein oder Andere vom Bildungsstreik zu hören. Doch alles in allem sind die Proteste doch etwas langsamer angelaufen. Kein Wunder, bei der Dichte von
Prüfungen, die doch einer der Gründe ist, weshalb wir überhaupt auf die Straße gehen.                       Doch der Bildungsstreik lebt! Und zwar nicht nur hier in Passau, nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt!
Wie das Jahr 2010 für Protestierende überall auf der Welt begonnen hat? Lest selber und seht, wie groß die Bewegung noch immer ist:

Am 30. Januar sind in Paris erneut um die 8000  Studierende auf die Straße gegangen.

Am 28. Januar protestierten in Indonesien um die 1000 Studierenden gegen die pro-kapitalistische und neoliberale Regierung.

Am 27.01. demonstrierten Schüler und Studenten von ganz Schottland vor dem Parlament in Edingburgh. Anlass war eine geplante Budgetkürzung der Bildung. Organisiert wurde das Ganze von der University`s Students Association, eine bundesweite schottische Verbindung. Vertreter dieser Organisation trafen sich am selben Tag mit schottischen Ministern.

In Newcastle und ganz Australien kämpfen die Studierenden gegen die australische Version der Bologna Reform, die Bradleyreforms.

In Madrid, Spanien, gab es 2010 verschiedene Treffen. Dabei wurde eine bundesweite Versammlung im April, sowie ein Treffen, auf dem beim Bologna Prozess Zwischenbilanz gezogen werden soll, geplant.

In Graz wird zwar seit Weinachten nicht mehr besetzt, doch die Protestierenden haben einen Hösaal und ein altes, leerstehendes Gebäude zur Verfügung gestellt bekommen. Hier planen sie, wie im Moment in ganz Österreich, eine Anti-Veranstaltung, die sich gegen die geplante Feier von Ministern aus 46 europäischen Ländern anlässlich des 10. Jubiläum des Bologna Prozesses richtet. Hierzu sind alle eingalden am 11. und 12. März nach Wien zu kommen.

Auch in Polen sind die Studierenden unzufrieden und haben bereits im Dezember die Proteste begonnen. Die waren bis jetzt aber eher klein, unter anderem gab es am 27. Januar eine kleine, erste Demo.

In den Niederlanden sollen 20% der Unertstützung für Studenten gestrichen werden. Das hat einige Proteste hervorgerufen, zum Beispiel die Besetzung der Unis in Utrecht, Amsterdam und Rotterdam.



Ein bisschen Demokratie gefälligst?
geschrieben am 8.02.2010 um 19:03 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

"Deine Uni - Deine Stimme - Deine Wahl!" So stand es auf den Plakaten, die vor knapp einer Woche überall in unserer Uni zu einer Studentischen Vollversammlung einluden. Klar, es war auf jedenfall interessant, wie all die Studierenden über Gerechtigkeit und Leistung diskutiert haben. Aber eine Wahl war es nicht.

Die soll es auch in Zukunft nicht geben, aber immerhin eine Umfrage. Denn bald werden auch Stipendiaten Studiengebühren zahlen und es liegt an uns, zu entscheiden, was mit dem gesparten Geld gemacht werden soll. Soll es ausgegeben werden, so dass sich unsere Studienbedingungen verbessern? Oder sollen bald einfach alle weniger zahlen? Oder sollen hier an der Uni Passau,
die mit dem Slogan "Hier werden Karrieren gamacht!" wirbt, lieber die besten Studenten belohnt werden?

Wir sind die Studierenden, wir sind gefragt! Ab heute steht die Umfrage auf Stud.IP unter
https://studip.uni-passau.de/studip/institut_main.phpauswahl=6d7911a7c5224c453532e780f10a3164&again=yes
online. Gebt eure Stimme ab! Denn man mag sagen was man will, aber diese Umfrage bringt erfreulicherweise zumindest ein bisschen Demokratie an unsere Universität.

Und wo wir gerade von Demokratie sprechen. Es gibt im Moment noch ein anderes Anliegen, bei dem es sich lohnt, die Stimme zu erheben. Denn der Mensazuschuss soll hier in Bayern um 35% gekürzt werden. Was das konkret für uns bedeutet? Es bedeutet, teureres Essen in der Mensa plus höhere Studentenwerksbeiträge.Noch teurer? Noch höher? Das werden sich jetzt wohl einige fragen. Genauso wie die Frage, wieso eigentlich gerade Bayern, das doch nicht gerade zu den ärmsten Bundesländern gehört, immer weniger in die Bildung investieren kann oder will.

Doch auch hier, ist noch nichts entschieden! Tragt euch in die Petition unter www.StudierenInBayern.de ein und zeigt, dass ihr nicht zulasst, wie die Landesregierung mit uns umgeht! Denn alleine kann man vielleicht nichts bewirken, doch gemeinsam werden wir gehört!

Auf den Flyern, die im Moment die Mensa übersäen, heißt es: "Der Freistaat Bayern will Dir noch in diesem Jahr die Butter vom Brot nehemen". In diesem Sinne: Lasst uns etwas dagegen unternehmen!



Morgen Vollversammlung im Audimax!
geschrieben am 1.02.2010 um 17:21 in der Kategorie
Kommentare: [4] | Schreib einen Kommentar

„Die Uni gehört allen! Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben“

So lautete es, das Motto der bundesweiten Bildungsstreik Demo in Frankfurt am Main.
Am Samstag um 15 Uhr versammelten sich mehrere Tausend Protestierende auf dem Bockenheimer Campus und zogen quer durch die Stadt. Sie zu übersehen war wohl kaum möglich. Auch ein paar Passauer Studierende waren mit von Partie. Mal wieder wieder ein Zeichen, dass der Bildungsstreik noch lange nicht zu Ende ist. Dass die Studierenden in der ganzen Welt bereit sind immer und immer wieder auf die  Straße zu gehen - bis es eine Bildung gibt, die wieder gerecht und machbar ist.

Doch auch hier in Passau hat sich einiges getan. Was genau im Rahmen des Bildungsstreiks geschehen ist, erfahrt ihr bei der Vollversammlung morgen um 18 Uhr im Audimax.
Denn es hat sich einiges geändert. So war es zum Beispiel bisher so, dass die vielen Stipendiaten unter uns zusätzlich von der Universität von den Studiengebühren befreit wurden. Das soll sich nun ändern. Aber was soll geschehen mit dem Geld, das somit gespart wird? Soll es auf alle verteilt werden? Sollen es die sozial Bedürftigen erhalten? Oder habt ihr vielleicht noch eine ganz andere Idee? Wir, die Passauer Studierenden, sind gefragt, denn es geht uns alle etwas an! Also kommt morgen, am Dienstag den 2.2., um 18 Uhr zu der Vollversammlung und sagt eure Meinung. Lasst uns noch einmal im Audimax zusammen kommen und mitbestimmen, was an unserer Uni geschieht!



Heute 17 Uhr im Verwaltungsgebäude
geschrieben am 24.01.2010 um 17:55 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Heute war es soweit. Gegen 17 Uhr hat sich eine große Gruppe aus Unileitung, Professoren und insgesamt 13 Studierenden im Verwaltungsgebäude versammelt um über die konkrete Umsetzung unserer Forderungen zu diskutieren.

Tatsächlich wurde einiges besprochen:

1. Die Regelstudienzeit: Eigentlich steht die Unileitung hier ja auf unserer Seite. Klar,
4 Jahre Bachelor oder idealerweise eine Wahlmöglichkeit zwischen 3 und 4 Jahren
ist eine ziemlich gute Idee. Immerhin gibt es so ein Konzept schon bei dem Studiengang                        Bschelor European STudies. Allerdings kommen dabei zwei Fragen auf: Soll unsere Uni  dann auch einen einjährigen Master anbieten und ist es uns dann überhaupt noch möglich für den Master den Studienort zu wechseln? Und was hält das bayrische Wissenschaftsministerium überhaupt von alle dem?

2) Die Prüfungsdichte: In Zunkunft soll es pro Modul nur noch eine Prüfung geben. Das klingt schon mal vielversprechend. Und auch eine Wiederholbarkeit bestandener Prüfungen ist denkbar. Allerdings muss man sich genau überlegen, wo denn die Grenze liegen soll. Wie oft darf ich wiederholen?        Eine sehr schöne Idee ist es auch, in Zukunft uns, die Studierenden, auswählen zu lassen, was           wir in die Endnote einbringen wollen und was nicht. Eine große Entlastung wäre es doch sogar schon, wenn die Prüfungen nicht alle auf einmal, sondern sagen wir zu zwei Terminen am Anfang und am Ende der vorlesungsfreien Zeit stattfinden würden.

3) Anerkennung von Leistungen: Es muss sich ändern, dass manche an anderen Unis
erbrachten Leistungen noch immer nicht anerkannt werden. Und es muss sich ändern,
dass es für eine ähnliche Veranstaltung im Ausland weniger ECTS-Punkte gibt und man so
seine 180 Punkte für den Bachelor nicht erreicht. Da könnte eine einfache Regel helfen, die besagt, dass immer die Punktevergabe der Heimatuni zählt.

4) Master für alle: Den können wir wohl erst einmal vergessen. Einen völlig freien Master-Zugang
wird es sobald nicht geben. Allerdings könnte die Bachelornote demnächst nicht mehr
alleine ausschlaggebend sein. Dann zählen auch zusätzliche Dinge wie Einstufungstests. Sofern        wir das denn wollen.

5) Mehr studentische Mitbestimmung: Wir dachten ja, wir hätten schon einiges erreicht,
nämlich einen zweiten studentischen Senator. Der Entwurf liegt tatsächlich bereits in der Schublade
der Unileitung. Blöderweise fehlt noch das OK des Ministers. Was das heißt? Wir müssen uns
wohl noch ein bisschen gedulden.

Das alles klingt nicht besonders konkret, stimmt. Das Treffen heute war ja auch nur
eine Vorbesprechung. Das Wesentliche wird demnächst in einer Arbeitsgruppe aus Präsident und
Vize-Präsident, vier Professoren und fünf Studierenden besprochen.
Mit etwas Glück werden wir dann sehr bald schon etwas von den Ergebnissen zu sehen bekommen.



Versprechen über Versprechen
geschrieben am 24.01.2010 um 17:55 in der Kategorie
Kommentare: [5] | Schreib einen Kommentar

Es gab ja eine ganze Menge Wirbel um die Geschichte mit den Studiengebühren.
Doch was ist dabei jetzt eigentlich heraus gekommen?

"Uni-Zoff endet mit Versprechen" titelte die PNP gestern und liegt damit gar nicht mal
so falsch. Tatsächlich hat unser Universitätskanzler Herr Bloch mittlerweile fest zugesagt, dass
die 580 000 Euro über drei Jahre verteilt zusätzlich in die Bib fließen sollen. Für uns bedeutet das,    dass die begehrten Bücher vielleicht in Zukunft nicht schon 3 Tage nach Semesterbeginn ausgeliehen sind. Ist ja schön und gut. Bleibt nur die übliche Frage: Wo soll das Geld herkommen? Es soll gespart werden und zwar an Stellen an denen es uns Studierenden nicht schadet. Wo das sein soll? Das konnte uns bis jetzt noch niemand so genau sagen.

Also mal wieder ein Versprechen der Unileitung, das kennen wir ja schon. Doch diesmal
wird es und leichter fallen zu kontrollieren, ob tatsächlich etwas geschieht. Denn am 18.2.
treffen sich die Studierendenvertreter mit der Unileitung um zu besprechen, wie man bei den
Haushaltsausgaben mehr Transparenz schaffen kann. Das scheint vielleicht ein kleiner Trost
zu sein. Doch eigentlich ist es schon ein enormer Fortschritt, dass wir überhaupt mitreden
dürfen.                                                                                                                                                                            Es hat sich gelohnt, dass wir, die Passauer Studierenden, mal wieder gezeigt haben,
dass es uns ganz und gar nicht egal ist, was an unserer Uni geschieht.

Und wo wir gerade bei Versprechen sind. Vor ein paar Wochen im Audimax gab uns Professor
Schweitzer ein weiteres, ziemlich großes Versprechen. Er wollte nicht weniger, als alle unsere
Forderungen in Angriff zu nehmen. Ende Januar wollte er uns erklären, was schon geschehen
ist und wie er nun weiter machen will. Der Tag ist gekommen. Morgen treffen sich Studierendenvertreter und auch einige Vertreter des Bildungsstreiks mit Herrn Schweitzer.
Mal sehen, was er uns zu sagen hat.



Kann sich ein Skandal in Luft auflösen?
geschrieben am 22.01.2010 um 17:41 in der Kategorie
Kommentare: [2] | Schreib einen Kommentar

Mittlerweile hat wohl fast jeder davon gehört: "Studiengebühren zweckentfremdet umgeleitet" titelte gestern schon der Bürgerblick (http://www.bb-passau.de/index.php?AID=0000022112). Die Unileitung hat die plötzliche Aufmerksamkeit nicht besonders gut aufgenommen. Das konnten wir an der Atmosphäre merken, die bei der gestrigen Sondersitzung des Konvents geherrscht hat. Neben den 21 Mitgliedern des Konvents tummelten sich ab 20 Uhr auch knapp 50 Zuschauer in dem großen Senatssaal im NK. 

Ihr habt das Spektakel dennoch verpasst? Kein Problem. Man kann es sogar gleich mehrfach nachlesen. Zum Beispiel bei dem Internet-Magazin Mediendenk (http://www.mediendenk.com/index.php?AID=0000022123). Zahlreiche Zitate sind darunter, alle wichtigen Fakten - der amüsanteste Satz ist aber dieser: "Weniger gut informierte Medien fielen auf die geschickt formulierte Erklärung der Uni herein, die im selben Wortlaut seinerzeit auch dem Ministerium gegeben worden war." Dabei sind die ersten drei Wörter mit einem Link zur Internetseite der Passauer Neue Presse versehen.

Tatsächlich. Auch ich hätte mich heute morgen fast an meinem Kaffee verschluckt, als ich eine Blick auf die aktuelle Ausgabe der PNP warf. ""Uni-Skandal" löst sich in Luft auf!" prangt auf Seite 18 groß über einem Blid der Innsteg-Aula. Der Inhalt des Artikels? Die Zweckentfremdung der Studiengebühren sei nur ein "bösartiges Gerücht" und "kalter Kaffe". Ja, es wären Staatsmittel nicht für die Bib, sondern für andere "dringende" Dinge verwendet worden. Aber nein, damit sei nicht die Tiefgarage oder die Innsteg-Aula gemeint. 

Aber macht euch doch einfach selbst ein Bild davon: http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-26812145&Ressort=asta&Ausgabe=a&BNR=0

Was wird wohl als nächstes kommen?



Skandal um unsere Studiengebühren!
geschrieben am 20.01.2010 um 23:12 in der Kategorie
Kommentare: [2] | Schreib einen Kommentar

Da bin ich wieder und zwar mit einer brandheißen Eilmeldung:

Die Beführworter der Studiengebühren erklären immer, die Gebühren dienten ja besseren Studienbedingungen und damit uns, den Passauer Studierenden. Das mag sein. Doch
vor kurzer Zeit ist eine Geschichte herausgekommen, die ein ganz anderes Licht auf die Angelegenheit wirft. In der Regel fließen 1,2 Millionen Euro in die Universitäts-Bibliothek. So weit, so gut.
Nun wurden aber 580 000 Euro von diesem Geld hauptsächlich in die Tiefgarage und in die
Innsteg Aula gesteckt. Das Defizit bei der Bib musste natürlich ausgeglichen werden. Womit?
Na klar, mit unserem Geld, den Studiengebühren, die dafür ganz sicher nicht vorgesehen sind. Veruntreung nennt man so etwas.

Nun hat sich die Unileitung an uns Studierende gewendet. Wir sollen entscheiden, wie damit umgegangen werden soll. Die Vorschläge der Unileitung: man spart an der ein oder anderen Stelle,   wie zum Beispiel bei den studentischen Mitarbeitern. Oder wir zahlen alle eine Zeit lang
weniger Studiengebühren. Klingt erst einmal super, bringt uns aber im Endeffekt nur Nachteile bei den Studienbedingungen. Oder wir schenken der Unileitung einfach das falsch angelegte Geld.
Wie ihr merkt, sind alle vorgeschlagenen Lösungen zu Lasten der Studierenden. Das darf
nicht sein!

Deshalb gibt es morgen eine Sondersitzung des Studentischen Konvents, bei der
über alternative Lösungsvorschläge diskutiert werden soll. Denn so etwas können wir uns nicht
bieten lassen! Klar, es lohnt sich immer, sich mal anzuschauen, was unsere Studentenvertreter
da eigentlich so machen. Aber gerade morgen ist es extrem wichtig, dass soviele wie möglich
vorbeischauen und mitdiskutieren. Denn das geht uns alle was an! Der Konvent ist eine
öffentliche Veranstaltung, ihr seid alle morgen, Donnerstag den 21.1., herzlich eingeladen um
20 Uhr in den Raum 403 im NK zu kommen.
Als Gast wird der Universitätskanzler Herr Bloch
anwesend sein.

Ich weiß, die Prüfungen stehen vor der Tür. Ich weiß, es kann anstrengend sein immer weiter zu kämpfen, obwohl es das ein oder andere Mal so scheint, als komme man keinen Schritt weiter.
Aber wir kommen weiter! Die Uni ist uns was schuldig, sie bittet uns um eine Entscheidung.
Das wollen wir uns nicht entgehen lassen.



Neues Jahr, neue Kraft
geschrieben am 10.01.2010 um 23:12 in der Kategorie
Kommentare: [0] | Schreib einen Kommentar

Zur Jahreswende wimmelt es ja nur so von Rückblicken der vergangenen zwölf Monate.
Auch dieses Jahr blieb das nicht aus.  Nachdem ich mir den ein oder anderen Rückblick mal
angetan habe, musste ich leider feststellen, dass erschreckend oft der Bildungsstreik
gar nicht oder nur am Rande erwähnt wurde. Klar er mag klein erscheinen neben all den
Ereignissen von 2009. Doch für viele von uns ist er eine große Sache. Und das soll er auch
bleiben!

Wir, die Passauer Protestierenden, hatten jetzt ein bisschen Zeit uns von all dem Trubel zu
erholen und frische Kraft zu schöpfen. Denn die werden wir brauchen. Keine Sorge,
selbstverständlich geht der Bildungsstreik auch im Jahre 2010 weiter. Ich würde beinahe behaupten,
dass er womöglich sogar noch größer wird. Lasst uns der Welt zeigen, dass wir nicht aufgeben!

Denn einzelne Dinge haben sich zwar gebessert, doch die Bildung ist immer noch in einem
sehr bedenklichen Zustand. Deshalb treffen sich alle, die sich weiter für Veränderungen einsetzen
wollen, vorraussichtlich am Dienstag den 12.1. um 20 Uhr vor der Mensa (bei Änderungen
informiere ich euch schnellstmöglich).

Für diejenigen unter uns, denen es außerdem unter den Fingern kribbelt und die mal wieder
auf die Straße gehen wollen, bietet die LMU München die ideale Gelegenheit: Am Mittwoch den
13.1. um 11 Uhr
startet am Sendlinger Tor Platz in München eine Großdemo. Ich habe das dumpfe
Gefühl, dass es sich ziemlich lohnen wird, dabei zu sein.

Ihr wart schon letztes Jahr bei den Protesten mit von Partie? Dann macht weiter so und erhebt
euch erneut um für eure Träume zu kämpfen. Ihr habt euch letztes Jahr eher zurück gehalten?
Dann ist genau jetzt der perfekte Zeitpunkt um das zu ändern.

Lasst uns dafür sorgen, dass der Bildungsstreik im nächsten Jahresrückblick eine bedeutende
Rolle spielt. Und vergesst nicht, es ist nie zu spät um etwas zu verändern!



Bildungsstreik 2009 - legitimer Protest oder blinder Aktionismus - was bringt`s?
geschrieben am 13.12.2009 um 16:36 in der Kategorie
Kommentare: [1] | Schreib einen Kommentar

Der Bildungsstreik dauert jetzt schon eine ganz schön lange Zeit an. Viele Leute konnten sich
dafür begeistern, wir haben viel Unterstützung bekommen. Dozenten, Studenten, Menschen in der
Stadt - überall konnten wir Stimmen hören, die es toll finden, was wir machen. 

Dass das Bildungssytem einige Mängel hat, das erkennen viele Menschen. Man muss für eine bessere Bildung kämpfen, keine Frage. Doch wie? Mit Diskussionen, mit Plakaten und Informationsveranstaltungen? Oder muss man nicht doch besser gleich auf die Straße gehen, demonstrieren, sich Gehör verschaffen? Zur Not sogar etwas besetzen, so wie es in vielen Städten noch immer der Fall ist?

Aber vielleicht ist dieser Weg auch gerade der Falsche. Vielleicht bringt es nichts. Vielleicht ist es verhältnismäßig übertrieben. Ist ein Streik, im Sinne vom Blockieren, überhaupt legitim? Ist eine Demonstration legitim? Na klar, das gehört zu unseren Grundrechten, würden einige sagen.

Doch lasst uns einmal alle Meinungen anhören. Lasst uns versuchen, den Argumenten ganz unterschiedlicher Standpunkte zu folgen. Lasst uns eine Diskussion anschauen und mitgestalten, in der genau das möglich ist:

Die Podiumsdiskussion der fünf politischen Hochschulgruppen zu dem Thema "Bildungsstreik 2009 - legitimer Protest oder blinder AKtionismus - was bringt`s?". Die Diskussion findet am Dienstag den 15.12. um 20 Uhr in Raum 017 im ITZ der Uni Passau statt. Wir sollten es uns nicht entgehen lassen.



Kultusministerkonferenz in Bonn
geschrieben am 10.12.2009 um 18:50 in der Kategorie
Kommentare: [4] | Schreib einen Kommentar

Heute ist ein wichtiger Tag für die Studierendenproteste in Deutschland. Denn in diesem Moment findet
eine Konferenz mit den für die deutsche Bildung wichtigsten Männer und Frauen statt: Die Kultusministerkonferenz in Bonn.

Doch nicht nur Politiker versammeln sich heute in der ehemaligen Hauptstadt, sondern auch
etliche Studierende. Genauer gesagt um die 5000, denn so viele sind aus ganz Deutschland angereist um sich einer Großdemonstration anzuschließen, die um 16:30 Uhr vor dem Wissensschaftsministerium endete. Sie, wie wir, fordern vor allem eines: eine gründliche Reform der Bologna-Reform.

Und es gibt sogar schon erste Ergebnisse (http://www.kmk.org/presse-und-aktuelles/meldung/kultusministerkonferenz-und-hochschulrektorenkonferenz-handeln-gemeinsam.html): Erst einmal haben die Minister beschlossen, dass sie die Qualität des
Studiums verbessern und die Mobiltät der Studierenmden erhöhen wollen. Schön und gut, darauf sind die Erfinder des Bologna-Prozesses schon vor mehr als zehn Jahren gekommen. Was aber soll sich  konkret ändern? Es wird in Zukunft nur noch eine Prüfung pro Modul geben, anstatt eine Prüfung für jede Veranstaltung. Außerdem, soll überprüft werden, wieviel wir tatsächlich arbeiten und ob der Bachelor überhaupt zu schaffen ist. Leistungen an anderen Hochschulen sollen leichter anerkannt werden. Die Bachelor/Master-Strucktur soll flexibel gehalten werden, womit wohl gemeint ist, dass es auch möglich ist einen 8-semestrigen Bachelor anzubieten. (Das ist ohnehin schon möglich, wie der Bachelor Europen Studies Major hier, an der Uni Passau, beweist.) Zuletzt dürfen die Länder den Hochschulen nicht mehr massive Einschränkungen machen.

So weit, so gut. Jetzt hoffen die versammelten Minister, dass sie sich mit ihren ehrenwerten Vorhaben zurücklehnen und das Ende der Proteste abwarten können. Doch da haben sie sich wohl geirrt. Denn was ist mit den Studiengebühren? Was ist mit der strengen Vorgabe der ECTS-Punkte, die erreicht werden müssen? Was ist mit Pflichtveranstaltungen? Was ist mit derÖkonomisierung der Bildung? Was ist mit freiwilligen Prüfungswiederholungen? Klar, da verweisen die Kultusminister an die Hochschulen. Die erklären uns wiederum, das müsse die Landesregierung in die Hand nehmen. So dreht sich der Kreis trotz Errungenschaften immer weiter. Und irgendwas sagt mir, dass auch die Studierendenproteste noch lange nicht vorbei sind.









{ Vorherige Seite } { Seite 1 von 3 } { Nächste Seite }