Global Action
geschrieben am 9.12.2009 um 16:35 in der Kategorie
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Habt ihr schon das Neueste gehört? Der Akkreditierungsrat ist, nach ganzen 10 Jahren in denen es schon Bachelor-und Masterstudiengänge gibt, tatsächlich auf die Idee gekommen, mal zu überprüfen, ob diese überhaupt studierbar sind. In ferner Zukunft soll es dann weniger Prüfungen geben. Das ist schön, nützt uns jetzigen Studierenden, aber erst einmal herzlich wenig. Ihr könntet euch darüber aufregen? Ihr wünscht euch endlich Veränderungen, von denen man auch etwas mitbekommt? Dann sagt es!

Morgen ist die Kultusministerkonferenz in Bonn, das wichtigste Gremium der Hochschulen. Zu dem Anlass werden in Bonn tausende Studierende auf die Straße gehen. Bonn ist aber ganz schön weit weg? Stimmt.

Kein Grund zum Verzweifeln. Denn auch hier in Passau wird es nächste Woche wieder Möglichkeiten geben, die weltweiten Studierendenproteste zu unterstützen. Zum Beispiel mit einem Besuch der Podiumsdiskussion am Dienstag den 15.12. um 20 Uhr. Dabei werden Vertreter der fünf politischen Hochschulgruppen zu dem Thema "Bildungsstreik - Legitimer Protest oder blinder Aktionismus - was bringt's?" diskutieren. Ihr habt dazu eine Meinung? Dann kommt vorbei und bringt euch mit erfrischenden Zuschauerfragen ein. Ihr wisst noch nicht so ganz, was ihr zu dem Thema denkt? Dann kommt vorbei, hört euch die Argumente völlig unterschiedlicher Positionen an und entscheidet selbst.

Diskutieren ist schön und gut, aber ihr wollt auch mal wieder wirklich etwas bewegen? Kein Problem. Am nächsten Donnerstag, den 17.12., findet der Global Day of Action statt. Berkeley, Madrid, Wien, Barcelona, Berlin, München, Passau und viele mehr - alle werden sie mitmachen. Denn der Bildungsstreik ist schon lange keine Ansammlung regionaler Proteste mehr. Nein, es ist eine globale Bewegung. Die ganze Welt kämpft für eine bessere Bildung! Lasst uns das zeigen, indem wir am 17.12. gemeinsam auf die Straßen gehen. Denn wir sind nicht nur Passau. Wir sind auch
Berlin, wir sind Nürnberg, wir sind Graz, wir sind Madrid, wir sind eins!

Wie der Global Day of Action in Passau konkret aussehen soll? Das heißt es jetzt zu entscheiden. Genauer gesagt bei der Vollversammlung heute um 18 Uhr im Zeitungszimmer des Nikola Kloster. Jeder der sich einbringen will, ist herzlich eingeladen, vorbeizuschauen.

Denn es geht um unser aller Zukunft.



Das neue Forum des Bildungsstreiks Passau ist da!
geschrieben am 8.12.2009 um 16:12 in der Kategorie
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Endlich ist es da: Ein Internetforum des Passauer Bildungsstreiks. Hier kann man Informationen ausstauschen, Aktionen planen oder einfach nur über alles und nichts diskutieren. Jeder kann sich einbringen, immer und überall.

Ihr könnt bei dem ein oder anderen Treffen nicht kommen, ihr wollt nur mal hineinschnuppern, euren Senf dazu geben? All das ist euch jetzt möglich. Ein Lob dem Internet.

Also schaut einfach mal vorbei unter http://passau.kilu.de/phpBB3/.

Ihr habt nichts zu verlieren. Im Gegenteil! Ihr könnt nur gewinnen: interessante Neuigkeiten, kreative Ideen, nützliches Wissen, ungewöhnliche Denkanstöße, nette Bekanntschaften, vielleicht sogar ein paar neue Freunde. Neugier kostet nichts.



Freitag Abend in geselliger Runde
geschrieben am 6.12.2009 um 18:15 in der Kategorie
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Am Freitag, den 4.12., war es wieder soweit. Das nächste Treffen der Bildungsstreik-Gruppe fand statt. Zumindest das Treffen derer, die von der Gruppe noch übrig sind. An diesem Freitag waren es um die 20 Studierende, die sich um 20 Uhr vor der Mensa versammelten um das Fortleben des Bildungsstreikes zu planen. Denn ja, auch wenn es viele wohl immer noch nicht mitbekommen haben, der Bildungsstreik lebt weiter – solange bis kein Einziger mehr für eine bessere Bildung kämpfen will! Und das kann dauern.

Neben einem Rückblick auf die internationale Aktionswoche, standen auch zukünftige Aktionen auf dem Tagesplan. So wird zum Beispiel am 15.12. eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der politischen Hochschulgruppen stattfinden. Das verspricht eine interessante Diskussion zu werden. Ich würde sie mir nicht entgehen lassen.

Doch damit nicht genug! Natürlich werden wir, die Passauer Protestierenden, auch auf den Brief unseres Universitäts-Präsidenten an Minister Heubisch regieren. Wir werden zu Bildungsgipfeln wie in Regensburg (11.-12.12.) und in Potsdam (18.-20.12.) fahren. Wir werden auf uns aufmerksam machen, wo wir nur können.

Wir, die Passauer Protestierenden? Seit wann sind es denn nicht mehr die Passauer Studierenden? Seit besagten Freitag den 4.12. Denn dort beschlossen wir, im Laufe einer lebhaften Diskussion, dass wir uns nicht als Repräsentanten der Passauer Studierenden verstehen können. Jeder von uns vertritt in erster Linie sich selbst. In zweiter Linie den Bildungsstreik in Passau. Wir sind keine Studierenden-Vertreter, wir sind eine offene Gruppe Studierender, die für eine bessere Bildung kämpft. Klingt banal, doch auch solch eine Gruppe kann einiges verändern!

 

Ihr wollt nähere Infos? Dann schreibt an [email protected]ooglemail.com oder schaut in unserem Forum vorbei, das gerade in Arbeit ist. Oder lest fleißig weiter diesen Blog. Denn ihr wisst ja, ich halte euch auf dem Laufenden.



Brief des Uni-Präsidenten an den Staatsminister
geschrieben am 3.12.2009 um 01:26 in der Kategorie
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Wie von uns, den Passauer Studierenden, gefordert, hat sich unser Universitäts-Präsident mit einem Brief an den Minister Heubisch gewendet. Ob dieser Brief allerdings tatsächlich unseren Forderungen entspricht? Nun ja, entscheidet selbst.

 

"Sehr geehrter Herr Staatsminister, lieber Herr Dr. Heubisch,

 

beigeschlossen finden Sie die Stellungnahme des Präsidenten der Universität Passau zu den Forderungen des Passauer Bildungsstreikbündnisses 2009. Im Verlauf dieser Diskussion wurde von Seiten der Studierenden an mich herangetragen, bestimmte hochschulpolitische Positionen auch direkt gegenüber Ihnen zu artikulieren; diesem Wunsch komme ich hiermit nach.

 

Ich möchte Sie bitten, sich bei den zuständigen Institutionen dafür einzusetzen, dass die BAföG-Sätze und die zugehörigen Einkommensgrenzen der Unterhaltspflichten deutlich erhöht werden. Mit Interesse habe ich dabei zur Kenntnis genommen, dass Frau Bundesministerin Schavan eine diesbezügliche Initiative bereits angekündigt hat.

 

Desweiteren bitte ich um Unterstützung bei dem Vorhaben, den Stipendienanteil deutlich von gegenwärtig 2% geförderte Studierende auf 10% auszuweiten. Auch hier wurde bereits von Frau Bundesministerin Schavan angekündigt, dass dies geplant sei. Ich weise allerdings vorsorglich darauf hin, dass die dabei geplante Co-Finanzierung durch die Wirtschaft in der Region Ostbayern wegen der gegenwärtigen Wirtschaftslage außerordentlich schwierig zu realisieren sein dürfte.

 

Bei den Aktionstagen wurde von Seiten der Studierenden die Abschaffung der Studienbeiträge mit Argumenten gefordert, denen ich mich nicht anschließen kann. Ich betone ausdrücklich, dass ich aus Gründen der sozialen Fairness und der Verteilungsgerechtigkeit die Erhebung von Studiengebühren befürworte. Ich weise allerdings darauf hin, dass eine Abschaffung – falls sie denn von der Politik geplant wäre – mit der Zuweisung von staatlichen Mitteln in gleicher Höhe ausgeglichen werden müsste, um eine deutliche Verschlechterung der gegenwärtigen Studienbedingungen zu vermeiden.

 

Bezüglich der Studienbeiträge hat die Universität Bayern e.V. von Beginn an darauf hingewiesen, dass für die Übernahme der Studienbeiträge aufgrund von sozial verursachten Befreiungsbeständen nicht die Solidargemeinschaft der Studierenden, sondern der Staat zuständig ist; das gilt im Übrigen auch für die Abführung an den Sicherungsfonds. An der Universität Passau wurden im Wintersemester 2009/2010 32,42% der Studierenden von den Studienbeiträgen befreit, darunter 18,84% aus sozialen Gründen. Bei Zahlung dieser Studienbeiträge durch den Staat, zu dessen Aufgaben die Sozialpolitik gehört, ergäben sich hier durchaus entsprechende Potenziale zur Senkung der Studienbeiträge.

 

Mit großer Sorge betrachten unsere Studierenden die Entwicklung der finanziellen Leistungsfähigkeit des Studentenwerks Niederbayern-Oberpfalz. Ich bitte Sie dringen, die finanziellen Mittel für den staatlichen Mensazuschuss, den Wohnheimbau und die Sanierung von bestehenden Wohnanlagen merklich zu erhöhen. Bei der Ausbauplanung zur Bewältigung des doppelten Abiturjahrganges 2011 und der steigenden Studierendenzahlen wurde leider übersehen, die Finanzmittel für die Studentenwerke einzuplanen; dieses Versäumnis müsste dringend korrigiert werden.

 

Ohne den Bologna-Prozess mit den gestuften Studienabschlüssen in Frage zu stellen, bitte ich Sie, darauf hinzuwirken, dass Ihr Haus bei der Erteilung des Einvernehmens zu neuen Studiengängen der in den ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Akkreditierung von Bachelor- und Master-Studiengängen der KMK eröffnete Möglichkeit, 6-, 7- oder 8-semestrige Bachelor-Studiengänge vorzusehen, offen gegenübersteht. Dies sollte sich an den speziellen Erfordernissen eines Studiengangs orientieren und Mobilitätsfenster für Praktika oder Auslandsaufenthalte berücksichtigen; eine generelle Verlängerung auf 8 Semester für alle Bachelor-Studiengänge befürworte ich nicht.

 

Bei den Bachelor-Studiengängen an Universitäten sollte insbesondere für Studiengänge mit mehr als 6 Semester neben der Berufsbefähigung auch die Wissenschaftsbefähigung gefordert werden; hier halte ich eine Unterscheidung zwischen Universitäts- und Fachhochschulstudiengängen unbedingt für notwendig. Auf die Unterscheidung zwischen konsekutiven und nicht-konsekutiven Master-Studiengängen sollte verzichtet werden, um hier nicht den Eindruck zu vermitteln, dass die Berufbefähigung erst nach Abschluss eines konsekutiven Master-Studiengang gewährleistet ist.

 

Die Kleinteiligkeit der Modulprüfungen, deren Wiederholbarkeit, die Überprüfung de Workloads, die Anerkennungspraxis von an in. Und ausländischen Universitäten erworbenen Studien- oder Prüfungsleistungen und die Regelung der Anwesenheitspflicht gehören in den Verantwortungsbereich der zuständigen Universitäts- oder Fakultätsorgane und können im Rahmen des universitätsinternen Qualitätsmanagement geregelt werden. Ich werde an der Universität Passau darauf hinwirken, dass die von den Studierenden angemahnten Verbesserungen konsequent umgesetzt werden.

 

Im Übrigen habe ich mich bei meiner Stellungnahme zum Bologna-Prozess auf die Positionen des KMK-Beschlusses vom 15. Oktober 2009 bezogen, die ich inhaltlich mittrage.

 

Ein Abdruck dieses Schreibens ergeht auf Wunsch der Studierendenvertretung an die Universität Bayern e.V. und an die HRK. Für den Brief an Sie habe ich der Studierendenvertretung erlaubt, diesen universitätsöffentlich bekannt zu machen.

 

Mit verbindlichen Empfehlungen bin ich

 

Ihr gez.

 

Prof. Dr. Walter Schweitzer

Präsident der Universität Passau

 

Anlage

Stellungnahme des Präsidenten der Universität Passau"



Aktionskunst - was ist das?
geschrieben am 1.12.2009 um 01:01 in der Kategorie
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Die AKtionswoche hat die Uni Passau erreicht. Das Programm ist interessant und wird hoffentlich gut angenommen. Doch eine Frage kommt immer öfter:

Aktionskunst? Was meint ihr damit?

Das kann ich euch sagen:

Am Dienstag meinen wir damit ein paar Spiele von der Art, wie sie bei Theatergruppen zum Vorbereiten gespielt werden.

Am Mittwoch meinen wir damit, dass wir uns alle mit zugeklebten Mund in einen Kreis stellen und uns mit Klarsichtfolie umwickeln lassen. Denn wir sind gefangen in den schlechten Vorraussetzungen der heutigen Bildung. Damit schließen wir uns außerdem dem stummen Protest an, wie er am Mittwoch an vielen deutschen Universitäten stattfindet.

Am Donnerstag meinen wir damit, dass wir eine Musikdatei hören, die wir uns vorher herunterladen können und tun was die Stimme auf der Datei sagt. Sieht vorallem für die Leute, die nicht hören was gesagt wird ,sehr lustig aus.

Also schaut vorbei, jeden Tag ab 12 Uhr vor der Mensa.

Und vergesst nicht: Die nächste Vollversammlung findet am 4.12. um 20 Uhr statt. Wir treffen uns auch hierfür auf dem Mensavorplatz. Bis dann, liebe Mitstreiker.



International Plenum of better Education: Manchmal ist es schwer.. und lohnt sich um so mehr
geschrieben am 29.11.2009 um 23:04 in der Kategorie
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Manchmal müssen wir über die Grenzen unserer schönen, streikenden Stadt Passau hinausgehen und all unsere Forderungen und Ideen mit anderen streikenden Universitäten diskutieren. Genau das haben drei Passauer Studierende dieses Wochenende (vom 27. bis 29.11.) getan, indem sie zum International Plenum of better Education nach München gefahren sind. Dort haben sich Studierende von mehr als 40 Universitäten aus ganz Europa eingefunden um sich über ihre Erfahrungen mit dem Bildungsstreik auszutauschen.

Plenum, Fototermin, Arbeitsgruppen, Plenum, Abendprogramm, Abschlussplenum. So stand es auf der Tagesordnung. Die Umsetzung gestaltete sich allerdings ein bisschen komplizierter. Schon in dem Anfangsplenum und den Arbeitsgruppen gab es diverse Konflikte. Völlig normal, könnte man meinen, immerhin sind hier Menschen aus so unterschiedlichen Städten, Struckturen und Umfeldern aufeinander getroffen. Alles schön und gut, also, bis zu dem Abendplenum am Samstag. Eigentlich sollten die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt werden. Doch schon bei der Frage, ob es eine Moderation geben soll, eskalierte die Situation. Es wurde geschrien, geflucht, gejammert. Mich würde es nicht wundern, wenn der ein oder andere sogar geweint hat. Irgendwann gaben die ausländischen Teilnehmer, die zum Teil von so weiten Entfernungen wie Barcelona angereist waren, bekannt, dass sie so nicht weiter machen würden. Das Plenum löste sich auf, eine Band fing an zu spielen.

Also alles vorbei? Ein Desaster? Ganz und gar nicht! Denn es bildete sich in einem anderen Hörsaal ein neues Plenum aus all denen die noch Kraft und Lust hatten, zu diskutieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten entstand irgendwann tatsächlich eine produktive, offene und angenehme Diskussion. Dabei ging es allerdings nicht um konkrete Forderunen. Es ging um Aktionen,  um Basisdemokatie, um den Überwachungsstaat, um Elitenbildung, um Sozialismus, um dies und das. Was dabei am Ende heraus gekommen ist? Eigentlich nicht viel. Zumindest nichts Materielles, kein Papier. Doch für die Menschen die dort waren, die bis um 6 Uhr morgens noch zusammen saßen, ihre Meinung artikulierten und auch andere Meinungen mit Respekt anhörten und diskutierten - diesen Menschen hat diese Nacht sogar sehr viel gebracht. Und zwar neue Einsichten, interessante Anregungen, vielleicht sogar ein paar Ideale.. Denn eines konnte man in dieser Nacht ganz deutlich spüren: Der Bildungsstreik, wie es ihn im Moment in sovielen Universitäten gibt, ist keine einfache Protestkampagne. Es ist eine Bewegung, die für viele auch über die Grenzen der Universität hinausgeht und die gesamte Gesellschaft betrifft. Vielleicht müssen wir uns ab und zu daran erinnern, das große Ganze im Blick zu behalten.

Damit aber wir, die Passauer Studierenden, in diesem großen Ganzen nicht fehlen, damit wir wahrgenommen werden, obwohl unsere Uni nicht mehr besetzt ist, müssen wir laut sein. Man muss uns hören, Deswegen erhebt eure Stimme und nehmt eines der vielen Angebote in der kommenden bundesweiten Aktionswoche wahr.



Gestern Abend im Proli
geschrieben am 26.11.2009 um 13:28 in der Kategorie
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Gestern um 21 Uhr, ein paar Tage vor der Schließung des Prolis, war es noch mal ziemlich voll in der beliebten Location. Die meisten der gestrigen Gäste gehörten allerdings alle zu einer einzigen Gruppe, nämlich zu uns den Passauer Studierenden, die wollen, dass der Bildungsstreik weitergeht.

So besprachen wir in geselliger Runde das ein oder andere Gerücht, sowie die Landesastenkonferenz am letzten Sonntag. Die vor weniger als eine Woche gebildeten Arbeitskreise stellten sich noch einmal vor und wurden erfreulicherweise um einige Mitglieder größer.

Doch der Grund weshalb gestern überhaupt ein Treffen angesetzt wurde und wir nicht bis zum geplanten Treffen am 4.12. warten konnten, war ja ein ganz anderer: Die bundesweite Aktionswoche steht vor der Tür! Und Passau hat einiges zu bieten:

Es wird einen Infostand mit einer einladenden Sofaecke geben, an dem sich alle über den Bildungsstreik, unsere Forderungen, Themen wie Studiengebühren, Bologna oder Bafög und weitere Aktionen informieren können.

Für die Durstigen unter euch, bieten wir zusätzlich im Laufe der Woche einen ansprechenden Glühweinstand an.

Auch wird wohl die Tatsache, dass Regeln und Einschränkungen unsere Bildung blockieren symbolisch und unübersehbar veranschaulicht werden.

Selbstverständlich werden auch ausreichend Flyer und Plakate nicht fehlen.

Damit sich aber wirklich jeder konkret mit seinen Beschwerden und Änderungswünschen einbringen kann, wird es eine Mecker-Mauer (auch der Name Klagemauer ist im Gespräch) und eine Mecker-Box geben. In Letztere kann jeder bei uns verfügbare Postkarten einschmeißen, auf die er seine persöhnliche Forderung schreibt. Die Postkarten werden im Anschluss an Minister Heubisch geschickt.

Es wird eine Filmvorführung geben, bei der eventuell ein Zusammenschnitt unserer Passauer Proteste und/oder ein ZDF Beitrag, in den wir uns Passauer Studierende mit einer Videobotschaft einbringen werden, gezeigt.

Voraussichtlich Freitag wird es einen Vortrag eines Professors zum Thema Bologna-Prozess geben.

Außerdem werden wir die ganze Woche über mit abwechslungsreicher Aktionskunst auf uns aufmerksam machen.

Es liegt also eine aufregende Woche vor uns, in der es an der Passauer Universität einiges zu erleben gibt. Wer sich spontan noch an der Organisation der Aktionen beteiligen möchten, kann gerne eine Email an [email protected] schicken. Ansonsten freuen wir uns über viele Interessierte nächste Woche. Denn vergesst nicht: Der Bildungsstreik lebt! Auch in Passau.



Forderungen an die bayrische Landesregierung, wie sie am 18.11. im Audimax aufgestellt wurden
geschrieben am 26.11.2009 um 13:26 in der Kategorie
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Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf:
 
  
 die Studiengebühren sozialer zu gestalten d.h. einkommensabhängig zu staffeln, wobei der Differenzbetrag vom Staat ausgeglichen wird
-

 
 sich auf europäischer Ebene für einen einheitlichen Stundenschlüssel pro ECTS-Punkt einzusetzen
-

 
 die Verfasste Studierendenschaft wieder einzuführen analog zu den bereits in anderen deutschen Bundesländern erfolgreich erprobten Modellen
-
 
 eine flexible Gestaltung der Regelstudienzeit von Bachelor- und Masterstudiengängen zu unterstützen bei gleichzeitiger Anpassung der BAFöG-Regelungen
-
 
 sich auf Bundesebene für ein regelstudienzeitunabhängiges BAFöG einzusetzen und dabei weitere Kostenfaktoren zu berücksichtigen.) - keine bestätigte Abstimmung
-(
 
 die finanzielle Ausstattung der Studentenwerke durch Staatsmittel an die steigende Studierendenzahl anzupassen.
-

 
 bei einem nicht berufsqualifizierenden Bachelor einen freien Zugang zu einem adäquaten Masterplatz für jeden Bachelor-Absolventen zu gewährleisten
-
 
 bei einem berufsqualifizierienden Bachelor die Gewährleistung eines Masterplatzes nicht nur von der Bachelornote abhängig zu machen
-
 
 
 sich für die Verbesserung der Berufsqualifizierung des Bachelorabschlusses einzusetzen, und um eine bessere Reputation in der Öffentlichkeit zu bemühen
-



Morgen - 21 Uhr - Proli
geschrieben am 24.11.2009 um 23:18 in der Kategorie
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Wie geht es jetzt weiter? Gibt es nächste Treffen? Was ist an Aktionen geplant? Oder ist der Streik in Passau etwa schon zu Ende? So kann man es im Moment an allen Ecken und Enden unserer Passaauer Universität fragen hören. Nein, der Streik ist noch lange nicht zu Ende, liebe Interessierte.

Nächste Woche (vom 31.11. bis zum 6.12.) gibt es eine bundesweite Aktionswoche. Und Passau wird mitziehen! Plakate, Flyer, Banner, Tshirts, Demos, Partys, Vorträge, Diskussionen - es gibt unzählige Möglichkeiten. Für welche wir uns auch entscheiden, wichtig ist der Öffentlichkeit zu zeigen, dass wir, die Passauer Studierenden, noch nicht aufgegben haben! Denn langsam, aber sicher verschwindet Passau wieder aus der öffentlichen Wahrnehmung. Passau, eine Stadt, deren Studenten (und auch Schüler) sich einmal erhoben haben, wie es kaum einer für möglich gehalten hatte. Doch auch eine Stadt, die dann schnell wieder im Schatten all der anderen streikenden Universitäten versunken ist? Wollen wir, dass man in einiger Zeit so über uns spricht? Das dürfen wir nicht zulassen! Denn das würde unserem Engagement nicht gerecht werden.

Deshalb treffen sich alle Bildungsstreik Teilnehmer und Interessierte morgen am Mittwoch den 25.11. um 21 Uhr im Proli um die Aktionswoche zu planen. Weil wir sobald wie möglich mit den Vorbereitungen beginnen sollten. Weil fleißige Helfer dringend gebraucht werden. Weil man Passau wieder hören muss. Passau schläft? Von wegen.



Interessante Links
geschrieben am 22.11.2009 um 20:56 in der Kategorie
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1. Was sagt die Presse zu den Protesten in Passau?

http://www.mediendenk.com/index.php?AID=0000021367 (Mediendenk)

http://www.trp1.de/act_14-news_3873.html (TRP1)

http://www.br-online.de/b5aktuell/b5-studenten-proteste-ID1258396982241.xml (BR)

http://www.pnp.de/nachrichten/pnp_videonews/index.php?vid=2322&trailer=17_11_09_trp1_studentendemo/17_11_09_trp1_studentendemo.flv (PNP)

http://www.bb-passau.de/index.php?AID=0000021415 (Bürgerblick)

2. Welche Youtube Videos über die Passauer Proteste gibt es...

... zum Streik allgemein?

http://www.youtube.com/watch?v=7gf5S_hk6ro

http://www.youtube.com/watch?v=UVp7sox6DS4

http://www.youtube.com/watch?v=uWFnoEFw7A8

... zur Demo?

http://www.youtube.com/watch?v=rh6s3nNnXQA

http://www.youtube.com/watch?v=98dK0nr9HAc

http://www.youtube.com/watch?v=Z_b2T1P9gPc

... zur Besetzung?

http://www.youtube.com/watch?v=7ktc5pasef0

http://www.youtube.com/watch?v=29WM2MsFGkA (Präsidenten Rede am 1. Besetzungstag)

http://www.youtube.com/watch?v=lQfVVLLZM3c

http://www.youtube.com/watch?v=YvEDTV5cQOw

http://www.youtube.com/watch?v=E1f_7rAiTQI

... zu dem Auftritt der Bands?

http://www.youtube.com/watch?v=DSuLW0y1csA

http://www.youtube.com/watch?v=bWK1gPlnMvE



Was gibt es Neues?
geschrieben am 22.11.2009 um 19:55 in der Kategorie
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In der ganzen Welt tut sich einiges unter den Stundierenden. An der Universität Bekeley in Kalifornien wurden gestern, nach geschätzten 11 Stunden Blockade, rund 40 Stundierende unter Anwendung von Gewalt verhalftet. In was für einer Welt leben wir eigentlich? http://bildungstadtschloss.wordpress.com/2009/11/21/gewalt-gegen-studenten-heute-university-of-california-berkeley

Viele unter uns, den Passauer Studierenden, wollen keine Studiengebühren, aber eine bessere Lehre. Da stellt sich die Frage: Wo soll das Geld herkommen. Ein Lösungsansatz liegt eventuell in der Idee des Bildungsstroms: Dabei sollen durch neue Methoden der Energiewandelung Energie und damit Kosten eingespart werden. Das gesparte Geld kann wiederum in Bildung fließen. Wie diese neuen Methoden aussehen? In erster Linie stützen sie sich auf das Prinzip der Raumenergie. Raumenergie ist nach Definition "die nach der Quantenphysik im „leeren Raum“ selbst (von der Physik auch „Vakuum“ genannt) vorhandene Energie" (http://www.dvr-raumenergie.de/energy/definitons.html). http://www.unsereunibrennt.de/node/169

Solche Konzepte sind wichtig, doch was können wir Passauer Studierenden konkret machen? Wir können Druck machen! Zum Beispiel mit weiteren Demos, wie am nächsten Mittwoch in München um 14 Uhr auf dem Geschwister Scholl Platz. http://s6.directupload.net/images/091121/5gkmlvk8.jpg

Wem die Demo zu kurzfristig und/oder zu weit weg ist, möchte vielleicht stattdessen lieber der Uni Regensburg einen Besuch abstatten. Dort findet nämlich vom 11. bis zum 13. Dezember ein Alternativer Bildungsgipfel mit Workshops und Diskussionsrunden statt. http://www.bildungsstreik-bayern.de/bs_start/alternative-bildungsgipfel-in-regensburg/ 

Wer sich weiter darüber informieren will, was an den anderen Unis so los ist, hat hier eine Liste der Blogs und Homepages anderer streikender bayrischer Unis:

http://www.unsereunibrennt.de 

http://www.bildungsstreik-bayern.de/tag/regensburg/ 

http://bildungsstreikcoburg.blogspot.com 

http://uniaugsburgbrennt.blogspot.com 

http://bildungsstreiknbg.blogsport.de

 



Gestern Abend im Halbdunkel
geschrieben am 22.11.2009 um 11:06 in der Kategorie
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Zugegebenermaßen, es hatte schon etwas, wie sich gestern um 18 Uhr eine kleine Gruppe Passauer Studierenden auf dem dunklen Mensa-Vorplatz versammelte. Auch, wie wir im gedämpften Licht über unser weiteres Vorgehen diksutierten, war nicht ganz ohne. Doch das alles ist ja schön und gut. WIchtig ist jetzt: Was wurde dabei tatsächlich beschlossen? Zum einen wurde absgestimmt, dass die Bewegung "Bildungsstreik" keine eigenständige Hochschulgruppe, sondern ein Teil des Astas werden soll. Wieso nicht die bestehenden Gremien nutzen? So die Argumentation. Zum anderen wurden gestern Abend fünf Arbeitskreise (kurz AKs) gebildet, nämlich:

Der AK Forderungen: Hier geht es darum zu kontrollieren, ob unser Uni-Präsident Prof. Dr. Schweitzer seine Versprechen auch wirklich einlöst. All unsere Forderungen müssen außerdem hin und wieder struckturiert, ausgearbeitet oder auch ergänzt werden.

Der AK Öffentlichkeitsarbeit: Eines ist jetzt besonders wichtig: Unsere Bewegung darf nicht ins Vergessen geraten. Deshalb muss mit weiteren Aktionen der Presse, der bayrischen Landesregierung, dem Unipräsidium und auch den skeptischen Passauern ins Gedächtnis gerufen werden, dass wir, die Passauer Studierenden, weiter kämpfen. Solche Aktionen zu planen und durchzuführen, das ist die Aufgabe dieses Arbeitskreises.

Der AK Finanzen: Um unsere Vorhaben umzusetzen, stellt sich natürlich eine Frage: Woher bekommen wir Geld? Darum ist es wichtig, auch hierfür einen Arbeitskreis zu haben.

Der AK Medien: Wir müssen gesehen werden! Jeder, ob Presse, Interessierter oder Komillitone, muss die Möglichkeit haben, nachzuvollziehen, was gerade an der Passauer Uni vor sich geht. Dafür gibt es bereits Quelle: Diesen Blog, eine StudiVZ und Facebook Gruppe oder auch ein Twitter Account. Doch all das muss ausgebaut und miteinander vernetzt werden. Auch eine eigene Bildungsstreik-Plattform ist geplant. 

Der AK Vernetzung: Dieser sehr wichtige Arbeitskreis sorgt dafür, dass wir mit anderen streikenden Unis in Kontakt bleiben, uns solidarisieren oder auch gemeinsame Aktionen planen. Eventuell könnten auch ein paar von uns bei der ein oder anderen Uni mal vorbei schauen. 

Was es sonst noch Neues gibt? In diesem Moment fahren ein paar Passauer Studierende zu einem Treffen aller bayrischen Asten um ihre Forderungen an die Landesregierung vorzustellen und um sich Ideen und Anreize zu holen, wie es weiter gehen kann.

Wir waren produktiv, gestern Abend im Halbdunkeln. Doch vielleicht war der ein oder andere gestern verhindert und hat jetzt das Gefühl, dass es ohne ihn weiter geht. Kein Grund zur Sorge. Auch wenn in privaten Kreisen schon scherzhaft über Namen, wie die Anonymen Demokraten, oder geheime Erkennungszeichen nachgedacht wurde, sind wir noch immer eine offiene Gruppe. Diese Bewegung ist unser gutes Recht! Wer sich interessiert und mitmachen will, ist herzlich eingeladen.



Was uns der Präsident tatsächlich versprochen hat
geschrieben am 21.11.2009 um 13:43 in der Kategorie
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Stellungnahme des Präsidenten zu den Forderungen des Passauer Bildungsstreikbündnisses

2009

 

1. Regelstudienzeiten

Der Präsident steht einer Verlängerung der Regelstudienzeiten bei Bachelorstudiengängen offen

gegenüber und wird in den Fakultäten im Laufe des Wintersemesters 2009/2010 eine studiengangsbezogene

Überprüfung in Gang setzen. Falls Änderungen erfolgen sollen, müssen die Studiengänge

neu konzipiert werden; dieser Prozess wird mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen.

 

2. Studienbeiträge

Der Präsident wird sich in einem Schreiben an den Wissenschaftsminister mit Abdruck an die universität

Bayern e.V. und die HRK mit Auslauf 27. November 2009 für die Erhöhung der BAföG-Sätze

und für eine Ausweitung des Stipendienwesens einsetzen. Er wird dabei darauf hinweisen, dass aus

Universitätssicht eine Abschaffung der Studienbeiträge nur möglich ist, falls diese dann durch zusätzliche

staatliche Finanzmittel in gleicher Höhe ersetzt werden.

 

3. Studentische Mitbestimmung

Der Präsident wird bis Ende des Wintersemesters 2009/2010 den Entwurf der Änderung der

Grundordnung erstellen lassen, mit der zwei stimmberechtigte studentische Vertreter im Senat und

Universitätsrat eingeführt werden sollen.

 

4. Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen

Der Präsident wird die Prüfungsausschüsse auffordern, ab sofort den Beschluss der KMK vom 15.

Oktober 2009 zur Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses der Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen

zugrunde zu legen.

 

5. ETC5-Punkte und Workload

Der Präsident erkennt an, dass die Vergabe von ECTS-Punkten dem tatsächlichen Workload entsprechen

muss. Die Überprüfung erfolgt bereits in den laufenden Akkreditierungsverfahren, deren

Ergebnisse bei Vorliegen zügig umgesetzt werden müssen. Zusätzlich werden im Laufe des Wintersemester

2009/2010 die Studiengangsverantwortlichen aufgefordert, für die übrigen Studiengänge

den Workload zu überprüfen. Dieser Prozess wird allerdings 2 Jahre in Anspruch nehmen.

 

6. Anwesenheitspflicht

Der Präsident erkennt an, dass bei der Anwesenheitspflicht eine Überprüfung der gängigen Praxis

und der geltenden Regelungen erforderlich ist. Was den Vollzug betrifft, wird der Präsident die Beachtung

der geltenden Rechtslage durchsetzen, dass ohne ausdrückliche Regelung in den Prüfungs-

und Studienordnungen oder Modulkatalogen keine Anwesenheitspflicht gefordert werden

kann. Dazu wird noch im November 2009 ein Schreiben an alle Lehrpersonen ergehen. Soweit Regelungen

bestehen, werden diese von den Prüfungsausschüssen am Kriterium der Sicherung des

Studienerfolges überprüft; dieses Verfahren wird jedoch 2 Jahre in Anspruch nehmen.

 

7. Studentenwerk

Der Präsident tritt nachdrücklich in seinem Brief an den Wissenschaftsminister für die Sicherung der

finanziellen Leistungsfähigkeit des Studentenwerks Niederbayern-Oberpfalz ein. Das betrifft insbesondere

den staatlichen Mensazuschuss, den Wohnheimbau und die Sanierung von bestehenden

Wohnanlagen.

 

8. Prüfungsbelastung

Der Präsident anerkennt die Problematik der Kleinteiligkeit bei Modulprüfungen. Dazu müssen in

allen Studiengängen die entsprechenden Regelungen überprüft und dem KMK-Beschluss vom 15.

Oktober 2009 angepasst werden. Der Präsident wird darauf drängen, dass der durch das Hochschulgesetz

gewährte weite Spielraum bei der freiwilligen Wiederholbarkeit von Prüfungen ausgeschÖpft

wird. Dieser Prozess wird allerdings mindestens 2 Jahre in Anspruch nehmen, weil damit

eine Änderung der Studien- und Prüfungsordnungen verbunden ist.

Für die anstehenden Überprüfungen und Änderungen der Studien- und Prüfungsordnungen wird für

2 Jahre zusätzlich ein Jurist/eine Juristin eingestellt.

Die Studierendenvertretung erhält eine Abschrift des Briefes an den Wissenschaftsminister und Abdrucke

der Schreiben, die innerhalb der Universität an die Verantwortlichen ergehen. Der Brief an

den Wissenschaftsminister kann öffentlich gemacht werden. Der Präsident wird Ende Januar 2010

eine Sitzung mit der Universitätsleitung, den Dekanen, den Studiendekanen, den Studiengangsverantwortlichen

und der Studierendenvertretung ansetzen, bei der der Stand und die weitere Umsetzung

der aufgeführten Maßnahmen im Einzelnen behandelt wird.

Passau, den 18. November 2009

 

Prof. Dr. Walter Schweitzer

 

Präsident der Universität Passau



Und jetzt?
geschrieben am 21.11.2009 um 13:41 in der Kategorie
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Wie geht es jetzt weiter? Das ist im Moment wohl die am häufigsten gestellte Frage in der Passauer Universität. Von Studenten, von Professoren, von Interessierten, sogar von der Presse.

Wie geht es jetzt weiter? Das ist die Frage, mit der wir uns heute um 18 Uhr vor der Mensa beschäftigen wollen. Denn eines ist klar: Es muss weiter gehen!

 

Auf den großen  Dankes-Plakaten, die über Nacht überall in der Uni aufgetaucht sind, steht es schwarz auf gelb geschrieben: Erfolg auf ganzer Linie. Klar wir haben eine Menge Forderungen an die Uni-Leitung durchgesetzt, aber einige der Kommentatoren dieses Blogs, haben es auf den Punkt gebracht: Es gibt noch immer Studiengebühren. Das Bologna Modell ist noch immer auf 5 Jahre beschränkt. Es ist noch immer schwer sich an einer anderen Uni erbrachte Leistungen anerkennen zu lassen. Und vieles mehr. All das liegt noch vor uns.

 

Doch der ein oder andere hat es vielleicht am Dienstag im Audimax bemerkt. Klar, antwortete der Universitäts-Präsident zu manchen unseren Forderungen, findet er auch gut. Liegt nur leider nicht in seiner Macht. Deshalb müssen wir uns an höhere Stellen richten, wie zum Beispiel die Landesregierung. Wie das genau aussehen wird, werden wir heute Abend besprechen. Wer bereit ist sich weiter zu engagieren, ist herzlich eingeladen vorbei zu schauen. Ideen scheint es ja genug zu geben: Vernetzungen mit anderen Unis, Delegationen nach Regensburg oder München, eine Konterparty in Leipzig, Demos, Aktionen, Diskussionen, Presse…

 

Es gibt viele Möglichkeiten. Wichtig ist jetzt diese auch zu nutzten. Deshalb hoffen wir auf eine erfolgreiche Planung heute Abend. Denn eines steht fest: Wir, die Passauer Studierenden, haben noch immer genug Motivation und Kraft um weiter zu kämpfen! Ich halte euch auf dem Laufenden.



Was ist eigentlich...
geschrieben am 19.11.2009 um 14:47 in der Kategorie
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Kaum einem wird wohl entgangen sein, dass hier in Passau (und wohl auch in sehr vielen andere Universitätsstädten) noch immer von morgens bis abends über (Hochschul-) Politik diskutiert wird. Bologna, BAföG, Studiengebühren, Reformen, Leistungsdruck - das alles sind Wörter die im Moment sehr oft genannt werden.

Doch wir, die Passauer Studierenden, mussten auch das ein oder andere Mal merken, wo wir an unsere Grenzen stoßen. Es drehte es sich gestern im Audimax lange um die BAföG Regelungen. Dabei kamen einige Fragen auf: Was genau sind denn die Kriterien um ein möglichst hohes BAföG zu bekommen? Dürfen die eigenen Eltern sich weigern, ihrem Kind Geld zu geben? Und hat man in dem Fall ein Recht auf BAföG? All solche Fragen häufen sich. Wen es jetzt reizt, herauszufinden, was es denn nun mit diesem BAföG auf sich hat, kann sich unter www.das-neue-bafoeg.de schlauer machen.

Nicht nur hier in Passau, in ganz Europa, fordern die Studierenden unter anderem eines: Die Reform der Reform! Die Rede ist hier nicht von Hartz IV (auch wenn es sicher ein paar Studierende gibt, die den Bildungsstreik nutzen um ein paar allgemeinen Forderungen Luft zu machen), sondern von der Bologna Reform. Auch da gibt es viele offene Fragen. Allen voran: Was genau schreibt diese Reform eigentlich vor? Alle die sich für dieses Thema interessieren, haben heute hier, an der Passauer Universität, die Möglichkeit mehr zu erfahren. Um 19 Uhr gibt es im Audimax eine Vorlesung zum Thema Bologna-Prozess. Also wenn ihr Interesse habt, kommt vorbei. Denn wir können nur über etwas diskutieren, von dem wir auch wirklich Ahnung haben. Und dikutieren weden wir noch genug.



Hochschulpolitik? Wie funktioniert das eigentlich?
geschrieben am 18.11.2009 um 19:31 in der Kategorie
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Unser vorläufiger Sieg ist jetzt schon ein paar Stunden her. Doch die Diskussionen laufen immer noch. Und das ist auch gut so. Raum für Diskussionen, Aktionen und alles was den Bildungsstreik voran bringt, gibt es weiterhin in den Arbeitsgruppen. Ihr wollt wissen wann, wie und wo sich diese Arbeitsgruppen treffen? Ihr habt noch immer Ideen, Motivation und Begeisterung? Ihr wollt, dass der Bildungsstreik weiter geht? Dann seid ihr alle herzlich eingeladen, euch am Samstag um 18 Uhr vor der Mensa an der weiteren Planung zu beteiligen. Denn eines ist klar: Für uns, die Passauer Studierenden ist der Streik noch lange nicht vorbei! Jetzt, da wir einige Zusagen von der Universitätsleitung haben, muss überprüft werden, ob unser Universitäts-Präsident wirklich hält was er versprochen hat. Und vor allem: Jetzt liegt es an uns bayrischen Studenten die Landesregierung dazu aufzufordern, ihren Teil zu einer besseren Bildung beizutragen.

 

Klar, auch der Konvent und der Asta werden an unseren Forderungen arbeiten. Doch was ist das eigentlich? Der Konvent und der Asta? Der Konvent ist das Studierendenparlament. Den Asta nennt man auch Sprecher/Innen-Rat. Ganz schön verwirrend, oder? Höchste Zeit also ein wenig nach zu forschen. Wie Hochschulpolitik funktioniert, was es für Gremien an der Uni gibt und wie viel Mitsprache wir wirklich haben – all das findet ihr auf den Seiten des Konvents (http://www.students.uni-passau.de/95.html), des Astas (http://www.students.uni-passau.de/asta.html) und des Studentischen Senators (http://www.students.uni-passau.de/197.html), der ja hoffentlich bald einen 2.Senator zur Seite hat. Es lohnt sich vorbei zu schauen.

 

Das so viele Passauer Studierende in den letzten Tagen aktiv mitgestreikt und mitdiskutiert haben, zeigt Interesse. Ein Grund zur Freude! Und ein Grund endlich eine Möglichkeit zu schaffen, sich möglichst unkompliziert auf dem neuesten Stand zu bringen, was in der Hochschulpolitik gerade so los ist. Auch dafür soll dieser Blog dienen. Denn wie wir es alle in den letzten zwei Tagen hautnah erleben konnten: Hochschulpolitik kann wirklich ziemlich spannend sein.



Die erste Etappe ist geschafft!
geschrieben am 18.11.2009 um 14:14 in der Kategorie
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 Hier an der Passauer Universität hat sich gerade einiges getan. Gerade noch in eine hitzige Diskussion über unsere Forderungen an die bayrische Landesregierung vertieft, traf, wie vereinbart, der Universitäts-Präsident ein. Tatsächlich wurden unsere Erwartungen sogar übertroffen. Der Präsident lieferte uns einen konkreten Zeitplan und versprach auf all unsere Forderungen einzugehen. Klar, das ein oder andere wird ein wenig dauern (vor allem zwei Jahre scheint eine beliebte Frist des Präsidenten zu sein). Doch sehen wir es mal so: Gestern erst sind wir aufgestanden und haben in einem atemberaubenden Akt das Audimax besetzt. Gestern erst haben wir den Forderungskatalog vorgelegt. Heute, 24 Stunden später, haben wir, schwarz auf weiß, konkrete Versprechungen vor uns liegen. Damit haben wir unser vorläufiges Ziel erreicht und werden bis 15 Uhr das Audimax räumen.

Das war's dann also? Das Ganze soll hier und jetzt zu ende sein? Ganz und gar nicht! Wir, die Passauer Studierenden, haben etwas Unglaubliches geleistet! Wir haben einen Prozess ins Rollen gebracht, den hier in Passau kaum einer für möglich gehalten hat. Deshalb wird es weiter gehen! Einmal motiviert, werden wir weiter kämpfen. Deshalb werden die Arbeitskreise weiter bestehen. Deshalb wird überprüft werden, ob und wo unsere Forderungen umgesetzt werden. Deshalb kann sich weiterhin jeder einbringen. Wir können stolz auf uns sein. Denn wir haben etwas bewegt! Wer hätte das gedacht?



Tag 2: Die Besetzung geht weiter
geschrieben am 18.11.2009 um 08:25 in der Kategorie
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 Hier sitzen wir nun, nach langen nächtlichen Diskussionen, ein paar wenigen Stunden Schlaf und einem morgendlichen Kaffee. Unsere Kraft reicht noch!

Immerhin konnten wir einen Prof überreden seine Vorlesung ausfallen zu lassen, so dass wir produktiv weiter arbeiten können. Und das tun wir. In Arbeitskreisen besprechen wir in diesem Moment das weitere Vorgehen. Das Programm steht (mit einigen vagen Punkten). Die Leute kommen auch alle wieder.

Kurz: Es gibt Hoffnung, dass wir, die Passauer Studierenden, wirklich etwas verändern können! (Auch wenn vereinzelte andere schon versuchten unsere Plakate abzureißen.) Wir hoffen auf einen erfolgreichen Tag.



Programm Tag 2
geschrieben am 18.11.2009 um 02:04 in der Kategorie
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 8:00 Frühstück und Open Mic 

10:00 Zusammenfassung von gestern / Was haben wir erreicht 

10:30 Infobeitrag/ Vortrag : Entscheidungsfindung an unserer Uni 

11:00 Diskussion über Forderungen an den bayrischen Landtag 

12:00 Mittagspause 

13:00 Liveschaltung München / Wien



Kein Ende in Sicht
geschrieben am 17.11.2009 um 22:12 in der Kategorie
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Und wir streiken immernoch! Eine kleine Szene aus dem besetzen Audimax: Die Studierenden-Menge wird gefragt, ob wir die Besetzung hier und jetzt beenden wollen. Ein, zwei Leute heben zögerlich die Hand. Dann kommt die Gegenprobe: Wollen wir die Besetzung weiterlaufen lassen? Die Menge johlt. Das Ergebnis der Abstimmung ist eindeutig: Die Besetzung geht weiter!

Nachdem zwei Bands, die heute im Proli spielen, sich bereit erklärt haben, das Audimax mit rockiger Live-Musik kräftig einzuheizen, ist hier noch immer viel los. Der harte Kern wird hier übernachten. Morgen wird dann hoffentlich wieder die ganze Menge auf der Matte stehen. Mit so etwas hat keiner gerechtet. Die Medien bezeichnen es als einmalig in Passau. Und das stimmt!

Aber hey! Wir, die Passauer Studierenden, sind sogar produktiv. Nach einer hitzigen Diskussion über eine Umstellung des Bachelor/Master - System, entstehen gerade Arbeitskreise. Nicht, dass so ein bisschen Chaos nicht auch ganz lustig sein kann. Doch langsam beginnt das alles eine Form anzunehmen. 

Was auch immer morgen hier beschlossen wird.. Ob überhaupt etwas beschlossen wird.. Wie auch immer. Die Motivation ist da! Wir sind da! Und das ist doch das Wichtigste, oder? Passau brennt! Und seien wir mal ehrlich. Passau rockt auch ganz schön!









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